Jurg Conzett
MoneyMuseum's Podcast (5 Min.)
Audioführer-Konzepte für das MoneyMuseum: Einblick in die Welt des Geldes Das MoneyMuseum hilft Besuchern, die komplexe Welt des Geldes interaktiv zu erkunden. Speziell entwickelte Audioführer beleuchten dabei verschiedene Aspekte des Geldes und bieten vertiefende Einblicke in seine Funktionen und kulturelle Bedeutung. Die meisten Podcasts dauern gut fünf Minuten.
No dejes de visitar la web del podcast y apoyar a su creador: moneymuseum.buzzsprout.com
Autor
Jurg Conzett
Categoría
Web del podcast
Último episodio
17 de oct. de 2026
¿Dónde escuchar?
Podcasts en la app Replaio Radio Muy prontoLos podcasts llegarán muy pronto a la app. Instálala ahora y sé el primero en descubrir una forma totalmente nueva de vivir los podcasts
Episodios
1690 Wie John Locke Eigentum und Ungleichheit begründet 17.10.2026 24:51
Two Treatises of Government, London 1690 (John Locke, anonym) John Locke behandelt Eigentum in der „Zweiten Abhandlung über die Regierung" von 1690. Die zentrale Stelle ist Kapitel V „Über das Eigentum". Locke begründet dort Eigentum durch Arbeit. Er erklärt, wie der Gebrauch von Geld die Anhäufung von Besitz ermöglicht: Mit der Zustimmung zum Geld hätten die Menschen auch einer ungleich...
1517 Thomas von Aquin. Die Goldene Kette, Evangelien 15.10.2026 18:24
Wir ertrinken in Informationen und suchen verzweifelt nach einem Filter, der das Wichtige vom Rauschen trennt. Deshalb unternehmen wir eine unerwartete Zeitreise: zu einer Catena Aurea , gedruckt 1517 in Paris, und zu dem Gedanken, dass Wissensmanagement keine digitale Erfindung ist, sondern seit Jahrhunderten als Handwerk existiert. Die «goldene Kette» des Thomas von Aquin zeigt, wie sich Stimmen...
1788 Cook's Entdeckungs-Reise zum Nordpol 15.10.2026 20:32
Ein Mann verblutet 1779 am Strand auf Hawaii, doch nur neun Jahre spaeter schaut er uns aus einem Berliner Prachtband als ruhiger, fehlerfreier Aufklaerer an. Genau dieser Widerspruch zieht uns in die Geschichte von James Cook und dem zweiten Band seiner dritten Reise: Was passiert, wenn rohe Erfahrung, staatliche Interessen und Buchdruck zu einer «Wahrheit» verschmelzen, die sich spaeter kaum meh...
1590 Boccaccio Il Decamerone 14.10.2026 15:08
Stell dir vor, du hältst ein weltberühmtes Buch in den Händen und glaubst, das Original vor dir zu haben. Und dann bemerkst du: Der Text ist «di nuovo riformato», neu bearbeitet – und zwar nicht aus literarischem Spieltrieb, sondern als Kompromiss mit den Autoritäten. Genau das zeigt das Titelblatt von «Il Decamerone» aus Venedig (1590) wie unter einem Brennglas. Es ist nicht nur ein bibliografisc...
1765 Johann Conrad Fäsis Geografie der Macht 14.10.2026 21:58
Ein Buch kann eine Landkarte sein, ohne eine einzige Höhenlinie zu zeichnen. Wir nehmen dich mit ins Jahr 1765, als der Zürcher Pfarrer Johann Konrad Fäsi mit Feder und Tinte versucht, die «Staats- und Erdbeschreibung» der Schweiz zu schreiben und dabei auf ein politisches Chaos trifft: 13 Orte, zugewandte Orte, gemeine Herrschaften, Sonderrechte, unsichtbare Grenzen und ein Alltag, der je nach Ta...
1340 Manesse Liederhandschrift, Faksimile 1925 14.10.2026 23:48
Stell dir vor, eine Stadtelite investiert über Jahrzehnte ein halbes Vermögen, nur um die grössten Hits ihrer Zeit zu sammeln und am Ende bleibt der Klang verschwunden. Genau diese Spannung macht den Codex Manesse, auch Manessische Liederhandschrift genannt, so packend: 426 Pergamentblätter, rund 6000 Strophen, 140 Dichter und ein Materialwert, der durch Tierhäute, Gold und extrem teure Farben exp...
1741 Memorabilia Tigurina. Zürichs Gedächtnis 13.10.2026 21:36
Stell dir vor, du lebst im Zürich des 18. Jahrhunderts und brauchst eine verlässliche Information über deine Stadt. Kein Google, keine Wikipedia, keine Bibliothek – nur unsichere Erinnerungen oder verstaubte Ratsarchive. Genau aus dieser Lücke entsteht ein Objekt, das erstaunlich modern wirkt: die «Memorabilia Tigurina», ein Druck von 1742, der versucht, das kollektive Gedächtnis Zürichs und seine...
1521 Tertullians Askese im Prunkband 13.10.2026 22:29
Luxus, Gelehrsamkeit und die Kunst des Loslassens Stellen wir uns ein Objekt vor, das uns auf jeder Seite zum Loslassen auffordert und zugleich mit voller Wucht Status und Luxus inszeniert. Diese Paradoxie bildet unseren Ausgangspunkt: eine schwere, fleckige Ausgabe von Tertullians Opera, 1521 in Basel bei Johann Froben gedruckt und von Beatus Rhenanus herausgegeben. Noch bevor wir ihre Worte lese...
1583 Winckler. Vom Ende der Welt.. Wir erfinden die Zukunft aus Zeichen 13.10.2026 14:33
Du öffnest eine App, siehst Kurven, Prognosen und scheinbar objektive Zahlen und spürst kurz Ruhe: Endlich ein Fenster in die Zukunft. Genau diese Ruhe nehmen wir auseinander, indem wir sie mit einem radikalen Blick zurück konfrontieren: 1583 versucht der Stadtphysikus Nikolaus Winkler, das Ende der Welt und den Zusammenbruch der Ordnung zu datieren. Klingt absurd, ist aber als Denkform erschrecke...
1657 Georgius Agricola – Wie der Mensch lernte, die Schätze der Erde zu gewinnen 12.10.2026 22:06
Ein Dollar ist nicht einfach ein modernes Wort, er ist ein Echo aus einem lauten Tal im 16. Jahrhundert. Wir gehen zurück nach Joachimsthal, wo aus «Joachimstaler» erst «Taler» und schliesslich «Dollar» wird, und wo Georgius Agricola als Stadtarzt mitten im Silberrausch landet. Zwischen Staublungen, Schmelzöfen und umgegrabenen Hängen beginnt er, Bergbau nicht als Mythos, sondern als messbares Sys...
1689 Wie ein Rechtslexikon das Eigentum erfand 12.10.2026 22:59
Eigentum fühlt sich an wie etwas Natürliches, fast wie eine Eigenschaft von Dingen. Wir stellen dieses Bauchgefühl auf den Kopf und starten mit einem massiven juristischen Lexikon von 1689: Wie kann ein «trockenes» Wörterbuch zur Blaupause der modernen Welt werden? Genau dort zeigt sich die Kernidee: Recht ist nicht bloss ein Spiegel der Realität, sondern eine Technologie, die Realität erzeugt, in...
1711 Abraham. Was Arbeit mit deinem Charakter macht 12.10.2026 20:16
Stell dir vor, jemand fragt dich im Vorstellungsgespräch nicht nach Stärken, Lücken im Lebenslauf oder «Wo siehst du dich in fünf Jahren», sondern nach deiner dunklen Seite: Welche moralischen Laster wird dieser Job in dir auslösen? Genau dort setzen wir an und holen uns Verstärkung aus einer völlig anderen Zeit. Wir lesen Notizen zu Abraham a Sancta Clara und seinem Werk von 1711 und nutzen die b...
1718 Wie Galilei (1564-1642) die Welt berechenbar machte 12.10.2026 18:39
Ein dreibändiger Koloss aus Florenz, Jahr 1718, und das Auffälligste daran ist nicht das, was drinsteht, sondern das, was fehlt: Galileo Galilei bleibt zensiert, Jahrzehnte nach seinem Tod. Von dort aus gehen wir dem Moment nach, in dem «Wahrheit» nicht mehr aus Autorität und Auslegung kommt, sondern aus Beobachtung, Experiment und Mathematik. Genau dieser epistemologische Bruch treibt die wissens...
1916 Reventlow Der Geldkomplex. Der Charme des Bankrotts 01.09.2026 11:22
Wenn dir Geld manchmal nicht wie ein Kontostand vorkommt, sondern wie ein unsichtbares Wesen, das dich verfolgt, dann wird dich diese Analyse packen. Wir nehmen Franziska Gräfin zu Reventlows satirischen Briefroman «Der Geldkomplex» von 1916 und lesen ihn als erstaunlich präzise Blaupause für unsere heutige Leistungsgesellschaft, von Prekarität bis Statusdruck. Wir reden über Reventlows Leben zwi...
1954 Die "1 Mio £ Note" & "Mahagonny". Geld ist nur eine kollektive Illusion 01.09.2026 16:51
Geld ist nur Papier und doch kniet eine ganze Stadt davor. Genau an diesem Widerspruch setzen wir an: Wir starten bei der Alltagsidee, dass Kontostaende und Preise absolut praezis seien, und drehen dann die Perspektive auf die Psychologie des Geldes. Sobald man hinschaut, wird aus dem „Naturgesetz“ ein fragiles System aus Vertrauen, Status und kollektivem Glauben, das uns Sicherheit gibt und uns g...
1832 Goethes Faust & die Kapitalfunktion 30.08.2026 25:08
Stell dir vor, der Kern unseres globalen Finanzsystems haette schon vor 200 Jahren eine literarische Form bekommen und zwar nicht in einem Lehrbuch, sondern in Goethes „Faust“. Wir nehmen dich mit in eine Analyse, die Faust aus der Ecke der staubigen Schullektuere holt und ihn als beunruhigend aktuelle Blaupause fuer Kapitalismus, modernes Geld und Finanzmaerkte liest. Wir starten bei den Figuren...
1929 Verena Conzett: Erlebtes und Erstrebtes 30.08.2026 20:46
Ein strahlender Herbstsonntag 1918 am Zürichsee, zwei junge Männer, Hans und Simon, und ein letzter Wunsch an ihre 65-jährige Mutter: Sie soll ihre Lebenserinnerungen aufschreiben. Aus dieser Bitte entsteht «Erstrebtes und Erlebtes», die Autobiografie von Verena Konzett, veröffentlicht 1929. Das Dokument ist keine glatte Geschichtsschreibung, sondern ein unmittelbarer Blick in die Schweiz des 19....
1725 Leupold. Ein erhebendes Lehrbuch Handbuch für die industrielle Revolution 30.08.2026 19:55
Ein gesundheitlich angeschlagener Mechaniker aus Sachsen veröffentlicht 1725 ein Handbuch über Kräne und Hebezeuge – und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die bis zur industriellen Revolution reicht. Wir erzählen, weshalb sich Jakob Leupold nicht für technischen Prunk interessiert, sondern für die Rücken der Menschen, die schwere Lasten tatsächlich bewegen. Und wir zeigen, warum eine einfac...
1728 Pemberton. Wie Henry Pemberton Newton lesbar macht 30.08.2026 23:08
Stell dir vor, der wichtigste Quellcode der Menschheit liegt vor dir und du kannst kein einziges Zeichen davon lesen. Genau so fühlten sich Newtons „Principia“ für fast alle Menschen im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert an: berühmt, ehrfurchtgebietend, aber praktisch unzugänglich. Wir nehmen dich mit zu einem Buch, das diesen Knoten löst: Henry Pembertons „A View of Sir Isaac Newton’s Philosop...
1729 Tractatus Mago-Cabbalistico Chymicus et Theosophicus, von Georg von Welling 30.08.2026 21:40
Stell dir eine Welt vor, in der ein Salzkorn nicht nur Chemie ist, sondern eine Landkarte des Kosmos. Genau hier begegnen wir Georg von Welling: Bergwerksleiter, Ingenieur, Staatsbeamter und im Verborgenen Autor des «Tractatus mago cabalisticus hymicus et theosophicus». Wir nehmen dich mit in die Welt der Bergwerke des frühen 18. Jahrhunderts, in der Dunkelheit, Lärm, Wasser und Einsturzgefahr zum...
1737 Herrgott, Genealogiae Diplomaticae Augustae Gentis Habsburgicae 30.08.2026 25:10
Ein einziger Satz kann eine ganze Epoche kippen: «Diese Urkunde ist gefälscht.» Wir folgen der Spur von erfundenen Ahnen bis zur Geburt der Quellenkritik und landen bei einer Frage, die heute wieder brennt: Woran erkenne ich, ob etwas echt ist? Zwischen Ahnenprobe, Standesdünkel und Existenzangst wird der Stammbaum im 16. Jahrhundert zur Waffe, und das Reichskammergericht in Speyer macht Schriftst...
1746 Herrliberger, Heilige Ceremonien 30.08.2026 23:44
Wilhelm Tell fehlt. Zwingli fehlt. Calvin fehlt. Und genau das macht ein Luxusbuch von 1748 zur perfekten Lupe für unsere Gegenwart: Der «Schweizerische Ehrentempel» zeigt, wie selektiv Ruhm entsteht und wie schnell eine «Liste der wichtigsten Schweizer» zur Bühne für Macht, Status und Selbstbestätigung wird. Wir folgen der Analyse von Ursula Kampmann und sezieren, was diese Aufklärungs-Rangliste...
1747 Allgemeines helvetisches Lexicon, von Johann Jakob Leu 30.08.2026 23:21
Stell dir vor, Wikipedia wäre keine Plattform, sondern ein einzelner Mensch mit dem Ehrgeiz, ein ganzes Land in Daten, Biografien und Urkunden zu erfassen. Wir gehen zurück ins Jahr 1747 und nehmen das Allgemeine Helvetische, Eydgenössische, Oder Schweitzerische Lexicon von Johann Jakob Leu unter die Lupe: ein monumentales Realwörterbuch, das alphabetische Ordnung mit Sachwissen verbindet und Wiss...
1755 La Fontaines Fabeln. Welche Maske Traegst Du Im Alltag Wirklich? 30.08.2026 24:45
Ein Wolf, der zuerst juristisch diskutiert und erst danach zubeisst, wirkt wie ein Politthriller. Genau diese Reibung macht La Fontaines Fabeln so stark und so gefaehrlich: Hinter der Tiergeschichte liegt eine praezise Machtanalyse, die bis heute passt. Wir halten eine seltene Ausgabe von 1755 gedanklich in der Hand und fragen uns, warum die Aufklaerung mit ihrem Vernunftideal ausgerechnet an solc...
1759 Totentanz Conrad Meyer. Der Totentanz Zeigt Dir Was Am Ende Zaehlt 30.08.2026 20:31
Stell dir vor, du haeltst ein Kunstwerk in den Haenden, das sich anfuehlt wie ein virales Meme, nur aus Kupfer gestochen und mit einer Praezision, die noch heute weh tut. Wir schauen auf den Hamburger Totentanz von 1759, basierend auf den Zuercher Kupferstichen von Rudolf und Konrad Meyer, und entschluesseln, warum diese Totentanz-Bilder weit mehr sind als makabre Kunst: Sie sind Gesellschaftskrit...
Podcasts similares
Replaio no es editor de podcasts; los nombres de los programas, las portadas y el audio pertenecen a sus autores y se distribuyen a través de canales RSS públicos