Jurg Conzett

MoneyMuseum's Podcast (5 Min.)

Audioführer-Konzepte für das MoneyMuseum: Einblick in die Welt des Geldes Das MoneyMuseum hilft Besuchern, die komplexe Welt des Geldes interaktiv zu erkunden. Speziell entwickelte Audioführer beleuchten dabei verschiedene Aspekte des Geldes und bieten vertiefende Einblicke in seine Funktionen und kulturelle Bedeutung. Die meisten Podcasts dauern gut fünf Minuten. 

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Autor

Jurg Conzett

Kategorie

Education

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1. Sep 2026

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1916 Reventlow Der Geldkomplex. Der Charme des Bankrotts 01.09.2026

Wenn dir Geld manchmal nicht wie ein Kontostand vorkommt, sondern wie ein unsichtbares Wesen, das dich verfolgt, dann wird dich diese Analyse packen. Wir nehmen Franziska Gräfin zu Reventlows satirischen Briefroman «Der Geldkomplex» von 1916 und lesen ihn als erstaunlich präzise Blaupause für unsere heutige Leistungsgesellschaft, von Prekarität bis Statusdruck.  Wir reden über Reventlows Leben zwi...

1954 Die "1 Mio £ Note" & "Mahagonny". Geld ist nur eine kollektive Illusion 01.09.2026

Geld ist nur Papier und doch kniet eine ganze Stadt davor. Genau an diesem Widerspruch setzen wir an: Wir starten bei der Alltagsidee, dass Kontostaende und Preise absolut praezis seien, und drehen dann die Perspektive auf die Psychologie des Geldes. Sobald man hinschaut, wird aus dem „Naturgesetz“ ein fragiles System aus Vertrauen, Status und kollektivem Glauben, das uns Sicherheit gibt und uns g...

1832 Goethes Faust & die Kapitalfunktion 30.08.2026

Stell dir vor, der Kern unseres globalen Finanzsystems haette schon vor 200 Jahren eine literarische Form bekommen und zwar nicht in einem Lehrbuch, sondern in Goethes „Faust“. Wir nehmen dich mit in eine Analyse, die Faust aus der Ecke der staubigen Schullektuere holt und ihn als beunruhigend aktuelle Blaupause fuer Kapitalismus, modernes Geld und Finanzmaerkte liest.  Wir starten bei den Figuren...

1929 Verena Conzett: Erlebtes und Erstrebtes 30.08.2026

Ein strahlender Herbstsonntag 1918 am Zürichsee, zwei junge Männer, Hans und Simon, und ein letzter Wunsch an ihre 65-jährige Mutter: Sie soll ihre Lebenserinnerungen aufschreiben. Aus dieser Bitte entsteht «Erstrebtes und Erlebtes», die Autobiografie von Verena Konzett, veröffentlicht 1929. Das Dokument ist keine glatte Geschichtsschreibung, sondern ein unmittelbarer Blick in die Schweiz des 19....

1725 Leupold. Ein erhebendes Lehrbuch Handbuch für die industrielle Revolution 30.08.2026

Ein gesundheitlich angeschlagener Mechaniker aus Sachsen veröffentlicht 1725 ein Handbuch über Kräne und Hebezeuge – und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die bis zur industriellen Revolution reicht. Wir erzählen, weshalb sich Jakob Leupold nicht für technischen Prunk interessiert, sondern für die Rücken der Menschen, die schwere Lasten tatsächlich bewegen. Und wir zeigen, warum eine einfac...

1728 Pemberton. Wie Henry Pemberton Newton lesbar macht 30.08.2026

Stell dir vor, der wichtigste Quellcode der Menschheit liegt vor dir und du kannst kein einziges Zeichen davon lesen. Genau so fühlten sich Newtons „Principia“ für fast alle Menschen im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert an: berühmt, ehrfurchtgebietend, aber praktisch unzugänglich. Wir nehmen dich mit zu einem Buch, das diesen Knoten löst: Henry Pembertons „A View of Sir Isaac Newton’s Philosop...

1729 Tractatus Mago-Cabbalistico Chymicus et Theosophicus, von Georg von Welling 30.08.2026

Stell dir eine Welt vor, in der ein Salzkorn nicht nur Chemie ist, sondern eine Landkarte des Kosmos. Genau hier begegnen wir Georg von Welling: Bergwerksleiter, Ingenieur, Staatsbeamter und im Verborgenen Autor des «Tractatus mago cabalisticus hymicus et theosophicus». Wir nehmen dich mit in die Welt der Bergwerke des frühen 18. Jahrhunderts, in der Dunkelheit, Lärm, Wasser und Einsturzgefahr zum...

1737 Herrgott, Genealogiae Diplomaticae Augustae Gentis Habsburgicae 30.08.2026

Ein einziger Satz kann eine ganze Epoche kippen: «Diese Urkunde ist gefälscht.» Wir folgen der Spur von erfundenen Ahnen bis zur Geburt der Quellenkritik und landen bei einer Frage, die heute wieder brennt: Woran erkenne ich, ob etwas echt ist? Zwischen Ahnenprobe, Standesdünkel und Existenzangst wird der Stammbaum im 16. Jahrhundert zur Waffe, und das Reichskammergericht in Speyer macht Schriftst...

1746 Herrliberger, Heilige Ceremonien 30.08.2026

Wilhelm Tell fehlt. Zwingli fehlt. Calvin fehlt. Und genau das macht ein Luxusbuch von 1748 zur perfekten Lupe für unsere Gegenwart: Der «Schweizerische Ehrentempel» zeigt, wie selektiv Ruhm entsteht und wie schnell eine «Liste der wichtigsten Schweizer» zur Bühne für Macht, Status und Selbstbestätigung wird. Wir folgen der Analyse von Ursula Kampmann und sezieren, was diese Aufklärungs-Rangliste...

1747 Allgemeines helvetisches Lexicon, von Johann Jakob Leu 30.08.2026

Stell dir vor, Wikipedia wäre keine Plattform, sondern ein einzelner Mensch mit dem Ehrgeiz, ein ganzes Land in Daten, Biografien und Urkunden zu erfassen. Wir gehen zurück ins Jahr 1747 und nehmen das Allgemeine Helvetische, Eydgenössische, Oder Schweitzerische Lexicon von Johann Jakob Leu unter die Lupe: ein monumentales Realwörterbuch, das alphabetische Ordnung mit Sachwissen verbindet und Wiss...

1755 La Fontaines Fabeln. Welche Maske Traegst Du Im Alltag Wirklich? 30.08.2026

Ein Wolf, der zuerst juristisch diskutiert und erst danach zubeisst, wirkt wie ein Politthriller. Genau diese Reibung macht La Fontaines Fabeln so stark und so gefaehrlich: Hinter der Tiergeschichte liegt eine praezise Machtanalyse, die bis heute passt. Wir halten eine seltene Ausgabe von 1755 gedanklich in der Hand und fragen uns, warum die Aufklaerung mit ihrem Vernunftideal ausgerechnet an solc...

1759 Totentanz Conrad Meyer. Der Totentanz Zeigt Dir Was Am Ende Zaehlt 30.08.2026

Stell dir vor, du haeltst ein Kunstwerk in den Haenden, das sich anfuehlt wie ein virales Meme, nur aus Kupfer gestochen und mit einer Praezision, die noch heute weh tut. Wir schauen auf den Hamburger Totentanz von 1759, basierend auf den Zuercher Kupferstichen von Rudolf und Konrad Meyer, und entschluesseln, warum diese Totentanz-Bilder weit mehr sind als makabre Kunst: Sie sind Gesellschaftskrit...

1762 Jean-Jacques Rousseau, Le contract social 30.08.2026

Minimalismus verspricht Luft zum Atmen. Doch wir stellen eine unbequeme Frage: Was, wenn der ganze Drang zum Entrümpeln nur die Pointe einer sehr alten Idee ist? Wir gehen zurück ins 18. Jahrhundert und nehmen Jean-Jacques Rousseau als Denker ernst, der die Zivilisation zugleich als Problem und als Notwendigkeit beschreibt. Vom absolutistischen Frankreich bis zu seiner Biografie als Genfer Aussens...

1775 Johann Caspar Lavater, Physiognomische Fragmente 30.08.2026

Ein Blick, ein Urteil und der Lebenslauf hat noch keine Chance gehabt. Wir starten mit einem Gedankenexperiment aus dem Vorstellungsgespraech und landen mitten in einem der erfolgreichsten Irrwege der Aufklaerung: der Physiognomik von Johann Caspar Lavater. Sein vierbaendiges Werk verspricht Menschenkenntnis per Gesichtsvermessung und trifft damit einen Nerv einer Zeit, die nach Ordnung in einer u...

1776 Adam Smith, Wealth of Nations. Das Missverständnis um Adam Smiths unsichtbare Hand 30.08.2026

Ein Hotelzimmer in Toulouse, ein massiv überbezahlter Tutor und eine Langeweile, die zur Blaupause des globalen Kapitalismus wird: Genau dort setzen wir an und graben Adam Smith hinter dem Mythos frei. Wir nehmen «Der Wohlstand der Nationen» ernst als historisches Dokument und als Streitpunkt der Gegenwart, statt es als Naturgesetz des Marktes abzufeiern.  Wir zeigen, gegen was Smith eigentlich an...

Wie ein Zürcher Statistiker die Mächtigen in Panik versetzte 30.08.2026

Zahlen beruhigen – bis sie plötzlich wehtun. Wir nehmen dich mit ins Zürich des späten 18. Jahrhunderts, wo eine unscheinbare „Daten-Nerd“-Figur mit Tabellen und Dreisatz die Oberschicht nervös macht. Johann Heinrich Waser misst, vergleicht und rechnet so konsequent, dass aus abstrakter Statistik politischer Sprengstoff wird. Und genau da wird es spannend: Nicht der Aufruhr auf dem Marktplatz brin...

1783 Adelsbrief für Leopold Spitzl von Peitzenstein. Adelsbrief statt Lohn. 30.08.2026

Ein roter Samteinband, ein makellos gemaltes Wappen, feinste Kalligrafie und ein kaiserliches Siegel hinter Glas und doch geht es bei diesem Adelsbrief nicht um Anstand, sondern um ein kalkuliertes System. Wir nehmen dich mit zum handgeschriebenen Adelsbrief von 1783 fuer Leopold Spitzel von Peizenstein und fragen, warum ein Staat so viel Pracht produziert, waehrend Krieg in Europa zum grausamen A...

1799 Montesquieu, Wien, Geist der Gesetze, original 1748 30.08.2026

Stell dir vor, die stabilste Verteidigung gegen Diktatur ist nicht Tempo, sondern Langsamkeit. Genau dort packen wir Montesquieu: Wir gehen anhand einer Amsterdamer Ausgabe von 1749 und einem Essay von Jörg Conzett der Frage nach, warum «Vom Geist der Gesetze» das politische Denken nicht nur reformiert, sondern aufgesprengt hat. Und wir zeigen, wie radikal seine Grundidee ist: Gesetze sind keine e...

1807 Malthus und die eiskalte Mechanik der Volksvermehrung 30.08.2026

Warum gibt es Armut, und wie können wir sie beseitigen? Diese Frage beschäftigte um 1800 alle Engländer, die das Elend in den Armutsvierteln der Industriestädte sahen. Der junge Malthus fand darauf seine eigene Antwort. Er schrieb, dass die Reichen die Armut nicht beseitigen könnten. Denn der Grund für die Armut sei der Arme selbst.  Malthus Hypothese wurde zum Paradigmenwechsel. Waren die Ökonome...

1813 Barreme oder vollständiges Rechenbuch Der lange Weg zum Dezimalsystem 30.08.2026

Ein Buch voller Zahlen ohne ein einziges erklärendes Wort und trotzdem war es für Kaufleute überlebenswichtig: Das Barème von 1813 wirkt wie ein gedruckter Spickzettel, ist aber in Wahrheit ein Fenster in einen der härtesten Kulturwechsel Europas. Wir fragen uns, warum erwachsene Profis Multiplikationen nachschlagen, obwohl Papier, Tinte und schriftliches Rechnen längst etabliert sind. Die Spur fü...

1856 Neujahrsblätter und ihre Geschichte 30.08.2026

Stell dir Zuerich am 2. Januar vor: Die angesehensten Maenner der Stadt laden Jugendliche ein, heizen die Zunftstube ein und schenken auf Kosten der Gemeinschaft Wein aus. Was wie ein Fiebertraum klingt, ist der Startpunkt fuer eine der spannendsten Linien der Schweizer Mediengeschichte und Bildungsgeschichte: die Schweizerischen Neujahrsblaetter. Wir nehmen ein Dokument von 1856 als Lupe und folg...

1871 Conrad Conzett, Nach Amerika! Überlebenshandbuch für Auswanderer. 30.08.2026

Kein Wetterbericht, kein Jobportal, kein Stadtplan, nur ein Ticket, Bargeld in der Tasche und die Hoffnung, dass am anderen Ende des Atlantiks wirklich Platz für dich ist. Genau in diese Welt steigen wir ein, wenn wir das Auswandererhandbuch «Nach Amerika» von 1871 lesen und zeigen, warum Migration im 19. Jahrhundert eine Frage von Information, Risiko und Überleben ist. Wir sprechen über Massenaus...

1878 Conrad Conzett Der Volksfreund 30.08.2026

Dein Morgen-Feed fühlt sich manchmal an wie ein Daueralarm aus Bailout-Forderungen, kaputten Systemen und perfekt platzierter Werbung, die dir die Flucht verspricht. Wir haben genau dieses Gefühl in einer Schweizer Zeitung von 1882 gefunden: im «Volksfreund» aus Kur. Beim Lesen kippt die Erwartung sofort, weil hinter Frakturschrift nicht Nostalgie steckt, sondern ein messerscharfer Blick auf Macht...

1904 Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus 30.08.2026

Harte Arbeit als Garant für Erfolg klingt wie die fairste Regel der Welt und genau darum hängen wir so sehr daran. Wir starten bei diesem modernen Hustle-Bild und drehen es zurück zu einer Idee, die unsere Leistungsgesellschaft bis heute prägt: Max Webers «protestantische Ethik» und der «Geist des Kapitalismus». Dabei interessiert uns nicht Religion als Frömmigkeit, sondern als Psychologie: Warum...

1944 Goethe im Gespräch - Weltliteratur als Waffe gegen den Faschismus 30.08.2026

Mitten im Jahr 1944, während Europa brennt und Papier in der Schweiz rationiert ist, startet ein Zürcher Verleger eine neue Reihe mit Weltliteratur. Und als wäre das nicht riskant gnueg, setzt Walter Meyer ausgerechnet Goethe als ersten, prestigeträchtigsten Band der Manesse-Bibliothek. Für üs ist das kein literarisches Detail, sondern eine Frage von Mut, Identität und dem, was Kultur in Krisenzei...

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