Frank Dittmer
Wrobel - Der Tucholsky-Podcast
"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...
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Episodes
Kurt Tucholsky: Frauen von Freunden (1925) 23.07.2025 1:20
Weltbühne, 21.7.1925
Kurt Tucholsky: Herr Wendriner nimmt ein Bad (1925) 16.07.2025 5:05
Der bramarbasierende Berliner Geschäftsmann am Ostseestrand - mit Börsenklatsch und zu viel Sand zwischen den Zehen... (Weltbühne, 30.6.1925).
Kurt Tucholsky: Besetzt ! Bitte, später rufen-! (1925) 09.07.2025 1:20
Für die Proletarier ist nur das Himmelreich reserviert - alles andere ist "leider schon besetzt" (Weltbühne, 23.6.1925).
Kurt Tucholsky: Plädoyer gegen die Unsterblichkeit (1925) 02.07.2025 5:55
Über die rührende Illusion, auf die eigene Wirkung in der Nachwelt zu spekulieren, statt in der Gegenwart zu leben - denn: Die Nachwelt hat etwas Besseres zu tun, als "die Sorgen der Gräberinsassen auf sich zu laden" (Vossische Zeitung, 17.6.1925).
Kurt Tucholsky: Die freien Deutschen (1925) 25.06.2025 2:12
Ein falscher Burgfrieden für Papst, Bankdirektoren und Militärs: "Die Revolution ist endgültig vorbei" - wären da nicht die "Schnurrbartfressen"... (Weltbühne, 16.6.1925).
Kurt Tucholsky: Prolet vor Gericht (1925) 18.06.2025 1:20
Ein Weckruf gegen das ungerechte Justizsystem der Weimarer Republik (Weltbühne 2.6.1925).
Kurt Tucholsky: In Weißensee (1925) 11.06.2025 1:24
Über den jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee und die Endlichkeit des Lebens (Weltbühne, 19.5.1925).
Kurt Tucholsky: Stimme aus den Kalkgruben (1925) 04.06.2025 1:19
Am 26. April 1925 wurde Weltkriegsgeneral Paul von Hindenburg zum deutschen Reichspräsidenten gewählt. Tucholsky lässt in seinem kurzen Gedicht die getöteten Soldaten dagegen ihre Stimme erheben (Weltbühne, 5.5.1925).
Kurt Tucholsky: Die Tafeln (1925) 28.05.2025 3:59
Reflexionen beim Anblick französischer Krieger-Gedenktafeln: "Wie lange noch lassen sich Mütter die Söhne, Frauen die Geliebten, Kinder den Vater abschießen... Wie lange noch wird Mord sanktioniert...?" (Weltbühne 21.4.1925).
Kurt Tucholsky: Die Laternenanzünder (1925) 21.05.2025 9:22
Parodie auf Bedeutsamkeitsdusel und Organisationsfimmel der deutschen Berufstände (Weltbühne, 21.4.1925).
Kurt Tucholsky: Der kaiserliche Statthalter (1925) 14.05.2025 6:41
Ignaz Wrobel kritisiert den Kandidaten zur Reichspräsidenten-Wahl 1925 und prophezeit hellsichtig: "Hindenburg ist: Die Republik auf Abruf. Hindenburg bedeutet: Krieg." ("Die Menschheit", 17.4.1925).
Kurt Tucholsky: Persönlich (1925) 07.05.2025 4:18
Über "Persönlichkeiten" und Wichtigmacherei im "Vorzimmer von Herrn Portier Knetschke" (Weltbühne 14.4.1925).
Kurt Tucholsky: Herr Wendriner erzieht seine Kinder (1925) 30.04.2025 4:16
Familientyrann Wendriner schwadroniert im Kneipengespräch über Kindererziehung, während er mit Sohn Max herumpoltert (Weltbühne, 7.4.1925).
Kurt Tucholsky: Sieben Gespenster (1925) 23.04.2025 16:23
Muntere Satire über die Missgeschicke des Alltags, allesamt verursacht von Gespenstern, die durch Haus, Büro, Börse und Theater spuken ("Der Uhu", Monatsmagazin, April 1925).
Kurt Tucholsky: Die Zentrale (1925) 16.04.2025 3:41
"Einer hackt Holz, und dreiunddreißig stehen herum - die bilden die Zentrale." (Weltbühne, 31.3.1925)
Kurt Tucholsky: Der Primus (1925) 09.04.2025 3:26
Deutschland als Musterknabe der Nationen (Weltbühne, 31.3.1925).
Kurt Tucholsky: Der alte Herr (1925) 02.04.2025 3:38
Über die Alten, die nicht loslassen können: "Werden wir eigentlich auch mal so?" (Weltbühne, 17.3.1925).
Kurt Tucholsky: Frau Ebert (1925) 26.03.2025 4:00
Zu den schmählichen Diskussionen um die Rente der Frau des im Februar 1925 verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert (Weltbühne, 17.3.1925).
Kurt Tucholsky: Jemand besucht etwas mit seinem Kind (1925) 19.03.2025 4:26
Bedrückende Erinnerungen beim Besuch auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges (Weltbühne 10.3.1925).
Kurt Tucholsky: Olle Germanen (1925) 12.03.2025 1:40
Kleine lyrische Parodie auf "pinselblonde" Wotansanbeter und "kaschubische Germanen" in der Weltbühne, 3.3.1925.
Kurt Tucholsky: Ledebour (1925) 05.03.2025 1:12
Lyrische Würdigung des aufrechten Sozialisten Georg Ledebour, Kriegsgegner und USPD-Gründer (Weltbühne, 24.2.1925).
Kurt Tucholsky: Arbeit tut not-! (1925) 26.02.2025 2:32
Stumpfsinnige Warenproduktion, die in den Krieg führt: "Noch mehr Aktien! Noch mehr Industrie! / Und alles made in Germany!" (Weltbühne, 10.2.1925).
Kurt Tucholsky: Ein Satz (1925) 19.02.2025 2:25
Definition eines Nationalisten in einem Satz (Weltbühne, 3.2.1925).
Kurt Tucholsky: Träume (1925) 12.02.2025 2:06
Von Mädchen mit Bubiköpfen, Politikern mit Umhängebärten und einem Götz-Zitat vor Gericht... (Weltbühne, 3.2.1925).
Kurt Tucholsky: Vierzehn Käfige und einer (1925) 05.02.2025 10:38
Besuch auf der berühmten Gefängnisinsel Château d’If in der Bucht vor Marseille: Erinnerungen an Dumas' Grafen von Monte Christo scheinen auf, aber auch Parallelen zum deutschen Kommunisten Max Hoelz, 1921-1928 als Republikfeind in Haft (Weltbühne, 27.1.1925).
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