Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Gefühle (1925) 29.01.2025

Alles schon mal da gewesen: Gefühle - zwischen déjà vu und "Popligkeit" (Weltbühne 27.1.1925).

Kurt Tucholsky: Richters Namenszug (1925) 22.01.2025

Satirische Anklage des Berliner Polizeipräsidenten, Wilhelm Richter, der nach einem Bestechungsvorwurf zurücktreten musste (Weltbühne, 20.1.1925).

Kurt Tucholsky: Berlins Bester (1925) 15.01.2025

Würdigung des großen Berliner "Milljöh"-Malers Heinrich Zille, der "vor Mitleid mitleidslos schildert": "Zilles Seele ist ganz Berlin: weich, große Schnauze, nach Möglichkeit warme Füße und: allens halb so schlimm." (Weltbühne, 20.1.1925)

Kurt Tucholsky: Ruhe und Ordnung (1925) 08.01.2025

"Immer ruhig und ordentlich gewesen..." (Weltbühne, 13.1.1925).

Kurt Tucholsky: Abend (1925) 01.01.2025

Männer ohne Unterhosen - wenn doch immer Abend wäre... (Weltbühne, 6.1.1925).

Kurt Tucholsky: Luftveränderung (1924) 25.12.2024

Gedichtchen über die Flucht vor sich selbst... (Berliner Illustrierte, 21.12.1924).

Kurt Tucholsky: Gebet für die Gefangenen (1924) 18.12.2024

Bittere Fürbitte für die in der Weimarer Republik inhaftierten Kommunisten (Weltbühne, 23.12.1924).

Kurt Tucholsky: Was tun Frauen, bevor sie ausgehen? (1924) 11.12.2024

These und Antithese in einer Boudoir-Szene - wo die Frau nicht fertig wird - und dem "Leserbrief einer Pünktlichen" ("Die Republik", 17.12.1924).

Kurt Tucholsky: Der neue Zeitungsstil (1924) 04.12.2024

Über die Methoden der Sensationspresse: "Man erfindet Wahrheiten ... fix und fertig für den Gebrauch von Schwachsinnigen." (Weltbühne, 16.12.1924)

Kurt Tucholsky: In der Geburtsstadt Fragonards (1924) 27.11.2024

Den "Kulissen der großen Welt" in Cannes entflohen und in der Altstadtidylle von Grasse gelandet - im kleinsten Museum der Welt (Vossische Zeitung, 27.11.1924).

Kurt Tucholsky: Tote Stadt und lebende Steine (1924) 20.11.2024

Reisebericht aus der Provence: Tucholsky staunt über die Fels-Ruinen-Stadt Les Baux, die sich in 900 Jahren "den Felsen assimiliert hat und selbst Fels geworden" ist. Am Wegesrand: ein Filmset, eine Feengrotte und ein rührender Steinbruch (Vossische Zeitung, 12.12.1924).

Kurt Tucholsky: Schädlichkeit des Zivils (1924) 13.11.2024

Kleine Spöttelei über den abgehalfterten Weltkriegsgeneral Ludendorff, der nur in Uniform etwas hermachte - weiß doch schon das Stubenmädchen: "Zivil ist allemal schädlich." (Weltbühne, 9.12.1924)

Kurt Tucholsky: Jaurès im Panthéon (1924) 06.11.2024

"Nieder mit dem Krieg" - Tucholsky zeigt sich beeindruckt von der parteienübergreifenden Ehrenfeier für den Pazifisten Jean Jaurès in Paris und zieht Parallelen zu den ewiggestrigen Deutschen (Weltbühne, 2.12.1924).

Kurt Tucholsky: Der Erbfeind (1924) 30.10.2024

Über Paris, wo Hund und Katze noch keine Erbfeinde sind - und über Deutschland, wo sie aufeinander gehetzt werden (Weltbühne, 30.10.1924).

Kurt Tucholsky: Herr Wendriner kauft ein (1924) 23.10.2024

Der etwas bornierte, kleine Berliner Geschäftsmann Wendriner drängelt sich beim Einkaufen vor und monologisiert über Geldgeschäfte, fabelhafte Frauen und den kleinen Alltag zwischen Gemüsesalat und Leberbeschwerden (Weltbühne, 23.10.1924).

Kurt Tucholsky: Affenkäfig (1924) 16.10.2024

Wie sich das Menschen-Publikum im Berliner Zoologischen Garten alltäglich vor dem Affen-Publikum blamiert... (Weltbühne, 16.10.1924).

Kurt Tucholsky: Der Linksdenker (1924) 09.10.2024

Begegnung mit Karl Valentin auf der Berliner Kleinkunstbühne: "Ein zaundürrer, langer Geselle mit stakigen, spitzen Don-Quichote-Beinen (...) Eine kleine Seele. Und ein großer Künstler." (Weltbühne, 9.10.1924).

Kurt Tucholsky: Nationales (1924) 02.10.2024

Freche Anekdoten über angebliche nationale Eigenheiten aus aller Welt - zweiter Teil: "Das ist alles nicht wahr - wird aber im nächsten Kriege gedruckt zu lesen sein." (Weltbühne, 25.11.1924).

Kurt Tucholsky: Windrose (1924) 25.09.2024

An einem Aussichtspunkt sieht Peter Panter "wie der liebe Gott über die ganze Welt". Gnädig betrachtet er benachbarte Metropolen - aber was ist mit Berlin? (Weltbühne, 18.11.1924).

Kurt Tucholsky: Mal singen, Leute - ! (1924) 18.09.2024

Was abenteuernder Seemann, frustrierter Ehemann und untreuer Stresemann gemeinsam haben: "In jeder Stadt 'ne Braut..." (Weltbühne, 18.11.1924).

Kurt Tucholsky: Der General im Salon (1924) 11.09.2024

Kleine Betrachtung über die Feigheit der Kriegsherren: "Jeder Mann der Truppe kannte ihn - flüchtig..." (Weltbühne, 11.9.1924).

Kurt Tucholsky: Polizei (1924) 04.09.2024

Eine Abrechnung mit den uniformierten "Gewaltigen" aller mitteleuropäischen Länder: "Polizeistaat? Aber das ist ein Pleonasmus." (Weltbühne, 4.9.1924)

Kurt Tucholsky: Dem Gehege der Zähne (1924) 28.08.2024

"Vor Deutschland stehen achtzehn Partein, / die reden zu gleicher Zeit (...) / Doch von den Politikern klingt es nur immer: / "...Und da hab ich gesagt... Und da hat er gesagt ... Und da hat der gesagt...!" (Weltbühne, 28.8.1924).

Kurt Tucholsky: Dorf Berlin (1924) 21.08.2024

Berlin als anspielungsreiches, quietschbuntes Dorfidyll zwischen Misthaufen, Ludendorf und Hugenberg (Weltbühne, 21.8.1924).

Kurt Tucholsky: Der Bahnhofsvorsteher (1924) 14.08.2024

Kleine feuilletonistische Betrachtung über den Routinier des Alltags, der den Zauber des "ersten Males" nie wieder sehen kann (Vossische Zeitung, 20.10.1924).

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