Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Herrn Wendriners Jahr fängt gut an (1926) 14.01.2026

Schöner (?) Jahresbeginn in Wendriners Geschäftsleben: Kredit bekommen, Kredit verweigert, herumgemeckert und auf dem Klo den Hosenknopf verloren - "Prost Neujahr" (Weltbühne, 5.1.1926).

Kurt Tucholsky: Neues Leben (1926) 07.01.2026

"Übermorgen fängt ein neues Jahr an - ich werde ein anderer Mensch." - Viele gute Vorsätze zu Neujahr... ("Uhu", Januar 1926)

Kurt Tucholsky: Wofür? (1925) 31.12.2025

Ein Aufruf an "das Deutschland vom Jahre 1940" zum "sittlichsten Kampf, der jemals gekämpft worden ist: Dem Kampf gegen den Krieg." Veröffentlicht in der pazifistischen Zeitung "Das Andere Deutschland", 24.12.1925.

Kurt Tucholsky: Duo, dreistimmig (1925) 24.12.2025

Zwei kraftvolle Schimpfer der Weltgeschichte kommentieren das Zeitgeschehen (Weltbühne, 22.12.1925).

Kurt Tucholsky: Psychoanalyse (1925) 17.12.2025

Freches Gedicht über Drei aus dem "Deutschen Reichsirrenverband" und ihre Analyse (Weltbühne, 8.12.1925).

Kurt Tucholsky: 400 000 Invaliden und 1 Gesunder (1925) 10.12.2025

Böses, kleines Gedicht gegen die Alimentierung des geflohenen deutschen Kaisers durch die Weimarer Republik (Weltbühne, 1.12.1925).

Kurt Tucholsky: Eine Schreckenskammer (1925) 03.12.2025

Wrobel betrachtet zwei Fotobände aus dem Weltkrieg und der Wahnsinn wird vor seinen Augen wieder lebendig: "Mord bleibt Mord, auch wenn man sich vorher andere Kleider anzieht, um ihn zu verüben". Erste Veröffentlichung in "Das Andere Deutschland", Monatsschrift der Deutschen Friedensgesellschaft, 28.11.1925.

Kurt Tucholsky: Die Unpolitische (1925) 26.11.2025

Frau Zinschmann sagt dem Mann vom Kriegerverein mal heftig unpolitisch Bescheid (Weltbühne, 10.11.1925).

Kurt Tucholsky: Der schlaflose Tote (1925) 19.11.2025

Welch ein (Un-) Geist spukt da durch Kasernen, Kirchen, Gerichte und Redaktionen der Weimarer Republik? (Weltbühne, 3.11.1925)

Kurt Tucholsky: Der Platz im Paradiese (1925) 12.11.2025

Kleine bretonische Anekdote über die Raffgier der Kirchendiener - beim Cidre weitererzählt (Weltbühne, 3.11.1925).

Kurt Tucholsky: Auf dem Grasplatz (1925) 05.11.2025

Über Blindheit als Kriegsverletzung - und Blindheit als Kriegsursache... (Weltbühne, 20.10.1925).

Kurt Tucholsky: Zum Fünfzigsten (1925) 29.10.2025

Gratulation für den Essayisten und Weltbühnen-Kollegen Alfred Polgar, den "feinsten und leisesten Schriftsteller unserer Generation" (Weltbühne, 10.10.1925).

Kurt Tucholsky: Herr Wendriner betrügt seine Frau (1925) 22.10.2025

Pantoffelheld Wendriner rühmt sich hinter vorgehaltener Hand seiner Affäre mit einem "Mannekäng" (Weltbühne, 6.10.1925).

Kurt Tucholsky: Herr Wendriner lässt sich die Haare schneiden (1925) 15.10.2025

Dampfplauderer Wendriner poltert und politisiert im Friseurstuhl (Weltbühne, 22.9.1925).

Kurt Tucholsky: Die fünf Sinne (1925) 08.10.2025

Persönlich-ironische Betrachtung der fünf "Laternen", die uns den Weg durch das Dunkel der Welt beleuchten. Angelehnt an den amerikanischen Lyriker Walt Whitman bezeichnet sich Tucholsky hier selbst als "Walt Wrobel" (Weltbühne, 15.9.1925).

Kurt Tucholsky: Was wäre, wenn... (1925) 01.10.2025

Kleines, ironisches Gedankenspiel: Eine fiktive Presseschau auf den Tod des abgedankten Kaisers... (Weltbühne, 15.9.1925).

Kurt Tucholsky: Herr Wendriner beerdigt einen (1925) 24.09.2025

Vielredner Wendriner quatscht sich auf dem Friedhof durch Geschäftskram und Befindlichkeiten, um zur Erkenntnis zu kommen: "Zum Schluss liegt man hier und ist nicht mehr da"... (Weltbühne, 1.9.1925).

Kurt Tucholsky: Märtyrer (1925) 17.09.2025

Ignaz Wrobel besucht eine unscheinbare Pariser Gedenkstätte für Opfer der Französischen Revolution. Und erkennt: Alle Denkmäler des Weltkrieges sprechen nicht die Sprache des "Nie wieder", sondern sind nur eine "tosende Reklame für den Kasernenhofwahnsinn" (Weltbühne, 1.9.1925).

Kurt Tucholsky: Monolog mit Chören (1925) 10.09.2025

Weltbühne, 25.8.1925

Kurt Tucholsky: Alle Welt sucht (1925) 03.09.2025

"Von oben gesehen, sieht das ungefähr so aus: Alle gehen um einander herum und suchen." (Weltbühne, 11.8.1925)

Kurt Tucholsky: Herr Wendriner hat Gesellschaft (1925) 27.08.2025

Der bramarbasierende Berliner Familienpatriarch nachts um Viertel zwei nach Verabschiedung seiner heimischen Gästegesellschaft... (Weltbühne, 11.8.1925).

Kurt Tucholsky: Auf ein Soldatenbild (1925) 20.08.2025

Nur eine blasse Erinnerung an den Krieg - und Begeisterung für einen neuen? (Weltbühne, 4.8.1925)

Kurt Tucholsky: Der Telegrammblock (1925) 13.08.2025

"Vor vierzehn Jahren fing es an und ist doch schon halb vergessen" - eine Erinnerung an den "Mord in der Kollektivität" des Ersten Weltkrieges (Weltbühne, 4.8.1925).

Kurt Tucholsky: Das Sprachwunder (1925) 06.08.2025

"Der seltsamste Mensch, dem ich in meinem Leben begegnet bin... Dieser Mann war ein Dichter, ohne ein Wort schreiben zu können." (Vossische Zeitung 2.8.1925).

Kurt Tucholsky: Deutsche Pleite (1925) 30.07.2025

Deutsche Geschäftsleute stimmen im Urlaub satte Klagelieder an (Weltbühne, 28.7.1925).

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