P. Markus Johannes Straubhaar

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

Religion DE ↓ 299 episodes

"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie. P. Markus Johannes ist seit dem 1.09.2025 Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach in der Diözese Bamberg. Eine aktuelle Predigt aus Heroldsbac...

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P. Markus Johannes Straubhaar

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Religion

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Jun 14, 2026

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Episodes

Eine Sprache, die alle Menschen verstehen 09.06.2019

Das griechische Wort für "Zunge" und "Sprache" ist dasselbe und es zeigt, dass es die Sprache des Heilgen Geistes ist, die alle Menschen verstehen. Sie ist unsere eigentliche Muttersprache. Eine Sprache, die andere versteht, andere tröstet und untereinander vereint.

Geliebt, bevor der Anfang war 02.06.2019

Das Gebet Jesu am Ende seines Lebens erinnert an das Gebet am jüdischen Versöhnungsfest, dem höchsten Festtag im Judentum, an dem der Hohepriester das einzige Mal in das Allerheiligste eintritt und für das Volk um Vergebung bittet, damit es neu zum Raum für Gottes Heiligkeit wird. So betet Jesus hier im Abendmahlsaal für alle, die ihm gegeben sind, damit sie ein Resonzraum für Gott werden in der W...

Wenn Gott bei uns wohnt 26.05.2019

"Gottes Wort vergisst alle Distanz" (Hl. Elisabeth v. Dijon)

Gottes Herrlichkeit ist der lebendige Mensch 19.05.2019

Das Wort „verherrlichen“, das im heutigen Evangelium fünfmal hintereinander auftaucht, kommt in unserer Alltagssprache nicht vor und ist zunächst wenig zugänglich.  Vielleicht kann man das, was Jesus hier sagen möchte, besser verstehen, wenn man sich vor Augen führt, was Liebende tun, wenn sie ihren Geliebten anderen vorstellen und all jene Vorzüge in den Vordergrund stellen wollen, von denen...

Hirte der Einheit - im Dienst der Schafe 12.05.2019

Am vierten Ostersonntag steht uns immer das Bild des Hirten vor Augen. Es ist einerseits ein Bild von grünen Wiesen und satten Weiden, von Bächen mit frischem Wasser und Ruheplatz, aber es ist auch das Bild des Hirten, der sein Leben für seine Schafe gibt.  Jesus sagt das bewegende Wort, dass ihm die Schafe vom Vater gegeben sind und dass Hirte und Schafe einander kennen und miteinander vertr...

Gottes Liebe ist uns immer voraus 05.05.2019

Es ist wie eine zweite Berufung des Petrus, die sich hier am Morgen, am See, abspielt: ein Mann steht am Feuer, den er nicht kennt, es ist eine Nacht ohne den erhofften Fischfang vorausgegangen und dann, als Petrus erfährt, wer dort am Ufer ist, wirft er sich in den See und schwimmt. Bei der ersten Berufung hat sich Petrus Jesus zu Füßen geworfen mit der Bitte: „Geh weg von mir, ich bin ein sündig...

Im Überfluss leben - Barmherzigkeit empfangen und weiterschenken 28.04.2019

Die ganze Schöpfung, alles, was uns umgibt, ist Ausdruck eines überfließenden Herzens, das sich verschenken möchte, das sich selbst mitteilen und verschenken möchte. Unser ganzes Dasein ist eingebettet in den Strom göttlichen Erbarmens, der im Lauf der Zeit und der Geschcihte nicht kleiner wird, sondern mehr und mehr anwächst und, wie in der Vision des Ezechiel, sich nach und nach über alles ergie...

Die Leere aushalten und auf den Durchbruch warten 21.04.2019

Die letzten Tage haben in den weinenden Menschen vor Notre-Dame etwas gezeigt, was auch in der Gestalt von Maria Magdalena gegenwärtig ist, die Johannes heute in den Focus nimmt. In seinem Bericht vom Ostermorgen gibt es nur diese eine Frau, wie sie in Sorge nach etwas fragt, auf das keiner eine Antwort hat: "Man hat meinen Herrn weggenommen."  Noch im Dunkeln eilt sie zum Grab und weder ist...

Jesus trägt uns hinauf... 14.04.2019

Auch mitten im Passionsgeschehen, in das wir in dieser Woche eintreten, bleibt Jesus der, der heilt. Er heilt nicht nur den Mann, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hat, er heilt auch Petrus, der sich durch die Verleugnung von ihm entfernt und distanziert hat, Der liebende Blick holt ihn zurück in die Gemeinschaft, lässt sein Herz aufbrechen und verwandelt ihn. Die tiefste Heilung aber erfährt der Ve...

Das Christusgeheimnis 07.04.2019

Bewahren und Erneuern sind keine Gegensätze, im Gegenteil! Alles bewahren, was Christus ist, kann allein zu einer echten Erneuerung führen, von unserem eigenen Leben, aber auch im Leben der Kirche. Nur wo wir Menschen werden, die den Menschen heilend und bergend begegnen, wie Jesus im heutigen Evangelium der Ehebrecherin, nur da tragen wir das Bild Christi in die Welt.

Liturgie ist Heimkehr 31.03.2019

Die Heimkehr, die im Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn geschildert wird, ist nichts anderes, als das, was wir fortwährend in der Liturgie feiern. Die Liturgie aber ist nur in dem Maße lebendig, in dem sie Teilhabe ist an der Festfreude des Vaters ist.  Als der ältere Sohn zurückkehrt, kommen Missklänge hinein, in das, was im Haus des Vaters gefeiert wird. Im Griechischen heißt es hier: "synp...

Gib ihm noch eine Chance... 24.03.2019

Unser ganzes Leben ist eine Gnadenzeit.  Es ist auch eine Gnadenzeit, die der Weingärtner seinem Feigenbaum gewährt, damit er nicht zugrunde geht. Und es ist genau die Erfahrung des verlorenen Sohnes, wenn es dort heißt es, dass er am Schweinetrog endet und Hunger leidet, so dass er fürchtet zugrunde zu gehen, Weder der Reichtum, das Materielle, das ihm zunehmend entglitten ist, konnte ihm de...

Nich bauen und schaffen, wo anderes gefordert ist 17.03.2019

Es war eine ganz dichte Zeit vorausgegangen. Eine Woche zuvor hatte Petrus sein Bekenntnis zu Jesus als Messias abgelegt und hier, bei der Verklärung, wird dieses feierlich vom Vater bestätgt, der auf die Hingabe seines Sohnes mit der Ausgießung seines Lichtes antwortet.  Auch die Jünger werden mit hineingenommen in die lichte Wolke, die sie überschattet. Die Jünger, die dabei sind, müssen ir...

Urteilen, aber nicht verurteilen 05.03.2019

Unser eigenes „Brett vor‘m Kopf“ ist so etwas wie der „Balken“ von dem Jesus im heutigen Evangelium spricht: Das Wort vom „Balken im eigenen Auge“, den man zunächst sehen soll, verbietet es uns nicht, uns ein Urteil zu bilden, um zu sehen, was gut und was böse ist. Aber es gebietet uns, wahrzunehmen, dass unser Blick verstellt und oft getrübt ist und wir uns selbst und unsere Fehler mit einem ande...

Dennoch-Lieben - trotz Unrecht und Verletzung 24.02.2019

Es ist eine herausfordernde Rede, die Jesus seinen Jüngern hält. Er traut ihnen und uns einiges zu. Die „Wange hinzuhalten“ und den „Mantel dazuzugeben“, heißt nicht, sich blind dem Bösen zu ergeben. Man könnte zunächst meinen, dass das Wange-Hinhalten ein Stillhalten ist und sich dem Bösen auszuliefern. Aber es bedeutet viel mehr als passiv zu sein, als sich zu ergeben, weil man zu feige ist, wei...

Nicht aus eigener Kraft - Gottes Ruf trotz Schwachheit und Unvollkommenheit 10.02.2019

Wir begegnen der Größe des göttlichen Rufes, der an das Herz des Menschen ergeht, sei es im alten Testament an den Propheten Jesaja, sei es im neuen Testament an Petrus und an Paulus. Und da, wo der Mensch den Ruf Gottes als Gnade erfährt, da erfährt er zugleich auch seine eigene Unwürdigkeit. „Herr, geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“, so ruft Petrus aus, als er die überreiche Gab...

Zeig doch, wer Du bist! 03.02.2019

Jesus hat standgehalten. Nicht nur in der Wüste, als er, vom Geist geführt, durch die Feuerprobe der Versuchung ging, konfrontiert mit den eigenen Bedürfnissen und der Frage, welchen Stellenwert sie einnehmen, wenn es um‘s Ganze geht, Jesus hat auch standgehalten in Nazareth, als man Wunder erwartet hat, die er dort nicht wirken konnte. Als die Menge ihn daraufhin den Abhang hinunterstürzen will,...

Die Menschen froh machen - und in die Freiheit führen 28.01.2019

Das Auftreten in der Synagoge in Nazareth ist wie ein gewaltiger Fanfarenstoß der anbrechenden messianischen Zeit: „Der Herr hat mich gesalbt, den Armen das Evangelium zu verkünden.“ Und die darauf folgende Auffächerung in die Befreiung der Gefangenen, in die Heilung der Blinden und in das Aufrichten der Gebeugten wird Wirklichkeit in allem, was Jesus tut. Wenn er von Bindungen befreit und aus Sün...

Wandlungswunder 26.01.2019

Johannes nennt es das "Ursprungszeichen", was bei der Hochzeit in Kana geschieht. Vor diesem Hintergrund sollen folglich alle anderen Zeichen gelesen werden.  Jesus sieht hier bei der Hochzeit nicht nur die Not der Gastgeber, die in eine überaus peinliche Lage geraten sind, denn er gibt mehr als sie brauchen. Und die Jünger ahnen nun, am Beginn des öffentlichen Wirkens, dass das nur der Anfan...

Der Himmel öffnet sich 13.01.2019

Es ist wie ein neuer Schöpfungsmorgen! Der geöffnete Himmel ist ein Bild dafür, dass die Sonne Gottes neu über den Menschen aufgeht und dass in dem Moment, als Christus aus dem Wasser des Jordan emporsteigt, die geheimnisvolle und unendlich fruchtbare Zusammenarbeit des göttlichen Geistes mit dem menschlichen Fleisch beginnt. Christus ist das Urbild und wir sind das Abbild.  

Heile Familie? 30.12.2018

Es ist keine einfache Situation, der sich die Eltern Jesu hier gegenübergestellt sehen: das Kind ist weg, unauffindbar, man selbst in größter Angst, Sorge und Ungewissheit und, als man es endlich findet, antwortet es nur: „Wusstet ihr denn nicht...?“ - Es ist wie ein Bruch, der in die harmonische Entwickung kommt, in der Jesus wohl zuvor aufgewachsen ist - so wie jeder andere Mensch- , denn hier d...

Glühendes Herz und leuchtendes Antlitz - Hl. Stephanus 26.12.2018

Die leuchtende Gestalt des Stephanus, die „erfüllt mit Geist und Weisheit“ beschrieben wird, ruft eine ambivalente Reaktion hervor: das göttliche Licht wird einerseits ersehnt von den Menschen, aber es ist auch in der Gefahr, erstickt und beseitigt zu werden. Stephanus, erfüllt vom Hl. Geist, im Angesicht des Göttlichen, reagiert auf die Bosheit nicht mit einem verhärteten Herzen, sondern mit eine...

Weihnachten hat eine verwandelnde Kraft 24.12.2018

Das Weihnachtsevangelium hat nichts von seiner ursprünglichen Kraft und Schönheit verloren. Auch wenn wir es schon viele Male im Verlauf unseres Lebens gehört haben, es hat immer noch die Kraft, unsere Herzen nicht nur zu berühren, sondern unsere Herzen zu verwandeln und zu erneuern. 

Die Gnade des Einen wird zum Lobpreis des Andern 23.12.2018

Es zeigt sich eine Art Kettenraktion, wie hier, in der Begegnung von Maria und Elisabeth, einer den andern berührt und die Gande des Einen zur Gnade und Erkenntnis des andern wird. Weil Maria ihr Ja gesprochen hat, kann sie Elisabeth so grüßen, dass selbst Johannes im Schoß der Mutter von der Freude ergriffen wird. Und diese spürbare Freude des Johannes wird zur Freude Elisabeths, die wiederum den...

Von der Last befreit - zur Freude erlöst 16.12.2018

Wir können uns nicht selber, am eigenen Schopf, aus dem herausziehen, was uns fesselt und bindet. Es braucht einen, der uns an der Hand nimmt und herausführt! Die Kirchenväter deuten den Moment, wo Johannes der Täufer im Bauch seiner Mutter aufhüpft vor Freude als den Moment, wo er von der Last der ererbten Menschheitsschuld befreit wird, von der Knechtschaft der Sünde, vom drückenden Joch, das au...

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