P. Markus Johannes Straubhaar
Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium
"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie. P. Markus Johannes ist seit dem 1.09.2025 Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach in der Diözese Bamberg. Eine aktuelle Predigt aus Heroldsbac...
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P. Markus Johannes Straubhaar
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Jun 14, 2026
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Episodes
Einander geschenkt - Josef und Maria 29.12.2019 15:54
In der Weihnachtszeit hören wir von den drei großen Ereignissen der Kindheit Jesu, bei denen die Eltern, Josef und Maria, die Akteure des Geschehens sind. Zwar spielt Josef eine entscheidende Rolle, doch bleibt der Eindruck, er habe lediglich seine Aufgabe zu erfüllen, ansonsten bleibt er im Hintergrund. Selbst als die Eltern den Zwölfjährigen suchen, ergreift Maria das Wort und spricht mit dem So...
Mit den Augen der Hirten - Weihnachten 2019 25.12.2019 12:29
Wenn göttliche Boten glaubwürdig eine Botschaft bringen, wird es wohl nicht schwierig sein, ihnen zu glauben und sich tatsächlich auf den Weg zu machen. Aber wenn die Boten in den Himmel zurückkehrt sind und die Hirten inmitten ihrer gewohnten und alltäglichen Welt aufbrechen, um dann in einer gewöhnlichen und alltäglichen Bleibe ein Kind zu finden, von dem sie glauben sollen, dass es der von Gott...
Wenn Unfassbares geschieht - Josef als Urbild des hörenden Menschen 21.12.2019 11:15
Josef hätte alles Mögliche tun können, als er seine Verlobte schwanger sieht und weiß, dass das Kind nicht von ihm ist. Er hätte sie an den Pranger stellen und in die Öffentlichkeit zerren können, er hätte Maria auch einfach eine Erklärung abverlangen oder sie höflich und bescheiden um eine Erklärung bitten können - aber nichts von alledem tut Josef. Er pocht nicht auf sein Recht, auch nicht auf d...
Eine einzigartige Berufung 08.12.2019 14:21
"Unbefleckt empfangen" bedeutet so viel wie völlig unberührt und frei geblieben von allen Folgen der "ersten Schuld", die in Genesis 3 als ein Urmisstrauen Gott gegenüber dargestellt wird. Das Fest vom 8. Dezember singt in der Lesung den Hymnus des Hl. Paulus auf die Berufung jedes Einzelnen, in dem er schreibt, dass jeder "heilig, makellos" und - man könnte wörtlich übersetzen - "in Liebe" vor Go...
Die Kraft des Advents 01.12.2019 17:55
Auch wenn die Geschäftigkeit zunimmt und die Lichterfülle jetzt schon das vorwegnimmt, was eigentlich erst erwartet werden will, so hat der Advent dennoch nichts von seiner ursprünglichen Kraft verloren.
Christus - König am Kreuz 24.11.2019 16:46
In der Stunde des Todes beginnt die Proklamation des Königtums Jesu. Und in der Stunde des Todes zeigt er sich als der absolute Herr, als derjenige, der sich von keiner Macht der Bosheit beherrschen lässt, als derjenige der sich und dem Vater absolut treu ist, der sich nicht provozieren lässt und der aller Bosheit mit Liebe antwortet. Nirgendwo wird so sehr sichtbar, dass er Herr ist als da, wo er...
Werden wir uns nach dem Tod wiedersehen? 10.11.2019 16:07
Die Auferstehungswirklichkeit ist eine Dimension, die alle Messbarkeit und Vorstellbarkeit überschreitet. Dennoch deutet sie sich an in dem, was die Auferstehung Jesu zeigt: dass unser Leben in Gottes Ewigkeit eine Wirklichkeit ist, die in dieses Leben hineinragt.
Zachäus - Bild des verlorenen und wiedergefundenen Menschen 04.11.2019 15:08
Es ist keine Gleichniserzählung, die wir hier über Zachäus den Zöllner hören, auch wenn zahlreiche Gleichnisse für uns mitschwingen, wenn wir beispielsweise von der Menge der Menschen hören, die Jesus zurücklässt, um sich nur dem einen zuzuwenden oder wenn Jericho als Ort des Geschehens genannt wird, die an jenes Gleichnis erinnert, in dem ein Mann unter die Räuber gefallen und von zwei Vorübergeh...
Kirche - nicht nur aus Steinen erbaut 20.10.2019 15:34
Kirche - das sind diejenigen, die dem Ruf des Herrn gefolgt sind und die auf den Ruf des Herrn geantwortet haben - und so zu einer heiligen Gemeinschaft geworden sind. Wenn wir den Weihetag dieser Kirche feiern, feiern wir nicht einfach nur ein äußeres Geschehen, sondern vielmehr. dass der Herr sich einen Ort erwählt hat, um sich durch diesen Ort hindurch den Menschen zu mitzuteilen und durc...
Die Heilung der Ausgestoßenen als exemplarisches Heilsereignis 13.10.2019 15:01
Die Heilung der Aussätzigen ist förmlich eine Erweckung. Rein äußerlich waren diese Ausgestoßenen schon Todgeweihte, hinausgeworfen aus der Gemeinschaft. Die Evangelisten gestalten diese Erweckung in der Komposition des Textes ähnlich wie die Totenerweckung des Jüngling von Naim. Was sich hier ereignet, dort im Außerhalb vor der Stadt, kann exemplarisch gelesen werden als Heilsereignis der Heilsge...
Unseren Platz einzunehmen ist Gott genug (Erntedank) 07.10.2019 13:17
Wenn wir von unseren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgehen, wo ein Wort eine Antwort braucht, eine gute Tat auch ein Danke erwartet und ein freundlicher Gruß erwidert sein möchte, dann sind wir fast ein wenig enttäuscht von den Worten Jesu, wo er mit einem Gleichnis seinen Jüngern sagt, dass es vor Gott nichts zu erwarten gibt und der Knecht am Ende einsehen muss, dass er nur "seine Schuldigke...
Wer ist der Arme vor der Tür des Reichen? 29.09.2019 15:14
Es ist ein feines Netz, in das hinein diese alte jüdische Erzählung vom armen Lazarus im Neuen Testament verwoben ist. Heinrich Späemann bringt es auf den kurzen Nenner: „Christis ist Lazarus!“ Er „der reich war, wurde um unseretwillen arm.“, denn er, der in der Fülle des Vaters war, in der Fülle des Lebens, hat nichts davon für sich behalten, sondern seine Fülle „ausgeleert“, wie man Paulus wörtl...
Ist es Klugheit oder ist es Betrug? 22.09.2019 16:34
Es ist seltsam, dass Jesus einen Verwalter in seinem Gleichnis heranzieht, der eher als Betrüger denn als ein Vorbild erscheint. Wie soll man dieses unverständliche Loben verstehen: Jesus „lobt die Klugheit des unehrlichen Verwalters.“ - einen Mann, der die Situation der anderen ausnutzt, um selber gut wegzukommen, einen Mann, der dazu anhält, Schuldscheine zu fälschen, um seinen Herrn zu hi...
Dem Verlorenen nachgehen, bis es gefunden ist 15.09.2019 16:46
Jesus stellt in drei Gleichnissen als Selbstverständlichkeit vor Augen, was keine Selbstverständlichkeit ist, zumindest nicht in unserer Welt. Wer würde schon einem einzigen verlorenen Schaf nachgehen, wenn sich dabei die anderen 99 verirren und zerstreuen würden? Wer würde seinem herumvagabundierenden Sohn ein öffentliches Freudenfest geben, nur weil er in Schimpf und Schande heimkehrt? Vie...
Das Kreuz wiederentdecken 14.09.2019 13:23
Den Sinn des Kreuzes wiederfinden.
Leben im neuen Gewand der Taufe 08.09.2019 11:32
„Der Mensch findet nur seine tiefste Freude und Erfüllung, wenn er sein Leben an einen anderen Menschen verschenkt.“ (Johannes Paul II.)
Kennen wir nur noch ein "Christentum light"? 25.08.2019 15:56
Aus der Studie zweier Soziologen im Jahr 2005 unter amerikanischen Jugendlichen konnte man deren Religiosität und deren Glaubensbekenntnis ablesen. Sie glauben an einen Gott, der Schöpfer der Welt ist und sie glauben, dass gute Menschen in den Himmel kommen, dass es wichtig ist, gut miteinander umzugehen und dass das wichtigste Ziel im Leben ist, glücklich zu sein! Zunächst sind das Aussagen, die...
Bringt Jesus zwangsläufig Spaltung und Zwist? 18.08.2019 14:39
Es ist eine herausfordende und Aussage, wenn Jesus klarstellt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen!“, sondern im Gegenteil, mit ihm wird Unfrieden und Spaltung in die Welt und sogar mitten in die Familie kommen. Drastische Beispiele fügt Jesus an: wo fünf zusammenleben, wird der Riss mitten hindurch gehen und der eine wird sich gegen den anderen wenden, es werden Gruppierungen entstehen un...
Das Leben neu ausrichten - Türen öffnen und Türen schließen 11.08.2019 18:49
Es ist eine doppelte Wachsamkeit, die heute in den beiden Gleichnissen des 19. Sonntags im Jahreskreis im Mittelpunkt steht: die Wachsamkeit, sich bereit zu halten, Gott die Tür zu öffnen und genauso wachsam zu sein, um dem Dieb den Zutritt zum eigenen Haus zu verschließen, um sich nicht das nehmen zu lassen, was das Leben im Gleichgewicht hält. Wo Gott im Leben die Stelle einnimmt, woraufhin sich...
Wohin mit dem ganzen Reichtum? - Das Gleichnis vom dem, der viele Scheunen baut 04.08.2019 15:18
"Gott ist keine Scheune", sagt Adrienne von Speyr und spielt damit darauf an, dass Jesus ein Gleichnis entwirft, in dem ein Mann so viel Besitz anhäufen will, dass er dafür neue Scheunen bauen lässt, um es sich dann endlich gut gehen zu lassen. Das Gleichnis hebt letztlich hervor, dass es um die Frage geht, was aus dem wird, was man besitzt. Interessant ist hier, dass dieser Scheunenbesitzer unaus...
Die Berufung eines jeden achten - Marta nicht gegen Maria ausspielen 28.07.2019 13:42
Es ist kein Zufall, dass bei Lukas das Gleichnis von barmherzigen Samariter (s. letzten Sonntag) direkt und unmittelbar vor der Episoode um Marta und Maria steht. Im Gleichnis antwortet Jesus dem Gesetzeslehrer: „Geh und handle genauso!“ und hier entgegnet Jesus der Anfrage Martas: „Maria hat den guten Teil gewählt!“. Beide werden so zur Ikone erfüllten Menschseins, der gütige und barmherzige Mens...
Es geht um mehr als um's Gebet 28.07.2019 14:48
"...Und er lehrte sie beten!" Obwohl Lukas derjenige ist, der uns Jesus immer als den Betenden vor Augen stellt, geht es an dieser Stelle, an der so deutlich vom Beten gesprochen wird, noch um viel mehr als nur um‘s Gebet. Es geht darum, wie wir gut leben können, denn nur, wo wir beten, kann auch der Heilige Geist wirken. Es gibt eine alte Überlieferung, wie Klaus Berger in seinem Kommentar schrei...
Was muss ich tun, um wirklich zu leben? 14.07.2019 16:32
Das Gleichnis von einem, der nicht vorbeigeht... Es ist eines der schönsten Gleichnisse das Jesus hier seinen Zuhörern gegeben hat. Die Frage, auf die er damit antwortet, ist auch unsere Frage: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“, man könnte auch sagen: „Was muss ich tun, um zu leben?“ Und Jesus antwortet mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Es ist unsere tiefste...
Mehr, als was die Leute sagen 23.06.2019 15:07
Nur wer einen anderen liebend bejaht, kann in ihm mehr erkennen, als das, was an der Oberfläche liegt und mehr als das, was jeder sieht. Das Bekenntnis des Petrus zu Jesus als Messias ist eine solche Bejahung, so dass Jesus im Gegenzug Petrus seine Kirche anvertraut. Jesus möchte unser Bekenntnis, weil darin unser Herz sich öffnet und unser Vertrauen wachsen kann. Nicht anders verhält e...
Das Prinzip der ganzen Schöpfung ist "dreifaltig" 16.06.2019 16:20
Dass der Mensch ein Beziehungswesen ist und selten alleine glücklich wird, das gehört heute zum allgemeinen Bewusstsein, dass ihn diese Eigenschaft aber auch zutiefst mit dem Schöpfer, seinem Ursprung, und in eine ganz neue Beziehung zu anderen Menschen treten lässt, das ist eine Dimension, die der Mensch heute sich neu erschließen muss. Wenn Gott im Himmel dreifaltig ist, hat dies Konsequen...
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