P. Markus Johannes Straubhaar
Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium
"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie. P. Markus Johannes ist seit dem 1.09.2025 Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach in der Diözese Bamberg. Eine aktuelle Predigt aus Heroldsbac...
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P. Markus Johannes Straubhaar
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Jun 14, 2026
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Episodes
Sendung und Erwählung ist Heilssendung (11. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A) 14.06.2026 15:48
Es ist ein Grundmuster der Erwählung, dass die Bereitung eines Einzelnen immer durch das Gebet vorbereitet wird. Jesus selbst betet intensiv, die ganze Nacht, bevor er die Jünger erwählt, so dass sich das Herz des Gerufenen öffnet und er sich zur Verfügung stellt. Es ist eine Frage an die Getauften, ob sie bereit sind, sich erwählen zu lassen und selbst um Berufungen zu beten und zu bitten.
Im Sich-Verschenken ein Abbild Gottes sein (Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A) 30.05.2026 16:15
Die Rede vom "dreifaltigen" Gott ist selbst für viele Christen nicht gefüllt. Jede Religion sei doch gleich und wir glaubten doch schließlich alle an den gleichen Gott! Wenn aber der Schöpfer des Menschen in sich Vater und Sohn und Heiliger Geist ist, wo sich der eine an den anderen verschenkt, dann findet auch der Mensch, als sein Abbild gedacht, nicht die Erfüllung in sich selbst. Das Lebensmott...
Jesus zeigt sich unerwartet und verborgen (3. Sonntag der Osterzeit/ Lesejahr A) 19.04.2026 18:40
So wie die Evangelien von den Begegnungen der Jünger mit dem Auferstandenen sprechen, weisen sie auf etwas hin, was sich wie ein Muster wiederholt und in unser eigenes Leben hineinreicht. Jesus zeigt sich unerwartet und verborgen, so dass er zunächst nicht erkannt wird. In einer schlichten menschlichen Begegnung gewahren sie, dass es "der Herr" ist und erfahren, dass sie ihm nicht entsprechen, so...
Wir leben in der Zeit Seiner Barmherzigkeit 12.04.2026 28:27
Tag der göttlichen Barmherzigkeit 2020 Der Auferstehungstag des Herrn wird zum Auferstehungstag seiner Jünger und damit der jungen Kirche.
Von der Schönheit Gottes her verwandelt werden - Verklärung des Herrn auf dem Berg (5. Fastensonntag/ Lesejahr A) 22.03.2026 15:04
Das Licht des unvergänglichen Lebens Jesu leuchtet vom Berg der Verklärung aus in das Leben der Jünger hinein. Sie sehen dort etwas von dem, was ihnen sonst verborgen ist und wofür sie in diesem Moment keine menschlichen Worte finden. Sie fallen überwältigt von diesem strahlenden Licht zu Boden und sind wie tot. Bei der Verklärung Jesu auf dem Berg geht es nicht so sehr um die Verwandlung Ch...
Finden und gefunden werden - Die Heilung des Blindgeborenen (4. Fastensonntag/Lesejahr A) 15.03.2026
Es ist nicht nur der Blinde, der nicht sehen kann, es sind auch die Jünger, die unmittelbar vor dieser Heilung nicht begreifen, was Jesus tut und wer Jesus ist. Auch an einer anderen Stelle folgt dem Unverständnis der Apostel gleich die Heilung des blinden Bartimäus. So ist es mehr als eine Blindenheilung, die hier an dem Blindgeborenen geschieht. Auch der Geheilte weiß anfangs, als er von d...
Den Durst stillen und selbst zur Quelle werden - Das Gespräch am Jakobsbrunnen (3. Fastensonntag/ Lesejahr A) 08.03.2026 22:36
Das Gespräch am Brunnen, mit der Frau, die Wasser schöpfen möchte, ist beim Evangelisten Johannes das Spiegelbild der heilsgeschichtlichen Zuwendung Gottes zum Menschen überhaupt. Jesus geht in das "Außerhalb", nach Samarien hinein, sucht das Gespräch mit einer Frau, mit der sonst niemand spricht, und führt sie behutsam zu sich selbst, zur Offenlegung ihrer ganzen Lebensgeschichte und zu der Bitte...
Der innere Kern der Bergpredigt ist immer die Dynamik der Liebe (6. Sonntag im Jk./ Lesejahr A) 15.02.2026 16:20
Jesus geht es immer um mehr! Die Bergpredigt ist ein Weg zur inneren Einheit und zum Ganz-Werden. Die Gebote führen hinein in eine grenzenlose Dynamik der Liebe. Gott hat das Wunderwerk Mensch geschaffen und zu wirklich Großem befähigt: Ihn und die Menschen mehr als alles zu lieben. Er will nicht zulassen, dass wir uns mit Halbherzigkeit und Halbheit zufrieden geben und in der Spaltung verharren,...
Was tragen wir in die Welt hinein, wenn wir ihm nachfolgen? (3. Sonntag im Jk./ Lesejahr A) 25.01.2026 15:58
Es wäre jeden Abend eine Frage wert, was wir den Tag über in die Welt hineingetragen haben: unseren Blick auf und unser Gerede über das Dunkle und Negative, über unsere Enttäuschungen und die schlechten Erfahrungen im Lauf unseres Lebens? Oder konnten wir etwas von dem verwirklichen, was Jesus meint, wenn er sagt: "Folgt mir nach!"? Wenn Er das Licht ist, dann sollen auch wir Licht sein...
Die Bekehrung des Hl. Paulus - 25. Januar 19.01.2026
Gott wusste wohl, dass er es „mit Paulus machen kann“. Er hatte mit Eifer und ganzem Einsatz seine Sache gegen die Chrsiten betrieben - sie verfolgt und ausliefern lassen - , und Gott hat es umgewandelt in einen glühenden Eifer für Christus. Vor Damaskus ereingnete sich eine Begegnung, die zum Schlüsselerlebnis wurde. Aber auch andere wichtige Menschen, die schon Christen waren, sind entscheidend...
Was sich in der Begegnung mit Jesus vollzieht (2. Sonntag im Jk./ Lesejahr A 18.01.2026
Es ist eine große Offenbarung, die Johannes erfährt. Ein Leben lang hat er sich darauf vorbereitet. Und es vollzieht sich in dieser Begegnung, was sich auch in unserer Begegnung mit Jesus vollzieht: Wenn jemand Jesus erkennt, dann öffnet der Mensch sein Herz für Gott, er folgt den Spuren des Herrn und in dem Moment, wenn wir das Licht hereinlassen, werden wir für andere zum Zeugen.
Wie ein neuer Schöpfungsmorgen - Taufe des Herrn 11.01.2026
Es ist wie ein neuer Schöpfungsmorgen! Der geöffnete Himmel ist ein Bild dafür, dass die Sonne Gottes neu über den Menschen aufgeht und dass in dem Moment, als Christus aus dem Wasser des Jordan emporsteigt, die geheimnisvolle und unendlich fruchtbare Zusammenarbeit des göttlichen Geistes mit dem menschlichen Fleisch beginnt. Christus ist das Urbild und wir sind das Abbild.
Gnade und Wahrheit in die Welt tragen - Sylvester 01.01.2026
Die letzte Nacht des Jahres…
Die Macht, die Bosheit in Liebe verwandelt - 26.12./ Heiliger Stephanus 26.12.2025 15:59
Die leuchtende Gestalt des Stephanus, die „erfüllt mit Geist und Weisheit“ beschrieben wird, ruft eine ambivalente Reaktion hervor: das göttliche Licht wird einerseits ersehnt von den Menschen, aber es ist auch in der Gefahr, erstickt und beseitigt zu werden. Stephanus, erfüllt vom Hl. Geist, im Angesicht des Göttlichen, reagiert auf die Bosheit nicht mit einem verhärteten Herzen, sondern mit eine...
Mit den Augen der Hirten - 25.12./ 1. Weihnachtstag 25.12.2025 12:29
Wenn göttliche Boten glaubwürdig eine Botschaft bringen, wird es wohl nicht schwierig sein, ihnen zu glauben und sich tatsächlich auf den Weg zu machen. Aber wenn die Boten in den Himmel zurückkehrt sind und die Hirten inmitten ihrer gewohnten und alltäglichen Welt aufbrechen, um dann in einer gewöhnlichen und alltäglichen Bleibe ein Kind zu finden, von dem sie glauben sollen, dass es der von Gott...
Eine einzigartige Berufung - das Fest der ohne Erbschuld empfangenen Jungfrau Maria 08.12.2025
"Unbefleckt empfangen" bedeutet so viel wie völlig unberührt und frei geblieben von allen Folgen der "ersten Schuld", die in Genesis 3 als ein Urmisstrauen Gott gegenüber dargestellt wird. Das Fest vom 8. Dezember singt in der Lesung den Hymnus des Hl. Paulus auf die Berufung jedes Einzelnen, in dem er schreibt, dass jeder "heilig, makellos" und - man könnte wörtlich übersetzen - "in Liebe" vor Go...
Eine tröstliche Stimme - 2. Advent 07.12.2025
…folgt!
Nur die Heiligkeit besiegt das Böse (32. Sonntag i. Jk./ Lesejhr C) 16.11.2025 15:11
Nur das Heilige hat die Kraft, das Böse zu besiegen.
Kirche - nicht nur aus Steinen erbaut (passend zum Fest derLateranbasilika) 09.11.2025 15:34
Predigt vom Kirchweihtag: Kirche - das sind diejenigen, die dem Ruf des Herrn gefolgt sind und die auf den Ruf des Herrn geantwortet haben - und so zu einer heiligen Gemeinschaft geworden sind.
Ewiges Leben, das heute beginnt (passend zum Fest Allerseelen/ Predigt vom 32. Sonntag 2016) 02.11.2025 12:39
Zum Fest „Allerseelen“: Die Antwort Jesu an die Sadduzäer lässt aufleuchten, was für ihn Auferstehung bedeutet. Es ist die lebendige Beziehung zum lebendigen Gott, der „kein Gott der Toten“ ist, wie es das Evangelium betont, sondern ein Gott der Lebenden. Weil er jeden Menschen in die lebendige Beziehung zu sich ruft und Er selbst schon in die bleibende Beziehung zu uns getreten ist, so ist unsere...
Wo der Mensch er selbst sein kann - Der Pharisäer und der Zöllner (30. Sonntag i.Jk./ Lesejhr C) 26.10.2025 17:47
Manche stellen die Frage, ob in der Kirche einseitig oder zu oft von der menschlichen Schuld die Rede ist. Das Evangelium vom Pharisäer und vom Zöllner zeigt, auf welche Haltung Jesus selbst hinweist: wo ein Mensch seine Schuld bekennt und sich eingesteht, kann er einen neuen Weg beginnen, einen Weg neuer Kraft und in ein neues Leben hinein. P. Markus Johannes weist in seiner Predigt darauf hin, d...
Die Heilung des Ausgestoßenen als Heilsereignis (28. Sonntag i. Jk./ Lesejahr C) 12.10.2025 15:01
Die Heilung der Aussätzigen ist förmlich eine Erweckung. Rein äußerlich waren diese Ausgestoßenen schon Todgeweihte, hinausgeworfen aus der Gemeinschaft. Die Evangelisten gestalten diese Erweckung in der Komposition des Textes ähnlich wie die Totenerweckung des Jüngling von Naim. Was sich hier ereignet, dort im Außerhalb vor der Stadt, kann exemplarisch gelesen werden als Heilsereignis der Heilsge...
Unseren Platz einzunehmen ist Gott genug (Erntedank) 05.10.2025 13:17
Wenn wir von unseren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgehen, wo ein Wort eine Antwort braucht, eine gute Tat auch ein Danke erwartet und ein freundlicher Gruß erwidert sein möchte, dann sind wir fast ein wenig enttäuscht von den Worten Jesu, wo er mit einem Gleichnis seinen Jüngern sagt, dass es vor Gott nichts zu erwarten gibt und der Knecht am Ende einsehen muss, dass er nur "seine Schuldigke...
Der Arme vor der Tür ist die Chance für meinen Reichtum (26.Sonntag i.Jk/ Lesejahr C) 28.09.2025 15:14
Es ist ein feines Netz, in das hinein diese alte jüdische Erzählung vom armen Lazarus im Neuen Testament verwoben ist. Heinrich Späemann bringt es auf den kurzen Nenner: „Christus ist Lazarus!“ Er „der reich war, wurde um unseretwillen arm.“, denn er, der in der Fülle des Vaters war, in der Fülle des Lebens, hat nichts davon für sich behalten, sondern seine Fülle „ausgeleert“, wie man Paulus wörtl...
Was ist es, was mich letztlich trägt und hält? (25. Sonntag i. Jk./ Lesejahr C) 21.09.2025 15:12
Im Gleichnis vom untauglichen Verwalter, eines der "Skandalgleichnisse Jesu, wird davon gesprochen, wie einer, der Geld veruntreut hat, einen letzten Versuch unternimmt, "seine Haut zu retten". Er weiß, wie wichtig es jetzt ist, da er am Ende ist, Freunde zu haben, die ihn tragen und halten.
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