BetDenkzettel

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Religion DE ↓ 753 episodes

BetDenkZettel sind kurze Bet- und Denkanstöße von Fra' Georg Lengerke - in der Regel zu einem Wort aus den Schriftlesungen der Liturgie vom Tag

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Sep 20, 2026

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Episodes

200216 Das erfüllte Gesetz Mt 5,17-37 16.02.2020

Schlecht informierte Christen werfen den Juden gerne vor, ihre Religion bestehe zuerst und vor allem in der Erfüllung von Gesetzesvorschriften. Abgesehen davon, dass es krankhafte Gesetzesfrömmigkeit auch unter Christen gibt, ist diese Unterstellung nicht nur töricht, sondern auch Grund für den Antijudaismus unter den Christen. Ein frommer Jude wird diesen Vorwurf empört von ich weisen. Das „Geset...

200215 Nicht hungrig gehen Mk 8,1-10 15.02.2020

Wenn das Evangelium vom Essen spricht, ist immer die Nahrung für Leib und Seele gemeint. Leibliche und geistliche Speise gehören zusammen. Jesus will die Menschen nicht hungrig nach Hause schicken – nicht mit hungerndem Leib und nicht mir hungernder Seele. „Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen.“ (Mk 8,3) Kann es sein, dass das dauernd geschieht, dass wir Me...

200214 An Valentin Mk 7,31-37 14.02.2020

Am Fest der heiligen Methodius und Cyrill wird das Evangelium von der großen Ernte und der Aussendung der Jünger gelesen, dass wir in der Matthäus-Fassung zuletzt im Advent bedacht haben. Bis 1969 wurde heute der hl. Valentin gefeiert. Passend dazu taufe ich morgen einen kleinen Valentin. Und diese Taufe lässt mich an das Evangelium von der Heilung des Taubstummen am heutigen Freitag der 5. Woche...

200213 Gott und die Götter 1 Kön 11, 4-13 13.02.2020

Weil ich von Salomo oder an seiner Stelle lernen will, halte ich einen Moment inne. Was würde er mir antworten, wenn ich ihn fragte, wie es dazu kommen konnte, dass er, der weiseste aller Könige, die anderen Götter verehrt? Er würde sich nicht entschuldigen mit der Verführung der fremden Frauen. Das wäre unter seinem Niveau. Es scheint mir auch eher eine literarische Spitze gegen Salomos politisch...

200212 Attraktive Weisheit 1 Kön 10,1-10 12.02.2020

Weisheit ist die Fähigkeit zu erkennen, worauf es ankommt, was etwas bedeutet und was daraus folgt. Die Weisheit hat es nicht leicht. Sie verweigert sich dem Pragmatismus und dem Nützlichkeitsdenken genauso, wie dem kaltem Bescheidwissen. Zugleich hat sie noch immer eine hohe Anziehungskraft und wird von vielen wird gesucht. Es ist die Weisheit Gottes, die die Königin von Saba zu König Salomo führ...

200209 Sichtbar und schmackhaft Mt 5,13-16 09.02.2020

Die Bergpredigt beginnt nicht mit dem, was die Jünger tun sollen, sondern mit dem, was sie sind: „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ (Mt 5,13.14). Uns sollte der Hochmut eigentlich vergangen sein, zu dem diese Sätze verleiten können. Aber der Hochmut hat sich nur verlagert: Wir wollen noch immer unter den Mächtigen mitspielen. Wir sind das größte Sozialunternehmen unseres Landes. Ohne uns funktio...

200208 Bei ihm sein Mk 6,14-29 08.02.2020

Erschöpfung ist in der Kirche kein neues Phänomen. Nach ihrer Sendung und Rückkehr berichten die Jünger Jesus und er lädt sie ein: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind.“ (Mk 6,31) Wir erfahren die Gemeinschaft mit Jesus dort, wo wir zu zwei oder zu dritt „in seinem Namen beisammen sind“ (Mt 18,20). Es braucht aber auch Zeiten „an einem einsamen Ort“, in denen wir abseits der Andere...

200207 Besser das Gesicht verlieren Mk 6,14-29 07.02.2020

Ein Fest am Hof des Herodes. Die Tochter seiner Geliebten tanzt und darf sich vom König etwas wünschen. Das Kind spricht mit seiner Mutter. Die sieht ihre Stunde gekommen. Und so wünscht sich das Mädchen „den Kopf des Täufers Johannes“. Wir wissen nicht, ob es einen längeren Kampf in Herodes gegeben hat. Wir wissen nur, dass er den Täufer „fürchtete“ und zugleich „ihn gerne hörte“. Offenbar gab es...

200206 Macht und Vollmacht Mk 6,7-13 06.02.2020

Jesus sendet seine Jünger zu zweit aus: zur Ergänzung, zur Korrektur und zum Mit-Sein. Und er „gab ihnen Vollmacht“ (Mk 6,7) Macht ist die Möglichkeit, etwas zu machen. Ein „machtfreier Raum“ ist ein Raum, in dem keiner mehr was machen kann. Vollmacht ist die Gabe etwas zu bewirken, was über den Wirkenden hinaus weist. Vollmacht gibt es in der Kirche in zwei Formen: „Amtlich“ mit dem Sakrament des...

200204 Ich an Deiner Stelle 2 Sam 18,6.9-10.14b.24-25a.30-19,3 04.02.2020

Der Krieg zwischen König David und seinem Sohn Abschalom ist mehr als ein antikes Familiendrama. Dem König steht nicht ein verhasster Feind, sondern sein geliebter Sohn gegenüber. Den will David unbedingt schonen (2 Sam 18,5). Er kämpft gegen seine Truppen, seine Gier nach dem Thron, seinen Zorn auf den Vater – immer in Sorge um den Sohn. David will den Feind retten und die Feindschaft töten. Das...

200202 Abends ein Felix sein Lk 2,22–40 02.02.2020

Gestern habe ich einen Felix getauft. Wie kann der in der Kirche heute werden, was sein Name sagt: „der Glückliche“? In einer Predigt über die Freude las ich kürzlich, der gemeinsame Weg der Reform der Kirche in Deutschland sei ja auch wegen der Hindernisse zwischen uns und der Freude begonnen worden. Einerseits ist es wahr, dass es zur missbrauchten Macht der Kirche (und übrigens jedes Menschen)...

200201 Der empörte Empörer 2 Sam 12,1-7a.10-17 01.02.2020

Ohne dass David es merkt, erzählt der Prophet Nathan ihm die Geschichte des Ehebruchs mit Batseba nach. Sie handelt von einem reichen Mann und von einem Armen, der ein Lämmlein besitzt und es wie eines seiner Kinder liebt und aufzieht. Anstatt eines seiner eigenen Schafe zu nehmen, nimmt der Reiche dem Armen sein Lämmchen und setzt es seinem Gast als Speise vor. David ist empört, der Übeltäter müs...

200131 Gottes Plan B 2 Sam 11,1-4a.c.5-10a.13-17 31.01.2020

Es ist ein ausgebufft böser Plan, den David nach dem Ehebruch mit Batseba ausbrütet. Er lässt ihren Mann Uria aus dem Krieg nach Hause kommen, damit der als Vater des Kindes gelten kann. Aus Solidarität mit dem Heer schläft Uria aber nicht bei seiner Frau, sondern draußen bei den Knechten. Da gibt ihm David ein versigeltes Schreiben an den Heerführer Joab mit, ihn in der Schlacht sterben zu lassen...

200130 Was zum Beten gehört 2 Sam 7,18-19.24-29 30.01.2020

Viele Menschen beten so, als wären ihre Anliegen und deren Erfüllung das Entscheidende. So als wären sie Gott und Gott ein schlecht bezahlter Dienstleister. König David betet anders. Er erinnert sich zuerst an die Verheißungen Gottes und bittet dann, dass Gott erfüllt, was er verheißen hat. Zum Gebet gehören u.a. folgende Aspekte, die wir, in der Mitte beginnend, in konzentrischen Kreisen darstell...

200129 Fünf mal Gottes Haus 2 Sam 7,4-17 29.01.2020

Vom Plan Davids, Gott einen Tempel zu bauen, und Gottes Umkehrung, dass nicht David dem Herrn, sondern der Herr dem David ein Haus bauen wird, war am Morgen des Heiligen Abends schon mal die Rede. An fünf Bedeutungen des Hauses Gottes muss ich heute bei der Lesung denken: An das Haus David, den Raum und Rahmen für die Menschwerdung. Dann an den Tempel Salomos, in dem „sein Name wohnt“ und die Lade...

200128 Freude zum Fremdschämen 2 Sam 6,12b-15.17-19 28.01.2020

Bei libanesischen Ordensschwestern sollte ein befreundeter Priester mit den Schwestern und einer Maltesergruppe tanzen. Bei den ersten linkischen Schritten sagte er schweißgebadet: „Das könnt ihr doch mit einem Nordharzer nicht machen.“ König David ist nicht aus dem Harz. Er tanzt „mit ganzer Hingabe“ vor der Lade Gottes mit den Tafeln des Bundes auf ihrem Weg auf den Zion. Für David ist Tanzen Be...

200126 Heute kommt die Verschwendung Mt 12,12-23 26.01.2020

Jesus bringt die Familienverhältnisse vieler Menschen durcheinander. Er sagt, dass es etwas Größeres gibt als Familie, Haus und Heimat, Beruf und Auskommen. Dieses Größere ist nicht einfach eine bessere Alternative zu alldem. Es ist das, woraufhin Familie, Haus und Heimat und alle Beziehungen erst Sinn machen. Jesus nennt diese Wirklichkeit „Himmelreich“. „Himmelreich“ ist nicht nur der jenseitige...

200125 Bekehrung Pauli Apg 22, 1a.3-16 25.01.2020

Auf dem Weg nach Damaskus, wo Saulus (später Paulus) die Christengemeinde vernichten will, stürzt er, vom Licht überwältigt, zu Boden und hört eine Stimme sagen: „Ich bin Jesus, den du verfolgst“ (Apg 22,8 und 9,5). Jesus spricht hier von der verfolgten Kirche, und er spricht von sich. Es gibt zwei Weisen, wie Menschen „Träger“ der Gegenwart Christi werden. Das sind zum einen die, mit denen sich C...

200124 Feind in Freundeshand 1 Sam 24,3-21 24.01.2020

Der Friede hält nicht lange an. Bei der erneuten Verfolgung Davids durch König Saul kommt es zu einer denkwürdigen Situation. Der König zieht sich in eine Höhle bei En-Gedi zurück, „um seine Notdurft zu verrichten“. David hockt hinten in der Höhle, wiedersteht dem Rat und der Versuchung, König Saul umzubringen, und schneidet stattdessen ein Stück von dessen Gewand ab. Manche Kommentatoren dieser S...

200123 Der berühmte Bruder 1 Sam 18,6-9;19,1-7 23.01.2020

Nach dem Sieg über die Philister wird den Israeliten ein triumphaler Empfang bereitet. Doch das Lied der tanzenden Frauen ist dem König unerträglich: „Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend.“ Von Neid und Angst um die Macht zerfressen, sinnt er darauf, David zu töten. Ich habe einen jüngeren Bruder, der nach einer wahren Odyssee durch Schulen und Ausbildungen relativ spät seine Berufu...

200122 Valentina und David gegen Goliath 1 Sam 17,32-33.37.40-51 22.01.2020

Dem Kampf zwischen David und Goliath geht ein verbaler Schlagabtausch voraus. Der eine ein schwer bewaffneter und gepanzerter Hüne, der andere ein Jüngling mit einer Steinschleuder. David ruft dem Philister die Unterschiedlichkeit ihrer „Bewaffnung“ zu: „Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels,...

200121 BDZ 2Jahreskr Di Blick in den Abgrund 1 Sam 17, 32-33.37.40-51 21.01.2020

Der Rat des Fuchses an den „Kleinen Prinzen“ (von Antoine de Saint-Exupéry) ist eine rührende Phrase geworden: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Das stimmt ja auch nur so halb: Man sieht nur gut, wenn das Herz mitsehen darf, also dann, wenn man nicht herzlos sieht. Man muss schon auch mit den Augen und mit dem Verstand sehen. Sonst gibt es (im übertragenen und wörtlichen Sinn) ein böses Erwachen...

200119 BDZ 2Jahreskr So Darf ich bekanntmachen? Joh 1,24-39 21.01.2020

„Darf ich bekannt machen?“ ist eine rhetorische Frage gesellschaftlicher Konvention. In der Regel folgt dann eine Vorstellung einer mir bisher unbekannten Person. Der, der mir den Anderen vorstellt, muss ihn nicht besonders gut kennen. Es reicht, wenn er seinen Namen weiß und vielleicht noch, warum diese Begegnung für einen von uns beiden relevant sein könnte. Oftmals wird sich der vorstellende Dr...

200117 Krankheit zum Tode 1 Sam 8,4-7.10-22a 17.01.2020

Samuel ist alt geworden. Nun will das Volk einen König. Warum? Weil alle anderen Völker auch einen König haben. Es gibt zwei Urversuchungen des Volkes Gottes bis in die Kirche der heutigen Tage: Entweder sie will unbedingt anders sein als alle anderen. So als wäre sie eine Institution „sui generis“ („eigener Art“), die sich von anderen nichts sagen lassen und nichts von ihnen lernen muss. Oder sie...

200116 Das Maskottchen 1 Sam 4,1b-11 16.01.2020

Neulich bekam ich beim Bäcker einen „Glücksbringer“ geschenkt. Ein Ein-Cent-Stück mit einem aufgeklebten Marienkäfer drauf. Ich habe ihn gleich in den nächsten Mülleimer geschmissen. Und ich bin nicht überfahren worden. Und wenn ich überfahren worden wäre, wär’s nicht der Pfennigkäfer gewesen, Pfennigkäfer bringen kein Glück. Pfennigkäfer sind nicht Gott. Gut, bei Pfennigkäfern mag das noch eingän...

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