Ludwig Waldmüller

Beim ersten Hahnenschrei

Religion DE ↓ 419 episodes

Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

Author

Ludwig Waldmüller

Category

Religion

Podcast website

podcasters.spotify.com

Latest episode

Jan 24, 2025

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Episodes

Gedanken am frühen Morgen - Keine Ungerechtigkeit 14.04.2024

»Wer den Namen des Herrn anruft, lasse ab von Ungerechtigkeit!« Das ist das Kennzeichen der Kinder Gottes, dass sie von Ungerechtigkeit abstehen. Wie kann jemand dem gerechten Gott angehören, wenn er unrecht tut, wenn er in Werken sein Gegner ist, wenn er ihn durch seine Handlungen beleidigt? Immer wieder muss ich gegen die Ungerechtigkeit auftreten. Denn diese Leidenschaft hat die Seelen aller wi...

Gedanken am frühen Morgen - Buchwunsch 13.04.2024

Mir zieht der inzwischen ergriffene Beruf des Einsiedlers Grenzen, so dass ich nicht mehr die Freiheit besitze zu tun, worauf ich verzichtet habe. Deshalb bitte ich, und Du magst meine Bitte mit allem Nachdruck unterstützen, dass er Dir die Kommentare des ehrwürdigen Bischofs Reticius von Augustodunum zum Abschreiben überlasse, in denen dieser das Hohe Lied in gewählter Sprache erklärt hat. Es sch...

Gedanken am frühen Morgen - Wie die Sonne 12.04.2024

Auch die Sonne zeigt ein dreifaches Aussehen in drei verschiedenen Zeiten; hell und leuchtend von Anfang, heftig brennend in der Mitte, am Ende sanft und lieblich, wie eine Lampe, die verlöscht. Mild und leuchtend ist der Anfang, wenn sie kommt, um die Schläfer zu wecken, heiß und brennend ist sie am Mittag, um die Früchte zur Reife zu bringen, sanft und angenehm, wenn sie der Vollendung entgegeng...

Gedanken am frühen Morgen - Später verstehen 11.04.2024

Jetzt mahnt die Zeit zur Besprechung der Mysterien und zur Enthüllung des Wesens der Sakramente selbst. Hätten wir das vor der Taufe Nichttäuflingen mitteilen zu sollen geglaubt, hätte man uns das mehr als Verrat denn als Enthüllung verübeln müssen. Und noch ein Grund: es sollte den Ahnungslosen das Licht der Geheimnisse besser unmittelbar sich eingießen, statt dass ihm irgendeine Besprechung vora...

Gedanken am frühen Morgen - Mission und Anpassung 10.04.2024

Wenn ihr mit der Gnade des allmächtigen Gottes zu unserem hochwürdigsten Bruder, dem Bischof Augustinus, kommt, dann sagt ihm, dass ich über eine Angelegenheit der Engländer lange mit mir zu Rate gegangen bin. Man soll nămlich bei jenem Volke die Götzentempel keineswegs zerstören, sondern nur die Götzenbilder darin vernichten, Man nehme geweihtes Wasser, besprenge die Götzentempel damit, erbaue Al...

Gedanken am frühen Morgen - Mehr als gedacht 09.04.2024

Eifersüchtig zu sein auf das Gute, das man sieht, und die Besseren zu beneiden, erscheint manchen nur als ein leichtes und geringes Vergehen, geliebteste Brüder, und indem man es nur für leicht und gering hält, fürchtet man es nicht, indem man es nicht fürchtet, achtet man nicht darauf, indem man nicht darauf achtet, lässt es sich nur schwer meiden, und so entsteht daraus ein verborgenes und verst...

Gedanken am frühen Morgen - Salziges Treiben 06.04.2024

Hast du nicht gehört, was uns die alte Geschichte über Lot und seine Töchter berichtet? Ist er nicht mit seinen Töchtern, nachdem er den Berg erreicht hatte, gerettet worden, während sein Weib zu einer Salzsäule wurde, ein Denkmal für ewige Zeit, eine Erinnerung an ihr unseliges Verlangen und Umschauen. Habe acht auf dich! Wenn du die Hand an den Pflug gelegt hast, wende dich nicht wieder um nach...

Gedanken am frühen Morgen - Bewohnte Seele 05.04.2024

Wehe einem Wege, auf dem niemand wandelt, auf dem man keines Menschen Stimme hört! Er ist ein Aufenthaltsort wilder Tiere. Wehe einer Seele, in der der Herr nicht wandelt, aus der auf seine Stimme hin die geistigen Tiere der Bosheit nicht fliehen! Wehe einem Hause, in dem sein Herr nicht wohnt! Wehe einem Felde, das kein Landmann bebaut! Wehe einem Schiffe, das keinen Steuermann hat: es wird von d...

Gedanken am frühen Morgen - Hinein und hinaus 04.04.2024

„Und sie gingen“, heißt es, „schnell vom Grabe weg in Furcht und großer Freude“. Die Frauen gehen in das Grab hinein, um teilhaftig zu werden des Begrabenseins, Genossinnen des Leidens zu sein; sie gehen aus dem Grab heraus, um im Glauben aufzuerstehen, noch ehe sie auferstanden waren im Fleische. „Sie gingen hinweg in Furcht und großer Freude.“ Wo bleibt denn nun das Wort: „Fürchtet euch nicht“?...

Gedanken am frühen Morgen - Alles zusammen 03.04.2024

Wenn irgendeine Segnung der Patriarchen, die auf den Geist Gottes sich stützt, wenn irgendein Gut der geistigen Gesetzgebung in Folge der Verheißung von Denen gehofft wird, die einen guten Lebenswandel führen, wenn man glaubt, dass in den geschichtlichen Sinnbildern irgend eine Wahrheit vorher verkündet sei, wenn irgend eine prophetische Stimme das Übernatürliche als frohe Botschaft uns verkündet,...

Gedanken am frühen Morgen - Auferstehen du 01.04.2024

In unserer letzten Predigt haben wir euch, wie wir glauben, in wohlberechtigter Weise die Teilnahme am Kreuzestode Christi empfohlen; soll doch das Ostergeheimnis im Leben der Gläubigen ein Echo finden und auch in unserem Wandel zum Ausdruck kommen, was wir an diesem Festtag feiern! Welchen Nutzen eine solche Teilnahme bringt, das habt ihr an euch selbst erfahren: Aus eueren frommen Übungen habt i...

Gedanken am frühen Morgen - Ganz persönlich 31.03.2024

Gestern wurde ich mit Christus gekreuzigt, heute werde ich mit ihm verherrlicht. Gestern wurde ich mit ihm getötet, heute werde ich mit ihm zum Leben gerufen. Gestern wurde ich mit ihm begraben, heute werde ich mit ihm auferweckt. Wohlan, bringen wir Opfer dem, der für uns gelitten hat und auferstanden ist! Ihr denkt vielleicht an Gold oder Silber oder feines Gewebe oder glänzende und kostbare Ste...

Gedanken am frühen Morgen - Hoffnungslos? Träge? 28.03.2024

Lasst uns weder die Hoffnung aufgeben, noch auch nur der Trägheit verfallen: denn das ist beides verderblich. Denn die Verzweiflung lässt den, der da liegt, nicht erstehen, die Trägheit aber bringt auch den, der da steht, zum Falle; jene beraubt uns der Güter, die wir schon gewonnen haben; diese lässt uns nicht befreit werden von den Übeln, unter denen wir seufzen. Die Trägheit stößt uns aus dem H...

Gedanken am frühen Morgen - Lach doch 27.03.2024

Gott, der uns erschaffen hat, gab uns den Gebrauch der Rede, damit wir einander die Gesinnung des Herzens offenbaren und dank der gemeinsamen Natur einander die Gedanken mitteilen, die wir aus den Gründen des Herzens wie aus Vorratskammern hervorholen. Beständen wir nur aus Seele, so könnten wir unmittelbar gegenseitigen Gedankenaustausch pflegen. Nun arbeitet aber unsere Seele unter einer Fleisch...

Gedanken am frühen Morgen - Schweigend hören 26.03.2024

Gott, der uns erschaffen hat, gab uns den Gebrauch der Rede, damit wir einander die Gesinnung des Herzens offenbaren und dank der gemeinsamen Natur einander die Gedanken mitteilen, die wir aus den Gründen des Herzens wie aus Vorratskammern hervorholen. Beständen wir nur aus Seele, so könnten wir unmittelbar gegenseitigen Gedankenaustausch pflegen. Nun arbeitet aber unsere Seele unter einer Fleisch...

Gedanken am frühen Morgen - Arbeiten hilft 25.03.2024

Der Mann, der Lehrer des Erdkreises war, der bei allen Erdbewohnern umherkam und alle unter der Sonne liegenden Kirchen und Völker und Stämme und Städte mit großer Sorgfalt betreute: er arbeitete Tag und Nacht und rastete nicht einmal kurze Zeit von jenen Mühen aus... Paulus schämte sich nicht, wenn er das Messer nahm und Häute schnitt und sich dann mit Männern von Amt und Würden unterhielt; nein,...

Gedanken am frühen Morgen - Wellen der Seele 23.03.2024

Wie angenehm sind uns die Wellen dieses geistigen Meeres, angenehmer noch, als die des wirklichen! Denn jene (des wirklichen Meeres) werden von den ungestümen Winden, diese von der Begierde, (das göttliche Wort) zu hören, erregt. Jene, wenn sie sich erheben, versetzen den Steuermann in gewaltige Angst; diese, wenn sie sich zeigen, machen dem Redner viel Muth; denn jene sind Zeichen eines tobenden...

Gedanken am frühen Morgen - Menschen enttäuschen 22.03.2024

Oft scheinen Menschen gerecht zu sein, und man fühlt sich zu ihnen hingezogen; man muss sich auch an ihnen freuen, denn solche Liebe kann nicht ohne Freude sein. Wenn einem aber dann in solchen, an denen man sich freute, etwas Schlechtes begegnet, wie es oft vorkommt, so rückt so viel Trauer an die Stelle, als zuvor Freude war. Der Mensch fürchtet sich dann geradezu, die Zügel der Freude zu locker...

Gedanken am frühen Morgen - Nicht rausnehmen 21.03.2024

Längst wollte ich schließen; aber der Schmerz meines Herzens gestattet es nicht. Doch jetzt beschwöre ich Euch bei den Vätern, beim wahren Glauben, bei diesem unserm Seligen: Lasst den Mut nicht sinken. Ein jeder erachte die schwebende Angelegenheit als sein eigenes Anliegen und lasse sich sagen, dass der Ausgang der Sache in der einen oder andern Weise zunächst ihn selbst berühren wird. Man wälze...

Gedanken am frühen Morgen - Richtige Ratgeber 20.03.2024

Aber ich weiß, dass bei Empfang meines Briefes sogleich die Freunde zusammenkommen, die gelehrten Schützlinge gerufen werben, in einer Lebensfrage von Todesfreunden Rat erholt wird. Da diese nicht Dich, sondern nur Dein Vermögen lieben, so sagen sie Dir nur, was Du gerade jetzt gerne hörst. Solche Ratgeber sind es einst gewesen, wie Du Dich selbst erinnerst, die Dich zu Deinem so großen Fehltritt...

Gedanken am frühen Morgen - Lesen zum Berührtwerden 18.03.2024

Klopfen wir also an dem so herrlichen Paradies der Schriften an, dem duftigen, dem so lieblichen, dem so fruchtprangenden, das mit mannigfachen Liedern der geistigen, gottvollen Vögel unsere Ohren umtönt, das unser Herz berührt, in der Trauer tröstet, im Zorn besänftigt und mit ewiger Freude erfüllt; das unser Denken auf den gold-strahlenden, hellglänzenden Rücken der göttlichen Taube erhebt und d...

Gedanken am frühen Morgen - Die Flüchtigkeit unserer Zeit 17.03.2024

Sind etwa die Jahre, in denen wir sind, ewig? Oder sind es jene, in denen unsere Vorfahren waren oder in denen unsere Nachfahren sein werden? ... Sieh, wir sagen im Gespräch: »In diesem Jahr«, und was halten wir in der Hand von diesem Jahr außer dem einen Tag, an dem wir gerade sind? Denn die früheren Tage des Jahres sind schon vorübergegangen und man konnte sie nicht festhalten; die zukünftigen a...

Gedanken am frühen Morgen - Richtig reden 16.03.2024

Die Tränen der Gläubigen sollen dein Lob sein. Das Wort des Priesters soll die Würze der Schrift offenbaren. Du sollst kein Deklamator sein, auch kein geschwätziger Zungendrescher, hinter dessen Worten nichts steckt. Vielmehr soll sich heilige Wissenschaft und Vertrautheit mit den Geheimnissen deines Gottes in deiner Predigt kundtun. Überlassen wir es den Ungebildeten, mit leeren Worten um sich zu...

Gedanken am frühen Morgen - Aus Liebe hören 15.03.2024

O du, der du vorträgst, bemühe dich Nutzen zu ziehen aus deiner Rede, und wenn du keinen Gewinn daraus ziehst, dann schweige lieber still! Und du, Hörer, gib auch du dir Mühe dich zu bereichern, indem du aufmerksam zuhörst; wenn du aber keinen Nutzen daraus ziehst, warum vergeudest du die kostbare Zeit unnütz zu den Füßen des Redners? Die Liebe führte dich hierher, wie auch mich die Liebe zum Rede...

Gedanken am frühen Morgen - Glückselig ich? 14.03.2024

Ich habe nämlich deinen Brief bei Licht nach dem Abendessen gelesen. Die Zeit des Schlafengehens war da, aber der Schlaf wollte nicht kommen. Im Bette liegend dachte ich lange darüber nach und hielt mit mir selbst, Augustin mit Augustin, folgendes Gespräch: Ist etwa des Nebridius Ansicht, wir seien glückselig, nicht wahr? In der Tat nicht; denn er selbst wagt nicht zu leugnen, dass wir noch törich...

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