Ludwig Waldmüller

Beim ersten Hahnenschrei

Religion DE ↓ 419 episodes

Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

Author

Ludwig Waldmüller

Category

Religion

Podcast website

podcasters.spotify.com

Latest episode

Jan 24, 2025

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Episodes

Gedanken am frühen Morgen - Ruhe finden 13.03.2024

In meinem Elende bedachte ich nicht, aus welcher Quelle es mir fließe, dass ich über so schimpfliche Gegenstände mich. mit meinen Freunden so angenehm unterhalten, dass ich ohne Freunde selbst bei meiner damaligen Gesinnung und dem Überfluss an allen sinnlichen Vergnügungen nicht glücklich sein konnte. Und doch liebte ich diese Freunde ohne Selbstsucht und wusste, dass ich von ihnen auch ohne Selb...

Gedanken am frühen Morgen - Relativ reich 12.03.2024

Gut ist auch die Barmherzigkeit; denn auch sie macht den Menschen vollkommen, weil sie den vollkommenen Vater nachahmt. Nichts empfiehlt eine christliche Seele so, wie die Barmherzigkeit, vor allem gegen die Armen. Als Gemeingut soll man die Erzeugnisse der Natur betrachten, welche die Früchte der Erde für alle hervorbringt. Dem Armen sollst du daher von deiner Habe mitteilen und den unterstützen,...

Gedanken am frühen Morgen - Aus Schlechtem Gutes 10.03.2024

Ein junger Mensch, Makarius mit Namen, der im Alter von ungefähr achtzehn Jahren stand, hütete mit seinen Altersgenossen am See Mareotis die Herden und tötete durch Zufall einen aus ihnen beim Spiel. Darob geriet er in so große Furcht vor Gott und den Menschen, dass er in dumpfem Trübsinn drei Jahre lang unter freiem Himmel in der Wüste blieb. Da regnet es niemals, wie die einen vom Hörensagen, di...

Gedanken am frühen Morgen - Schein trügt 09.03.2024

Nicht bloß auf Reichtum ist man stolz, nicht bloß mit prunkender Lebensart und Kleidung, die der Reichtum erlaubt, prahlen die Menschen — sie leisten sich nämlich unnötig kostspielige, luxuriöse Mahlzeiten, machen unnötigen Kleideraufwand, bauen mächtige Häuser und schmücken sie herrlich aus, halten viele Diener und schleppen Scharen zahlloser Schmeichler nach sich —, sondern sie fühlen sie auch u...

Gedanken am frühen Morgen - Nichts unwichtig 07.03.2024

Zum Cellerar des Klosters soll einer aus der Gemeinde bestellt werden, der weise, reif an Charakter, nüchtern, mäßig im Essen, nicht stolz, nicht ungestüm, nicht verletzend, nicht saumselig, nicht verschwenderisch ist, vielmehr Gott fürchtet und für die ganze Gemeinde wie ein Vater sorgt. Er trage für alles Sorge, tue nichts ohne Geheiß des Abtes. Er halte sich genau an das, was ihm aufgetragen is...

Gedanken am frühen Morgen - Sinn des Gebets 05.03.2024

Gott hat aber natürlich das Zukünftige nicht nur vorher erkannt, sondern auch vorher angeordnet, und nichts geschieht im Gegensatz zu dem von ihm vorher Angeordneten. Wie nun jemand für töricht gelten würde, der darum bäte, dass die Sonne aufgehe, da er das auch ohne sein Gebet Eintretende durch sein Gebet herbeizuführen verlangte, so wäre auch ein Mensch unverständig, welcher meinte, dass um sein...

Gedanken am frühen Morgen - Hoffnung haben 05.03.2024

Wir wollen daher mit reinem Herzen Gott dienen, dann werden wir gerecht sein; wenn wir aber diesen Dienst unterlassen, weil wir der Verheißung Gottes nicht trauen, werden wir unglücklich sein. Denn also spricht das Wort des Propheten: „Unglücklich sind die Zweifler, die schwanken in ihrem Herzen und sprechen: Das haben wir längst gehört auch schon zur Zeit unserer Väter, und wir haben von einem Ta...

Gedanken am frühen Morgen - Keine Gerüchte 04.03.2024

Damit man aber dieses nicht für ein unsinniges und keckes Gerede halte, verlangen wir, dass die Anschuldigungen gegen sie geprüft werden und dass sie, wenn jene sich als begründet herausstellen, nach Gebühr bestraft werden. Wenn man aber nichts nachweisen kann, so verbietet die wahre Vernunft, auf ein übles Gerücht hin unschuldigen Menschen Unrecht zu tun oder vielmehr euch selbst, wenn ihr nicht...

Gedanken am frühen Morgen - Selbst nachforschen 03.03.2024

Als so der Teufel zum andern Mal seine Untertanen verjagt sah, hetzte er wiederum jene Leute auf, dass sie zum Erzbischof gingen und sagten: Herr, du hast ja Macht über uns, aber wir können jenen Mann nicht mehr ertragen. Heiß ihn von dort weggehen, denn er ist ein Betrüger. Da schickte der selige Anatolios den Richter der heiligen Kirche nebst den Häschern hin, und sie brachen bei Nacht die einst...

Gedanken am frühen Morgen - Gotteserkenntnis 02.03.2024

Während die Philosophen der früheren Zeit in ihren Anschauungen über die Vorsehung übereinstimmten und keine Ungewissheit darüber herrschte, dass die Welt von Gott mit Vernunft geschaffen ist und mit Vernunft regiert wird, so trat zuerst von allen Protagoras zu den Zeiten des Sokrates mit der Behauptung auf, es sei ihm nicht ganz klar, ob es eine Gottheit gebe oder nicht. Diese Sprache ward für so...

Gedanken am frühen Morgen - Beachte die Umstände 01.03.2024

Man muss sorgfältig darauf achten, was den Landessitten, den Zeitumständen und den persönlichen Verhältnissen des einzelnen angemessen ist: sonst brandmarkt man vielleicht voreilig etwas als Schandtat. So ist es durchaus möglich, dass der Weise, ohne irgendwie den Vorwurf der Schlemmerei und der Gefräßigkeit zu verdienen, die kostbarsten Speisen genießt, während der Tor der schmählichsten Gaumenlu...

Gedanken am frühen Morgen - Auferstehen, du 01.03.2024

In unserer letzten Predigt haben wir euch, wie wir glauben, in wohlberechtigter Weise die Teilnahme am Kreuzestode Christi empfohlen; soll doch das Ostergeheimnis im Leben der Gläubigen ein Echo finden und auch in unserem Wandel zum Ausdruck kommen, was wir an diesem Festtag feiern! Welchen Nutzen eine solche Teilnahme bringt, das habt ihr an euch selbst erfahren: Aus eueren frommen Übungen habt i...

Gedanken am frühen Morgen - Abhängig sein 29.02.2024

Aus einem Brief des Basilius von Cäsarea Gleichwohl sind wir ja der Mehrheit nach äußerlich miteinander verbunden, nach dem auch der wackere Bosporius sich uns angeschlossen hat. In Wahrheit aber unterstützen sie uns nirgends, nicht einmal im Notwendigsten, so dass auch der Missmut darob zum guten Teil die Genesung aufhält, da schuld der wehen Trauer meine Krankheiten immer wieder sich einstellen....

Gedanken am frühen Morgen - Gute Flucht 28.02.2024

Meine Gegner sind heftig darüber betrübt, dass sie mich nicht völlig beseitiget haben; und sie stellen sich, als wenn sie mir Feigheit vorwerfen wollten, ohne einzusehen, dass sie durch ein solches Gebrumme den Tadel vielmehr gegen sich selbst wenden. Denn wenn das Fliehen etwas Schlechtes ist, so ist das Verfolgen etwas noch Schlechteres; denn der eine verbirgt sich, damit er nicht umkomme, der a...

Gedanken am frühen Morgen - Alles vergeht 26.02.2024

Soll ich das Wunderbare der Erchaffung der Pflanzen ausmalen und einen förmlichen Beweis für die schöpferische Weisheit liefern? Hier bietet sich im Anblick der Knospen, dort im Wachstum des jungen Grüns ein Bild des menschlichen Lebens, begegnet dem Auge ein charakteristischer Zug unserer Natur und Beschaffenheit und strahlt deren Spiegelbild wider. Das Grün und die Blume dieses Grases ist ein Si...

Gedanken am frühen Morgen - Andere Taufe 25.02.2024

Die neu [in die Kirche] Aufzunehmenden werden von den Lehrern nach dem Grund ihres Entschlusses gefragt, bevor sie unterrichtet werden. Ob sie dazu fähig sind, und über ihre Lebensumstände sollen jene aussagen, die sie her-zubringen. Die Katechumenen sollen drei Jahre unterrichtet werden. Ist einer aber eifrig und voll Liebe zur Sache, so wird nicht die Zeit, sondern der Charakter bemessen. Sollte...

Gedanken am frühen Morgen - Geht es weiter? 24.02.2024

Niemand empfindet meines Erachtens den augenblicklichen Zustand der Kirchen, oder richtiger gesagt, die Konfusion in ihnen, so schmerzlich wie deine Hochwürden [Athanasius von Alexandrien]. Du kannst ja die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleichen und beurteilen, wie weit jene von dieser absteht, und dass, wenn es mit derselben Geschwindigkeit abwärts geht, nichts im Wege stehen wird, dass die...

Gedanken am frühen Morgen - Falsches Bild 23.02.2024

Auch das, Petrus, will ich nicht verschweigen, was mir viele, die jetzt aus der Stadt Narni hier leben, lebhaft bezeugen. Als nämlich gleichfalls zur Gotenzeit der vorgenannte König Totila nach Narni kam, ging ihm Cassius, der Bischof dieser Stadt, ein Mann von verehrungswürdigem Lebenswandel, entgegen. Er hatte von Natur aus immer ein rotes Gesicht. Totila hielt das aber nicht für eine Naturanlag...

Gedanken am frühen Morgen - Nichts fürchten 22.02.2024

Als er achtzehn Jahre alt war und noch in seinem Hüttlein wohnte, zogen nachts Räuber gegen ihn aus. Vielleicht meinten sie, etwas zu finden, was sie hätten mitnehmen können, vielleicht fassten sie es als Geringschätzung auf, wenn ein im Knabenalter stehender Einsiedler ihre Überfälle nicht fürchtete. Obwohl sie vom Abend bis gegen Sonnenaufgang zwischen Meer und Sumpf hin und her schweiften, konn...

Gedanken am frühen Morgen - Nichts ist sicher 21.02.2024

Wenn uns allen obliegt, „uns als Lebendiggewordene Gott hinzugeben”, wieviel mehr dann denen, die aus den Pforten des Todes emporgerichtet wurden! Dies würde aber nach meiner Meinung am besten dann geschehen, wenn wir immer eben die Gesinnung bewahren wollten, die wir im Augenblick der Gefahr hegten. Denn da ward uns wohl so recht klar die Eitelkeit des Lebens und wie nichts, was menschlich, siche...

Gedanken am frühen Morgen - Feste Wurzeln 20.02.2024

Wenn der Weizen in die Furche gefallen ist, so regt er sich und strebt im Stillen aufwärts, ohne einer Belehrung oder Anleitung zu bedürfen. Zunächst pflanzt er sich ein im Staube auf der unter ihm liegenden Scholle, befestigt sich vermittelst seiner Wurzelfasern, verschafft sich an seinem Fundamente einen sicheren Halt und baut sich alsdann auf. Er wendet Steine um ohne Hebel, bewegt sich und wan...

Gedanken am frühen Morgen - Innen und außen 19.02.2024

Folgerichtig behauptet man, dass Derjenige nicht zum Höherem vorschreiten könne, welcher das mehr in der Ebene Liegende nicht überwunden hat: und viel weniger wird Einer Das, was außer ihm ist, ergreifen, wenn er nicht verstehen konnte, was ihm eingeboren ist. Man muss aber wissen, dass wir in doppelter Richtung der Arbeit uns abmühen müssen, sowohl bei der Austreibung der Laster als bei der Erwer...

Gedanken am frühen Morgen - Die Gottesfreundschaft 18.02.2024

Unser Herr, das Wort Gottes, hat zuerst die Knechte zu Gott hingezogen. Danach hat er alle befreit, die sich ihm unterwarfen, wie er selbst zu seinen Jüngern sagt: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe." Die Freundschaft Gottes ist...

Gedanken am frühen Morgen - Licht des Geistes 17.02.2024

Das höchste Gut ist Gebet und Gespräch mit Gott: denn das ist Gemeinschaft und Vereinigung mit ihm. Wie die Augen des Leibes erleuchtet werden, wenn sie Licht sehen, so wird der Geist erleuchtet, wenn er sich auf Gott richtet, angestrahlt von seinem unsagbar hellen Licht. Ich meine aber ein Beten, das nicht nur gewohnheitsmäßig ist und eingeschränkt wird auf bestimmte Zeiten und Stunden, sondern e...

Gedanken am frühen Morgen - Zeit hast 16.02.2024

Der Schatzmeister der Königin der Äthiopier, jener Barbar, der vor der Welt in hohem Ruhme stand, vernachlässigte die Schriftlesung nicht einmal während seiner Reise auf dem Wagen, sondern er hatte die Schrift des Propheten Jesaja in den Händen und verwandte großen Fleiß auf seine Lesung, obgleich er nicht verstand, was darin enthalten war. […] Betrachte mit mir, was das Großes war, selsbt unterwe...

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