Ludwig Waldmüller

Beim ersten Hahnenschrei

Religion DE ↓ 419 episodes

Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

Author

Ludwig Waldmüller

Category

Religion

Podcast website

podcasters.spotify.com

Latest episode

Jan 24, 2025

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Episodes

Gedanken am frühen Morgen - Dem Narr zusehen 21.05.2024

Der fromme Mann aber pflegte, wenn er etwas Wunderbares getan hatte, sogleich die Gegend zu verlassen, bis die Tat in Vergessenheit geraten war: und er gab sich Mühe, sofort etwas Läppisches vorzutäuschen, um dadurch zu verbergen, was er Gutes getan hatte. Einst diente er als Aufwärter in einer Kneipe und bekam dafür sein Essen; der Wirt aber war hartherzig und gab ihm häufig nicht einmal sein Ess...

Gedanken am frühen Morgen - Erfrischung gefällig 19.05.2024

An diesen Heiligen Geist wenden sich alle, die der Heiligung bedürfen. Nach ihm streben', die ein sittliches Leben führen. Von seinem An-hauch gleichsam erfrischt, wird ihnen geholfen, ihr ureigenes natürliches Ziel zu verwirklichen. Andere zur Vollendung führend, fehlt ihm selber nicht das geringste. Zum eigenen Leben nichts bedürfend, ist er selber Spender des Lebens. Man kann ihn nicht durc...

Gedanken am frühen Morgen - Mit Verleumdung umgehen 17.05.2024

Dass eines Menschen Leben über Verleumdungen erhaben sei, gehört zum Allerschwierigsten, um nicht zu sagen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist meine Überzeugung, und ich glaube, dass auch Deine Biederkeit daran nicht zweifelt. Aber von sich aus keinen Anstoß geben, weder denen, die genau auf die Dinge achten, noch jenen, die aus Bosheit unsern Schwächen auflauern, das ist möglich und auch Pfl...

Gedanken am frühen Morgen - Verzeihung leben 16.05.2024

Die Stadt Gottes hatte einst einen Patriarchen namens Alexander, der war überaus mildtätig und mitleidig. Einst stahl ihm einer seiner Beamten Geld und floh damit in die ägyptische Thebais; da fiel er auf seinen Irrwegen den blutdürstigen Barbaren Ägyptens in die Hände, und sie schleppten ihn bis an die äußerste Grenze ihres Landes. Als das der göttliche Alexander erfuhr, kaufte er den Gefangenen...

Gedanken am frühen Morgen - Kunst spricht 15.05.2024

Wenn er aber an so einen Ort sich begibt, wie der ist, an dem wir uns heute versammelt haben, wo sich das Andenken und die heiligen Überreste eines Heiligen befinden, so wird er zuerst durch die Großartigkeit des Anblicks angezogen, indem er ein Haus sieht wie einen Tempel Gottes, glänzend ausgestattet durch die Größe des Baues und die Schönheit des Schmuckes, wo auch der Zimmermann das Holz zur G...

Gedanken am frühen Morgen - Rede mit mir 14.05.2024

Als unter den Jüngern ein Rangstreit anhub, nahm unser Herr, der Demut Lehrmeister, ein Kind bei der Hand und sprach: „Wer von euch nicht wie ein Kind wird, der kann nicht in das Himmelreich eingehen.“ Damit es aber nicht so aussehe, als lehre er die Demut, ohne sie zu üben, gab er auch das entsprechende Beispiel Er wusch seinen Aposteln die Füße, begrüßte den Verräter mit einem Kusse, unterhielt...

Gedanken am frühen Morgen - Ohne Argwohn 13.05.2024

Was machte ferner David, den Urahn Gottes, zum Liebling Gottes? Eben auch der Umstand, dass er gut, und zwar auch gegen die Feinde gut war. „Ich habe, sagt der Übergute (Gott) und Freund der Gutheit, den Mann gefunden, der nach meinem Herzen ist. Und es war sogar ein gütiges Gesetz gegeben, auch für das Zugvieh eines Feindes Sorge zu tragen.“ Job ferner wurde gerechtfertigt, weil er von Ungute sic...

Gedanken am frühen Morgen - Es braucht Zeit 12.05.2024

Wir wollen daher mit reinem Herzen Gott dienen, dann werden wir gerecht sein; wenn wir aber diesen Dienst unterlassen, weil wir der Verheißung Gottes nicht trauen, werden wir unglücklich sein. Denn also spricht das Wort des Propheten: „Unglücklich sind die Zweifler, die schwanken in ihrem Herzen und sprechen: Das haben wir längst gehört auch schon zur Zeit unserer Väter, und wir haben von einem Ta...

Gedanken am frühen Morgen - Richtige Verwendung 06.05.2024

Das Eisen ist nach Gottes Willen zur Bebauung der Erde da, ohne daß deshalb Mordtaten damit verübt werden dürften. Oder soll man deshalb, weil Gott Weihrauch und Wein und Feuer geschaffen hat, soll man deshalb damit den Götzenbildern opfern? Oder wirst du ihnen deswegen, weil unübersehbare Viehherden auf deinen Fluren weiden, Schlacht- und Brandopfer darbringen dürfen? Ja, allerdings, ein großes V...

Gedanken am frühen Morgen - Zur Arbeit fähig 05.05.2024

Sie tragen auch zweifache Schnüren aus wollenem Faden gewoben, welche die Griechen „ἀναβολαί”, wir aber Schurzgürtel oder Schlingen zum Aufziehen der Gewänder nennen können. Dieselben laufen oben vom Nacken herab und am Halse nach den Seiten hin geteilt schlingen sie sich um beide Hüften, schürzen die weiten und langen Gewänder herauf und schließen dieselben enger an den Körper. Auf diese Weise we...

Gedanken am frühen Morgen - Fremde Fehler 04.05.2024

Wer die Kunst nicht versteht, Schlangen zu beschwören, der bleibe davon, oder er setzt sich der Gefahr aus, von ihnen gebissen zu werden. Der echte Mönch sucht weder die Wahrheit zu verdrehen noch seinen Bruder in Folge eigener Weichlichkeit zu beargwöhnen noch sich auf eine Weise das Leben zu erleichtern; denn wer es tut, läuft Gefahr abzufallen. Der wahre Mönch hält sich für den Niedrigsten und...

Gedanken am frühen Morgen - Verteidigung ist gut 03.05.2024

Da war unter den Christenbrüdern ein Mann namens Vettius Epagathus, überströmend von Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Er führte ein so heiliges und tadelloses Leben, dass man ihm trotz seiner Jugend mit vollem Recht das lobende Zeugnis ausstellen konnte, das von dem Priester Zacharias geschrieben steht: „Er wandelte tadellos in allen Geboten und Satzungen des Herrn.“ Unverdrossen war er zur Hand...

Gedanken am frühen Morgen - Die richtige Geduld 02.05.2024

Was uns Christen zur Ausübung der Geduld bestimmt, ist nicht das Streben nach übertriebener Gleichmütigkeit, deren Wesen in Stumpfsinn besteht, sondern es ist vielmehr die göttliche Eigentümlichkeit der lebensvollen und himmlischen Lehre, die uns bereits Gott selbst, das erste Vorbild der Geduld, vorhält. Denn er gießt den Licht-glanz des Tages gleichmäßig über Gerechte und Ungerechte aus, er läss...

Gedanken am frühen Morgen - Größere Freude 01.05.2024

Was also geht in der Seele vor, dass sie sich mehr freut, wenn sie Gegenstände, die sie liebt, wiederfindet oder wiedererhält, als wenn sie sie ständig besessen hätte? Dass dem so ist, dafür sprechen noch viele andere Zeugnisse, und überall rufen uns solche entgegen: "So ist es". Es triumphiert der siegreiche Kaiser; und er hätte nicht gesiegt, wenn er nicht gekämpft hätte, und je größer...

Gedanken am frühen Morgen - Vielseitig arbeiten 28.04.2024

Wenn einer ein vielartiges Ungeheuer von vielerlei Formen, das aus vielen großen und kleinen, zahmen und wilden Tieren zusammengesetzt wäre, leiten und bändigen wollte, so obläge ihm wahrlich keine kleine Arbeit und kein kleiner Kampf, um über ein solch seltsames, unnatürliches Wesen Herr zu werden, da nicht alle Tiere die gleiche Stimme, die gleiche Nahrung, die gleiche Berührung, den gleichen Pf...

Gedanken am frühen Morgen - Das feste Auge 27.04.2024

Wer mit heiterem Sinn das Leben ordnet, Wer das stolze Geschick sich zwingt zu Füßen, Wer das wechselnde Glück mit festem Auge So betrachtet, dass nie ihm zuckt die Wimper, Den beugt nimmer die Wut, das Dräu'n des Meeres, Das bis tief auf den Grund die Woge aufwühlt, Nie der Zorn des Vesuv, der immer neue Schlote reißend im Bauch die Flamme wirbelt; Der den ragenden Turm zermalmt, der Blitzstr...

Gedanken am frühen Morgen - Überflüssige Sorgen 24.04.2024

Ich schäme mich, von den häufigen Besuchen zu reden; denn Tag um Tag gehen wir zu anderen oder erwarten diese bei uns. Dabei kommt man ins Geplauder, führt müßige Reden, fällt über die Abwesenden her, hechelt ihre Lebensweise durch, und wir zehren einander auf, indem wir uns gegenseitig beißen. Unter solchen üblen Gesprächen geht man zu Tisch und erhebt man sich wieder von der Mahlzeit. Haben sich...

Gedanken am frühen Morgen - Innere Armut 23.04.2024

Gott will umsonst verehrt sein. Umsonst will er geliebt sein, d. h. keusch will er geliebt werden. Er will nicht darum geliebt werden, weil er etwas außer sich gibt, sondern weil er sich selbst gibt. Wer also Gott anruft, dass er reich werde, ruft Gott nicht an; denn er ruft an, was er will, dass es zu ihm komme. Was heißt anrufen, wenn nicht in sich hineinrufen? In sich also hineinrufen, das heiß...

Gedanken am frühen Morgen - Wofür danken? 21.04.2024

Nachdem Galerius Maximus sich mit seinen Räten besprochen hatte, fällte er mit Widerwillen das Urteil etwa in folgendem Wortlaut: Du hast lange mit verbrecherischem Sinne gelebt, hast viele Menschen in deine gottlose Verschwörung hineingezogen und hast dich zum Feinde der römischen Götter und der heiligen Gesetze gemacht; auch haben dich die frommen und geheiligten Fürsten, die Kaiser Valerianus u...

Gedanken am frühen Morgen - Verderblicher Neid 20.04.2024

Man kann vom Neide nur umstrickt werden, wenn man sich ihm in Vertraulichkeit naht. Laut einem weisen Worte Salomos „kommt dem Menschen die Eifersucht von seinem Genossen.“ Und so ist es in der Tat. Der Skythe beneidet den Ägypter nicht, sondern ein jeder seinen Landsmann. Und unter Landsleuten beneidet man nicht die Unbekannten, sondern die unmittelbare Verkehrswelt, und unter dieser wieder die N...

Gedanken am frühen Morgen - Mitmachen hilft 19.04.2024

Gib, was du hast, denn Gott verlangt nichts Unmögliches. Du gib Brot, ein anderer gebe einen Becher Wein, ein anderer ein Kleid, und so wird das Unglück eines Einzigen durch das Zusammenwirken Mehrerer gehoben. Auch Moses nahm den Aufwand für das Zelt nicht von einem einzigen Steuerzahler, sondern vom ganzen Volke. Denn von den Reichen brachten ihm der Eine Gold, der Andere Silber, der Arme dagege...

Gedanken am frühen Morgen - Fröhliches Herz 18.04.2024

Wünschest du ein fröhliches Herz, so strebe nicht nach Schätzen, nicht nach Gesundheit des Leibes, nicht nach Ehre und Macht, nicht nach einem üppigen Leben, nicht nach köstlichen Gelagen, nicht nach seidenen Gewändern, nicht nach einträglichen Landgütern, nicht nach glänzenden und prunkenden Häusern und nicht nach anderen ähnlichen Dingen: trachte nur nach gottgefälliger Weisheit und erfasse die...

Gedanken am frühen Morgen - Die böse Zunge 17.04.2024

Kritisiere nie die Schwächen anderer und suche dich nicht selbst in ein günstiges Licht zu setzen, indem du andere tadelst. Lerne lieber, dein eigenes Leben zu schmücken, als das des Nächsten seines Schmuckes zu berauben. Denke immer an das Wort der Schrift: »Liebe nicht deinen Nächsten herabzusetzen, damit du nicht mit der Wurzel ausgerissen werdest!« Nur wenige wollen auf diesen Spruch verzichte...

Gedanken am frühen Morgen - Mitpiepsen 16.04.2024

Es fuhren mir die Vögel durch den Sinn, die beim Schlafengehen noch »die Luft mit süßem Sang erfüllen«, als freuten sie sich des vollbrachten Tagewerkes. Und sie erneuern ihn regelmäßig wie zu Tagesanbruch so zu Tagesende, um nach Ablauf und zu Beginn der Nachtzeit ebenso wie der Tagzeit ihrem Schöpfer Lob und Preis darzubringen. So hatte ich mir denn einen mächtigen Ansporn für uns zur Frömmigkei...

Gedanken am frühen Morgen - Kein dummes Geschwätz 15.04.2024

Unanständiger Reden müssen wir uns gänzlich enthalten; und jene, die solche Reden führen, müssen wir zum Schweigen bringen durch einen strengen Blick und durch Wegwenden des Gesichts und durch das sogenannte Nasen-rümpfen, oft auch durch ein rauhes Wort. »Denn was aus dem Munde herauskommt«, heißt es, »verunreinigt den Menschen«, zeigt ihn als gemein, heidnisch, unerzogen und zuchtlos, nicht aber...

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