Marie von Heyl
Eclectic Engineering
Gespräche und Monologe über Philosophie, Kunst, feministische Theorie und Psychoanalyse. Marie von Heyl & Gästewww.marievonheyl.de
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Marie von Heyl
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21 жов 2026
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Епізоди
Geschwister II – mit Juliet Mitchell & Juliet Flower MacCannell 21.10.2026 41:03
Diese Episode beginnt mit zwei Geschwisterinszenierungen aus dem Silicon Valley und endet im Erdbeerbeet. Dazwischen frage ich mit Juliet Mitchell und Juliet Flower MacCannell ob wir eigentlich noch im Patriarchat leben — dominieren inzwischen nicht eigentlich die Brüder? Vor allem aber geht es um die Frage, warum die Geschwister in der psychoanalytischen Theorie nicht vorkommen, und was die Unter...
Geschwister I – mit Juliet Mitchell, Klaus Theweleit und Alexander García Düttmann 31.08.2026 40:32
Wo sind eigentlich die Geschwister in der psychoanalytischen Theorie? In dieser Episode suche ich nach einer Alternative zum ödipalen Dreieck und finde Juliet Mitchells Konzept der lateralen Beziehungen. Ich spreche über Klaus Theweleits Objektwahl, Alexander García Düttmanns Lob der Jugend und das Ende der Menschheit in dem Filmklassiker Children of Men— all das angestoßen von einer Zugfahrt, auf...
Du musst dein Leben ändern – Peter Sloterdijk vs Peter Sloterdijk 28.05.2026 40:13
In dieser Episode konfrontiere ich den Sloterdijk der »Sphärentrilogie« mit dem Sloterdijk von »Du musst dein Leben ändern« und stelle die These auf, dass die beiden nicht denselben Raum bewohnen. Sloterdijk I beschreibt einen Raum, in dem wir uns gegenseitig enthalten, Sloterdijk II einen, in dem es unerbittlich nach oben zieht. Welche Ausirkungen hat diese raumtheoretische Wende auf unsere Bezie...
Das gute Leben – Virginia Woolf mit Christoph Menke 14.03.2026 44:54
In dieser Episode stelle ich die These auf, dass sich für das moderne Subjekt innerhalb der Frage nach dem guten Leben die Gewichtung vom Prädikat "gut" hin zum Leben selbst verschoben hat. Dazu lese ich Virginia Woolfs "To the Lighthouse" mit Christoph Menkes Unterscheidung zwischen Vermögen und Kraft. Und frage mich, was die Kraft eigentlich vom Trieb unterscheidet.
Das Gesicht – Fran Lebowitz mit Gilles Deleuze und Félix Guattari 15.01.2026 42:45
In dieser Episode drehe ich zwei Runden auf dem siebten Plateau über die Erschaffung des Gesichts von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Ausgehend von Fran Lebowitz‘ Feststellung, dass es nur drei Looks gibt – young, old, or surgical – frage ich, ob das in Zeiten des „undetectable“ Facelifts noch gilt. Dabei versuche ich, die Doppelfigur des Gesichts als Ort der Einschreibung und affektiver Auflad...
Die Tür (und andere Raumprobleme) 22.10.2025 44:09
Das Atelier, das Schreibzimmer oder die Klausur sind nicht einfach architektonische Tatsachen, sondern mythenumwobene Sehnsuchtsorte. In dieser Episode frage ich mich, ob geistige und künstlerische Produktion tatsächlich den Rückzug in die Abgeschiedenheit voraussetzen, und ob das überhaupt möglich ist. Mithilfe von Virginia Woolf, Gaston Bachelard und Peter Sloterdijk versuche ich mich an einer k...
Affirmationsmaschinen – Deleuze & Guattari vs ChatGPT 14.08.2025 43:32
Was sind das eigentlich für Gespräche, die wir mit »KI« führen? In dieser Episode stelle ich die Hypothese auf, dass dieser Diskurs strukturell über kein Nein verfügt, da Chatbots auf der Beziehungsebene nur Ja sagen können. Ich unterscheide die Affirmations-Maschinen von den Wunsch-Maschinen von Gilles Deleuze und Félix Guattari und bitte außerdem noch ein paar andere Ja-Sager auf die Bühne, um m...
Anfang ohne Ursprung 18.06.2025 42:40
Jeder Mensch schlägt einen neuen Faden ins Gewebe – Hannah Arendt bedient sich dieser Metapher, um das Bezugssystem menschlicher Angelegenheiten als ein weltoffenes zu denken. In dieser Episode vergleiche ich Arendts Gewebe mit dem Rhizom von Gilles Deleuze und Félix Guattari, um für eine Unterscheidung von Anfang und Ursprung zu plädieren. Es wird sich zeigen, dass für diese Unterscheidung die lo...
Stoikerinnen 07.03.2025 44:18
Seit einigen Jahren erfährt der Stoizismus in anti-feministischen Kreisen eine auffällige Renaissance, die im gleichen Zug einen beinahe totgeglaubten misogynen Binarismus wiederbelebt. In dieser Episode schaue ich mir dieses Phänomen etwas genauer an, was mich über Kalifornien ins alte Griechenland und bis nach Brüssel führt. Schließlich schlage ich mit Gilles Deleuze eine alternative Lesart der...
Die Falte 22.01.2025 40:01
Im Jahr 1985 unterbricht Gilles Deleuze anlässlich des Todes von Michel Foucault seine Überlegungen zu »Was ist Philosophie?« um ein Portrait über das Denken seines Freundes zu schreiben. Nach der Veröffentlichung kehrt er allerdings nicht gleich zu seinem ursprünglichen Projekt zurück, sondern schreibt zunächst »Die Falte«, sein Buch über Leibniz und den Barock. Warum? In dieser Episode stelle ic...
Kosmos 06.10.2024 45:25
Der Ausgangspunkt für diese Episode ist eine denkwürdige Nacht unter dem Sternenhimmel, die eine ganze Reihe von Fragen heraufbeschwört: Was sehen wir, wenn wir meinen, am Himmel dasselbe zu sehen? Können wir noch von einer gemeinsamen Welt ausgehen, nachdem die Transzendentalphilosophie den Kosmos als gefügte Ordnung gesprengt hat? Und falls nicht, welcher Weltbegriff garantiert im post-metaphysi...
Was heißt hier Denken? 11.07.2024 47:05
In dieser Episode gehe ich dem Unbehagen nach, das sich bei mir einstellt, wenn meine Mitmenschen von meditativen Zuständen schwärmen. Ist ein entleerter Geist nicht der Tod des Denkens? Und was heißt hier eigentlich Denken? Durch die Auseinandersetzung mit Martin Heideggers Aufsätzen “Was heißt Denken?” und “Gelassenheit” beginne ich, einen neuen Begriff zu entwickeln: Das sesshafte Begehren. All...
Lug und Trug 05.06.2024 42:56
Warum lügen wir? Die utilitaristische Ethik argumentiert, dass die Lüge ein Mittel zum Zweck ist und plädiert für Radical Honesty, um das Zusammenleben besser zu gestalten. In dieser Episode argumentiere ich, dass diese Lesart das komplexe und lustbesetzte Spiel mit dem Schein verkennt und versuche mich an einer psychoanalytischen Alternative. Mit Gilles Deleuzes Kritik des Platonismus und anhand...
Der entwendete Brief – Jacques Lacan vs. Jacques Derrida 14.04.2024 45:28
Erreicht ein Brief immer seinen Bestimmungsort? Jacques Lacan und Jacques Derrida sind hier unterschiedlicher Meinung. In dieser Episode nehme ich ein unheimliches Ereignis zum Anlass, diesen berühmten Disput um die Auslegung einer Geschichte von Edgar Allen Poe nachzuzeichnen, um zu untersuchen, welche Rolle die Adressierung des Anderen in der Produktion spielt.
Angst und Schrecken 26.02.2024 41:27
„Ich philosophiere nur im Schrecken” schreibt Jacques Derrida „aber im eingestandenen Schrecken, wahnsinnig zu sein.” In dieser Folge untersuche ich Angst und Schrecken auf ihr Erkenntnispotential. Wenn Angst kein Objekt hat, wie Sigmund Freud uns lehrt, was offenbart sich dann in der Gewissheit der Angsterfahrung? Und wie verhält sich die Angst zum Schrecken? Ich beginne mit Angst als Methode in...
Eros und Thanatos des Gesprächs 25.01.2024 42:25
In dieser Folge forsche ich nach Thanatos. Wenn es einen Eros des Gesprächs gibt, muss es dann nicht auch einen Todestrieb des Gesprächs geben? Ich blicke mit Sigmund Freud ins Jenseits des Lustprinzips, und entdecke dort eine gegenstrebige Triebdynamik, die sich als sehr fruchtbar erweist, um kulturelle Produktion zu denken. Ich erkläre Freuds "Zauderrhythmus" zur Methode, suche nach Beispielen b...
Wer spricht? Das Ereignis als Anrufung 06.12.2023 45:30
Immer wieder berichten KünstlerInnen davon, dass die Dinge zu ihnen sprechen – doch wer oder was spricht hier eigentlich? In dieser Folge nehme ich ein ästhetisches Ekelerlebnis zum Anlass, mir die Ereignistheorie von Badiou nochmals genauer anzuschauen, um am Beispiel des Phänomens künstlerischer Schaffenskrisen - wenn die Dinge stumm werden - zu argumentieren, dass Badiou in seiner Theorie einen...
Zufall und Einfall 10.09.2023 52:17
Welches Bild macht sich die Philosophie vom Denken? Was setzt sie dabei implizit voraus? Ist Erkenntnis möglich, wenn in einer Art Zirkelschluss immer wieder die eigenen Annahmen zutage gefördert werden? Für Gilles Deleuze beginnt Denken im Außen, denn allein die zufällige Begegnung trifft uns mit der Wucht einer Notwendigkeit, die zum Denken zwingt. In dieser Folge vergleiche ich diese Figur eine...
Die/der Andere 12.08.2023 45:46
Was ist die/der Andere? Für Gilles Deleuze: weder Subjekt noch Objekt, sondern Ausdruck einer möglichen Welt. Doch was heißt das? In dieser Episode lese ich mit Deleuze das Buch ‘Freitag oder im Schoß des Pazifik’ von Michel Tournier, folge Simone de Beauvoir in die Berge und Roni Horn nach Island, blicke Jan Bas Ader in sein schmerzverzerrtes Gesicht und frage mich, warum ein bestimmter Satz mir...
Eupalinos oder das Phantasma als Ereignis (Teil II ) 07.06.2023 46:08
Schreibe ich den Text oder schreibt der Text mich? In dieser Folge kombiniere ich meine Lesart des Eupalinos als kollektives Phantasma mit Roland Barthes' Phantasma, einen Roman zu schreiben. Eignen sich das Phantasma und der Ereignisbegriff von Gilles Deleuze dazu, Schaffensprozesse zu beschreiben? Es geht um paradoxe Dinge, zweiseitigen Diebstahl, unterstelltes Wissen, Zufallsbegegnungen, Wahrhe...
Eupalinos oder das Phantasma als Ereignis (Teil I) 29.05.2023 41:45
In Paul Valérys legendärem Text 'Eupalinos oder der Architekt' macht Sokrates am Strand einen folgenschweren Fund. Das Meer spielt ihm das 'zweideutigste Ding' in die Hände, das ihn vor die Entscheidung stellt, entweder Künstler oder Philosoph zu werden. In dieser Episode unterziehe ich Valérys Text mit Hilfe von Gilles Deleuze und Hans Blumenberg einer Re-Lektüre. Der Fund, so die These, initiier...
Freundschaft und Komplizenschaft 12.04.2023 50:30
In dieser Episode spreche ich über Sympathie, Antipathie und Idiosynkrasie. Mit Silvia Bovenschen, Julia Kristeva und Roland Barthes versuche ich nachzuvollziehen, was in uns vor sich geht, wenn wir uns von Kleinigkeiten abgestoßen fühlen. Es geht um Momente der Unlust als affektive Gewissheiten und darum, ob man sich dafür verachtet oder darüber verbündet.
Augenblicke der Wahrheit — Barthes & Proust vs. Sloterdijk & Badiou 13.03.2023 46:19
Muss ich mein Leben ändern? In dieser Folge geht es um Schaffenskrisen und Erweckungserlebnisse. Was lässt sich anhand solcher "Augenblicke der Wahrheit" über das Verhältnis von Lust, Begehren und Produktion sagen? Ich beginne mit Peter Sloterdijks absolutem Imperativ und frage mich, wie Roland Barthes wohl darauf reagiert hätte. Vielleicht mit einem Haiku?
Deleuze / Guattari / Badiou — ein Eifersuchtsdrama ( 2. Akt ) 04.02.2023 43:07
Im zweiten Akt meines Eifersuchtsdramas unterstelle ich Alain Badiou eine zwangsneurotische Lustfeindlichkeit, die seine gesamte Philosophie als Versuch erscheinen lässt, das schöpferische Spiel mit dem Partikularen durch das Singuläre des Ereignisses zu ersetzen. Wie verhalten sich Liebe, Wahrheit, Schöpfung und Lust zueinander? Und wie konstruiert man eine Zufall-in-Schicksal-Transformationsmasc...
Deleuze / Guattari / Badiou — ein Eifersuchtsdrama ( 1.Akt ) 29.12.2022 46:39
In dieser Folge unterstelle ich Alain Badiou das Motiv der Eifersucht, um mir durch seine Augen die besondere Denkbeziehung zwischen Gilles Deleuze und Félix Guattari etwas genauer anzusehen und daran meine Konzeption des unendlichen, idiorrhythmischen Gesprächs als eklektische Kollaboration zu skizzieren.
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