Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Die Deplacierten (1924) 14.02.2024

"Uns haben sie, glaub ich, falsch geboren. Von wegen Ort und wegen Zeit..." (Weltbühne 12.6.1924).

Kurt Tucholsky: Immer raus mit der Mutter ...! (1924) 07.02.2024

Eine Empfehlung an die "verdumpften" Deutschen, sich mal auf dem Pariser "Buhlewar" durchlüften zu lassen. Der abschließende Wunsch für "Herrn Hitler" wurde leider 16 Jahre später Wirklichkeit... (Weltbühne, 5.6.1924)

Kurt Tucholsky: Wie uns aus... (1924) 31.01.2024

Wrobel mutmaßt vermittels "Fake-News", wie wohl die Deutschnationalen seinen Umzug nach Paris betrachten (Weltbühne, 29.5.1924).

Kurt Tucholsky: Park Monceau (1924) 24.01.2024

Erste Veröffentlichung Tucholskys aus seiner Pariser Zeit: Ein kleines Pastell über das Ausruhen im Park (Weltbühne, 15.5.1924).

Kurt Tucholsky: König contra Reimann (1924) 17.01.2024

Über das lächerliche Aufbegehren des abgedankten sächsischen Königs gegen ein 1923 erschienenes Werk des Humoristen Hans Reimann: "Dr Geenig in Memoriam Friedrich August von Sachsen" (Weltbühne 3.4.1924).

Kurt Tucholsky: Warum ich nicht mehr... (1924) 10.01.2024

Tucholsky bedient sich ironisch eines Morgenstern-Gedichts, um seine lange Schreib-Pause zu erklären. Einen Tag nach Veröffentlichung des Textes in der "Weltbühne" vom 14.2.1924 unterzeichnet er bei Siegfried Jacobsohn einen neuen Mitarbeitervertrag.

Kurt Tucholsky: Kleine Reise 1923 (1924) 03.01.2024

Peter Panter hatte sich 1923 in der "Weltbühne" rar gemacht. Zum Neujahr 1924 meldet er sich als "Graf Koks" mit einem launig-galligen Reisebericht aus der Provinz zurück. Sein Fazit bleibt jedoch, dass man darüber nur schweigen kann: "In einem schlecht geheizten Warteraum voll bösartiger Irrer liest man keine lyrischen Gedichte vor." (Weltbühne, 3.1.1924)

Kurt Tucholsky: Silvester (1918) 27.12.2023

Weltkriegs-Bilanz in der Silvesternacht bei Rotwein und Pfeifenknaster: "Wofür die Plackerei? Für nichts." (Weltbühne, 26.12.1918)

Kurt Tucholsky: Weihnachten (1918) 20.12.2023

Ein Weihnachtstraum nach Kriegsende: dass sich die "lammsgeduldigen" Deutschen von allen Kriegstreibern lossagen (Weltbühne, 19.12.1918)

Kurt Tucholsky: Groß-Stadt-Weihnachten (1913) 13.12.2023

Bürgerliche Weihe-Nacht im Großstadt-Getriebe: "Mein Gott, sie mimen eben Weihnachtsfrieden..." (Die Schaubühne, 25.12.1913).

Kurt Tucholsky: The Kid (1923) 06.12.2023

"Du hast zwei linke Füße und das Herz auf dem rechten Fleck." Große Eloge auf den "feinsten Kopf unter den lebenden Filmschauspielern"" und dessen "Filmwunder", den in Deutschland erst im November 1923 uraufgeführten Stummfilm "The Kid" von 1921 (Weltbühne, 6.12.1923).

Kurt Tucholsky: Helm ab-! (1918) 29.11.2023

Messerscharfes Bild, drei Wochen nach Ende des Weltkrieges: Erst wenn die Pickelhaube im "dunkeln Grabesloch" vermodert ist, kann etwas Neues entstehen (Weltbühne, 28.11.1918).

Kurt Tucholsky: Märchen (1907) 22.11.2023

Eine der ersten Veröffentlichungen des erst 17-jährigen Abiturienten Tucholsky in der satirischen Wochenzeitung "Ulk" am 22.11.1907: Ein ironisches kleines Märchen auf des Kaisers Kunstgeschmack.

Kurt Tucholsky: Der alte Pojaz spricht (1916) 15.11.2023

Der alte Clown schaut auf die Purzelbäume der Politik und bemerkt einen wichtigen Unterschied: "Ich war ein Clown, doch war ich niemals Narr..." (Die Schaubühne, 24.10.1916)

Kurt Tucholsky: Kolonne (1918) 08.11.2023

Politische Reflektion im Treck der letzten Weltkriegs-Tage - rückt die Kolonne danach politisch wieder "Rechts ran"? (Berliner Tageblatt 14.10.1918)

Kurt Tucholsky: Kümmernis (1918) 01.11.2023

Theobald Tiger bekümmert, einen Monat vor Kriegsende: "Mein faltiger Bauch, wie baumelst du trübe und leer! Die Sahne... die Sahne ist weg!" (Weltbühne, 17.10.1918).

Kurt Tucholsky: Tragödie der Liebe (1923) 25.10.2023

Peter Panter begeistert sich über Joe Mays Stummfilm-Epos "Tragödie der Liebe", gedreht in einem Berlin-Weißenseer Hinterhof. Insbesondere die saftige Verbrecherdarstellung von Emil Jannings hat es ihm angetan (Weltbühne, 18.10.1923).

Kurt Tucholsky: Deutsches Lied (1923) 18.10.2023

"Kaserne ! Kaserne ! Sonne, Mond und Sterne !" (Weltbühne, 18.10.1923)

Kurt Tucholsky: Die Musik kommt (1913) 11.10.2023

Herbsteszeit: Die Musikschüler tremolieren und "schlagen mit ihren Pranken auf den Flügel ein..." (Die Schaubühne, 9.10.1913).

Kurt Tucholsky: Memento (1916) 04.10.2023

Soldaten-Tugend gegen Jugend-Ideale: den im Feld Stehenden versinkt im Krieg eine ganze Welt (Die Schaubühne, 3.10.1916).

Kurt Tucholsky: Der Kontrollierte (1913) 27.09.2023

Der deutsche Untertanengeist in einer berliner Straßenbahn: bei der Fahrkartenkontrolle (Vorwärts, 18.9.1913).

Kurt Tucholsky: Parkett (1913) 20.09.2023

Dem Rezensenten fällt die Wahl zwischen theatraler Weltanschauung und dem handfesten Ottilchen, das neben ihm im Theater-Parkett sitzt, nicht allzu schwer... (Die Schaubühne, 4.9.1913)

Kurt Tucholsky: "Manoli linksrum-!" (1923) 13.09.2023

Groteske über einen kleinen "Betriebsunfall" der Werbebanner auf dem Potsdamer Platz in Berlin ("8-Uhr-Abendblatt", September 1923). Der Spruch "Manoli linksrum", berlinerisch übersetzt in "nicht mehr alle Latten am Zaun haben", soll auf die Zigarettenreklame der Firma Manoli zurückgehen, die rechtsrum drehte...

Kurt Tucholsky: An einen Bonzen (1923) 06.09.2023

Über einen verbürgerlichten Arbeiterführer: "Du zuckst die Achseln beim Hennessy / und vertrittst die deutsche Sozialdemokratie ..." (Weltbühne, 6.9.1923).

Kurt Tucholsky: Der alte Fontane (1918) 30.08.2023

Der gute alte Fontane und seine Mark - was würde er, 30 Jahre später, wohl zum Berlin der Schieber sagen? (Berliner Tageblatt, 1.9.1918).

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