Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Unser Militär! (1919) 01.05.2019

Kriegsende? Auch in der Rebublik hört Tucho noch: unselige Militär-Musik. Veröffentlicht in der "Weltbühne", 20.2.1919.

Kurt Tucholsky: Sehnsucht nach der Sehnsucht (1919) 24.04.2019

"Der Mai ist da - der Vogel Pirol pfeift..." Frühlings-Gefühle von Kaspar Hauser aus der "Weltbühne" vom 8.5.1919.

Kurt Tucholsky: Osterspaziergang (1919) 17.04.2019

Eine Faust-Paraphrase als Zeitbild; Tucholsky gab sich nicht als Autor zu erkennen, sondern unterzeichnete in der "Berliner Volkszeitung" vom 20.4.1919 mit: "von einem Berliner".

Kurt Tucholsky: Das Königswort (1919) 10.04.2019

Kaspar Hauser kommentiert in der "Weltbühne" vom 24.4.1919 des letzten Sachsenkönigs angebliche Abdankungsworte.

Kurt Tucholsky: Was wäre wenn...? (1919) 03.04.2019

Wenn der Kronprinz Kaiser wird - eine ganz andere Friedens-Vision aus der Berliner Volkszeitung, 23.4.1919.

Kurt Tucholsky: Der Mann mit den Spritzen (1919) 27.03.2019

Peter Panter berichtet in dieser Prosa-Satire (Berliner Tageblatt, 2.4.1919) von seinem Besuch im "Spritzenhaus" bei seinem Freund Klosinski, der kein Gefühl dem Zufall überlässt.

Kurt Tucholsky: Das Elternhaus (1919) 20.03.2019

Ein lehrreicher Besuch im Zoo der Erziehungsstile. Erstveröffentlichung im Berliner Tageblatt am 15.3.1919.

Kurt Tucholsky: Das Lied vom Kompromiss (1919) 13.03.2019

"Einerseits - und andrerseits -" Tucho besingt hier als Kaspar Hauser die Liebe der Deutschen zum Kompromiss (in der "Weltbühne" vom 13.3.1919).

Kurt Tucholsky: Schäferliedchen (1919) 06.03.2019

Ein spöttisches Trauerlied um die "große Zeit" und den Kaiser, der leider nicht mehr zu Haus ist. ("Weltbühne", 20.2.1919).

Kurt Tucholsky: Spaziergänge eines Berliners (1919) 27.02.2019

"Aujuste tanzt"... Wenn sich die befrackten Schieber durch den Ballsaal schlängeln - eine Milieustudie aus der Berliner Volkszeitung vom 12.3.1919.

Kurt Tucholsky: Olle Kamellen (1919) 20.02.2019

"Eingedrillter Kadaverrespekt" und Tritte nach unten - für Tucholsky auch ein Jahr nach dem Weltkrieg keine "ollen Kamellen" ("Weltbühne", 6.2.1919).

Kurt Tucholsky: Die Wanzen (1919) 13.02.2019

Fünf Wanzen gründen eine Zeitung... unterzeichnet mit Peter Panter in der "Weltbühne" am 3.4.1919.

Kurt Tucholsky: Gute Nacht! (1919) 06.02.2019

Von 1918 bis 1920 war Kurt Tucholsky Chefredakteur der Satirezeitschrift "Ulk". Am 31.1.1919 veröffentlichte er darin dies ganz besondere "Nachtgedicht".

Kurt Tucholsky: Zwischen den Schlachten (1919) 30.01.2019

"Leidige Politika" - Tucho wendet sich als Kaspar Hauser in der "Weltbühne" vom 30.1.1919 lieber der "Venus Amathusia" zu...

Kurt Tucholsky: Was darf die Satire? (1919) 23.01.2019

"Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt ganz Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel." Messerscharf definiert der satirische Moralist Tucholsky hier, was dennoch erlaubt sein muss. Unter dem Pseudodym Ignaz Wrobel im Berliner Tageblatt vom 27.1.1919 von ihm erstmals veröffentlicht.

Kurt Tucholsky: Zwei Erschlagene (1919) 16.01.2019

Am 15. Januar 1919 werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Reichswehr-Soldaten erschossen. Tucholsky teilt die politische Grundeinstellung der "Spartakiden" nicht, verneigt sich aber als Kaspar Hauser in der "Weltbühne" am 23.1.1919 dennoch vor ihnen.

Kurt Tucholsky: Berliner Kämpfe (1919) 09.01.2019

Revolution? Restauration? Spartakus? Ruhe als erste Bürgerpflicht? Tucholskys Parole in der unklaren politischen Lage zum Jahresbeginn 1919 (veröffentlicht unter dem Pseudonym Kaspar Hauser in der "Weltbühne" vom 16. Januar): "Nur der Geist kann die Streitaxt begraben!"

Kurt Tucholsky: Achtundvierzig (1919) 02.01.2019

In der "Weltbühne" vom 2.1.1919 erinnert Tucholsky an den von Opfern gesäumten Weg zu einer parlamentarischen Demokratie seit 1848 und mahnt, sich in den Barrikadenkämpfen nicht "selbst zu zerfleischen". Denn: "Der Feind steht rechts!"

Kurt Tucholsky: An das Publikum (1931) 27.12.2018

Statt eines Vorwortes... Ein hellsichtiger und hochaktueller Text von 1931, von Tucholsky veröffentlicht unter dem Autorennamen Theobald Tiger.

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