Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Abschied von der Junggesellenzeit (1920) 15.04.2020

"Geliebtendämmerung" - Theobald Tiger nimmt sich "eine Legitime" (Weltbühne, 6.5.1920).

Kurt Tucholsky: Preissturz? (1920) 08.04.2020

Kleine politische Spekulation zur "Lenzsaison": Die Wilhelmstraße (das Berliner Regierungsviertel) steht nicht hoch im Kurs, während die Strichmädchen stablie Rendite garantieren... (Weltbühne, 29.4.1920).

Kurt Tucholsky: Sonntag - Nachmittag (1920) 01.04.2020

Peter Panter hört sonntags ein Lied auf die "gute alte Zeit", auf einem Piston geblasen (Weltbühne, 22.4.1920).

Kurt Tucholsky: Worte und Taten (1920) 25.03.2020

"Eine Sage ist keine Tue..." (Weltbühne, 22.4.1920)

Kurt Tucholsky: An den deutschen Mond (1920) 18.03.2020

Der gute Mond geht so stille, bis einer mit der Faust auf den Tisch schlägt... (Berliner Volkszeitung, 18.4.1920)

Kurt Tucholsky: Die Dame mit'n Avec (1920) 11.03.2020

Eine Berliner Kokotte mit dem gewissen Etwas - der Dialekt macht's... Erstveröffentlichung im "Ulk", 12.3.1920. Als Chanson von Käthe Erlholz erstmals 1921 in Rudolf Nelsons Kabarett "Chat Noir" vorgetragen.

Kurt Tucholsky: Wilhelm von Abfundien (1920) 04.03.2020

Der abgesetzte Kaiser Wilhelm klagt auf Eigentumsrechte und erhält reiche Abfindungen - Kaspar Hauser karikiert die deutsche Untertanenmentalität. (Weltbühne, 11.3.1920).

Kurt Tucholsky: Dantons Tod (1920) 26.02.2020

Das Volk wogt revolutionär - aber nur in Max Reinhardts Masseninszenierung von Romain Rollands "Danton" am 14.2.1920 im Großen Schauspielhaus (Weltbühne, 4.3.1920).

Kurt Tucholsky: Rechts und links (1920) 19.02.2020

Die Republik im Ausverkauf zwischen rechten Demagogen und linken Schiebern - "und dazwischen Zwischenräume" (erstmals im "Ulk", 27.2.1920).

Kurt Tucholsky: Das leere Schloß (1920) 12.02.2020

Eine scharfe Abrechnung mit der jungen Republik: "Diese Regierung regiert nur, weil die Leute zu müde sind, sie davonzujagen..." (Weltbühne, 19.2.1920, gekürzte Fassung).

Kurt Tucholsky: Presseball (1920) 05.02.2020

Peter Panter beschreibt den ersten Berliner Presseball nach dem Weltkrieg: Die Fräcke der Regierenden passen noch nicht so richtig... (Weltbühne 12.2.1920).

Kurt Tucholsky: Wider die Liebe (1920) 29.01.2020

Kaspar Hauser rät der braven Hausfrau, ihre Phantasie zu zügeln: "Es sind doch stets die selben Sachen..." ("Weltbühne", 12.2.1920).

Kurt Tucholsky: Frage- und Antwortspiel (1920) 22.01.2020

Solide Berliner Antworten auf rechtsnationales Gesäusel ("Weltbühne", 22.1.1920). W.T.B. (= Wolffs Telegraphisches Bureau) war seit 1849 ein kaisertreuer deutscher Depeschendienst; Georg Friedrich Nicolai ein pazifistischer Professor an der Berliner Charité, gegen dessen 1920 wieder aufgenommene Lehrtätigkeit konservative Studenten erfolgreich einschritten.

Kurt Tucholsky: Der Preußenhimmel (1920) 15.01.2020

Bitterböse Himmels-Satire: Petrus weist im Feldwebelton gemeuchelte Arbeiter ab. Der liebe Gott heißt gute Preußen willkommen... Der geschichtliche Hintergrund: Marburger korporierte Studenten hatten im März 1920 fünfzehn Arbeiter auf offener Straße erschossen. Anton Graf von Arco auf Valley wurde 1920 im Prozess um den Mord am linken bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner 1919 begnadigt (ers...

Kurt Tucholsky: Absage (1920) 08.01.2020

Theobald Tigers Reaktion auf eine blutige Demonstration vor dem Berliner Reichstag im Januar 1920: "Ein Straßensturm auf ein Parlament / ist kein Argument." (erschienen im "Ulk", 23.1.1920).

Kurt Tucholsky: Guten Morgen - ! (1920) 01.01.2020

Theobald Tigers persönliche Bilanz am Neujahrsmorgen (im Berliner Tageblatt vom 1.1.1920): "Bleibt, in der Mitte schließlich -: nur die Frau."

Kurt Tucholsky: Silvester (1919) 25.12.2019

"Ich, der Kalendermacher, blick nachdenklich zurück..." (Weltbühne, 25.12.1919).

Kurt Tucholsky: Weihnachten (1919) 18.12.2019

Ein Wunschzettel von 1919, u.a. für Gustav Noske (abgedankter Reichswehrminister), Otto Marloh (an Erschießungen bei den Märzunruhen beteiligt), Oberst Reinhard (schlug mit seinem Freikorps den Spartakusaufstand nieder), Maria Orska (Theater- und Stummfilmschauspielerin). Erschienen am 28.12.1919 im "Ulk".

Kurt Tucholsky: Gesichter (1919) 11.12.2019

"Sind die Köpfe besser geworden? Sehen Sie sich die Gesichter an!" (Weltbühne, 25.12.1919)

Kurt Tucholsky: Gefühle nach dem Kalender (1919) 04.12.2019

Weihnachtliche Gefühle - nur weil das Kalenderblatt es anzeigt? Peter Panter vermutet "tiefere Quellen" hinter dem Festtags-Rummel (Berliner Tageblatt, 24.12.1919).

Kurt Tucholsky: Einkäufe (1919) 27.11.2019

Theobald Tiger sinniert vorweihnachtlich, was er dem "kleinen Michel" zum Fest schenken soll ("Ulk", 21.12.1919).

Kurt Tucholsky: Die Flecke (1919) 20.11.2019

"Nie wieder Krieg!" (Berliner Volkszeitung, 21.12.1919)

Kurt Tucholsky: Wenn die Flocken fallen... (1919) 13.11.2019

Der Flockenfall bringt Theobald Tiger ins Grübeln: über "Matthias" (Erzberger, Reichsminister für Finanzen), "Gustav" (Noske, Reichswehrminister) und Eveline... (veröffentlichung im "Ulk", 12.12.1919).

Kurt Tucholsky: Der Mantel (1919) 06.11.2019

"Vierzehn Millionen Mäntel und kein Kopf..." - ein ausrangierter Soldatenmantel macht Tucho nachdenklich (Berliner Volkszeitung, 14.12.1919).

Kurt Tucholsky: Die Morgenpost (1919) 30.10.2019

Will er sich auch zunächst brummelnd dem "Häuflein Briefe" entziehen - am Ende muss Kaspar Hauser angesichts der zugesandten Pamphlete doch erkennen: "Der Feind steht rechts!" (Weltbühne, 27.11.1919).

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