Frank Dittmer

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Arts DE ↓ 394 episodes

"Schnipsel" nannte Kurt Tucholsky (1890-1935) seine späten Aphorismen. Sein journalistisches, feuilletonistisches und lyrisches Gesamtwerk ist aber weit mehr als das: Ein hochintelligent-pointierter Kosmos seiner Zeit. Der Sprach- und Sprechkünstler Frank Dittmer trägt in diesem Podcast seit 2019 wöchentlich einen neuen Text von Tucholsky vor: über Politik und Liebe, Kunst und Literatur, die Tragik und die Komik des Lebens. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind vor hundert Jahren veröffentlicht worden - also zu Beginn der "Goldenen Zwanziger", von Tucho skeptisch-wohlwollend beäugt und schon...

Author

Frank Dittmer

Category

Arts

Podcast website

www.frank-dittmer.de

Latest episode

Jul 8, 2026

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Episodes

Kurt Tucholsky: Awrumele Schabbesdeckel und Prinz Eitel-Friedrich von Hohenzollern (1921) 31.03.2021

"Die Hohenzollern sind immer gute Geschäftemacher gewesen..." Ein parteiisches Gerichtsverfahren gegen einen Preußenprinzen - würde wohl ein jüdischer Händler einen für ihn genauso günstigen Prozessverlauf erleben? (Die Welt am Montag, 23.5.1921)

Kurt Tucholsky: An ihr (1921) 24.03.2021

Für alle schwärmt die kleine Ernestine - nur für "Tigern" nicht... (aus: Die Balldame, Erinnerungsblätter an den Presseball 1921, ohne Erscheinungsdatum)

Kurt Tucholsky: Verhinderung der Reisen (1921) 17.03.2021

Empörung über die bürokratische Einschränkung der Reisefreiheit in Deutschland: "Wenn bei uns Einer Holz hackt, dann stehen zehn Mann herum und schreiben es auf." (Weltbühne, 17.3.1921).

Kurt Tucholsky: Rotters erste Reihe (1921) 10.03.2021

Ein unbarmherziger Blick in die Gesichter jener Emporkömmlinge, die im Unterhaltungstheater der Gebrüder Rotter in den 20ern die erste Zuschauer-Reihe bevölkern (Weltbühne, 24.2.1921).

Kurt Tucholsky: Das Firmenschild (1921) 03.03.2021

"König und Vaterland" als Firmenschild der konservativen "Kreuzzeitung" - die letzten drei Worte im Gedicht sind nur als Gedankenstriche ausgeführt - vorgeblich zensiert vom preußischen Sittenwächter Karl Brunner (Weltbühne, 3.3.1921).

Kurt Tucholsky: Die Objektiven (1921) 24.02.2021

Die Richter der Weimarer Republik als rechtsnationale Stammtischrunde. Das letzte Wort, von Tucholsky durch einen langen ______ symbolisiert, wird in dieser Fassung doch ausgesprochen... (Weltbühne, 24.2.1921).

Kurt Tucholsky: Valeska Gert (1921) 17.02.2021

Peter Panter über einen Auftritt der exzentrischen Ausdruckstänzerin Valeska Gert: "Eine dolle Nummer, eine hervorragende Tänzerin, eine außerordentliche Frau" ( Weltbühne, 17.2.1921).

Kurt Tucholsky: Hepp Hepp Hurra ! (1921) 10.02.2021

Bitter-ironische Gesinnungs-Analyse deutschnationaler Parolen zum Wahlkampf 1921(!): "Schlagt die Juden tot!", "Kauft nicht bei Juden!"... (Welt am Montag, 14.2.1921).

Kurt Tucholsky: Palais de Danse (1921) 03.02.2021

"Und der Takt zuckt..." Peter Panter schildert den allabendlichen berliner "Tanz auf dem Vulkan" in den vergnügungssüchtigen 1920ern (Weltbühne, 27.1.1921).

Kurt Tucholsky: Reisende, meidet Bayern! (1921) 27.01.2021

Der ultrarechte bayerische Ministerpräsident Gustav von Kahr verfügt 1921 in der separatistischen "Ordnungs-Zelle" der Republik massive Schikanen gegen Fremde und Zugereiste - Ignaz Wrobel ruft deswegen zum Reise-Boykott auf (Weltbühne, 27.1.1921).

Kurt Tucholsky: Im Wintergarten (1921) 20.01.2021

Stimmungsbild einer nur mäßig gelungenen Varietévorstellung im legendären Berliner "Wintergarten": das Charell-Ballett, sprechende Hunde und Vögel sowie ein "nationaler Varietékomiker" aus Bayern (Weltbühne, 20.1.1921).

Kurt Tucholsky: Schicksalslied (1921) 13.01.2021

Kleine lyrische Allegorie von der belegten Droschke... (Weltbühne, 13.1.1921).

Kurt Tucholsky: Stammtisch (1921) 06.01.2021

"Die Edeln der Nation" - Preußische Borniertheit bei acht Flaschen Rotspon (Weltbühne, 6.1.1921).

Kurt Tucholsky: Silvester (1920) 30.12.2020

"Ach, ich armer Mann! Was fange ich Silvester an?" Weltbühne, 30.12.1920

Kurt Tucholsky: Die Tür (1920) 23.12.2020

Wenn in Deutschland der Beamte regiert - ein Erlebnis auf der Post (Berliner Volkszeitung 29.12.1920).

Kurt Tucholsky: Sorrent (1920) 16.12.2020

Ein idyllisches Loblied im italienischen Stil auf die "schimmernde Blüte der Panke" (Weltbühne, 16.12.1920).

Kurt Tucholsky: Marke: Essig (1920) 09.12.2020

Ein freches Gedicht über billigen Sekt und einen schalen Seeckt (Hans von Seeckt war 1920 Chef der Heeresleitung). Freiheit, 5.12.1920.

Kurt Tucholsky: Die verzauberte Prinzessin (1920) 02.12.2020

Ein Gigolo-Prinz der Zwanziger dringt mit Protektion und Schmiergeldern wie im Spaziergang bis zur Prinzessin vor. Während sie sich mehr für Modejournale begeistert, regelt der alte Drache das Geschäftliche... Eine köstlich funkelnde Parodie aus Peter Panters satirischer Märchensammlung "Träumereien an preußischen Kaminen" (1920).

Kurt Tucholsky: Der Hosenschnüffler (1920) 25.11.2020

Ein eifriger Ministerieller wittert Unzucht im Sudermann-Drama "Die Raschhoffs" - Theobald Tigers Spott ist ihm gewiss (Weltbühne, 25.11.1920).

Kurt Tucholsky: Literatur-Walzer (1920) 18.11.2020

Eine ironische Volte auf die Gegenwarts-Dichter 1920: Hanns Heinz Ewers, Walter Hasenclever, Kasimir Edschmid und Otto Ernst ... "Und's klingt doch, halten zu Gnaden, so voller Poesie - !" (Weltbühne, 18.11.1920)

Kurt Tucholsky: Das Gesicht der Stadt (1920) 11.11.2020

Berlin 1920: Ignaz Wrobel blickt ungeschminkt in das Gesicht einer Stadt der Schieber und Revolutionsgewinnler, des blanken Amüsierwillens und des scheußlichen Elends (Freiheit, 16.11.1920).

Kurt Tucholsky: Der kleine Geßler und der große Grosz (1920) 04.11.2020

George Grosz' Grafik-Mappe "Gott mit uns", eine Abrechnung mit dem Militarismus, wird auf Betreiben der Reichswehr als "Verunglimpfung" beschlagnahmt. Ignaz Wrobel bemängelt die traurige Rolle des Reichswehrministers Otto Geßler in dieser Affäre (Freiheit, 24.10.1920).

Kurt Tucholsky: Die Maulpatrioten (1920) 28.10.2020

Wenn "bornierte Hakenkreuzpatrioten lächerliches Gebrüll gegen andere Sprachen" anstimmen. Ignaz Wrobel kommentiert in der Berliner Volkszeitung vom 22.10.1920 ein Erlebnis in der Berliner S-Bahn.

Kurt Tucholsky: Führer? (1920) 21.10.2020

Wrobel äußert in der Berliner Volkszeitung vom 16.10.1920 "ein kräftiges Mißtrauen gegen diese Unzahl von Weltverbesserern."

Kurt Tucholsky: Hepp Hepp Hurra ! (1920) 14.10.2020

Als Magnus Hirschfeld, Arzt und Sexualwissenschaftler, 1920 in München von "feigen Lümmeln" auf offener Bühne krankenhausreif geschlagen wird, kommen Ignaz Wrobel Zweifel auf, ob Justitia blind und Bayern noch ein Teil des Reiches ist (Freiheit, 15.10.1920).

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