P. Markus Johannes Straubhaar
Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium
"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie. P. Markus Johannes ist seit dem 1.09.2025 Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach in der Diözese Bamberg. Eine aktuelle Predigt aus Heroldsbac...
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P. Markus Johannes Straubhaar
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Jun 14, 2026
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Episodes
Aufbrechen, suchen - und finden 16.04.2017 19:54
Es gibt eine tiefe Parallelität zwischen der Verkündigung des Engels an Maria, als Jesus Mensch wird, und der Verkündigung des Engels am Morgen der Auferstehung: beide Engel sagen den Frauen "Freue dich!" bzw. "Freuet euch!". Und beiden folgt die Ausgießung des Geistes. Alle, die ans Grab kamen, waren auf der Suche, allen voran Maria Magdalena, und es spiegelt sich in der folgenden Begegnung, wie...
Das Kreuz als Synthese der Freiheit, der Wahrheit und der Liebe 10.04.2017 12:29
Das Kreuz führt uns in die wahre Freiheit, in die Freiheit zu lieben, wo wir nicht geliebt werden, in die Freiheit zu verzeihen, wo uns Unrecht widerfahren ist und in die Freiheit, die zu umfangen, die uns nicht gut gesonnen sind oder uns nicht Gutes wollen. Christus am Kreuz verkörpert diese Freiheit. Das Kreuz zeigt so die Dimensionen der Liebe, zu der der Mensch fähig ist. Und es zeigt die Wahr...
Wenn die Steine nicht schweigen - Palmsonntag 2017 10.04.2017 9:59
Das Beben der Erde, als Jesus stirbt, ist die Sprache der Steine, die nicht schweigen, obwohl man die Jünger und Jesus selbst zum Schweigen gebracht hat. Das Beben und die Erschütterung erfasst alle, vom Moment des Mahles an, wo die Sprache auf den Verräter kommt bis hin zum Moment des Verrats, wo Jesus selbst im Kuss des Judas zutiefst erschüttert sein muss. Jesus erbebt in der Nacht der Angst un...
In der Dramatik zwischen Leben und Tod - Die Erweckung des Lazarus (5. Fastensonntag) 02.04.2017 20:16
Es ist ein Geschehen voller innerer Dramatik, das sich hier abspielt: Jesus steht kurz vor seinem eigenen Tod und entscheidet, nach Judäa, nach Bethanien zu Marta und Maria zu gehen, die ihn haben rufen lassen, und die Jünger stehen jetzt schon vor der Entscheidung, ob sie mit ihm gehen werden, dem Tod entgegen. Jesus steht dann vor dem Grab des toten Freundes, den er liebt, wie es wörtlich...
Wenn uns die Augen aufgehen... 26.03.2017 23:00
Es ist nicht nur der Blinde, der nicht sehen kann, es sind auch die Jünger, die unmittelbar vor dieser Heilung nicht begreifen, was Jesus tut und wer Jesus ist. Auch an einer anderen Stelle folgt dem Unverständnis der Apostel gleich die Heilung des blinden Bartimäus. So ist es mehr als eine Blindenheilung, die hier an dem Blindgeborenen geschieht. Auch der Geheilte weiß anfangs, als er von d...
Durst haben und selbst zur Quelle werden 19.03.2017 22:36
Das Gespräch am Brunnen, mit der Frau, die Wasser schöpfen möchte, ist beim Evangelisten Johannes das Spiegelbild der heilsgeschichtlichen Zuwendung Gottes zum Menschen überhaupt. Jesus geht in das "Außerhalb", nach Samarien hinein, sucht das Gespräch mit einer Frau, mit der sonst niemand spricht, und führt sie behutsam zu sich selbst, zur Offenlegung ihrer ganzen Lebensgeschichte und zu der Bitte...
Aufbruch ins Leben 12.03.2017 15:04
Das Licht des unvergänglichen Lebens Jesu leuchtet vom Berg der Verklärung aus in das Leben der Jünger hinein. Sie sehen dort etwas von dem, was ihnen sonst verborgen ist und wofür sie in diesem Moment keine menschlichen Worte finden. Sie fallen überwältigt von diesem strahlenden Licht zu Boden und sind wie tot. Bei der Verklärung Jesu auf dem Berg geht es nicht so sehr um die Verwandlung Ch...
Vom ICH zum DU - über das Fasten 01.03.2017 19:24
Das Fasten hat eine ganz eigene Kraft, die es neu zu entdecken gilt. Es ist nicht nur Verzicht, es ist vielmehr eine geistliche Kraft, wo Gottes Gnade in mir Raum bekommt, so dass ich mich auch dem anderen zuwenden und ihm Gutes tun kann. Es dient der Zurücknahme des eigenen Ich, so dass das Du des Nächsten im Almosen geben und das Du Gottes im Beten in den Vordergrund tritt. Fasten, Beten und Alm...
Sorglosigkeit, die in die Freiheit führt 26.02.2017 15:57
Das "Sorgt euch nicht..." mit dem Jesus in eine neue Haltung des Vertrauens einlädt, steht vielem entgegen, was unseren Alltag heute tagein tagaus prägt. Rückblick halten, evaluieren, Bilanz ziehen und vorausplanen, um erfolgreich zu sein, um voranzukommen, das ist das tägliche Brot so vieler in der Arbeitswelt. Dagegen klingt Jesu Aufforderung "Sorgt euch nicht, um das, was ihr essen sollt" wie e...
Was die Welt ins Lot bringt... 19.02.2017 17:01
Die schwierigen Aufgaben, vor die Jesus die Jünger in der Bergpredigt stellt, wenn er fordert "das letzte Hemd" zu geben, weiter als gefordert mitzugehen und zu riskieren, auch noch einen zweiten "Schlag ins Gesicht" zu erhalten, sind keine moralischen Forderungen nach dem Muster eines "Du sollst" und "Du musst". Sie wirken wie eine Zumutung und sind doch Ausdruck einer Bevollmächtigung, die in de...
Lockruf in die Dynamik der Liebe 12.02.2017 16:20
Die unerbittlich erscheinenden Worte der Bergpredigt sind Ausdruck einer unerbittlichen Liebe des Schöpfers zu seinem Geschöpf. ER hat das Wunderwerk Mensch geschaffen und zu wirklich Großem befähigt: Ihn und die Menschen mehr als alles zu lieben. Er will nicht zulassen, dass wir uns mit Halbherzigkeit und Halbheit zufrieden geben und in der Spaltung verharren, in die wir geraten sind. Die einzeln...
Was Gott uns zutraut - Licht und Salz sein 05.02.2017 13:58
In der Bergpredigt gebraucht Jesus wahrhaftig ein großes Wort, wenn er sagt: "Ihr seid das Licht der Welt!" und wenn er kurz darauf betont, dass ein Licht auf einem Berg nicht verborgen bleiben kann. Er ist dabei der göttliche Brandstifter, der etwas von Seiner Glut in unsere Herzen legt. Und wer sehnt sich nicht danach, dass ein Feuer in seinem Herzen brennt, das andere entflammen kann und etwas...
"Kehrt um!" heißt "Denkt um!" 29.01.2017 15:40
Auf dem Berg, dem Ort, wo Gott selbst sich mitteilt, lässt uns Jesus teilhaben an seinem eigenen Denken, an seinem Blick auf die Menschen. Dort können wir von ihm lernen, tiefer zu sehen und den Menschen so anzuschauen, wie er ihn sieht. Und er selbst steht da als der Mensch, den er in den Seligpreisungen vorstellt, er ist der Gebeugte, der sich verzehrt in Sehnsucht nach der Gerechtigkeit, er ist...
Licht und Hoffnungsträger sein 22.01.2017 15:58
Es wäre jeden Abend eine Frage wert, was wir den Tag über in die Welt hineingetragen haben: unseren Blick auf und unser Gerede über das Dunkle und Negative, über unsere Enttäuschungen und die schlechten Erfahrungen im Lauf unseres Lebens? Oder konnten wir etwas von dem verwirklichen, was Jesus meint, wenn er sagt: "Folgt mir nach!"? Wenn Er das Licht ist, dann sollen auch wir Licht sein...
Wer ist das Lamm, das die "Schuld der Welt" hinwegträgt"? 15.01.2017 17:13
Johannes der Täufer spricht dieses gewaltige Wort "Seht das Lamm", als er Jesus auf sich zukommen sieht und er scheint selbst überwältigt zu sein, über das, was er in diesem Moment erkennt. Es ist kein Wort, das er sich lange vorher zurechtgelegt oder zusammengereimt hat, denn er betont: "Auch ich kannte ihn nicht!", obwohl er doch mit ihm verwandt und mit ihm vertraut ist. Nun erst erkennt er ihn...
Unendliche Begegnung und tiefste Vereinigung 08.01.2017 12:55
Es gibt eine Besonderheit im Evangelium von Matthäus, wo der Evangelist den Vater nicht nur personal sprechen lässt, wenn die Stimme vom Himmel her sagt: "Du bist mein geliebter Sohn!", vielmehr proklamiert er hier feierlich: "Dieser ist mein geliebter Sohn!" und sagt es damit der ganzen Welt. Aus der Schar der Sünder heraus, die bei Johannes sind, um sich taufen zu lassen, schaut das Antlitz des...
Was hat Priorität in meinem Leben? 01.01.2017 13:46
"Was es auch nimmt, was es auch gibt, wir wissen eins, wir sind geliebt." (Emma Elisabeth Frey)
Licht des Himmels umkleidet dich... 27.12.2016 16:04
Die Worte des Engels an Maria sind die gleichen göttlichen Imperative, die auch über dieser Heiligen Nacht von Weihnachten stehen: "Freue dich!" und "Fürchte dich nicht!". Es sind die Worte, die auch die Hirten von den Engeln hören, und die in dieser Nacht Wirklichkeit werden. Sie werden in die Nacht hinausgerufen und sie laden die Hirten in die Freude des Himmels hinein ein: "Fürchtet euch nicht!...
Die Frage des Täufers ist unsere Frage (3. Advent) 10.12.2016 14:12
Der 3. Sonntag im Advent ist besonders hervorgehoben durch den mehrmaligen Aufruf zur Freude. "Freuet euch!", heißt es gleich am Eingang der Liturgie. Aber Freude kann man nicht befehlen und nicht machen, sie ist immer Geschenk. Umso seltsamer mutet es an, dass an diesem Tag der Freude die Rede von Johannes dem Täufer ist, der im dunkelsten Kerker sitzt, am Ende seines Lebens und die Frage a...
Er macht keinem etwas vor! 04.12.2016 16:12
Es sind ein wenig harte Worte, die wir uns gerne ersparen würden, und es ist eine wenig zimperliche Art und Weise, die uns hier zugemutet wird! Johannes der Täufer tritt hier auf wie ein guter Arzt, der die Wahrheit einer schweren Krankheit nicht verschweigt. Gleichzeitig wird seine Gerichtsrede zur Hoffnungsbotschaft, weil nicht nur das Böse in der Welt ausgesondert, sondern auch das Böse in uns...
"Seid wachsam!" - Erwartung - Ausschau halten, auch und mitten in der Bedrängnis 27.11.2016 15:41
Man könnte den Advent als die Jahresexerzitien der Christen bezeichnen. Exerzitien sind eine Einübungszeit, Einübung in die Schärfung der Sinne, die, trotz der Überflutung durch verfrühte Weihnachtsdüfte und Weihnachtsklänge, ausgerichtet sind, um Ausschau halten zu lernen, um in Erwartung zu sein, damit Er eintreten und ankommen kann, mitten in unserer alltäglichen Bedrängnis, inmitten von allem,...
Das Entscheidende erkennen... 22.11.2016 14:20
Was hat diesen Mann, der neben Jesus gekreuzigt war, bewogen, dieses Wort zu sagen: "Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst" oder anders übersetzt "wenn du in deiner Macht als König kommst". Es muss sich etwas Gewaltiges ereignet haben im Leben dieses Mannes, dem nichts mehr geblieben ist, der - genau wie Jesus selbst, die Hände und Arme ausgebreitet - gekreuzigt wurde und dem nichts me...
Ewiges Leben, das heute beginnt... 06.11.2016 13:42
Die Antwort Jesu an die Sadduzäer lässt aufleuchten, was für ihn Auferstehung bedeutet. Es ist die lebendige Beziehung zum lebendigen Gott, der „kein Gott der Toten“ ist, wie es das Evangelium betont, sondern ein Gott der Lebenden. Weil er jeden Menschen in die lebendige Beziehung zu sich ruft und Er selbst schon in die bleibende Beziehung zu uns getreten ist, so ist unsere Beziehung zu ihm...
Der Blick, der erwählt und ruft und alles verändert 30.10.2016 15:08
Im Lukasevangelium ist oft vom "hinauf" und "herab" die Rede - hier, in dieser kleinen Erzählung, ist es Zachäus, der auf einen Baum hinaufsteigt, weil er den Wunsch hat, Jesus einmal zu sehen, und es ist Jesus, der ihn von seinem Baum herunterruft. Zuvor aber hat Jesus zu ihm nach oben geschaut. Es ist eine Menschheitsparabel, die uns vor Augen führt, wie wir Gott begegnen, und in der...
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