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Episodes

„Clark tritt als eine Art Kulturtourist auf“ 09.12.2014

Der australische Historiker Christopher Clark erzählt im Fernsehen dem TV-Publikum eine "Deutschland-Saga" - so auch der Titel der gleichnamigen Sendung. Geht man davon aus, dass Saga das athochdeutsche Wort für Sage ist und somit die selbe Bedeutung hat, heißt es laut Wikipedia, dass eine Sage, "dem Märchen und der Legende ähnlich, eine zunächst auf mündlicher Überlieferung basierende, kurze Erzä...

"Gavrilo Princip sah sich als Freiheitskämpfer" 02.12.2014

Am 2. Dezember 1914 nahm die fünfte Armee Österreich-Ungarns die serbische Hauptstadt Belgrad ein. Die Nachricht erreichte auch Gavrilo Princip und Nedeljko Čabrinović, die Attentäter vom 28. Juni 1914, die seit ihrer Verurteilung noch in einem Militärzuchthaus in Sarajevo inhaftiert waren. Wie die Marburger Zeitung vom 7. Dezember 1914 berichtet, übte die Meldung vom Fall Belgrads "...eine nieder...

„Der Wiener Kongress war kein Fanal der Restauration“ 04.11.2014

Heute vor 200 Jahren ging der Wiener Kongress mit der förmlichen Aufnahme der Verhandlungen zwischen den großen Acht, zu denen England, Frankreich, Österreich, Preußen, Russland, Portugal, Schweden und Spanien zählten, erst richtig los. Da war er bereits fast zwei Monate alt und sollte noch bis in den Sommer des Folgejahres andauern. Eröffnet am 18. September 1814, verhandelten unter der Leitung d...

"Von Science-to-Science zu Science-to-Public" 31.10.2014

Die Frage nach dem Nutzen ihrer Forschung ist Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern nicht neu. Im Gegenteil: Der Druck, anwendungsbezogene bzw. ökonomisch verwertbare Ergebnisse zu liefern, wächst. In Österreich hat das Wissen- und Wirtschaftsministerium vier Wissenstransferzentren eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften...

Pest und Ebola - ein kulturgeschichtlicher Vergleich 28.10.2014

Beim Studium von mittelalterlichen Augenzeigenberichten über die Pest sind dem Mittelalter-Historiker Prof. Dr. Jan Keupp vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster Parallelen zur aktuellen Berichterstattung über die Ebola-Epidemie aufgefallen. Welche genau, das haben wir ihn in einem Telefonat gefragt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda...

„Der Erste Weltkrieg ist nicht Ausgangspunkt des Zweiten“ 16.09.2014

Hans-Ulrich Wehler hat sein Buch als "das wichtigste Buch zum Ersten Weltkrieg" bezeichnet. Auf mehr als 1.000 Seiten betrachtet der Freiburger Historiker Prof. Dr. Jörn Leonhard von der Albert-Ludwigs-Universität die Geschichte des Kriegs aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei konnte er auch auf seine Forschungen über die multiethnischen Großreiche Großbritannien, Habsburg, Russland und das Os...

Verdun 1916: "Ausbluten" oder "Durchbrechen"? 26.08.2014

300 Tage und 300 Nächte tobte die Schlacht von Verdun, die schon von Zeitgenossen als die "Hölle von Verdun" und als die "Blutmühle von Verdun" bezeichnet wurde. Sie gilt als die erste große Materialschlacht der Kriegsgeschichte und kostete von Februar bis Dezember 1916 mehr als 300.000 Soldaten das Leben. Warum der deutsche Generalstab mit Verdun ausgerechnet die stärkste französische Festung als...

„Es ist das alte Österreich, das den Krieg entfesselt hat“ 05.08.2014

Drei Vielvölkererreiche überlebten den Ersten Weltkrieg nicht: Das Osmanische Reich, das Zarenreich und das Habsburgerreich. Letzteres begann mit der Beschießung Belgrads am 29. Juli den Krieg, nachdem Kaiser Franz-Joseph am Tag zuvor in Bad Ischl die Kriegserklärung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie an das Königreich Serbien unterzeichnet hatte. Der Historiker Prof. Dr. Manfried Rauchenste...

Archäologie und Erster Weltkrieg 17.07.2014

Am 16. Mai eröffnete im LVR-RömerMuseum im Archäologischen Park Xanten eine Sonderausstellung zum Thema An den Grenzen des Reiches. Grabungen im Xantener Legionslager am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Dr. Dirk Schmitz, Kurator der Ausstellung, erläutert in diesem Audio-Interview nicht nur die Bedeutung des größten Standlagers des Römischen Reiches, sondern gibt auch einen Blick auf die Menschen,...

„Der Kampf um Aufmerksamkeit funktioniert heute anders“ 15.07.2014

Politikerinnen und Politiker twittern, haben eigene Fanseiten bei Facebook, verbreiten ihre Botschaften via Livestreams ins Netz oder chatten gleich mit Wählerinnen und Wählern, die nicht mehr an die Wahlurne gehen, sondern mit ihrem Smartphone abstimmen oder dafür sogar eine eigene App haben. Sieht so unsere politische Kommunikation der Zukunft aus? Ist das die sogenannte E-Demokratie? Wir haben...

„Hans-Ulrich Wehler hat das Fundament der Geschichtswissenschaft grundsätzlich verändert“ 07.07.2014

Hans-Ulrich Wehler ist am Wochenende (5. Juli 2014) im Alter von 82 Jahren gestorben. Kaum ein Historiker war in Deutschland so präsent, wurde so geschätzt und gleichermaßen kritisiert, wie der Begründer der sogenannten Bielefelder Schule. Wir haben mit einem seiner renommiertesten Schüler gesprochen, Prof. Dr. Paul Nolte vom Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, und ihn um ei...

Braucht das Netz eine (neue) Kommunikationsethik? 17.06.2014

Das Netz hat die Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, beträchtlich erweitert. Jede und jeder kann eine Meinung zu unterschiedlichen Themen mitteilen, Einträge anderer kommentieren oder sogar eigene Themen setzen. Bisher bestehende Grenzen der Kommunikation werden überwunden. Welche Folgen hat das für unseren Umgang miteinander? Wird unsere Kommunikation direkter, aber auch grober? Wie steht...

"Geisteswissenschaftler sind Spezialisten für die Informationsgesellschaft" 27.05.2014

Nach einem Bericht der Neuen Züricher Zeitung steht den Geisteswissenschaften in der Schweiz viel Geld zur Verfügung, das aber nicht dort eingesetzt wird, wo es am nötigsten und sinnvollsten ist. Ein Luxusproblem? Oder handelt es sich dabei eher um strukturelle Defizite? Wir haben mit Dr. Markus Zürcher, Generalsekretär der Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, gesprochen...

1. Mai, Tag der Arbeit - "Globale Angleichung nach unten" 01.05.2014

Die Teilnehmer der Zweiten Internationalen erklärten 1889 den 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung, der vor allem an die blutige Niederschagung einer Arbeiterversammlung drei Jahre zuvor in Chicago erinnern sollte. Als Ritualtag der arbeitenden Klasse war und ist er an ein bestimmtes Verständnis von Arbeit gebunden, das sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in den industrialisierten Gesellschafte...

„Medien sollten neutrale Mittler sein“ 22.04.2014

Wie nahe kommt die journalistische Berichterstattung realen Ereignissen? Wer berichtet unter welche Bedingungen und mit welchen Vorprägungen worüber? Diese Fragen sind seit dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland vor allem von Mediennutzern aufgeworfen worden, die sich bei Sendeanstalten und Zeitungsredaktionen über eine zu einseitige Berichterstattung beklagt haben. Wir haben mit dem Sozia...

"Wir müssen wieder eine stärkere Expertise heranbilden" 15.04.2014

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab, die Einflussfaktoren auf diese Auseinandersetzung sind vielfältig und komplex. Dennoch erhalten wir als Medienkonsumenten oft klare Einschätzungen und schnelle Urteile. Worauf stützen sich journalistische Darstellungen? Welche Kenntnisse liegen ihnen zugrunde? Welche Expertise holen sie ein, bevor sie einen Kom...

Wunder – ein Thema für Geisteswissenschaftler? 20.04.2011

Dr. Alexander C.T. Geppert ist Neuzeithistoriker und leitet die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe "Die Zukunft in den Sternen: Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert" am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp der von ihm und Till Kössler herausgegebene Band "Wunder. Poetik und Politik des Staunens im 20. Jahrhundert"...

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