Nicole Billeter

Historisch. Schweizer Geschichte(n)

History DE ↓ 126 episodes

Geschichte(n) der Schweiz durch die Jahrhunderte. Wir begleiten Schweizer*innen der letzten Jahrhunderte in ihrem Alltagsleben. Anhand von anekdotischen Ereignissen zeige ich die weitläufigeren historischen Hintergründe und Strömungen auf. Konzis und unterhaltsam. Mit tragischen und komischen Verläufen – so wie das Leben immer war. Dr. Nicole Billeter – www.historisch.ch – podcast@historisch.ch –☞ Mein anderer Podcast erzählt von Kriminalgeschichten der Schweizer Vergangenheit: «True Crime historisch»

Author

Nicole Billeter

Category

History

Podcast website

www.historisch.ch

Latest episode

Jul 3, 2026

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Episodes

74: Helstag und Neujahrswünsche 05.01.2024

Hatten Sie am Berchtelistag frei? Dann wohnen Sie in einem reformierten Kanton, und die Erklärung, warum der Tag so heisst, liegt nicht bei einer keltischen Göttin, aber immerhin im Licht. Ausserdem sollten Sie nicht vergessen, einen vollständigen Segenswunsch an alle Menschen zu richten –eine simple Abkürzung wie «Es guets Neus» ist wirklich verwerflich! Dieser Podcast zeigt Ihnen, wie’s richtig...

73: Süsses 22.12.2023

Auf die Festtage hin soll es hier etwas friedlicher und harmonischer zugehen. Der Podcast fokussiert heute auf vorweihnachtliche Tätigkeiten, so wie es das «Schweizerische Idiotikon» beschreibt. In der Mundart fühlt man sich ja meist gewärmt. – Frohe Festtage!   Quelle und Literatur: Wecker, Anna. Ein köstlich new Kochbuch von allerhand Speisen. Amberg, 1598. https://idiotikon.ch/wortgeschichten/w...

72: Gespenster vor Gericht 08.12.2023

Die (Berner) Obrigkeit war nicht zimperlich im Umgang mit Geisterbeschwörern. Ihr Treiben wurde verurteilt – denn es musste sicherlich den Allmächtigen erzürnen! –, und die Behörden waren sehr daran interessiert herauszufinden, ob diese Art, mit dem Übersinnlichen zu kommunizieren, in den Bereich der Hexenkunst ging. Literatur (Auswahl): Schacher, Josef. Geister- und Gespensterbeschwörer vor Geric...

71: Von Gespänsten 24.11.2023

Ludwig Lavaters Buch birgt einiges an interessanten Erzählungen zu Gespenstern. In dieser Episode stelle ich einige vor.   Quelle und Literatur (Auwahl): https://books.google.be/books?id=2Qw-AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false (Spätere Ausgabe)   ☕️ Für die Kaffeekasse ☕️  Per Twint: 079 501 82 55 oder PayPal: historisch@icloud.com Merci vielmal!   Dr. Nicole B...

70: Von Gespänsten 10.11.2023

Ludwig Lavater glaubte nicht an den katholischen Unsinn, dass Gespenstererscheinungen die Seele von Verstorbenen waren, die aus dem Fegefeuer entkommen waren. Aber wie betrachtete ein rechter Reformierter 1569 Geister? Quelle und Literatur (Auwahl): https://books.google.be/books?id=2Qw-AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false (Spätere Ausgabe) Landwehr, Dominik. Ludwi...

69: Täuferbewegung 26.10.2023

In den «Schleitheimer Artikeln» von 1527 wurden alle Grundsätze der Täufer:innen festgelegt; sie gelten für deren Nachkommen im Wesentlichen noch immer. Diese Nachkommenschaft ist heute in alle Winde zerstreut; sie bleibt ihrem Erbe allerdings treu.   Literatur (Auswahl): Blickle, Peter (Hg.). Zugänge zur bäuerlichen Reformation. O.O., 1987. Jehle, Frank. Zur Bewegung der Täufer in St. Gallen und...

68: Täuferbewegung 13.10.2023

Einige eidgenössische Orte folgten Zürich in die Reformation – und der Auffassung der Täuferbewegung als abtrünnige Sekte, die bekämpft werden müsse. Aber die verfolgten Wege waren nicht immer gleich von Gewalt gezeichnet, es gab Orte, die es (zunächst) mit Milde versuchten.   Literatur (Auswahl): Blickle, Peter (Hg.). Zugänge zur bäuerlichen Reformation. O.O., 1987. Fluri, A. Das bernische Täufer...

67: Täuferbewegung 29.09.2023

Wir folgen weiterhin den Spuren der ersten Täufer:innen um Zürich und sehen anhand von Biographien, welche Glaubensgrundsätze mit der obrigkeitlichen Auffassung von Ordnung nicht vereinbar waren.   Literatur (Auswahl): Blickle, Peter (Hg.). Zugänge zur bäuerlichen Reformation. O.O., 1987. Leu, U. B. Gutachten Bullingers und der Pfarrerschaft über die Bestrafung der Täufer. In: Zwingliana, 2010. de...

66: Täuferbewegung 15.09.2023

Zürich feiert dieses Jahr seine (Erste) Disputation, die zur Einführung der Reformation führte. Fast demokratisch wurde vor und im Rat darüber diskutiert, ob man die neue Lehre annehmen wollte. Nach der Zustimmung kam es zu Auseinandersetzungen – weniger mit Altkatholischen, als eher mit solchen, die nicht auf halbem Weg stehenbleiben wollten. Literatur (Auswahl): Blickle, Peter (Hg.). Zugänge zur...

65: Fremdenfeindlicher Krawall 1896 01.09.2023

Ähnlich wie in Bern drei Jahre zuvor, ging ein weiterer fremdenfeindlicher Krawall in Zürich vonstatten. Auslösendes Moment war ebenfalls der aufgestaute Frust gegenüber italienischen Arbeitskräften; richtige Wut entstand, als die Obrigkeit eingriff. Quellen (Auswahl): Protokolle des Stadtrates 1896. Bericht an den Grossen Stadtrat über die Ruhestörungen vom 26.-29. Juli 1896 im Kreise III. Stadta...

64: Fremdenfeindlicher Krawall 1893 17.08.2023

Italienische Arbeiter waren in der Schweiz nicht gerne gesehen – besonders nicht in grossen Teilen der Arbeiterschaft. Sie wurden als Lohndrücker angesehen und in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit zu Sündenböcken gemacht. Ein Krawall in Bern begann als fremdenfeindlicher Angriff auf sie und wurde zu einem allgemeinen Arbeiterprotest. Sekundärliteratur (Auswahl): Degen, Bernard. Einbürgerung mit Hi...

63: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid 03.08.2023

Was kann man aus den persönlichen Briefen einer Mutter an ihren jungen Sohn alles herauslesen? Welche Weihnachtsgeschenkte gemacht wurden, beispielsweise. Und dann lassen sich über trockene staatliche Aufzeichnungen noch einige Lebensstationen der Geschwister  nachzeichnen; sowie über das Ableben von Emilie Schmid.   Quellen (Auswahl): Briefe von Emilie Schmid an ihren Sohn Hermann, Privatbesitz....

62: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid 21.07.2023

Wir sehen heute etwas näher in den Erziehungsstil von Emilie, welche Werte sie vermittelte und wie ihre Briefe an ihren Sohn aufgebaut waren. In ihren Zeilen ging es vor allem um Gesundheit und Kleidung. Impliziert waren dabei die bürgerlichen Werte wie Tüchtigkeit, Sparsamkeit und Gottvertrauen. Quellen (Auswahl): Briefe von Emilie Schmid an ihren Sohn Hermann, Privatbesitz. ☕️ Für die Kaffeekas...

61: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid 06.07.2023

Um etwas leichter in den Sommer einzusteigen, berichte ich von einem meiner Projekte. Durch Transkriptionen von Briefen taucht ein Leben des 19. Jhs. auf: Ein ganz gewöhnliches, das nie in einem Geschichtsbuch auftauchen wird. Und mir deswegen so sehr am Herzen liegt. Folgen wir dem Leben von Emilie Schmid und ihrem Sohn Hermann, der bald in die USA auswandern wird.   Quellen (Auswahl): Briefe von...

60: Vom Scharfrichter 23.06.2023

Diese letzte Folge der Serie widmet sich dem Niedergang des «Gewerbes» der Scharfrichter, als die Schweiz endlich zur Auffassung gelangte, dass staatlich sanktionierter Mord keine vertretbare Lösung im Kampf gegen Verbrechen ist. Literatur (Auswahl): Beurmann, Emil. Der Scharfrichter Theodor Mengis von Rheinfelden. In: Die Schweiz: schweizerische illustrierte Zeitschrift, 1905, 9. ☞ Zahlreiche Art...

59: Vom Scharfrichter 09.06.2023

Diese Folge widmet sich der Entlöhnung des Scharfrichters, sowie seinen anderen Tätigkeiten als Arzt. Wir sehen auch, wie sich Scharfrichter immer wieder darum bemühten, zu «ehrlichen» Menschen gemacht zu werden. Dies lag im Ermessen der Obrigkeit. Literatur (Auswahl): Ruoff, W.H. Vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 1935/36, 34. Ders. Der...

58: Vom Scharfrichter 25.05.2023

In dieser Folge widmen wir uns den verschiedenen Hinrichtungsarten, denn bis ins 18. Jh. waren spiegelnde Strafen wichtig und wurden überall angewandt; es gab auch eigentliche Frauenhinrichtungsarten, der Frauenkörper musste anders behandelt werden. Literatur (Auswahl): Ruoff, W.H. Vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 1935/36, 34. Ders. Der...

57: Vom Scharfrichter 12.05.2023

Wir verfolgen weiter, wie eine Abfolge von Folter, Geständnis, Verurteilung, Hinrichtung, Standrede und Beseitigung des Leichnams in der Regel ablief. Dabei kommen auch Abweichungen zur Sprache: wer der Folterung widerstehen konnte oder wessen Tod schon vor dem Urteil feststand. Quelle: Zitat zu M.U. Padrutt in: Sprecher, F. Der letzte Hexenprozess in Graubünden. In: Bündnerisches Monatsblatt, 193...

56: Vom Scharfrichter 28.04.2023

Wir wenden uns möglichen Todesurteilen zu: welche Verbrechen führten zu dieser Höchststrafe? Aber zunächst musste ein wichtiger Teilaspekt der Arbeit eines Henkers erledigt werden: Die Folterungen, die regelmässig als gesetzmässige Hilfestellung zum Erreichen eines Geständnisses angewandt wurden. In dieser Folge folgen wir einer Untersuchung, die bis zum erpressten Geständnis des/der Verdächtigen...

55: Vom Scharfrichter 14.04.2023

Henker waren von Geburt an «unehrlich»: was hiess das genau? Welches Verständnis von Gesellschaft stand dahinter? Und wie wurden sie kenntlich gemacht? Darüber berichte ich in dieser Episode. Literatur (zum Anfangen): Ruoff, W.H. Vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 1935/36, 34. Ders. Der Blut- oder Malefizrat in Zürich von 1400-1798. In:...

54: Vom Scharfrichter 31.03.2023

Die Schweiz kannte bis 1942 die Todesstrafe für zivile Vergehen. In den Jahrhunderten zuvor wurde diese Höchststrafe oft angewandt; für zahlreiche Verbrechen. Der Henker spielte dabei eine zentrale Rolle; die Entwicklung seines Amtes gibt uns die Möglichkeit, in vergangene Gesellschaften zu schauen – und dabei ein paar Mythen zu zerstören. Literatur (zum Anfangen): Ruoff, W.H. Vom Scharfrichter un...

53: Lebensreformbewegung Monte Verità 17.03.2023

Wir begleiten die Zeiten vor und während des Ersten Weltkrieges, als der Monte Verità zu einer Begegnungsstätte von Anarchisten und Tänzerinnen wurde. Die Wirtschaftslage veranlasste die Gründer:innen dann aber, die Anlage zu verkaufen. Und so widmen uns auch dem Ende der Reformbewegung auf dem Hügel, sowie dem Ende ihrer Leben. Literatur (Auswahl): Bollmann, Stefan. Monte Verità. München, 2017. F...

52: Lebensreformbewegung Monte Verità 03.03.2023

Wir sehen, wie das Sanatorium von Ida Hofmann und Henri Oedenkoven Form annahm, welche grundlegende Philosophien dort umgesetzt wurden und ob es zu einem Erfolg wurde. Zur Reformschrift: Brief von I. Hofmann an F. Brupbacher: «Askona, monte verità schweiz 31 VIII, 02. ire Zeitsrift gefält mir - häten si in derselben ferwendung für freie silderungen aus montenegro, (frei im fortsritlichen, freiheit...

51: Lebensreformbewegung Monte Verità 17.02.2023

Nun ging es also an den Aufbau der Vision. Es zeigten sich schon bald Freud und Leid in der Etablierung eines solchen Traumes. Vier Menschen fanden ihr Liebesglück miteinander. Die zwei Paare gingen dann allerdings bald getrennte Wege, weil der gehegte Traum sich jeweils deutlich voneinander unterschied. Quellen (Auswahl): Ida Hofman-Oedenkoven. Vegetarismus! Vegetabilismus! Blätter zur Verbreitun...

50: Lebensreformbewegung Monte Verità 03.02.2023

Ab 1900 entstand auf dem Monte Verità, oberhalb Asconas, eine Kolonie von Aussteiger:innen. Sie alle wollten ein besseres Leben finden und zusammen eine neue Gemeinschaft ausprobieren. Heute wenden wir uns der Entstehungsgeschichte zu. Literatur (Auswahl): Bollmann, Stefan. Monte Verité. München, 2017. Dr. Nicole Billeter *** www.historisch.ch *** podcast@historisch.ch ☞ Mein anderer Podcast erzäh...

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