Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.
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Jul 9, 2026
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»Beseitigung des Ungeziefers« nach dem Mauerbau: Aktion Festigung. Zwangsaussiedlungen aus den Grenzgebieten der DDR im Herbst 1961 26.09.2011 52:02
Als Aktion »Festigung« bezeichneten die Machthaber in der DDR die Zwangsumsiedlung von Tausenden unliebsamen Bürgern aus dem Grenzgebiet zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1961 nur wenige Wochen nach dem Mauerbau. Im Podiumsgespräch berichteten die Zeitzeugen Ernst O. Schönemann und Uwe-Heiko Scholz, die in ihrer Jugend Anfang der 60er-Jahre mit ihren Familien zwangsausgesiedelt worden waren, von ih...
Schwarzwohnen in der DDR - zwischen anarchistischer Gegenkultur und bürgerlicher Selbsthilfe 21.09.2011 37:49
Still und heimlich wurden leer stehende Wohnungen besetzt, wilde Untermietverträge abgeschlossen, Räumungsaufforderungen ignoriert. Das war nicht nur für Künstler und Studenten oft die einzige Möglichkeit, eine Wohnung zu bekommen. Zwei Bücher des Historikers Udo Grashoff erzählen anhand von unterhaltsamen und auch weniger lustigen Beispielen die Geschichte des illegalen Wohnens in der DDR. An der...
8. Zeitgeschichtliche Sommernacht - "Freiheit!" 15.09.2011 13:12
Am 15. September 2011 fand im und mit dem ARD-Hauptstadtstudio die 8. Zeitgeschichtliche Sommernacht statt, in deren Rahmen die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbes geschichts-codes 2011 "FREIHEIT!" und ihre Beiträge vorgestellt wurden. Dr. Nobert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages und Schirmherr des diesjährigen Wettbewerbes, hielt die Festrede. Weitere Mitschnitte, z. B. die Lauda...
Von der SED-Diktatur zum Rechtsstaat 14.09.2011 1:56:16
Rund 180 Wissenschaftler, Zeitzeugen und Politiker diskutierten während der Tagung auf der Grundlage des neuesten Forschungsstandes darüber, wie Recht und Justiz als Instrumente der Machtsicherung der SED-Diktatur heute eingeordnet und bewertet werden müssen. Zugleich wurde damit die Transformation des Unrechtsstaates DDR zum Rechtsstaat nach 1989/90 ebenso in den Blick genommen wie die Frage, was...
»Das kurze Leben des Chris Gueffroy« 09.08.2011 1:31:02
Neun Monate vor dem Mauerfall starb Chris Gueffroy. Er wurde an der Berliner Mauer auf der Flucht erschossen. Der damals 21-jährige Gueffroy ist das letzte Todesopfer des unmenschlichen Grenzregimes der SED-Diktatur. Wer war Chris Gueffroy? Warum wollte er nicht mehr in der DDR leben? Was trieb ihn und seinen Freund Christian Gaudian dazu, ihr Leben an der Berliner Mauer aufs Spiel zu setzen? Kari...
»Sportverräter« - Propaganda und politische Justiz im Sport der DDR 08.06.2011 1:43:26
Spitzensportler blieben in der DDR nicht von Repression verschont. In zahlreichen Fällen gerieten sie nicht allein ins Visier des MfS, sondern auch in die justiziellen Mühlen des Unrechtsstaates. Ihre berufsbedingten »Westkontakte« ließen die Athleten aus Sicht der SED zu einer besonderen »Risikogruppe« werden, so dass zur Abschreckung strafrechtliche Exempel statuiert wurden. Hierzu gehörten in d...
»Feindlich negative Kräfte?« Bausoldaten in der DDR. In Memoriam Bernd Eisenfeld 07.06.2011 1:48:05
Am 12. Juni 2010 verstarb Bernd Eisenfeld im Alter von 69 Jahren. Eisenfeld hatte sein Leben der kritischen Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur gewidmet - bis 1975 in der DDR und danach im vereinten Deutschland als Historiker und politischer Bildner, zuletzt in der Forschungsabteilung der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Aus Anlass seines ersten Todestages erschien im C...
»Michael Wildt: Gewalt und Gemeinschaft. Nationalsozialismus und Stalinismus - ein Vergleich.« 07.06.2011 1:47:27
Michael Wildt, Professor für deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts an der HU Berlin, verglich in seinem Vortrag die beiden großen totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts, den Nationalsozialismus und den Stalinismus. Anders als bei früheren "gleichmachenden" Vergleichen, die zum Historikerstreit führten, ging es Michael Wildt um einen strukturellen, auf die Herrschaftspraxis der beiden Systeme...
»Norman Naimark: Stalin und der Genozid« 24.05.2011 1:33:00
Norman Naimark, Professor an der Stanford-Universität sprach über sein Buch "Stalin und der Genozid" (Suhrkamp 2010). In seinem Vortrag rekapitulierte er die Geschichte des Genozid-Konzepts und erläuterte die Zusammenhänge zwischen den Massentötungen in der Sowjetunion der 1930er und der politischen Linie bzw. dem Vorgehen Stalins. Naimark begründete seine Überzeugung, dass die stalinistischen Ver...
Tschernobyl, 26. April 1986 - Die Umweltbewegungen in der DDR und in Osteuropa nach dem Reaktorunfall 14.04.2011 1:28:04
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 mit ihren verheerenden Folgen machte nicht nur die mit der Nutzung der Kernenergie verbundenen Gefahren und Risiken sichtbar, sondern führte innerhalb der staatsozialistischen Gesellschaften zu einer wachsenden Sensibilisierung für die fortschreitende Umweltzerstörung. Die Podiumsdiskussion nahm den 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe zum A...
75 Jahre Großer Terror - Von den Schauprozessen zu den Massenoperationen 1936-1938 04.04.2011 2:10:11
Die Veranstaltung bildete den Auftakt zur Vortragsreihe »Stalinistischer Terror in der Sowjetunion und in Osteuropa: Neue Forschungen zu Tätern - Opfern - Folgen«, zu der der Lehrstuhl der Geschichte Osteuropas der HU Berlin und die Bundesstiftung Aufarbeitung eingeladen hatten. Für die Podiumsdiskussion "Von den Schauprozessen zu den Massenoperationen - Interpretationen des Großen Terrors in der...
»Unteilbar? Menschenrechtspolitik vor und seit 1989« 23.03.2011 1:46:23
Die Charta der Vereinten Nationen formulierte 1945 das hehre Ziel, "die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen". Die internationale Staatengemeinschaft ist weit von diesem Ziel entfernt. Und dennoch scheinen Menschenrechte in der internationalen Politik seit der Überwindung d...
Die Kunst des Erinnerns. Über die Deutungskonkurrenz zwischen Zeitzeugen und Zeithistorikern 21.03.2011 2:03:44
Die politische und historische Debatte wird immer wieder geprägt von der Frage, wie wir uns richtig an die SED-Diktatur erinnern sollen. Erinnerungskultur und Wissenschaft befinden sich dabei in einem spannungsvollen Verhältnis. Hinter dem gerne zitierten Bonmot vom »Zeitzeugen als natürlichem Feind des Historikers« geht es um einen weit tieferen Konflikt zwischen dem moralischen Duktus der Erinne...
Von der SED zur PDS und Linkspartei 08.03.2011 1:31:37
Seltener sind es Wissenschaftler, jedoch häufiger Politiker und Vertreter von Medien, die die Kontinuitätsthese propagieren, d. h. eine in wesentlichen Bereichen bestehende Kontinuität von der SED bis hin zur LINKEN, die 2007 aus WASG und PDS gebildet worden ist. Im Vortrag von Dr. Gero Neugebauer, FU Berlin, wurden unter einer primär parteisoziologischen Fragestellung Aspekte aufgezeigt, die für...
Ein Tag zählt wie ein Jahr. Die Frauen von Hoheneck 07.03.2011 54:35
Anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« widmete die Bundesstiftung Aufarbeitung dem Schicksal von Frauen, die Opfer politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden, eine Gedenkveranstaltung. Die Burg Hoheneck in Stollberg (Sachsen) war das größte Frauengefängnis der DDR, in dem zahllose Frauen aus politischen Gründen inhaftiert waren. Der Dokumenta...
Erich Loest: Man ist ja keine Achtzig mehr 16.02.2011 1:20:04
Was ist mit über achtzig Jahren für einen Schriftsteller zu tun? Den nächsten Roman beginnen? Warum noch einen - alle Geschichten sind erzählt. Doch was jeder Tag aufs Neue bringt, das sind Begegnungen und Erkenntnisse. Erich Loest hat sie notiert und ausgeformt zu Miniaturen voller Weisheit und trockenem Humor. Zwischen August 2008 und September 2010 hielt er fest, was ihn beschäftigte und bewegt...
Herrschaftsalltag der regionalen SED-Funktionärselite: Von der »abstrichlosen« Umsetzung zentraler Beschlüsse bis zur Verfolgung von Eigeninteressen 08.02.2011 1:33:04
Die Vorstellung, die Akteure der SED auf Bezirks- und Kreisebene seien lediglich Befehlsempfänger zentraler Beschlüsse gewesen, vermittelt ein unvollständiges Bild der DDR-Herrschaftspraxis. Eigeninitiative und auch die Durchsetzung von Eigeninteressen regionaler Machtgrößen wurden von der Zentrale in Berlin häufig ausdrücklich begrüßt. Die führende Rolle der SED mit ihren hauptamtlichen Funktionä...
Das Verhältnis von SED und MfS 11.01.2011 1:44:36
Vielfach werden Unrecht und menschenrechtswidrige Machenschaften in der DDR allein ihrer Geheimpolizei zugeschrieben, dem Ministerium für Staatssicherheit. Allerdings lautete schon die Selbstbestimmung des MfS, es habe »Schild und Schwert der Partei«, d. h. der SED zu sein. Die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen SED und MfS gestaltete, ist bislang nur unzureichend beleuchtet. War das MfS tats...
50 Jahre Mauerbau: Formen des Gedenkens und Erinnerns an die SED-Diktatur 08.01.2011 1:32:07
Den "50 Jahre Mauerbau: Formen des Gedenkens und Erinnerns an die SED-Diktatur" war am 8. Juni 2011 ein Podiumsgespräch gewidmet, zu dem die Gesellschaft für Deutschlandforschung ins Bonner Haus der Geschichte eingeladen hatte. Es diskutierten Prof. Dr. Arnulf Baring, Publizist und Historiker, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident Haus der Geschichte, Dr. Ulrich Mählert, Leiter Arbeitsbereich Wi...
»War die SED reformfähig? Chancen und Scheitern von Reformansätzen in der Staatspartei« 15.12.2010 1:53:06
Im historischen Rückblick erscheint die SED mit ihren 2,3 Millionen Mitgliedern als monolithischer Block politisch Gleichgesinnter. Dennoch gab es immer wieder Versuche, die Staatspartei und ihr Gesellschaftssystem zu reformieren. Sie alle scheiterten am kompromisslosen Machtwillen der SED-Spitze. Die zaghaften Reformversuche wurden rasch abgebrochen, nachdem die politische Labilität der SED-Herrs...
»Die SED und Moskau« 01.12.2010 1:40:30
Nur eine Kraft in der DDR war mächtiger als die SED - die Sowjetunion und ihre KP. Die sowjetischen »Freunde« hatten alle maßgeblichen Strukturen des ostdeutschen Staates geprägt, und sie behielten sich bis zuletzt die Entscheidung über sein Schicksal vor. Noch heute ranken sich Legenden und Gerüchte um die geheimen Verbindungen von SED-Funktionären in die Machtzentralen des Sowjetstaates. Und imm...
Gesichtslose "Apparatschiks"? Die SED und ihre Funktionäre 17.11.2010 1:40:18
Grau, bar jeden Charismas, gehorsame Diener ihrer Partei: auf diese Klischees werden die Funktionäre der SED in der öffentlichen Wahrnehmung reduziert. Auf den ersten Blick regen die etwa 44.000 hauptamtlichen Mitarbeiter, die in den »Apparaten« der Partei Dienst taten, nicht dazu an, sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Tatsächlich verfügten die »unscheinbaren« Funktionäre jedoch über sehr weitg...
Die SED in der staatssozialistischen Gesellschaft 20.10.2010 2:09:28
Die Geschichte der DDR ist immer wieder als Geschichte der SED-Diktatur geschrieben worden. Durchaus zu Recht, denn die Entwicklung der ostdeutschen Gesellschaft zwischen 1949 und 1989 folgte in fast jeder Hinsicht dem Diktat der »führenden Partei«. Je erfolgreicher sich die SED allerdings in der ostdeutschen Gesellschaft ausbreitete, je mehr Menschen ihr angehörten, je selbstverständlicher ihr Ei...
»Kreuzweise Deutsch« 30.09.2010 1:33:42
Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre deutsche Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lud zu einem öffentlichen Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutierten Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journal...
»Knastmauke«. Das Schicksal von politischen Häftlingen der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung 23.09.2010 1:57:39
Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden? Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter erlebt. Heute lebt fast die Hälfte der ehemals politisch Verfolgten mit weniger als 1.000 Euro im Monat. Plogstedts Fazit: Die Armut ist eine...
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