Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Jul 9, 2026

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Episodes

Zwei Staaten, zwei Kirchen? Kirche im geteilten Deutschland 03.04.2012

Die Kirchen in Deutschland verstanden sich mit ihrem Bekenntnis zur »besonderen Gemeinschaft der ganzen evangelischen Christenheit in Deutschland« als einen wichtigen Faktor in den innerdeutschen Beziehungen. Wie kaum ein anderer Akteur trugen die evangelischen Kirchen - unter schwierigen äußeren Bedingungen und gleichzeitig durchaus kritischen innerkirchlichen Diskussionen - ganz wesentlich dazu...

Ein Schuss Willkür oder Unrechtsstaat? 30.03.2012

Im Jahr 2009 erregte der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, Aufsehen in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in dem er sich dagegen verwahrte, »die DDR als den totalen Unrechtsstaat zu verdammen«. Zwar habe zum SED-Staat »immer auch ein Schuss Willkür und Abhängigkeit« gehört, aber: »Die alte Bundesrepublik hatte auch Schwächen, die DD...

Die "volkseigene Erfahrung"? 15.03.2012

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der Reihe "Leben in der DDR" stand ein Interviewprojekt, das Alexander von Plato gemeinsam mit Lutz Niethammer und Dorothee Wierling 1987 in der DDR durchführte. Auf dem Podium wurde über seine damaligen Erfahrungen und seine heutige Bewertung referiert und diese in einem anschließenden Gespräch mit Aleida Assmann diskutiert.

1972 - Ein Schlüsseljahr für die innerdeutschen Beziehungen 13.03.2012

Die Unterzeichnung des Grundlagenvertrags markierte 1972 eine neue Etappe im Verhältnis beider deutschen Staaten. Mit den Verträgen von Moskau und Warschau und dem Viermächte-Abkommen über Berlin war der Grundlagenvertrag Teil der entspannungspolitischen Bemühungen, mit denen sich die Bundesregierung unter Willy Brand die Normalisierung der Beziehungen zu den sozialistischen Staaten Osteuropas und...

Die Zukunft der Aufarbeitung - Aufarbeitung und kein Ende? 08.03.2012

Schwerpunktthema der Geschichtsmesse 2012 war die Bilanz der Diktaturaufarbeitung in Deutschland und Europa. Der Mitschnitt dokumentiert das Abschlusspodium unter dem Titel "Die Zukunft der Aufarbeitung - Aufarbeitung und kein Ende?". Es diskutierten: Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Joachim Liebig (...

Frauen im Gulag 06.03.2012

Mehrere Millionen Frauen und Mädchen waren jahrelang im sowjetischen Gulag eingesperrt. Die genaue Zahl der Opfer und Überlebenden ist jedoch ungewiss. Darunter waren zahlreiche Frauen aus Deutschland, denen entweder während ihrer Emigration in der Sowjetunion stalinistische Säuberungen zum Verhängnis wurden, oder die aus der sowjetischen Besatzungszone deportiert worden waren. Die Bundesstiftung...

Berichte aus der DDR - Westkorrespondenten in Ost-Berlin 29.02.2012

Sie kamen aus der Bundesrepublik in die DDR, mit Erfahrungen und Vorstellungen von freier Berichterstattung und dem Wunsch, über Land und Leute hinter dem Eisernen Vorhang zu berichten. Durch den Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR war nach 1973 der Austausch von Korrespondenten auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Die Journalisten aus dem anderen deutschen Staat mussten...

Perspektiven für Korea nach dem Tod von Kim Jong-Il 23.02.2012

Gouverneur Kim Moon-Soo kämpfte 28 Jahre lang als Aktivist für die Rechte der Arbeiter und Demokratie gegen die südkoreanische Militärdiktatur (1970er und 1980er Jahre). Zudem setzt er sich aktiv für die Menschenrechte in Nordkorea ein. 2006 wurde er zum Gouverneur der Gyeonggi-Provinz gewählt und 2010 als Mitglied der Grand National Party in seinem Amt bestätigt. Im Rahmen seines Vortrags und der...

Kinder ehemaliger politischer Häftlinge 14.02.2012

Rund 300.000 Personen waren in der SBZ und der DDR aus politischen Gründen inhaftiert. Für viele von ihnen war die Haftzeit traumatisierend, die psychische Belastung für die Betroffenen hält oft bis heute an. Zwei Studien an der Universität Leipzig gehen den Fragen nach, wie die Kinder der Inhaftierten die Haftzeit verarbeitet haben. Was haben die Kinder im Zusammenhang mit der Inhaftierung der El...

Alltagserfahrungen in der Diktatur 08.02.2012

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe »Stalinistischer Terror in der Sowjetunion und in Osteuropa. Neue Forschungen zu Tätern, Opfern, Folgen« sprachen Joachim Gauck und György Dalos gemeinsam mit Jörg Baberowski über den Alltag in Diktaturen. Wie weit reichte der totalitäre Anspruch des Regimes in den Alltag des Einzelnen? Welche Freiräume gab es und wie ließen sie sich behaupten? Welche Handlung...

Das braune Erbe der Diktatur? Rechtsextremismus in der DDR und im vereinigten Deutschland 30.01.2012

Polizisten, Rechtsanwälte, Obdachlose, Punks, Blumenhändler, Dönerverkäufer: 182 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 zählte die Amadeu-Antonio-Stiftung, nachdem Ende des Jahres 2011 die bundesweite Mordserie der Neonazi-Terrorgruppe NSU bekannt wurde. Gut zwanzig Jahre nach der deutschen Einheit wird in Öffentlichkeit und Medien heftiger denn je gestritten über den Rechtsextremismus in Deutschland...

Der Umgang mit dem Erbe von Repression und Diktatur. Diskussion mit Marianne Birthler und Irina Scherbakova. 25.01.2012

Marianne Birthler und Irina Scherbakova diskutierten über den Umgang mit dem schwierigen Erbe der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa. Auf welche Weise versuchen unterschiedliche Gesellschaften, die Vergangenheit aufzuarbeiten? Wie unterscheiden sich deutsche und russische Aufarbeitungsdiskurse und welche spezifischen Gründe gibt es dafür?

Die Intellektuellen und der Terror. Diskussion mit Dietrich Beyrau und Gerd Koenen 11.01.2012

Die Historiker Dietrich Beyrau und Gerd Koenen diskutierten über die ambivalente Position von Intellektuellen in Diktaturen sowjetischen Typs. Viele linke Intellektuelle fühlten sich von den radikalen Maßnahmen der Kommunisten gleichermaßen angezogen wie abgestoßen. Einerseits begrüßten sie die gesellschaftspolitischen Auswirkungen des Terrors, andererseits erkannten sie auch, welche Gefahren dami...

Vor der Mauer. Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961 05.01.2012

Das geteilte, bis zum Mauerbau aber noch offene Berlin war im Kalten Krieg der Schauplatz einer in dieser Unmittelbarkeit einzigartigen Systemkonkurrenz. Michael Lemke untersucht in dem Buch "Vor der Mauer" erstmals für beide Teile Berlins, mit welchen Absichten diese Rivalität von Ost- und West in Gesellschaft und Politik gestaltet wurde, wie sie den Alltag der Sektorenstadt beeinflusste und wie...

Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Rumänien 06.12.2011

Die Dezember-Revolution in Rumänien 1989 führte zum Sturz und zur Hinrichtung Nicolae Ceausescus und damit zum Ende der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Wie geht man in Rumänien heute mit diesem Erbe um? Im Rahmen der Veranstaltung stellten Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft Rumäniens ihre Arbeit vor: ICCMER ist die staatliche Aufarbeitungsorganisation Rumäniens. Das IIPM wurde 2007...

Stalinismus im Baltikum. Russische und estnische Perspektiven. Vortrag und Diskussion mit David Feest und Elena Zubkova 30.11.2011

David Feest (Göttingen) und Elena Zubkova (Moskau) diskutierten im Rahmen der Veranstaltung über den Stalinismus im Baltikum. Die singuläre Erfahrung der zweifachen stalinistischen Herrschaftsimplementierung in den baltischen Staaten spielte dabei ebenso eine Rolle, wie die umkämpfte Erinnerung an diese Zeit.

Die "Grundtorheit unserer Epoche"? Geschichte und Gegenwart des Antikommunismus 29.11.2011

Der Schriftsteller Thomas Mann bezeichnete den Antikommunismus 1943 als die "Grundtorheit unserer Epoche". Dieses viel zitierte Diktum erklärt sich aus den Zeitumständen. Es blendet jedoch den totalitären, antiemanzipatorischen und antidemokratischen Charakter aus, für die die kommunistische Bewegung damals längst stand. Die Bandbreite der Ablehnung des Kommunismus reichte dabei stets von militant...

Medizin hinter Gittern - Das Stasi-Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen 28.11.2011

Erkrankungen von Häftlingen waren für das Ministerium für Staatssicherheit eine unerwünschte Störung seiner Ermittlungstätigkeit. Das sogenannte Haftkrankenhaus auf dem Gelände der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen hatte daher die vorrangige Aufgabe, erkrankte Gefangene wieder prozesstauglich zu machen. Das Buch von Tobias Voigt und Peter Erler beantwortet Fragen wie: Wer waren die...

Repressionen und »lustigste Baracke« - Der Funktionswandel des Terrors im ungarischen Parteistaat. 23.11.2011

Das endgültige Ende des Stalinismus kam mit dem Volksaufstand in Ungarn im Herbst 1956. Der prominente ungarische Historiker Krisztian Ungváry zeichnete in seinem Vortrag die Entwicklungen nach, die zu diesem Ereignis führten. Dabei wurden unterschiedliche Funktionen und Logiken des Terrors diskutiert.

Einzelkämpfer? Politik und Persönlichkeit in 20 Jahren Aufarbeitung des Sports 18.11.2011

Immer wieder war es der Initiative und dem vehementen Engagement einzelner Personen zu danken, dass eine Aufarbeitung der Vergangenheit im gesamtdeutschen Sport angestoßen wurde. Die Veranstaltung reflektierte das Spannungsverhältnis zwischen persönlicher Verantwortung und struktureller Einbindung und zog eine erste Bilanz von gut 20 Jahren Aufarbeitung im Sport. Vortrag: Dr. Jutta Braun. Es disku...

Das Archiv des Unrechts 09.11.2011

Am 24. November 1961 nahm in Salzgitter die Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen für DDR-Unrecht ihre Arbeit auf. Bis zu ihrer Schließung 1992 wurden über 40.000 Aktenordner angelegt, in denen das Unrecht des SED-Regimes gesammelt wurde. Nach der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung dienten die Akten aus Salzgitter als Grundlage für die strafrechtliche Aufarbeitung de...

Frauen im Widerstand - Sibylle Plogstedt und Gabriele Stötzer 07.11.2011

Frauen im Widerstand ist ein wenig bekanntes und untersuchtes Thema bei der Aufarbeitung von Diktaturen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung richtete mit dieser Veranstaltung die Aufmerksamkeit auf eine Generation von Frauen, die speziell seit 1968 Widerstand gegen kommunistische Diktaturen geleistet hat. Es wurden zwei Akteurinnen in den Mittelpunkt gerückt, deren Schicksal für viele steht: Gabriele...

Stalinistischer Terror in der Volksrepublik Polen. Vortrag von Piotr Madajczyk 26.10.2011

Der polnische Historiker Piotr Madajczyk (Warschau) sprach in seinem Vortrag über den stalinistischen Terror in der Volksrepublik Polen. Spätestens mit der Vereinigung von Kommunisten und Sozialisten im Dezember 1948 waren die letzten Hindernisse auf dem Weg zur Diktatur beseitigt. Unter ihrem Generalsekretär Bolesław Bierut, der selbst Gegenstand eines pompösen Personenkultes wurde, überzogen die...

Das Recht auf Selbstbestimmung als Befreiung und Repression: Von Kant zu Marx zu Stalin. Vortrag von Eric Weitz 12.10.2011

Wie kam es, dass die Verheißungen des Kommunismus in Zumutungen und Terror umschlugen, als sie in die Realität umgesetzt wurden? Der amerikanische Historiker Eric Weitz (Universität Minnesota), der mit seiner Arbeit über das 20. Jahrhundert als Jahrhundert des Genozids auch über akademische Kreise hinaus bekannt geworden ist, ging dieser Frage in seinem Vortrag nach.

»Die Vergessenen. Tod, wo andere Urlaub machen« 05.10.2011

In dem Film "Die Vergessenen. Tod, wo andere Urlaub machen" arbeiten die beiden Filmemacher Freya Klier und Andreas Kuno Richter das Schicksal der DDR-BürgerInnen auf, die versuchten über Bulgarien in den Westen zu fliehen. Das Podiumsgespräch mit Freya Klier und dem Zeitzeugen Michael Proksch kreiste vor allem um die psychische Belastung, die sowohl die Betroffenen als auch die Filmemacher währen...

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