Michel Reimon
Entscheidendes Wissen
Alle reden über die Wissensgesellschaft, wir reden über ihre Grundlagen. Von der Funktionsweise des einzelnen Neurons bis zur digitalen Revolution: Wie funktioniert Wissen in unserem Kopf, wie nehmen wir damit Einfluss aufeinander, wie wirkt es in Organisationen und in verschiedenen politischen Systemen? Wie verbreitet es sich in kleinen Gruppen, in der Öffentlichkeit, in neuronalen Netzen? Wie werden einfache Daten zu entscheidendem Wissen? Der Podcast von Michel Reimon.
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Author
Michel Reimon
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Latest episode
Oct 28, 2026
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Episodes
Sibylle Krämer: Kann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt? 28.10.2026 38:10
Kann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt? Darüber habe ich mit der Medienphilosophin Sybille Krämer für meinen Podcast „Entscheidendes Wissen“ gesprochen. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Sprache, Schrift und der Frage, wie Menschen Wissen vermitteln. Ihre Erklärung künstlicher Intelligenz beginnt überraschenderweise beim schriftlichen Rechnen. Wen...
Dagmar Schäfer: Ursprünge der chinesischen Wissensgesellschaft 22.10.2026 35:36
Während sich die moderne Wissenschaft in Europa wesentlich über Universitäten und wissenschaftliche Gesellschaften entwickelte, entstand in China schon Jahrhunderte zuvor eine ausgeprägte Wissenskultur, deren Zentrum die staatliche Verwaltung bildete. Das chinesische Kaiserreich benötigte gut ausgebildete Beamte, die ein riesiges Territorium verwalten, Steuern erheben, Infrastruktur organisieren u...
Sabina Pauen: Von Kindern und Robotern 15.10.2026 25:00
Wie gehen Kinder mit Robotern um, wenn sie mit ihnen interagieren? Behandeln sie sie wie Lebewesen oder verstehen sie, dass es Maschinen sind? Vor gar nicht so langer Zeit klang das nach Science Fiction, inzwischen eher nach einer realen Erziehungsfrage. Gut, dass Sabina Pauen an der Universität Heidelberg schon intensiv dazu geforscht hat.
Wissenschaftskommunikation / Nadja Hahn 09.10.2026 17:32
Wissenschaftliche Ergebnisse zu kommunizieren fällt oft den klügsten Köpfen schwer, und vielleicht gerade deshalb. Wie es trotzdem geht, darüber rede ich mit der Journalistin und Wissenschaftskommunikatorin Nadja Hahn.
Was vor dem Journalismus war 15.07.2026 28:02
Vor dem Journalismus dienten Medien nicht der Aufklärung. Die Aufgaben des Präjournalismus waren Machtkonzentration und Manipulation: Die Fugger kauften geheime Nachrichten, Herrscher verbreiteten Propaganda. Heute kontrollieren Elon Musk und andere Plattformbesitzer wieder zentrale Informationsströme. Kehren wir in eine Zeit ohne demokratischer Öffentlichkeit zurück?
Warum wir ewig durch die timeline scrollen 17.06.2026 15:54
Es ist weit nach Mitternacht, du bist müde, die Augen brennen, morgen ist ein harter Tag, aber du sitz noch immer vor dem Smartphone. Ein Video, ein Kommentar, noch ein Video, ein Like, noch ein Video… ewig so weiter. Es macht eigentlich keinen Spaß. Wir alle kennen das. Aber warum machen wir es?
Streetwise 11.06.2026 16:19
Was wir von Taxifahrern über die Gesellschaft lernen
Schöne Augen 03.06.2026 32:32
Unsere Augen sind unser wichtigster Sinn, über sie nehmen wir mehr Informationen auf als über jeden anderen. Faszinierend ist, dass sie uns trotzdem keinen klaren Blick auf die reale Welt erlauben.
Das Gefühl der Experten 21.05.2026 18:13
Expert:innen können aus Erfahrung oft schwierige Fragen "nach Gefühl" beantworten, ohne klare Kriterien dafür nennen zu können. Was, wenn Künstliche Intelligenz einfach das Selbe ist?
Medienmassen 13.05.2026 14:16
In der Demokratie ist die Öffentlichkeit jener Raum, in dem wir politische Ideen verhandeln. Vermittelt wurden diese meist journalistisch, in Massenmedien. Was, wenn das nun Medienmassen selbst erledigen wollen?
Epilepsie: Die doch-nicht-Neurodiversität? 29.04.2026 18:28
Neurodiversity Celebration Month: Epilepsie. Wenn die elektrischen Signale in unserem Gehirn plötzlich unkoordiniert werden, kann das spannende Effekte auslösen. Trust me.
Tourette und mehr 22.04.2026 24:57
Wir haben in den letzten Folgen mehrere Neurodiversitäten kennengelernt und erfahren, wie sie das Aufnehmen, Filtern und Speichern von Informationen beeinflussen. Nun geht es um: Entscheidendes Wissen. Also wie ändern sich die Entscheidungen und damit das Handeln von neurodiversen Menschen? Und das führt direkt zum Tourette-Syndrom... bei dem nämlich oft das Handeln gar nicht entschieden wird...
Über Legasthenie und Dyskalkulie 15.04.2026 15:24
In dieser Folge geht es um Neurodiversitäten, die mit dem Lernen und Erinnern zu tun haben. Bei Legasthenie fällt es schwer, fixe Verknüpfungen von Zeichen und Lauten zu speichern, was das flüssige Lesen erschwert. Bei Dyskalkulie werden Zahlen, Mengen und Größenverhältnisse nicht stabil miteinander verknüpft, was die Automatisierung von Rechenschritten beeinträchtigt.
Aufmerksamkeit Dynamik Hyperfokus Spannung 11.04.2026 20:35
ADHS ermöglicht den Menschen, an sehr, sehr viele Dinge fast gleichzeitig zu denken oder sich extrem stark auf eines zu konzentrieren. Beides toll. Das Problem ist allerdings manchmal, dass sie es sich nicht aussuchen können.
Die Sache mit dem Autismus 08.04.2026 27:59
Die Sache mit dem Autismus ist, dass er auch seine Vorteile hat. Man ordnet Einzelheiten oft viel weniger in den üblichen Kontext ein und sieht ihrer Details klarer für sich stehen. Man sieht Muster anders. Nicht besser, sondern anders. Divers.
April: Feiern wir Neurodiversität 01.04.2026 26:09
Neurodiversität heißt, dass menschliche Gehirne Informationen nicht gleich verarbeiten - und manche ganz besondere Mechanismen dabei haben. Im Guten wie im Schlechten - aber es ist sicher nicht hilfreich, sich auf die schlechteren Aspekte zu konzentrieren. Also beteiligt sich Entscheidendes Wissen mit einer Mini-Serie im April am Neurodiversity Celebration Month.
Warum es funktioniert, immer nur zu kritisieren 25.03.2026 24:05
Leider zeigen Experimente: Es ist viel wirkungsvoller und einflußreicher, über Nachteile einer Lösung zu reden, die man ablehnt, als über die Vorteile jener, die man bevorzugt. So sind wir manipulierbar durch destruktives Gesprächsverhalten
Die Erfindung der Schrift 11.03.2026 9:40
Die Schrift wurde nicht erfunden, um Heldenepen, Liebesgeschichten und religiöse Wahrheiten weiterzugeben. Es war etwas profaner.
Moralisch ist nicht gleich moralisch 25.02.2026 19:10
Menschen können lange darüber streiten, was sich moralisch gehört und was nicht, und dabei völlig aneinander vorbeireden, weil sie verschiedene Ebenen von Wissen berücksichtigen.
Was warum wieviel wert ist 11.02.2026 24:28
Bis zur Industrialisierung hat man nicht viel darüber nachgedacht, warum manche Dinge viel wert sind und andere wenig. Als man diese Frage dann strukturiert angehen wollte, war das gar nicht so leicht... aber nützlich.
Das darfst du nicht vergessen 28.01.2026 11:40
Es ist gar nicht so schwer, eine Aufgabe so zu formulieren, dass sie in Erinnerung bleibt. Aber machen Sie erstmal ihre jetzige Aufgabe fertig, dann können Sie diese Folge ja immer noch anhören.
Die einfachste Beschreibung von Kultur 21.01.2026 15:48
Stellen wir uns jede Entscheidung, die wir im Umgang mit anderen Menschen treffen, als eine Gabelung einer Straße vor: Wir können mindestens zwei Wege nehmen. Aber wir tun das nicht rein zufällig, sondern folgen Regeln: "In einer Situation X mache Y". Und wir haben Erwartungen daran, wie andere Menschen sich an solchen Gabelungen verhalten sollten. Die einfachste Beschreibung von Kultur folgt dara...
Stafford Beer und seine fünf Systeme 07.01.2026 22:36
Der Managementkybernetiker Stafford Beer analysierte das Wissen, das durch soziale Systeme fließt, anhand von fünf Subsystemen. Das ist eine spannende Sichtweise, aus der man manchmal viel lernen kann.
Moral Foundations Theory 10.12.2025 21:49
Der Psychologe Jonathan Haidt hat die moralische Basis unserer Entscheidungen auf sechs sehr grundlegende Werte reduziert: + Fürsorge + Fairness + Loyalität + Autorität + Reinheit + Freiheit Das erklärt schlüssig, warum progressive und konservative Menschen oft aneinander vorbeireden.
Wie gewohnt 03.12.2025 12:37
Gewohnheiten sind automatisierte Entscheidungen für Handlungen. Wie lange dauert es, sie zu ändern?
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