Klaus Dripke
Bibelperspektiven
Für wen sind die Bücher der Bibel geschrieben worden? Für die Kirchen? Für die Eingeweihten in eine religiöse Kultur, die sich mit den theologischen Begriffen auskennen und deshalb sofort verstehen, was dort geschrieben steht? Der Eindruck lässt sich nicht immer vermeiden - es sind Texte, die zumeist ein gewisses Vorverständnis voraussetzen. Zugleich haben aber diese Texte eine eigene, geradezu geheimnisvolle Qualität, eine Art "Wirkmacht", die bei vielen Menschen eine Ahnung von einer ganz anderen Wirklichkeit anregt, von einer Welt, die hinter der äußerlich erfahrbaren Welt bis in die tiefst...
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Episodes
"Und sie fürchteten sich sehr ..." 06.07.2026 10:52
Ein Volk, gerade der Sklaverei entkommen, ist erneut einer massiven Bedrohung ausgesetzt. Diese Situation, wie sie im 2. Mosebuch beschrieben wird, ist ein Sinnbild dafür, dass die Erringung von Freiheit häufig mit einer Reihe von Bedrängnissen einhergeht.
"... nicht die Weisheit, die von oben herabkommt ..." 28.06.2026 13:29
Wo im Umgang unter Menschen noch Neid und Streit vorherrschen, regiert eine "irdische Weisheit", so Jakobus in seinem Brief. Die wahre Weisheit, die "Weisheit von oben" lässt sich an ganz anderen Merkmalen erkennen.
"... Sünden in die Tiefen des Meeres werfen." 21.06.2026 12:37
Wieso muss es überhaupt den "Zorn Gottes" geben, wenn - wie im Buch des Propheten Micha beschrieben- derselbe Gott die Sünden später vergibt? Im Grunde ist uns eine solche Entwicklung sehr vertraut, beispielsweise im Umgang mit Suchterkrankungen.
"Da wird sein Heulen und Zähneklappern." 13.06.2026 14:32
Ein Gleichnis Jesu wirft Fragen auf: Wieso wird so streng mit denen umgegangen, die einer Einladung nicht nachkommen und die auf einem Fest nicht richtig gekleidet sind? Wen betrifft dieses Gleichnis? Nur diejenigen, die von Jesus nichts wissen wollen? Oder - alle ...?
"... sie kamen scharf aneinander ..." 07.06.2026 14:39
Sollte es nicht unter Christinnen und Christen möglich sein, sich zu einigen und Kompromisse zu finden? In manchen Situationen gibt es aber unvereinbare Standpunkte, so wie in einem heftigen Streit zwischen Paulus und Barnabas, von dem die Apostelgeschichte berichtet.
"... und gebe dir Frieden." 31.05.2026 15:14
Manchmal will ein Vorhaben nicht glücken und es scheint geradezu ein "Fluch" darauf zu liegen. Und manchmal gelingt etwas so gut, dass es uns irgendwie "gesegnet" erscheint. Diese alltäglichen Erfahrungen helfen beim Verständnis des bekannten "Aaronitischen Segens".
"Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod ..." 24.05.2026 14:34
Sich ärgern über etwas, das anders läuft, als man es sich in den Kopf gesetzt hat - mit dieser alltäglichsten aller alltäglichen Reaktionen beginnt etwas, was Paulus im Römerbrief "fleischlich" nennt und was einen kleinen, meist unbeachteten "Tod" nach sich zieht. Paulus wirbt für ein "geistliches" Leben zur Bewahrung unserer innersten Lebendigkeit.
"Hütet euch aber vor den Menschen ..." 17.05.2026 11:03
Wenn Jesus seine Jünger "wie Schafe mitten unter die Wölfe" senden will, dann klingt das recht bedrohlich und nicht gerade attraktiv. Wenn wir diesen Auftrag aber annehmen wollen, dann sollten wir auch den zweiten Satz verstehen, in dem er rät, dabei "klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" zu sein.
"... jedermanns Kehricht ..." 09.05.2026 11:01
Paulus bereitet seine Gemeinde in Korinth darauf vor, dass das Leben in der Nachfolge Jesu Hass und Widerstand hervorrufen wird. Er selbst ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass er sich von diesem Hass nicht anstecken ließ und niemals mit Rache antwortete.
"... das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." 02.05.2026 13:46
Es gibt Worte der biblischen Sprache, zu denen uns heute eigentlich jeder Zugang fehlt. Wir benötigen dann einen ganz anderen Zugang, der von den Erfahrungen unseres jetzigen Lebens ausgeht. Dies ist auch nötig bei einer ganz zentralen Aussage am Anfang des Markusevangeliums.
"Darum harrt der HERR darauf, dass er euch gnädig sei ..." 25.04.2026 12:26
Warum "harrt" der Herr darauf, dass er uns gnädig sei? Wenn er helfen möchte, worauf wartet er dann noch? Diese Aussage eines Jesaja-Textes muss einmal genauer beleuchtet werden.
"... sitzen auf zwölf Thronen ..." 18.04.2026 18:31
Unsere Abhängigkeit davon, "belohnt" werden zu wollen, reicht bis in unser innerstes Glaubensleben hinein. Das zeigt sich an der Frage von Petrus nach dem Lohn für den Einsatz der Jünger und an der tiefgründigen Antwort von Jesus.
"... nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit ..." 11.04.2026 10:28
Paulus rät der Gemeinde in Korinth, tatkräftig aus sich herauszuschaffen, was sie lähmt und gefangennimmt. Wie genau meint er das? Können wir das überhaupt: das Schlechte aus uns herausschaffen?
"... und lud auf sich unsere Schmerzen." 04.04.2026 21:52
Worte aus dem Jesajabuch, Jahrhunderte vor der Geburt Jesu aufgeschrieben, kündigen einen "Knecht" an, der um unsretwillen Schmerzen und Leid auf sich nimmt und sein Leben für uns dahingibt. Die Worte Jesajas geben eine Ahnung von dem unermesslichen und radikalen Engagement Christi für die Menschheit.
"... die Gemeinschaft des Blutes Christi?" 28.03.2026 14:24
Eine Gemeinschaft, in der die Individualität eines jeden gewahrt bleibt und gleichzeitig alle von demselben Geist durchströmt und getragen werden - gibt es das? Ja, unter Christinnen und Christen kann es dies geben, so erklärt das der 1. Korintherbrief; und die Erfahrung dieser Gemeinschaft geht weit über das Abendmahl hinaus.
"... damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut ..." 26.03.2026 11:51
Eine Stelle des Hebräerbriefes fordert dazu auf, dass wir uns zusammen mit Jesus "vor das Tor", "vor das Lager" begeben. Was ist mit dieser Aufforderung gemeint? Was hat das mit unserem Leben zu tun?
"... satt trinken an den Brüsten ihres Trostes." 14.03.2026 13:09
Im Buch Jesaja wird die Haltung Gottes uns Menschen gegenüber wie ein Strom mütterlicher Fürsorge beschrieben. Wenn wir ehrlich sind, spüren wir dies in unserem Leben allenfalls in bestimmten Augenblicken. Können wir der Beschreibung dieser Fürsorge dennoch trauen?
"... der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams." 07.03.2026 12:17
Ein kleiner Mann klettert auf einen Maulbeerbaum, um Jesus zu sehen, und Jesus kehrt kurz darauf in seinem Haus ein. Diese biblische Geschichte ist ein praktisches Beispiel für das, was im Epheserbrief in abstrakterer Form beschrieben ist: Jesus kennt unsere Abgründe, aber auch unser Liebespotential und möchte uns dabei helfen, dieses zu entfalten.
"... werdet ihr sterben in euren Sünden ..." 01.03.2026 13:43
"Wer bist du denn?" - wird Jesus von kritischen Pharisäern gefragt. Fragen wir nicht häufig so, und meinen dabei nicht den Menschen, sondern sein Amt, seine Rolle, seinen Status? Damals wie heute: Das Eigentliche unseres Gegenübers bleibt uns mit dieser Frage verschlossen.
"… von seiner eigenen Begierde gereizt und verlockt." 22.02.2026 14:09
Was ist "Sünde"? Sind das bestimmte Taten, die wir tun? Ist es eine bestimmte innere Haltung? Warum warnt Jakobus in seinem Brief so dringend vor der Sünde und ihren Folgen?
"... wenn ihr tut, was ich euch gebiete." 15.02.2026 12:51
Vor seiner Gefangennahme gibt Jesus seinen Jüngern einen wesentlichen Rat mit auf den Weg. Seine eindringliche Empfehlung klingt wie eine Beschreibung dessen, was Jesus selbst tun wird und was unmittelbar vor ihm liegt. Können wir ihm folgen?
"... denn sie sind ein Haus des Widerspruchs." 07.02.2026 11:08
"Das bringt doch nichts." - "Das ist doch sinnlos." - So argumentieren wir häufig, wenn es darum geht, jemandem etwas zu sagen, was derjenige vermutlich nicht hören will. Der Prophet Hesekiel wird aufgefordert, in diesem Fall dennoch zu sprechen. Wir auch?
"… Ich bin das Licht der Welt." 31.01.2026 11:55
Helen Keller erlebte als taubblindes Mädchen einen Moment, in dem es in ihr "hell" wurde. Vergleichbare beglückende Momente kann jeder von uns erleben. Von dem Licht, das dieses Hell-Werden bewirkt, spricht ein einzelner Vers aus dem Johannesevangelium.
"... die Haut seines Angesichts glänzte ..." 25.01.2026 12:19
Wir sprechen von "Ausstrahlung" und beobachten in seltenen Momenten, dass ein Gesicht von innen heraus "strahlen" kann. Die Israeliten sahen dies bei Mose. Was ist die Bedingung für ein solches Strahlen? Kann es dauerhaft bestehen bleiben?
"... eine Kraft Gottes, die selig macht ..." 17.01.2026 12:49
Mit geradezu euphorischen Worten spricht Paulus vom Evangelium. Über Worte aus seinem Römerbrief können wir uns Schritt für Schritt in seine Erfahrungswelt mit hineinnehmen lassen, um eine Ahnung davon zu bekommen, was er erfahren hatte und wovon er jedem weitererzählen wollte.
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