BetDenkzettel
BetDenkZettel
BetDenkZettel sind kurze Bet- und Denkanstöße von Fra' Georg Lengerke - in der Regel zu einem Wort aus den Schriftlesungen der Liturgie vom Tag
Author
BetDenkzettel
Category
Podcast website
Latest episode
Jun 19, 2026
Where to listen?
Podcasts in the app Replaio Radio Coming soonPodcasts are coming to the app soon. Install now and be the first to see a whole new take on podcasts
Episodes
191015 28. Woche i. Jkr. Di Schmutzige Wäsche Lk 11,37-41 15.10.2019 1:56
Zu den Grundvollzügen eines ordentlichen Lebens gehört es, dass wir regelmäßig die Wäsche wechseln. Einerseits um einer halbwegs gepflegten Erscheinung, andererseits um der Hygiene willen. Je nach Charakter, Lebensform oder Umständen kann es sein, dass wir auf unser Erscheinungsbild mehr oder weniger achten. Es kann auch sein, dass wir zu viel oder zu wenig darauf Acht geben. Gerade wir zölibatär...
191013 28. Woche i. Jkr. So Dank schafft Nähe Lk 17 11-19 13.10.2019 2:11
So kann es in unseren Beziehungen gehen: Während einer dem anderen nahe ist, ist der andere dem einen fern. Selbst die Liebe kann einseitig sein. Es gibt Schwankungen, Ungleichzeitigkeiten, besonders im Alter, bei Lebensveränderungen oder gegenüber fremd bleibenden Menschen. Die einseitige Liebe ist eine göttliche Tugend. Die Feinde lieben, den Bösen gut und den Fernen nah sein – das ist die König...
191012 27. Woche i. Jkr. Sa In uns und uns gegenüber Lk 11,27-28 12.10.2019 2:01
Der kurze Wortwechsel zwischen Jesus und einer Frau aus der Menge sagt etwas über das Verhältnis Mariens zu den Christen: dass nämlich der Mensch, der das Wort Gottes hört und es befolgt, wie jene selig zu preisen sei, die es unter ihrem Herzen getragen hat. Er erinnert uns auch einmal mehr an den Unterschied zwischen der natürlichen Verwandtschaft im Anspruch der Mutter und der geistlichen Verwan...
191011 27. Woche i. Jkr. Fr Scheidepunkte Lk 11,14-26 11.10.2019 2:09
Zu den Polarisierungen in der Kirche gehört das Auseinanderdriften von Grenzziehern und Grenzleugnern. Grenzzieher sind die, die nach einer Art binärem Code die Grenze zwischen drinnen und draußen, innerhalb und außerhalb der Gnade, Sündern und Gerechten berechnen zu können meinen. Sie merken nicht, dass das Leben keine Matheaufgabe ist und verwechseln nicht selten ihren Geschmack mit dem Dogma de...
191010 27. Woche i. Jkr. Do Selbst Ihr Lk 11,5-13 10.10.2019 1:59
In seiner Rede über das Gebet stellt Jesus unser Vertrauen in Menschen unserem Gottvertrauen gegenüber. Das Bild, das er zeichnet, ist nicht gerade ideal. Einer wendet sich nächtlich in unverhoffter Not an seinen Freund. Obwohl der schon schläft, hilft er dem Bittenden – wenn nicht deshalb, weil er sein Freund ist, dann deshalb, weil er ihm auf den Wecker geht. So seid Ihr, sagt Jesus. Selbst Ihr...
191009 27. Woche i. Jkr. Mi Wie Jesus beten lehrt Lk 11,1-4 09.10.2019 1:58
„Lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat“, bittet einer der Jünger Jesus. Uns wird nichts über die Gebetsschule des Täufers gesagt, aber dreierlei können wir annehmen. Erstens haben die Johannesjünger erlebt, wie der Täufer selbst gebetet und aus der Verbundenheit mit Gott gedacht, gesprochen und gehandelt hat. Zweitens wird Johannes zu ihnen über das Gebet gesprochen hab...
191008 27. Woche i. Jkr. Di Aufhören Lk 10,38-42 08.10.2019 2:07
Maria und Marta sind in der Geschichte der Spiritualität Personifikationen zweier Haltungen: der Kontemplation und der Aktion. Diese sind allerdings nie isoliert voneinander realisierbar. Es braucht die Aktion des kontemplativen und die Kontemplation des aktiven Menschen. Deshalb lehren Meister der christlichen Spiritualität wie Ignatius von Loyola die Haltung des „contemplativus in actione“. Es g...
191006 27. Woche i. Jkr. So Feierabend Lk 17,5-10 06.10.2019 2:06
Wem von uns käme das einfach so über die Lippen: „Wir sind unnütze Knechte, wir haben nur unsere Schuldigkeit getan“? Bin ich unnütz? War mein Tagewerk nur die Begleichung von Schuld? War da nichts Ungeschuldetes, keine Großherzigkeit, kein Verdienst? Natürlich sind wir nie nur unnütze Knechte. Sonst hätte Gott die Welt nicht dem Menschen anvertraut, die Kirche nicht auf das Fundament der Apostel...
191005 26. Woche i. Jkr. Sa Sein geht vor Tun Lk 10,17-24 06.10.2019 2:09
Nach ihrer Rückkehr berichten die gesandten Jünger staunend, dass sie Macht über die bösen Mächte haben. Sie erinnern an Kinder, die ein neues Wunderspielzeug bekommen haben, mit dem sie bisher Unmögliches bewerkstelligen können. Jesus macht die Vollmacht der Jünger nicht klein. Im Gegenteil, er betont sie eigens, bis hin zu ihrer Unbesiegbarkeit: „Nichts wird euch schaden können.“ Aber zugleich b...
191004 26. Woche i. Jkr. Fr Sie wären umgekehrt Lk 10,13-16 04.10.2019 2:10
Es kommt vor, dass jemand etwas nicht mitbekommt und deswegen nicht reagiert. Es kommt vor, dass jemand etwas mitbekommt und reagiert. Es kommt aber auch vor, dass jemand etwas mitbekommt und weiß das es ihn angeht – und doch nicht reagiert. So, sagt Jesus, muss es in Chorazin und Betsaida gewesen sein. Sie haben Jesus und seine Jünger gehört. Sie haben erlebt, über welche Macht sie verfügen. Sie...
191003 26. Woche i. Jkr. Do Zu zweit gesandt Lk 10,1-12 03.10.2019 2:01
Jesus sendet die Jünger „zu zweit“. Diese paarweise Sendung sagt etwas Grundsätzliches über jede christliche Sendung aus. Auch, aber nicht nur, wenn die beiden Eheleute oder Freunde sind. Zuerst hat die Sendung zu zweit den ganz praktischen Sinn gegenseitiger Hilfe und Ergänzung. Es gibt Dinge, die können wir nicht alleine. Wir brauchen praktische, geistige (intellektuelle) und geistliche (spiritu...
191002 26. Woche i. Jkr. Mi Nostalgie Lk 9,57-62 02.10.2019 1:53
„Come and sit!“ Auch wenn es nur um eine kurze Absprache geht, immer lädt mich mein orientalischer Freund ein. Auch neulich beim Abschied: „Come and sit!“ Aber es geht nicht. Und zwar nicht nur, weil ich ein deutscher Pedant bin. Der Fahrer wartet schon. Das Flugzeug wartet nicht. Es muss jetzt weitergehen! Ähnlich wird es dem gehen, der Jesus folgen, aber erst noch von seiner Familie Abschied neh...
191001 26. Woche i. Jkr. Di Das Ziel im Blick Lk 9,51-56 30.09.2019 2:02
Mit der heutigen Lesung beginnt bei Lukas der Reisebericht nach Jerusalem. An seinem Anfang steht nicht nur eine Entscheidung. Im Griechischen steht da: „Jesus richtete sein Angesicht fest darauf, nach Jerusalem zu gehen.“ (Lk 9,51) Die Sendung Jesu geht auf die Zielgerade. Dabei hat er nicht eine Utopie der Welt im Blick, wie er sie gerne hätte. Er hat die Wirklichkeit mit ihrer schrecklich-schön...
190929 26. Woche i. Jkr. So Wer Lazarus ist Lk 16,19-31 29.09.2019 2:13
Lazarus ist im heutigen Gleichnis der Name eines Bettlers vor einer verschlossenen Tür. Der soll nicht namenlos bleiben. Von dem reichen Mann drinnen kennen wir keinen Namen. Vielleicht, weil er sich für Gott und die Armen unansprechbar gemacht hat. Lazarus weist über sich selbst hinaus. Zunächst bedeutet er der Arme vor unserer Tür, die zwischen uns offen oder verschlossen ist. Er ist die Person...
190928 25. Woche i. Jkr. Sa Frageangst Lk 9,43b-45 28.09.2019 1:59
Manchmal liegen Welten zwischen den Jüngern und Jesus. Heute zum Beispiel schärft er ihnen ein, dass er in die Hände der Menschen überliefert wird. Die Jünger verstehen nicht und der Sinn seiner Worte bleibt ihnen verborgen. Das allerdings kann ich verstehen. Was soll das denn heißen: In die Hände der Menschen gegeben sein? Zumal die Jünger noch über seine Taten staunten. Der, der alles in der Han...
190926 25. Woche i. Jkr. Do Der Wunsch des Herodes Lk 9,7-9 26.09.2019 2:02
Von Herodes heißt es heute, er habe den Wunsch gehabt, Jesus einmal zu sehen. Was mögen seine Motive gewesen sein? Von dem Gewissensrest in Herodes vor der Enthauptung Johannes‘ des Täufers, war schon mal die Rede (vgl. BDZ v. 29.8.2019). Ist es noch immer ein Rest von Gottessehnsucht, die Herodes Jesus zu sehen wünschen lässt? Ist es der Wunsch, seiner habhaft zu werden? Oder ist es die reine Sen...
190925 25. Woche i. Jkr. Mi Machtannahme und Machtverzicht Lk 9,1-6 25.09.2019 2:03
Verteilung, Überhöhung und Missbrauch von Macht in der Kirche sind aktuelle und wichtige Themen. Doch grundsätzlicher noch sind die beiden Macht-Themen im heutigen Evangelium: Machtannahme und Machtverzicht. Zum einen wird gesagt, dass Jesus den Zwölfen dynamis (Kraft) und exousia (Vollmacht) gibt. Diese zeigen sich in der Weise, wie sie von Gott und seinem Reich sprechen, und darin, dass sie Mach...
190923 24. Woche i. Jkr. Di Wasser ist dicker als Blut Lk 8,19-21 24.09.2019 2:04
Wenn wir als Jugendliche gleichaltrige Verwandte kennenlernten und uns über eine bereits vorhandene Vertrautheit wunderten, wurde bei uns das Sprichwort zitiert, Blut sei eben dicker als Wasser. Sollte heißen: Verwandtschaft schaffe ein festeres Band als bloße Bekanntschaft. Mit der Verwandtschaft im Evangelium ist das so eine Sache. Hier finden sich drei Arten von Verwandtschaft: Da ist erstens d...
190922 25. Woche i. Jkr. So Making friends Lk 16,1-13 22.09.2019 2:05
„Making friends“ sagt man auf Englisch, wenn Menschen sich anfreunden. Im Deutschen klingt „Freunde machen“ komisch. Freunde lernt man kennen oder gewinnt sie. Aber man kann etwas tun, um Freunde zu gewinnen. Im Lukasevangelium heißt es heute, wir sollen uns mit dem „ungerechten Mammon“ Freunde machen. Mammon (von armenisch mamon = Besitz, Vermögen) ist hier der personifizierte Reichtum. Ungerecht...
190921 Fest des Apostels Matthäus Nicht die Gerechten Mt 9,9-13 21.09.2019 1:58
Als ich das Evangelium gerade gelesen, das Buch verehrt und auf den Ambo zurückgelegt habe, sehe ich, dass mein damals vielleicht zehnjähriger Neffe mit seiner Mutter flüstert. Sie sagt ihm, er solle sich mit seiner Frage nach der Messe an mich wenden: „Onkel Georg, warum ruft Jesus die Sünder und nicht die Gerechten?“, fragt er mich später vor der Sakristei. „Tja, was meinst Du?”, frage ich ihn,...
190920 24. Woche i. Jkr. Fr Das Vermögen der Herrinnen Lk 8,1-3 19.09.2019 2:01
In der Nachfolge Jesu werden heute neben den zwölf Aposteln einige Frauen erwähnt, von denen Maria Magdalena, Johanna und Susanna namentlich genannt werden. Über sie sagt der Evangelist, dass sie alle zuvor eine Erfahrung mit Jesus gemacht haben: Sie sind von Krankheiten geheilt und von Dämonen befreit worden. Das müssen starke und befreite und zum Teil wohlhabende und gebildete Frauen gewesen sei...
190919 24. Woche i. Jkr. Do Der nackte Fuß Lk 7,36-50 19.09.2019 2:06
In der Wieskirche bei Steingaden gibt es an der Decke ein Fresko vom Mahl Jesu im Hause des Simon. Die Frau hockt vor Jesus, der sie mit der einen Hand segnet und mit der anderen sendet. Gegenüber am Tisch der Pharisäer und Hausherr Simon. An dessen Haltung fällt etwas auf: Einerseits hebt er abwehrend die Hände. Andererseits streckt er einen nackten Fuß in Richtung der auf dem Boden knieenden Fra...
190918 24. Woche i. Jkr. Mi Nach wessen Pfeife? Lk 7,31-35 18.09.2019 2:05
Unsere Mutter ist eine geduldige Frau. Nur manchmal brachten wir sie an den Rand der Geduld. Dann nämlich, wenn unseren Kinderlaunen nichts recht war. Entweder kam das Erwünschte zur Unzeit oder zur rechten Zeit das Unerwünschte. „Wie man’s macht, ist es falsch!“ sagte sie dann. Und heute weiß ich, dass wir sie nur nach unserer Pfeife hatten tanzen lassen wollen. So geht es Jesus: Johannes fastet...
190917 24. Woche i. Jkr. Di Wenn der Todeszug hält Lk 7,11-17 17.09.2019 2:15
Bei jeder Beerdigung denke ich mir: Das ist unser aller Weg. Dem Grab entgegen. Früher war mir dieser Weg noch weit. Zwischendurch schien er mal erschreckend absehbar. So oder so: Wir sind auf dem Weg ins Grab. Unaufhaltsam. Außer in Nain. Vor der Stadt kommt der Menschenmenge um Jesus ein Beerdigungszug entgegen. Jesus ist von der Trauer der Witwe um ihren einzigen Sohn „in den Eingeweiden erschü...
190915 24. Woche i. Jkr. So Mitgesucht und mitgefunden Lk 15,1-32 15.09.2019 2:03
Die Empörung der Schriftgelehrten und Pharisäer über Jesu Nähe zu den „Zöllnern und Sündern“ wird verständlicher, wenn ich mir vorstelle, Jesus hätte jemanden aufgesucht, der mich betrogen oder verletzt hat. Sie empören sich ja nicht über seine Gemeinschaft mit den Armen, das wäre in der Tat verwerflich. Sie empören sich über seine Gemeinschaft mit den Sündern – mit Leuten also, zu denen auch ich...
Similar podcasts
Replaio is not a podcast publisher; show names, artwork and audio belong to their authors and are distributed through public RSS feeds.