BetDenkzettel

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Religion DE ↓ 747 episodes

BetDenkZettel sind kurze Bet- und Denkanstöße von Fra' Georg Lengerke - in der Regel zu einem Wort aus den Schriftlesungen der Liturgie vom Tag

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Religion

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www.betdenkzettel.de

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Jun 19, 2026

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Episodes

Kinderopfer Gen 22, 1-2.9a.10-13.15-18 28.02.2021

Die Geschichte der Opferung Isaaks verstört. Gott befiehlt dem Abraham die Opferung seines Sohnes. Im letzten Moment fällt er ihm in die Hand, die das Messer hält. Gott verbietet die Tat – und lobt den Gehorsam des Abraham. Gott will keine Menschenopfer. Es hat in der Welt Abrahams Religionen gegeben, in denen Menschenopfer an der Tagesordnung waren. Hier ist es, als gebärde Gott sich wie einer je...

Heuschrecken und Wilder Honig Teil 2: WEGRÄUMER Mt 3,3 24.02.2021

Ein „Wegräumer“ ist entweder einer, der etwas weg räumt, oder einer, der den Weg räumt. Johannes der Täufer ist beides. In ihm, sagt Matthäus, erfüllt sich die Verheißung des Jesaja einer „Stimme eines Rufers in der Wüste“, der ruft: „Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!“ (Mt 3,3 und Jes 40,3) Johannes ruft den Menschen zu, dem Herrn den Weg zu bereiten und aus dem Weg zu räumen...

Umdenken Mk 1,12–15 21.02.2021

Beim Umkehrruf Jesu geht es um mehr als um eine bloße Kurskorrektur. Es geht um eine „Metanoia“, ein Umdenken. Metanoia bedeutet Hinkehr des ganzen Menschen zu Gott und von Gott her zur Welt: im Denken und Empfinden, im Wahrnehmen und Entscheiden, im Reden und Tun. Wenn von Umkehr die Rede ist, scheint mir dreierlei wichtig: 1. Metanoia bedeutet Um denken . Zur christlichen Spiritualität gehört al...

Heuschrecken und Wilder Honig 1: FREUDENSPRUNG Lk 1,41.44 17.02.2021

Liebe Denker und Beter, in dieser Fastenzeit wird es unter der Überschrift „Heuschrecken und wilder Honig“ jeweils einen Impuls pro Woche am Mittwoch geben. Der erscheint zusätzlich zu den BetDenkzetteln der Sonntage. Johannes der Täufer, der Wegbereiter Jesu und Ordenspatron der Malteser und Johanniter, wird uns in dieser Zeit wichtige Anstöße für eine fruchtbare Erneuerung auf Ostern zu liefern....

Kein Anlass zum Vorwurf 1 Kor 10,31-11,1 14.02.2021

Schon in der frühen Kirche gab es Polarisierung. Ich weiß nicht, wie weit die der heutigen ähnelte zwischen denen, die sich auf die Tradition der Kirche, und denen, die sich auf die Lebenswirklichkeit der Menschen berufen. Dennoch können wir von Paulus etwas über den Umgang mit Polarisierungen lernen. Den Heiden sagt Paulus, sie sollen sich vom Götzendienst fernhalten. Den Juden sagt Paulus, sie s...

Allen alles recht machen? 1 Kor 9, 16–19.22–23 07.02.2021

„Allen bin ich alles geworden“ (1 Kor 9,22) schreibt Paulus nach Korinth. Entsprechend disponierte Leser könnten daraufhin meinen, sie müssten allen alles recht machen, durchgehen lassen oder sogar gutheißen und allen in allem zu Willen sein. So geht ihnen ihr inneres Helferlein fröhlich voran in die sichere Erschöpfungsdepression. Zweierlei hilft mir heute, das Wort des Paulus besser zu verstehen...

Ehe und Zölibat 1 Kor 7,32-35 31.01.2021

Der Zölibat ärgert, wo er für eine leibfeindliche Disziplinarmaßnahme gehalten und lieblos verwirklicht wird. Der Zölibat tröstet, wo er eine Liebesgeschichte mit Gott ist und so verfügbar für die Menschen macht. Die Ehe ärgert, wo sie beansprucht, exklusiv und lebenslänglich zu sein, oder wo sie lieblos gelebt wird. Die Ehe tröstet, wo zwei miteinander ein Zuhause werden für viele und ein Zeugnis...

Warum verfolgst Du mich? Apg 22, 1a.3-16 (Wdh) 25.01.2021

Liebe Freunde, heute mit etwas Verspätung einige Gedanken zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus. Auf dem Weg nach Damaskus, wo Saulus (später Paulus) die Christengemeinde vernichten will, stürzt er, vom Licht überwältigt, zu Boden und hört eine Stimme sagen: „Ich bin Jesus, den du verfolgst“ (Apg 22,8 und 9,5). Jesus spricht hier von der verfolgten Kirche , und er spricht von sich . Es gibt zwei W...

Haben, als hätten wir nicht 1 Kor 7,29-31 24.01.2021

Der Rat des Paulus an die Korinther irritiert: „Wer eine Frau hat, soll sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine“ (1 Kor 7,29). Klingt wie die Filmszenen, in den Männer heimlich ihren Ehering vom Finger ziehen, wenn sie einer attraktiven Frau begegnen. Aber es geht hier nicht darum, die Ehe nicht ernst zu nehmen. Paulus steht unter dem Eindruck des Anbruchs einer neuen Zeit. Gott der Sohn h...

Bei Dir zuhause bleiben Joh 1,35-42 17.01.2021

„Wo bleibst Du?“ frage ich einen, der säumig ist, obwohl es Zeit ist zu gehen. „Wo bleibst Du ?“ frage ich den, der übrigbleibt, weil an ihn nicht gedacht wurde. „ Wo bleibst Du?“, fragen die beiden Männer Jesus wörtlich übersetzt im heutigen Evangelium (Joh 1,38). Uns wird derzeit oft gesagt, wir sollten zuhause bleiben. Aber wo ist eigentlich mein Zuhause? Zuhause ist, wo ich bleiben kann. Aber...

Uns steht das Wasser bis zum Hals Mk 1, 7–11 10.01.2021

Von einem Menschen, dessen Not an den Rand des Lebbaren geht, sagt man: „Ihm steht das Wasser bis zum Hals.“ Mehr darf nicht kommen – oder er ertrinkt. Viele, die heute um ihr wirtschaftliches oder familiäres, körperliches oder psychisches Überleben kämpfen, könnten das sagen: „Mir steht das Wasser bis zum Hals!“ (vgl. Ps 69,2) Auf alten Darstellungen der Taufe Jesu ist es Jesus, dem das Wasser bi...

Walk in the Dark (Epiphanie) Jes 60,1–6 06.01.2021

Über Weihnachten war mein 9jähriger Neffe Sylvester mit Eltern und Geschwistern im Libanon, um das Fest mit schwerstbehinderten Freunden aus einem dortigen Heim zu feiern. Nach der Rückkehr fällt ihm vor dem Schlafengehen eines der dortigen Lieder ein: „Walk in the Light“. Doch irgendwie wollte der Refrain nicht zu der familiären Verwerfung und dem Schmerz seines gleichaltrigen Schützlings Youssef...

Wo die Weisheit wohnt Sir 24, 1–2.8–12 03.01.2021

Weisheit ist eine „Dreh- und Angel-Eigenschaft“ für ein gutes Leben. Deshalb wird sie unter die „Kardinaltugenden“ (von lat. cardo – Türangel) gezählt. Sie bezeichnet die Fähigkeit, zu erkennen , was etwas ist und bedeutet, zu unterscheiden , worauf es ankommt, und zu handeln , wie es dieser Erkenntnis und Unterscheidung entspricht. In der Weisheitsliteratur des Alten Testaments jedoch ist die Wei...

Anfängerin der Welt (Weihnachten IV) Lk 2,16-21 01.01.2021

Heute morgen sind wir alle Anfänger. Zumindest was dieses Jahr angeht. Aber was werden wir anfangen mit diesem Jahr? An den Jahresbeginn stellt die Kirche Maria, die Anfängerin der Welt. Keiner von uns hat sich selbst angefangen. Wir alle sind angefangen worden. Auch Maria wurde angefangen. Und von da an hat sie sich anfangen lassen. Auf der Kirchentreppe meiner Kaplanspfarrei saß mal ein traurige...

Stephanus: In Freuden und in Schmerzen (Weihnachten III) Apg 6, 8–10; 7, 54–60 26.12.2020

Jedes Jahr tut es irgendwie weh: Gestern die Geburt Jesu, heute der Tod des Stephanus. Gestern „Stille Nacht, heilige Nacht“, heute „Mir nach, spricht Christus, unser Held“. Aber wer z. B. „Zu Bethlehem geboren“ (Friedrich v. Spee) gestern aufmerksam gesungen hat, der kann eigentlich vom Fest des ersten Märtyrers der Kirche heute nicht überrascht sein. Wem ernst damit ist, dass er diesem Kind gehö...

Allzu stille Nacht (Weihnachten II) Joh 1,1–18 25.12.2020

„Bitte keine stille Nacht“ wirbt eine Münchener Hilfsorganisation für einsame ältere Menschen. Denn für die ist eine wirklich „stille“ Heilige Nacht unerträglich. Aber nicht nur für sie. Viele singen gerührt „Stille Nacht“, aber nur wenige halten sie aus – die Stille. Dabei brauchen wir sie, um einander hören zu können – besonders die leisen Töne. Die Stille, das Schweigen gehört zum Geheimnis der...

Zum Glück gefährlich nahe (Weihnachten I) Lk 2,1–14 24.12.2020

Die Hilfsorganisationen der Kirche haben sich die Nähe zum Menschen auf die Fahnen geschrieben. „…weil Nähe zählt!“ tun die Malteser ihren Dienst, und die Caritas will „Nah. Am Nächsten.“ sein. Die Ansteckungsgefahr hat uns nun in eine heilsame Verlegenheit gebracht. Wir müssen über neue Formen der Nähe und des Daseins für andere nachdenken; und wir werden gefragt, wie es denn um die Nähe Gottes s...

Taue herab, dann taue ich auf Jes 45,8 20.12.2020

Seit ich in die Stadt gezogen bin, vermisse ich den morgendlichen Blick aus dem Fenster. In Ehreshoven waren da eine Wiese und der Wald und mitunter der Morgennebel, aus dem nur die obere Hälfte der weidenden Rinder herausschaute. Und da war der Morgentau auf den Blättern, Halmen und Zweigen. In der Stadt bemerkt man ihn kaum. Außer vielleicht als Schleier auf der Windschutzscheibe, der mit einem...

"Meins Lockdowns Tür Dir offen ist" 1 Thess 5,16-24 13.12.2020

„Freut Euch! – „Gaudete!“ beginnen die Gottesdienste am Dritten Adventssonntag. „Sehr witzig“ sagen die Menschen, denen wegen der Pandemie oder der Einschränkungen gerade herzlich wenig nach Freude zumute ist. Aber „Lockdown“ ist nicht nur eine Erfahrung der Pandemie. Wir haben einen „harten Lockdown“ und einen „Lockdown light“ erlebt. Aber auch vorher, auch ohne Pandemie, lebten die meisten von u...

Liebe Freudenbotin! Jes 40,1-5.9-11 06.12.2020

Wenn heute einer sagte: „Die Kirche ist eine Botin der Freude!“, würden ihm viele widersprechen: „Die Kirche ist ein Saustall!“ Für den Propheten Jesaja war die heilige Stadt Jerusalem beides: „gestürzt und gefallen“ (3,8) und „Botin der Freude“ (40,9). Um wieder „Botin der Freude“ zu werden, schließt sich die Kirche oft einfach den Freudenbotschaften an, die es auch ohne sie gibt. Zum Beispiel we...

Wetter hilft beten Jes 63,16b-17.19b; 64,3-7 29.11.2020

Ein warmer, klarer Tag im Frühling. Von unseren Fenstern aus kann man die Alpen sehen. Ich spaziere durch die Stadt, die am Werktagmittag so leer ist wie sonst nur am Sonntagmorgen. Ich finde, dass das Wetter nicht zu unserer Lage passt. Letzte Woche wieder Spaziergang. Es ist kalt und nebelig. Man sieht nicht weit. Den ganzen Tag will es nicht recht hell werden. Und ich denke: Genauso sieht es in...

Weil Du es bist Mt 25, 31-46 22.11.2020

„Er hat in mir immer seine gestorbene Jugendliebe gesehen,“ erzählte mir eine alleinstehende Frau. „Wenn er mich ansah, sah er sie; wenn er mich berührt hat, galt die Zärtlichkeit ihr. Was er auch tat, nie meinte er mich.“ Ähnliches erlebte ich in Lourdes: „Warum bist Du so gut zu mir?“ fragte eine alte Dame einen Helfer. Und der antwortete etwas überrumpelt: „Weil ich Jesus in Dir sehe.“ Als ich...

Die Gaben ausgraben! Mt 25,14-30 15.11.2020

Ob Flötenspiel, Mathematik oder soziale Kompetenz. Mach was aus Deinen Begabungen! Darüber wird an diesem Sonntag viel gepredigt werden. Schön. Aber das wussten wir schon. Dafür braucht es das Evangelium nicht. Das Wort „Talent“ hat Karriere gemacht. Was in der Antike eine Währung war, ist heute ein Synonym für Begabung schlechthin. Aber im Gleichnis werden Talente und Fähigkeiten unterschieden: J...

Was wir nicht teilen können Mt 25,1-13 08.11.2020

„Wenn’s mal wieder länger dauert…“ warb man in den 90er Jahren für einen Schokoriegel, „schnapp‘ dir ‘n Snickers.“ Auch im Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen dauert‘s länger. Als der Bräutigam in der Nacht verspätet kommt, haben die einen Öl, die anderen nicht. Auf die Bitte der Letzteren, ihnen von ihrem Öl abzugeben, sagen die Gefragten, es reiche dann weder für die einen noch...

Wir Glücklichen! Mt 5,1-12a 01.11.2020

In den nächsten Wochen wird das Leben für viele wieder schwieriger, einsamer und unheimlicher. Da reicht es nicht zu sagen: „Selig seid Ihr, denn es wird schon wieder!“ Aber gerade das hat Jesus nicht gemeint, wenn er die Armen und Trauernden, die unter Ungerechtigkeit Leidenden und die unschuldig Verfolgten seligpreist. Denn die sind eben nicht selig, weil sie arm, traurig, ungerecht behandelt od...

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