Verena Hofstätter & Jessica Albrecht

Sprache. Macht. Geschlecht.

Welche Macht hat Sprache? Wie wird Geschlecht gemacht? Zwischen Theorie und Praxis tauchen wir ein in das, was sich zwischen den Worten abspielt — kritisch, verständlich, engagiert.

Auteur

Verena Hofstätter & Jessica Albrecht

Categorie

Science

Nieuwste aflevering

28 okt. 2026

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Afleveringen

Auf den Leib geschrieben 28.10.2026

Hat biologisches Geschlecht eine Geschichte? Thomas Laqueur sagt ja: In Making Sex (1990) beschreibt er den Übergang von einem vormodernen „Ein-Geschlecht-Modell“, in dem die Frau als nach innen gewendeter, unvollkommener Mann galt, zum modernen Zwei-Geschlechter-Modell um 1800. Wir sprechen über den weiblichen Orgasmus, frühneuzeitliche Gerichtsfälle, die Kritik an Laqueurs Datierung und darüber,...

Das A in Asexualität: Fehlt da was? 14.10.2026

Was fehlt eigentlich, wenn jemand wenig oder keine sexuelle Anziehung erlebt – und warum wird daraus so schnell ein Mangel? Wir setzen die Ace-Brille auf Foucaults Sexualitätsdispositiv und sprechen über compulsory sexuality , Pathologisierung, epistemische Ungerechtigkeit und die Frage, ob Asexualität in die Kategorie „sexuelle Orientierung“ passt – oder diese Kategorie gerade ins Wanken bringt.

Sexualität und Wahrheit 30.09.2026

Warum soll Sexualität eigentlich sagen, wer wir sind? In dieser Folge geht es um Michel Foucaults Der Wille zum Wissen und die Frage, wie Sexualität zu etwas werden konnte, das uns angeblich die Wahrheit über uns selbst verrät. Wir sprechen über die Repressionshypothese, das Geständnis, das Sexualitätsdispositiv, Biopolitik — und warum die Suche nach unserem „wahren Sex“ selbst Teil des Problems i...

Trans Phänomenologie 29.07.2026

Wie fühlt sich Geschlecht im eigenen Körper an? In dieser Folge sprechen wir mit Gayle Salamon und Maurice Merleau-Ponty über den gelebten Leib, soziale Konstruktion und Transgeschlechtlichkeit. Wir fragen, wie gesellschaftliche Normen körperlich spürbar werden – und warum ein Körper sich natürlich anfühlen kann, ohne deshalb natürlich gegeben zu sein.

Die Frau ohne Eigenschaften 15.07.2026

Wie schreibt man eine queere weibliche Figur, ohne sie festzuschreiben? Wir sprechen über Karen Barads agentiellen Schnitt, Judith Butlers Begriff der Lebbarkeit und darüber, wie Kategorien, Labels und literarische Formen mitbestimmen, welche Körper und Beziehungen verständlich werden.

Tiere, Menschen, Technik 01.07.2026

In dieser Folge sprechen Jessica und Verena über Donna Haraway. Ausgangspunkt sind Haraways Ideen zu " Companion Species" , Verwandtschaft und Beziehungen, die weit über Menschen hinausgehen. Wir besprechen, was wir von Hundetraining über Liebe, Macht und Verantwortung lernen, warum „bedingungslose Liebe“ keine so harmlose Vorstellung ist und was es bedeutet, in einer kaputten Welt in diesem Probl...

Frauen, Gossip, Mütter 17.06.2026

Happy Birthday to us! Zum ersten Geburtstag von Sprache. Macht. Geschlecht. greifen wir zwei eurer Themen auf: Gossip und Mutterschaft. Warum wird informeller Wissensaustausch als Getratsche abgewertet, sobald er weiblich codiert ist? Und wie kann Fürsorge anerkannt werden, ohne Muttersein erneut zur weiblichen Bestimmung zu erklären?

Heterosexualität als Norm 03.06.2026

In dieser Folge geht es um Heteronormativität, Compulsory Heterosexuality und die Heterosexuelle Matrix - angefangen mit Adrienne Rich hin zu Judith Butler, um die Frage zu beantworten, warum Heterosexualität so oft als natürlich, selbstverständlich und unveränderlich erscheint.

Was muss eine Frau wissen? 13.05.2026

Wir steigen nach dem Butler-Hangover bei Adrienne Rich ein: Was muss eine Frau wissen, um ein „self-conscious, self-defining human being“ zu werden? Anhand ihrer Rede von 1979 sprechen wir über hergestelltes Nichtwissen, die Illusion von Neutralität, „Leerstellen lesen“ als Methode – und darüber, wie Tokenismus als falsche Macht Sichtbarkeit selektiv verteilt.

Wo ist der Körper? 29.04.2026

In dieser Folge geht es weiter mit Judith Butlers ersten Werken und vor allem der Frage nach Materie, Körper(lichkeit) und Gewalt. Von Inter- zu Transgeschlechtlichkeit, über Drag zu Gender Reveals. 

Wenn Geschlecht stört 15.04.2026

In dieser Folge sprechen wir über Sprache, Macht und Geschlecht bei Judith Butler und diskutieren zentrale Begriffe wie Diskurs, Iterabilität, Performativität und Handlungsmacht sowie die Frage, wie Subjekte durch normative Ordnungen hervorgebracht werden. Außerdem geht es darum, warum Butlers Texte als schwer verständlich gelten und welche Rolle Materialität in deren Theorie spielt.

Das Phantasma „Gender“ 01.04.2026

Wie funktioniert das Schreckgespenst „Gender“ im politischen Diskurs? Wir sprechen mit Judith Butler über Anti-Gender als Phantasma, über Angst, Allianzen, Religion, Nation, Faschisierungstendenzen — und darüber, wie kritische, feministische Praxis trotzdem handlungsfähig bleiben kann.  

Who's Afraid of Gender? 18.03.2026

Warum ist „Gender“ plötzlich überall als Bedrohung dargestellt? In dieser ersten Folge zu Judith Butlers Who’s Afraid of Gender? sprechen wir über Butler als politische Angriffsfläche, über Anti-Gender als transnationales Muster der Angstpolitik und darüber, warum hier nicht einfach ein Begriff bekämpft wird, sondern eine ganze kritische Tradition. Es geht um moralische Panik, um Demokratie unter...

Genealogisch durch die Zeit: Wissenschaft als Kritik 04.03.2026

Eine Folge über Genealogie und Kritik von Nietzsche über Foucault und die Frankfurter Schule bis zu Butler und Joan Wallach Scott. Und darüber, warum Moral, Wahrheit und Wissenschaft (und Gender!) historisch geworden sind und deshalb befragt werden müssen.

Queer Phenomenology 18.02.2026

„Sexuelle Orientierung“ klingt wie eine Identitätskategorie. Aber was, wenn Orientierung wörtlich gemeint ist – als Ausrichtung im Raum? In dieser Folge denken wir mit Sara Ahmed darüber nach, wie Körper Linien folgen, wie „straight“ zur Norm wird – und warum Desorientierung politisches Potenzial hat. 

After Crenshaw? Intersektionalität mit und ohne Straßenkreuzung 04.02.2026

In dieser Folge dreht sich alles um Intersektionalität: Was heißt Intersektionalität? Woher kommt es? Auf welche Kontexte kann man es anwenden? wie wird es kritisiert und wie kann man es weiterdenken?

Was fehlt dir, um gehört zu werden? 21.01.2026

Wem glauben wir – und wem nicht? In dieser Folge sprechen wir über epistemische Ungerechtigkeit nach Miranda Fricker, über verkörpertes Wissen, Sprachlosigkeit und die politische Kraft des Zuhörens.

Your Silence Will Not Protect You 07.01.2026

In Folge 16 sprechen wir über Audre Lorde: Schweigen, Sprechen als Überleben, Kritik an weißem Feminismus, der Kontext von „The master’s tools“ als Kritik am weißen Feminismus, und „The Uses of the Erotic“ als verkörperte Kraft für Erkenntnis und politischen Wandel. 

Feministische Arbeit: Zwischen Kritik und Fürsorge 17.12.2025

Was braucht es, um Kritik nicht nur zu äußern, sondern auch auszuhalten? In dieser Folge sprechen wir über Sara Ahmeds feminist killjoy survival kit – über Bücher, Zeit, andere Killjoys, Humor und Körper als Werkzeuge feministischer Praxis und Kritik. Es geht um Überleben statt Optimierung, um Fürsorge statt Resilienz und um die Frage, wie Widerstand möglich bleibt, ohne sich selbst zu verlieren.

How to be a Feminist Killjoy 03.12.2025

Glücklichsein ist kein Gefühl – es hat System. Sara Ahmed zeigt, warum Unglücklichsein kein persönliches Versagen ist, sondern ein Akt politischer Klarheit – und warum manchmal genau diejenige, die “die Stimmung verdirbt”, am meisten Fürsorge zeigt.

Wahr/sprechen leicht gemacht 19.11.2025

Was ist Wahrheit – und was hat Michel Foucault damit zu tun? In dieser Folge reden wir über seine drei Phasen (Wissen, Macht, Ethik), über „Regime der Wahrheit“ und parrhesia und fragen, was das für heutige Kämpfe um Gender, Politik und Realität bedeutet.

Vom Gendern und anderen Ideologien 05.11.2025

Was ist eigentlich eine Genderideologie – und warum wird der Begriff so häufig gegen geschlechtergerechte Sprache verwendet? In dieser Folge sprechen wir über Ideologie, Sprachpolitik und warum Genderverbote keine Nebensache sind, sondern hegemoniale Eingriffe in die gesellschaftliche Ordnung.

Sprache, Macht, Hegemonie 22.10.2025

Diese Folge untersucht, wie Ernesto Laclau (mit Partnerin Chantal Mouffe) Sprachtheorien mit Hegemonietheorien zusammenbringt. Es geht um Macht, Demokratie und leere Signifikanten.

Von Weibern, Dirnen, Mägden 08.10.2025

Warum nennen wir Frauen im Deutschen nicht mehr „Mägde“, „Weiber“ oder „Dirnen“? In dieser Folge sprechen wir über Pejorisierungen von Frauenbezeichnungen und fragen: Spiegelt Sprache hier nur die Gesellschaft wider – oder reproduziert sie Geschlechterverhältnisse?

Borderlands/La frontera and the “Wild Tongue” 24.09.2025

Eine Reise durch Gloria Anzaldúas Borderlands/La Frontera: von Mestiza-Consciousness und Grenzräumen über Mythen wie die Virgen de Guadalupe bis zu „How to Tame a Wild Tongue“ – Schreiben, Sprache und Spiritualität als Praxis des Widerstands.

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