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Landesarchiv Baden-Württemberg

Sprechende Akten. NS-Opfer und ihr Ringen um Entschädigung

Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die noch junge Bundesrepublik den Opfern und Verfolgten des Naziregimes so genannte “Wiedergutmachungszahlungen”. Doch nicht nur der Begriff war problematisch, auch der Prozess, eine solche Zahlung zu erhalten, gestaltete sich häufig als äusserst schwierig. Denn die Sachbearbeiter, die über die Zahlungen entschieden, urteilten sehr unterschiedlich. Teilweise mit äußerster Härte, manchmal voller Verständnis. Aber stets nach geltender Gesetzeslage. Das Landesarchiv Baden-Württemberg möchte diesen Teil deutscher Historie mit diesem Podcast wieder sichtbar machen und...

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History

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Épisodes

Widerstand im Untergrund: Der Stuttgarter Antifaschist Alfred Hausser 26.03.2026

1934 wird der erst 22-jährige KPD-Aktivist Alfred Hausser von der Gestapo verhaftet, weil er sich im aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus befindet. Es folgen Jahre in Haft unter grausamen Bedingungen. Aber er wird nicht gebrochen, sondern möchte seinen Teil zu einem neuen Deutschland beitragen. Sein eigener Kampf um Entschädigung wird dabei zum behördlichen Kleinkrieg, in dem er seiner...

Robert, Martha und Else Liefmann. Eine Abrechnung mit der bundesdeutschen Wiedergutmachung. 19.03.2026

Dass auch das Aufwachsen mit dem protestantischen Glauben nicht vor Inhaftierung und Tod schützt, belegen die Schicksale der aus einer ehemals jüdischen Familie stammenden Geschwister Liefmann, die 1940 in das Internierungslager Gurs deportiert wurden. Robert Liefmann überlebte die Lagerhaft nicht; seinen Schwestern gelang die Flucht nach Zürich. Nach dem Krieg kämpfte vor allem die jüngste Schwes...

Ein Damenimitator im Fadenkreuz: Die Geschichte von Michael Mayer 12.03.2026

Michael Mayer führt unter dem Künstlernamen Hilmar Damita eine erfolgreiche nationale und internationale künstlerische Tätigkeit. 1933 wurde ihm die öffentliche „abnorme Zurschaustellung seines Lebenswandels“ verboten. Auch seine öffentlich zur Schau gestellte Ablehnung der Nationalsozialisten hat Konsequenzen: Mehrfach verhaftet, lässt er sich 1944 aus Angst vor dem Konzentrationslager "entmannen...

Frieda Salamon. Eine Jüdin und ihre Odyssee durch Lager und Behörden 05.03.2026

Deportation ins Ghetto Sevljus, Lagerhaft in Auschwitz, Gleiwitz, Ravensbrück und Roebel – Frieda Salamon hat sie alle überlebt. 1945 gelingt ihr schließlich die Flucht und sie wandert in die USA aus. Die physischen und psychischen Auswirkungen der Verfolgung und Inhaftierung begleiten sie jedoch ihr Leben lang. Nach Kriegsende stellt sie mehrere Anträge auf „Wiedergutmachung“ – und muss sich den...

Maria und Karl Hirth. Verhängnisvolle Familienbande 26.02.2026

In der Nacht bevor Georg Elser am 8. November 1939 das Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller verübt, stattet er seiner Schwester Maria und seinem Schwager Karl einen heimlichen Besuch ab. Damit rückt das Ehepaar in den Fokus der Ermittlungen der Gestapo. Nach Kriegsende stellen die Hirths mehrere Entschädigungsanträge, gehen aber fast leer aus. Im Mittelpunkt der Verhan...

Jette Frankfurter. Eine jüdische Rentnerin und die Debatte um ihre Haftentschädigung 14.11.2022

Die jüdische Witwe Jette Frankfurter wurde 1940 als 65-Jährige nach Frankreich ins Konzentrationslager Gurs deportiert. Zuvor hatten sie die Nationalsozialisten bereits um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht. Nach 1945 beantragte sie Wiedergutmachungsleistungen auch für ihre Inhaftierung. Umstritten war in ihrem Fall, ob sie auch für ihren zwangsweisen Aufenthalt in einem jüdischen Altenheim in...

Wilhelm Adami. Tödliches Ende einer Zufallsbekanntschaft 07.11.2022

Dass auch eine Mitgliedschaft in der NSDAP manchmal nicht vor Inhaftierung und Tod schützte, belegt das Schicksal des einstigen SPD-Mitglieds Wilhelm Adami, der nach der Machtergreifung der Partei beigetreten war. Wegen kritischer Äußerungen über die Kriegsaussichten im privaten Kreis wurde er von dem überzeugten Nazi Artur Ebert denunziert und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nicht übe...

Suse Rosen und Hermann Horner. Eine Tänzerin und ein Opernsänger im Visier der Nationalsozialisten 31.10.2022

Suse und Hermann führte ihre künstlerische Laufbahn an das Stuttgarter Theater, wo ihre Karriere aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1933 ein jähes Ende fand. Ihre Lebenswege trennten sich nach dem Ende ihres Engagements. Horner und seine Familie fielen dem Holocaust zum Opfer, während Rosen im Exil überlebte. Für beide wurden nach mehrjährigen Wiedergutmachungsverfahren nach dem Krieg Entschädigung...

Eine gestohlene Jugend. Der kommunistische Widerstandskämpfer Hans Gasparitsch 24.10.2022

Hans Gasparitsch wird im März 1935 als 17-Jähriger von der Gestapo verhaftet, weil er im Stuttgarter Schlossgarten ein Denkmal mit kommunistischen Parolen beschrieben hatte. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe wurde er als politischer Gefangener bis Kriegsende in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Für die erlittene Freiheitsentziehung erhält er nach 1945 Entschädigungszahlungen. Sein lang...

Sprechende Akten. NS-Opfer und ihr Ringen um Entschädigung - Trailer 14.10.2022

Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die noch junge Bundesrepublik den Opfern und Verfolgten des Naziregimes so genannte "Wiedergutmachungszahlungen". Doch nicht nur der Begriff war problematisch, auch der Prozess, eine solche Zahlung zu erhalten, gestaltete sich häufig als äußerst schwierig. Denn die Sachbearbeiter, die über die Zahlungen entschieden, urteilten sehr unterschiedlich. Teilweise mit äußer...

Fortdauernde Diskriminierung? Der lange Kampf der Martha B. um ihre Anerkennung als NS-Verfolgte 11.10.2022

Die Sintiza Martha B. musste als Auschwitz-Überlebende nach 1945 hartnäckig um ihre Anerkennung als rassisch Verfolgte kämpfen. Ihre Biographie zeigt eindrücklich, auf welche Vorbehalte bestimmte Opfergruppen bei ihren Bemühungen um Entschädigungszahlungen für das unter der NS-Herrschaft erlittene Unrecht stießen und wie lang sich solche Wiedergutmachungsverfahren hinziehen konnten. Sprechende Akt...

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