Marcin Poholski

Sozinianismus Podcast

Religion DE ↓ 56 Folgen

Ein Podcast über den Sozinianismus – eine theologisch-philosophische Denkrichtung aus dem 16. Jahrhundert, gegründet von Fausto Sozzini, die grundlegende Glaubenslehren wie die Trinität, Erbsünde und Prädestination kritisch hinterfragt.

Autor

Marcin Poholski

Kategorie

Religion

Podcast-Website

sozinianismus.de

Neueste Folge

6. Mai 2026

Wo hören?

Podcasts in der App Replaio Radio Bald verfügbar

Podcasts kommen bald in die App. Installiere sie jetzt und erlebe als Erster einen ganz neuen Blick auf Podcasts

Bei Google Play herunterladen Kostenlos installieren Android 5 Mio.+ Downloads · Bewertung 4,8 iOS bald

Folgen

#56 - "Lasst uns Menschen machen" — Warum 1. Mose 1,26 kein trinitarischer Beweis sein muss 06.05.2026

In 1. Mose 1,26 spricht Gott im Plural: "Lasst uns Menschen machen..." Für die traditionelle Kirche galt dieser Satz als einer der biblischen Pfeiler der Dreifaltigkeitslehre. Fausto Sozzini und die sozinianische Bewegung lasen ihn anders. Diese Episode beleuchtet die lange Geschichte der Auslegung von Genesis 1,26 — von rabbinischen Deutungen und den Kirchenvätern bis zu Reformatoren und Scholast...

#55 - Kol 2,9: „Göttliche Fülle“ — Beweis für Gottes Wesen oder redensartliche Funktion? 04.05.2026

Der Apostelbrief an die Kolosser enthält einen Satz, der seit Jahrhunderten theologischen Streit entzündet: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol 2,9). Traditionelle Theologen lesen hier den klaren Beweis für Christi ontologische Gottheit; Fausto Sozzini aber deutete die Wendung ganz anders. Diese Episode nimmt die historischen Deutungen in den Blick und zeigt, wie diese...

#54 - Fleisch und Knochen: Lk 24,39 und Sozzinis Gegenentwurf zur Präexistenz 03.05.2026

Lukas 24,39 — "Seht meine Hände und meine Füße..." — galt lange als klarer Beweis dafür, dass der auferstandene Christus einen leiblichen Körper besaß. Fausto Sozzini las diesen Vers anders: Er nutzte ihn, um Vorstellungen eines präexistenten, geistlichen Christus schroff zurückzuweisen. Diese Folge führt in die historische Debatte ein: Was haben Kirche und Reformatoren aus Lukas 24,39 gemacht, un...

#53 - „Und Jesus nahm zu an Weisheit“ — Wie Sozzini die Präexistenzfrage anpackte 02.05.2026

Der kurze, schlichte Bericht in Lukas 2,52 wurde für Fausto Sozzini zum Dreh- und Angelpunkt: Wenn Jesus „an Weisheit zunahm“, so argumentierte er, kann er nicht gleichzeitig als ewiger, vollständiger Gott vorausgesetzt werden. Diese Episode zeichnet den historischen Streit nach: Wie las die Tradition den Vers, warum galt er als unproblematisch für die Präexistenzlehre — und wie verschob Sozzini m...

#52 - "Er kam im Fleisch" — 1 Joh 4,2–3 und Sozzinis Angriff auf die Präexistenz 01.05.2026

Die Verse 1 Joh 4,2–3 gelten als klassischer Test für die Rechtgläubigkeit: Wer bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, sei aus Gott. Fausto Sozzini las diesen Satz radikal anders als seine trinitarischen Gegner und benutzte ihn als Kernbeleg gegen die göttliche Präexistenz Christi. Diese Folge öffnet die historische Debatte, zeigt die traditionelle Auslegung und bereitet den Boden f...

#51 - Hebr 7,3 und Melchisedek: Sozzinis Lesart gegen die ewige Existenz 30.04.2026

Hebräer 7,3 nennt Melchisedek "ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister; er hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens". Klassische Theologie las das als Hinweis auf die Ewigkeit Christi — eine wichtige Stütze für die Dreieinigkeitslehre. Fausto Sozzini aber deutete diese Worte ganz anders. Diese Folge beginnt mit dem Wortlaut des Verses und zeichnet den historischen Weg nach, wie Mel...

#50 - „Gott hat seinen Knecht verherrlicht“ — Sozzinis Lesart von Apostelgeschichte 3,13 29.04.2026

Apostelgeschichte 3,13 nennt Jesus „seinen Knecht“ und sagt, Gott habe ihn verherrlicht. Trinitäre Theologen lesen hier einen Hinweis auf Jesu vorzeitige göttliche Herrlichkeit; Fausto Sozzini sah darin die Exaltation eines Menschen. Diese Folge entfaltet die historische Debatte: Wie wurde der Vers tradiert, welche theologische Rolle erfüllte er, und warum stellten polnische Unitarier seine ganze...

#49 - Bernardino Ochino: Vom Konvent zur Flucht — ein antitrinitarischer Wegbereiter 28.04.2026

Bernardino Ochino, einst gefeierter Capuzinerprediger, wurde zu einer unbequemem Stimme der Reformation: er stellte die Trinitätslehre infrage, suchte Zuflucht bei reformatorischen Zentren und entkam nur knapp der Verfolgung. Diese Folge beginnt mit einem Bibelvers, der Ochinos Umkehr prägt, und zeichnet den historischen Weg nach — von italienischen Klosterklausuren zu protestantischen Exilgemeind...

#48 - Die Akademie von Raków: Schule des Zweifels und Druckerei des Glaubens 27.04.2026

Die Rakauer Akademie war mehr als eine Hochschule: Sie war das intellektuelle Herz der Polnischen Brüder, eine Druckerei, ein Internat und ein Laboratorium für radikale Bibelauslegung. Diese Folge untersucht die Entstehungsgeschichte der Akademie, ihr Curriculum, die enge Verbindung von Lehre und Druckwesen sowie den Alltag in einer Gemeinde, die zwischen religiöser Toleranz und Gegenreformation s...

#47 - Selig sind die Friedensstifter — Socinianische Ethik zwischen Gewissen, Gewaltverzicht und sozialer Tat 26.04.2026

Ein Bibelvers als Schlüssel: Matthäus 5,9 führt uns in die ethische Welt der Socinianer — ihrer Gewissensfreiheit, ihres Gewaltverzichts und ihres sozialen Engagements. Historischer Kontext, Hauptakteure und die Quellenlage zeigen, wie aus einem Bibelwort eine umfassende Ethik wurde, die Kirche, Staat und Nachbarschaft neu dachte.

#46 - Jonas Schlichting: Zwischen Diplomatie, Politik und sozinianischer Theologie 25.04.2026

Eine Spurensuche nach einem der vielseitigsten Köpfe der polnischen Brüder: Jonas Schlichting. Anhand von 1. Timotheus 2,5 zeichnen wir nach, wie die traditionelle Kirche den Mittlerbegriff verstand und warum gerade dieser Vers für Sozzinians wie Schlichting zur theologischen Zäsur wurde. Politik, Verfolgung und ein exegetischer Streit verweben sich zu einem Bild, das die Reformation bis in die di...

#45 - Johann Ludwig Wolzogen — Ein Sozinianer am Hof des Reichs 24.04.2026

Johann Ludwig Wolzogen verknüpfte sozinianische Theologie mit Reichspolitik: ein Adliger, der für religiöse Minderheiten argumentierte, theologische Schriftwechsel führte und die Methoden Fausto Sozzinis in den deutschsprachigen Raum trug. Diese Episode untersucht seine gesellschaftliche Stellung, sein publizistisches Vorgehen und wie er theologische Streitfragen in juristische und politische Regi...

#44 - Frauen bei den Polnischen Brüdern: Bildung, Einfluss und Alltag 23.04.2026

Wie lebten Frauen in der antitrinitarischen Bewegung der Polnischen Brüder? Diese Folge beginnt am Bibelvers Galater 3,28 und zeichnet die historischen Voraussetzungen nach: Entstehung der Bruderschaft, Bildungs- und Gemeindestrukturen, soziale Stellung der Frauen in der frühen Neuzeit. Sie zeigt, warum die Frage nach weiblicher Bildung und Mitwirkung in dieser Gemeinschaft besondere Relevanz gewa...

#43 - "Nur der Vater" — Markus 13,32 und die Frage nach Jesu Wissen 22.04.2026

Markus 13,32 — „Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern der Vater allein.“ Diese Worte der Endzeitrede Jesu stellten die frühe Kirche vor eine theologische Zerreißprobe. Wie erklärten die Traditionen dieses scheinbare Unwissen des Sohnes, und warum nutzten später die Sozinianer den Vers als schlagendes Argument gegen Jesu Göttlichkeit? Diese Episode e...

#42 - Mein Gott, mein Gott: Sozzini und der Hilferuf an einen anderen Gott 21.04.2026

Matthäus 27,46 ist einer der tiefsten, rätselhaftesten Sätze der Evangelien: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Tradition und Reformatoren lasen ihn als Ausdruck des stellvertretenden Leidens und als Erfüllung von Psalm 22. Diese Folge legt den historischen Hintergrund frei: Textvarianten, Psalmkontext, Patristik und reformatorische Deutungen. Anhand dieser Grundlagen bereiten w...

#41 - „Du bist mein Sohn“ — Psalm 2,7 zwischen Königskrönung und ewiger Sohnschaft 19.04.2026

Psalm 2,7 — „Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt“ — gilt seit der Antike als einer der wichtigsten Belegstellen für die göttliche Sohnschaft Christi. In dieser Folge untersuchen wir, wie die traditionelle Kirche diesen Vers las: als Beleg für die ewige Generation des Sohnes und als Grundpfeiler trinitarischer Dogmatik. Wir zeichnen den historischen Weg dieses Verses von israelitischer K...

#40 - Ananias, der Heilige Geist und Gott? Sozzinis Sprachkritik an Apostelgeschichte 5,3–4 18.04.2026

Apostelgeschichte 5,3–4 zählt zu den meistzitierten Belegen für die Göttlichkeit des Heiligen Geistes: Petrus sagt, Ananias habe den Heiligen Geist belogen — und deshalb habe er Gott belogen. In dieser Folge untersuchen wir, wie orthodoxe Theologen diesen Vers historisch genutzt haben und warum Fausto Sozzini und die polnischen Brüder genau hier sprachlich und kontextuell Einspruch erhoben. Es geh...

#39 - "Gott allein hat Unsterblichkeit" — Wie Sozzini die Sterblichkeit der Seele las 17.04.2026

Der Bibelvers 1 Timotheus 6,16 bildet für Fausto Sozzini einen Angelpunkt: „Gott allein hat Unsterblichkeit“ — liest man ihn so, folgt daraus, dass die menschliche Seele nicht von Natur aus unsterblich ist. Diese Folge rekonstruiert die traditionelle, trinitarische Lesart und zeigt dann den Mut und die Genauigkeit der sozinianischen Gegenlesung. Wir folgen den historischen Debatten von den Kirchen...

#38 - „Der Herr will nicht, dass jemand verloren geht“ — 2. Petrus 3,9 und die sozinianische Frage nach Willen, Gnade und Freiheit 16.04.2026

Die Worte aus 2. Petrus 3,9 haben in der Kirchengeschichte hitzige Debatten ausgelöst: Will Gott wirklich, dass alle gerettet werden — und wenn ja, warum sind dann nicht alle gerettet? Diese Episode führt in den Streit des 16.–17. Jahrhunderts ein, in dem Fausto Sozzini und die polnischen Brüder diesen Vers zum Prüfstein ihrer Lehre machten. Wir zeichnen die traditionellen Auslegungen nach — von A...

#37 - „Ich fahre hin zu meinem Vater“ — Johannes 20,17 zwischen Himmelfahrt und Präexistenz 15.04.2026

Johannes 20,17 — ein knapper Satz, der theologisch weit reichende Debatten auslöste. Orthodoxe Theologen sahen darin einen klaren Hinweis auf die Präexistenz und Göttlichkeit Christi; Fausto Sozzini las den Vers ganz anders. Diese Episode beginnt mit dem Vers und legt den historischen Hintergrund frei: Wie verstand die frühe Kirche Johannes 20,17, wie nutzten Reformatoren und Trinitarier ihn für i...

#36 - „Ich kann nichts von mir aus tun“ — Wie die Kirche den freien Willen Christi verstand 14.04.2026

Johannes 5,30 lautet: „Ich kann nichts von mir aus tun…“ Traditionelle Theologie las diesen Satz als Ausdruck freiwilliger Unterordnung des Sohnes innerhalb der Dreieinigkeit. Dieser erste Teil schildert den historischen Hintergrund: wie Kirchenväter, Konzilien und Reformatoren die Stelle deuteten, welche dogmatischen Fragen daran hingen und warum John 5,30 im Kampf gegen Arianismus, Monophysitism...

#35 - „Niemand kennt den Sohn“ — Sozzini und die epistemische Unterordnung des Christus 12.04.2026

Matthewus 11,27 lautet: „Niemand kennt den Sohn außer dem Vater; noch kennt jemand den Vater außer dem Sohn…“ Trinitäre Leser sahen hier einen Beleg für die Gleichheit der Personen in der Gottheit. Fausto Sozzini dagegen las diesen Vers als Aussage über epistemische und funktionale Unterordnung: Der Sohn besitzt sein Wissen vom Vater nicht aus sich selbst, sondern durch Offenbarung und Auftrag. Di...

#34 - „Der HERR sprach zu meinem Herrn“ — Wie Fausto Sozzini Psalm 110,1 als Amts‑ und Sendungsruf las 11.04.2026

Psalm 110,1 zählt zu den zentralen Belegen, mit denen die christliche Tradition die Präexistenz und Göttlichkeit Christi begründete. Fausto Sozzini deutete den Satz jedoch nicht als Hinweis auf eine vorweltliche Existenz, sondern als Verkündigung von Amt, Sendung und Lehnsherrschaft. Diese Folge stellt die traditionelle Exegese vor und zeichnet den historischen Weg nach, auf dem Psalm 110,1 zu ein...

#33 - „Den allein wahren Gott“ — Wie Fausto Sozzini Johannes 17,3 las 09.04.2026

Johannes 17,3 nennt den Vater „den allein wahren Gott“ — eine Wendung, die in der Kirchengeschichte heftige Debatten auslöste. Diese Episode beleuchtet die klassische trinitarische Auslegung dieses Verses und zeichnet den historischen Kontext nach, in dem Fausto Sozzini und die polnischen Brüder die Wendung radikal anders deuteten. Wir bereiten den Boden für Sozzinis eigene Exegese: warum er den V...

#32 - Wer darf die Bibel übersetzen? Sprache, Öffentlichkeit und Kontrolle bei den Socinianern 08.04.2026

Warum legten die Socinianer so großen Wert auf übersetzte Bibeln — und warum fürchteten die Mächtigen ihre Druckerpressen? Diese Episode untersucht die Praxis der sozinianischen Übersetzungen: die sprachlichen Entscheidungen, die Rolle der Rakauer Druckerei und Akademie, die Strategien der Verbreitung und die Versuche staatlicher und kirchlicher Kontrolle. Wir folgen den Texten, den Menschen und d...

Höre den Podcast Sozinianismus Podcast in Replaio

Radio und Podcasts in einer App - kostenlos und ohne Anmeldung. Installiere sie noch heute und verpasse den Start nicht

Bei Google Play herunterladen

Replaio ist kein Herausgeber von Podcasts; die Namen der Sendungen, Cover und Audioinhalte gehören ihren Autoren und werden über öffentliche RSS-Feeds verbreitet