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Appell an Deutsche Bahn und an Bundesregierung ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden 10.10.2024

Unter der Herrschaft Nazideutschlands wurden 107.000 Jüd*innen, Rom*nja und Sint*eze aus den Niederlanden in Vernichtungslager deportiert. Organisatorisch möglich wurde das nicht zuletzt durch den Transport per Bahn. Die Deportierten mussten die Bahnfahrt auch noch selbst bezahlen.

Mai più Sant'Anne – Nie wieder Sant’ Anna! 05.08.2024

60:00 Viel zu wenig bekannt und zumindest in Deutschland kaum aufgearbeit ist das NS-Massaker in Sant’Anna di Stazzema durch die SS am 12.August 1944. Im letzten Oktober machten wir uns auf in die Toskana und trafen dort Zeitzeug*innen, die uns ihre Geschichten erzählten.

Auf deutschen Druck: Endgültig keine Entschädigung für italienische NS-Opfer 28.09.2023

„Nur wer zahlt, meint es ernst.“ Dieser Satz des niederländischen Shoah-Überlebenden Salo Muller trifft den deutschen Umgang mit NS-Opfern insgesamt im Kern. Mittlerweile sprechen deutsche Außenminister oder Präsidenten gern salbungsvolle Worte der Ergriffenheit, doch die ernsthafte Entschädigung für die Opfer und deren Angehörige verweigert die BRD bis heute mit allen Mitteln.

Der 3. Oktober - Jahrestag des NS-Massakers in Lingiades 28.09.2023

Noch ein Grund, warum der 3. Oktober kein Tag zum Feiern ist: Es ist der Jahrestag des Massakers von Lingiades, das deutsche Gebirgsjäger im Jahr 1943 an der Zivilbevölkerung dieses griechischen Dorfes verübten. 2023 jährt sich das Massaker zum 80. Mal. Martin Klingner vom ak Distomo fasst die damaligen Ereignisse und den Umgang der bundesdeutschen Regierungen damit zusammen.

"Nur wer zahlt, meint es ernst." Salo Muller bekräftigt Entschädigungsforderung an Deutsche Bahn 15.12.2022

Unter der Herrschaft Nazideutschlands wurden 107.000 Jüd*innen, Rom*nja und Sint*eze aus den Niederlanden in Vernichtungslager deportiert. Organisatorisch möglich wurde das nicht zuletzt durch den Transport per Bahn. Die Deportierten mussten die Bahnfahrt auch noch selbst bezahlen.

Chile: Das Aus für den sozialen Wandel? Außderdem: Platin aus Südafrika - Polizeigewalt in Deutschland 06.09.2022

Chile: Das Aus für den Verfassungsentwurf | Außerdem: Keine Gerechtigkeit für streikende Bergarbeiter in Südafrika | Polizeigewalt in Deutschland | 10 Jahre nach dem Brand in der Textilfabrik in Pakistan  

Kann Konto der Deutschen Bahn zugunsten von Opfern des NS-Massakers in Distomo gepfändet werden? 13.09.2019

Der Kassationsgerichtshof in Rom hat in einer am 3. September veröffentlichten Entscheidung, auf die der AK Distomo nun aufmerksam macht, indirekt über Entschädigungsforderungen gegen den deutschen Staat für das Massaker im griechischen Distomo verhandelt. Konkret ging es um die Rechtmäßigkeit von Pfändung von Forderungen der Deutschen Bahn an die italienische Bahn. In Distomo haben SS-Männer am 1...

"Hugo Boss 1924-1945. Eine Kleiderfabrik zwischen Weimarer Republik und „Drittem Reich“" 15.05.2019

Hugo Boss ist ein weltweit agierendes Modeunternehmen und eines der bekanntesten Textilunternehmen der BRD. Es hat seinen Sitz in Metzingen/Baden-Württemberg Das Unternehmen steht seit den frühen 1990er Jahren aufgrund seiner NS- Vergangenheit  immer wieder in der Kritik. Vor allem geht es dabei um die Produktion von Uniformen für die Wehrmacht, die Waffen-SS  und Hitlerjugend. Für  Hugo Boss mußt...

"Sich mit Deutschland anzulegen wird so schnell keine griechische Regierung wagen" 15.10.2018

Vom 10. - 12. Oktober war der deutsche Bundespräsident Steinmeier auf Staatsbesuch in Griechenland. Unter anderem besuchte er die Gedenkstätte des NS-Konzentrationslagers Chaidari. Auch in Kalamata, wo ihm die Ehrendoktorwürde verliehen wurde, machte ihn der dortige Bürgermeister darauf aufmerksam, dass in der Region über 500 Menschen aufgrund der deutschen Besatzung gestorben seien. Steinmeier ba...

Atomkonzerne wollten und bekommen Geld fürs Aufhören 24.05.2018

Nach dem Einstieg in den Ausstieg und dem Wiedereinstieg mit dem Ausstieg … . Die Atomkonzerne bekommen ihre Entschädigung, vermutlich allerdings nur im einstelligen Milliardenbereich. Für .ausgestrahlt kann das nur heißen - weiter so und früher Abschalten. Wenn etwas passiert ist alles teurer, als die früher erkaufte Sicherheit. Ein Gespräch mit Jochen Stay,   Sprecher der Anti-Atom-Organisation...

Quo Vadis Hamburg? 03.04.2018

Wir sprachen mit Karen und Tom über den zweiten Transnationalen Herero & Nama Kongress am kommenden Wochenende, der vom ISD, von Hamburg Postkolonial und anderen antirassistischen Initiativen veranstaltet wird. Anmelden kann mensch sich hier .

Wir Tätererben weinen gerne mit Ihnen in Polen, aber Geld zahlen wir nicht. 10.11.2017

"Meiner Überzeugung nach stehen Polen Kriegsreparationen zu und der polnische Staat hat das Recht, sie zu fordern", sagte die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło Anfang September. In Deutschland wurden dieses Forderungen meist unter dem Stichwort Antideutsche Ressentiments der nationalistischen Polnischen PIS Regierung abgetan. Ob diese Forderungen wirklich so einfach abzutun sind, darüber...

Entschädigungsklage für deutsche Kolonialverbrechen verschoben 25.07.2017

1904 erschossen deutsche 'Schutztruppen' im damaligen 'Deutsch Süd-Westafrika' etwa 80.000 – 100.000 Menschen, internierten sie in Konzentrationslagern oder ließen sie in der Wüste verdursten. Die Opfer gehören der Minderheit der Herero und Nama an. Nachfahren der Opfer im heutigen Namibia haben Anfang des Jahres eine Klage auf Entschädigung für deutsche Kolonialverbrechen am US District Court in...

Am ehemaligen Konzentrationslager Lety in Tschechien steht heute eine Schweinemastanlage 12.05.2017

Die Gruppe gegen Antiromaismus aus Dresden rief für den 13. Mai zu einer Fahrt nach Lety in Tschechien auf. In Lety war in der NS-Zeit ein Konzentrationslager. Einen würdigen Erinnerungsort gibt es allerdings nicht. Auf dem Gelände des damaligen Konzentrationslagers steht heute eine industrielle Schweinemastanlage. Über das KZ Lety, das unter dem Programm „Vernichtung durch Arbeit“ stand und deuts...

Deutschland spielt auf Zeit gegen NS-Überlebende 10.02.2017

Ein "Spiel auf Zeit" spielt die Bundesrepublik Deutschland mit überlebenden NS-Verfolgten, die eine ehrliche Anerkennung des ihnen zugefügten Unrechts einschließlich Entschädigungen fordern. Der 2016 bei Assoziation A erschienene Band " Spiel auf Zeit. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung " versammelt 15 Reportagen mit Texten von Nina Schulz und Photographien von Elisabeth...

Neuanlauf für griechische Entschädigungsforderungen für NS-Verbrechen - Absage an deutschen Revisionismus 02.09.2016

Die Wehrmacht besetzte Griechenland und verübte dort zusammen mit der SS zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung. Bilanz: Griechenland schuldet dafür der BRD noch Geld. Wer jetzt vermutet, sich verlesen oder einen Wortdreher entdeckt zu haben, unterschätzt die Unverschämtheit des deutschen Revisionismus. Tatsächlich behauptet der Mannheimer Historiker Heinz A. Richter genau das und begegnet da...

Zieht Deutschland wieder nach Den Haag? Neuer Stand im Entschädigungsstreit wegen NS-Massaker in Distomo 04.09.2015

Mit immer neuen Tricks versucht sich die Bundesrepublik als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches um Entschädigungsverpflichtungen zu drücken, die aus den Massakern von SS und Wehrmacht an der Zivilbevölkerung in Ländern wie Italien, Griechenland oder dem ehemaligen Jugoslawien entstanden sind. Bis vor den Europäischen Gerichtshof in Den Haag zog die deutsche Bundesregierung und erhielt dort Re...

Deutsche Schulden an Griechenland 27.08.2015

Im April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland und errichtete eine brutale Besatzungs-Herrschaft. Bei Massakern an der Zivilbevölkerung starben mindestens 30.000 Menschen. 50.000 jüdische Griech_innen wurden deportiert und ermordet. Bei ihrem Abzug im Herbst 44 zerstörte die Wehrmacht ca. 80% der griechischen Infrastruktur. Griechische Reparationsforderungen an Deutschland bestehen sei...

Deutsches Gedenken: „Es tut mir sehr sehr leid, aber zurückgeben werde ich nichts.“ Jüdische Gemeinde Thessaloniki fordert Entschädigungszahlungen der Deutschen Bahn 08.05.2015

Die Reichsbahn verschleppte 1943 über 58.000 griechische Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager Auschwitz und Treblinka, darunter mindestens 12.000 Kinder und Jugendliche. Nur wenige überlebten. Von den über 50 000 Juden Thessalonikis z. B. überlebten nur knapp 2000. Die Initiative „Zug der Erinnerung“ und die Jüdische Gemeinde von Thessaloniki haben sich im April 2015 an den Vorstand der Deu...

Sensationelle Entscheidung: Italienisches Verfassungsgericht stärkt Opfer von NS-Kriegsverbrechen 23.10.2014

Vorgestern war ein guter Tag für die Opfer nationalsozialistischer Kriegsverbrechen in Italien und Griechenland bzw. deren Angehörige. Das Verfassungsgericht in Rom hat entschieden, dass jeder Bürger das Recht hat, vor inländischen Gerichten Gehör zu finden. Dieses Recht schien zweieinhalb Jahre zuvor außer Kraft gesetzt worden zu sein. Im Februar 2012 hatte der Internationale Gerichtshof in Den H...

Italienisches Verfassungsgericht prüft: Kann Deutschland immun sein gegen Entschädigungsansprüche von NS-Opfern? 13.06.2014

"Der Rechtsweg ist abgeschlossen", behauptete der deutsche Bundespräsident Gauck dieses Jahr bei seinem Griechenlandbesuch. Der deutsche Staat gibt sich sicher, keine Entschädigungen mehr zahlen zu müssen für NS-Kriegsverbrechen wie das NS-Massaker in Distomo. Doch die juristische Auseinandersetzung geht weiter - so muss das italienische Verfassungsgericht nun prüfen, ob der Vorrang der Staatenimm...

Focus Europa Spezial #44: Entschuldigungen und Entschädigungen wegen historischer Verantwortung 07.03.2014

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns vertieft mit der Frage der historischen Verantwortung. Es geht insbesondere um Deutschland und speziell um Kolonialismus, Völkermord und Kriegsverbrechen. Denn diese Woche gab es zwei besonderen Anlässe zu Entschuldigungen und Entschädigungen für die historischen Verbrechen aus der Kolonial- und NS-Zeit. Entschuldigungen kamen durchaus, Entschädigungen aber k...

Hat „die Reparationsfrage ihre Berechtigung verloren“? Jüdische Gemeinde von Thessaloniki und Opfer des NS-Massakers von Lyngiades fordern deutliche Worte von Gauck 04.03.2014

Entschädigungen für NS-Verbrechen – ein Thema, das die Rolle Deutschlands als friedensstiftende Macht inmitten eines Europas befreundeter Staaten immer wieder fragwürdig werden lässt. Denn die deutschen Verbrechen können nicht nur ideell niemals wieder gutgemacht werden. Wenigstens auf der materiellen Ebene müsste die BRD als Nachfolgestaat des Deutschen Reichs umso mehr darauf aus sein, so viel w...

Muss die DB AG jetzt doch für den Vorgänger Reichbahn an die Zwangsarbeiter blechen? 08.01.2013

Seit Jahren wehrt sich die Deutsche Bahn dagegen, als Nachfolgeunternehmen der Deutschen Reichsbahn volle Verantwortung für Deportationen und Zwangsarbeit im Dritten Reich zu übernehmen. Wie sich dies unter anderem durch eine Gesetzesinitiative in den USA demnächst verändern könnte, darüber sprachen wir mit der Organisation „Zug der Erinnerung e. V.“

Koloniales Schädelsammeln an der Uni Freiburg - Vortag mit Heiko Wegmann 24.05.2012

Dieses Jahr endlich sollen sie zurückgegeben werden - die menschlichen Schädel aus Namibia, die zu Zeiten der deutschen Kolonialherrschaft in den Besitz der Alexander-Ecker-Sammlung an der Uni Freiburg geraten waren. Über die Umstände des "Schädelsammelns" und der Aufarbeitung und Rückgabe ein Gespräch mit Heiko Wegmann. Ausführlicher wird er zu dem Thema bei seinem Vortrag heute (25.5.)um 20h im...

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