Samuel Glöggl
Katechismus in einem Jahr
Ohne Schuldton. Ohne Druck. Ohne Bevormundung. Tag für Tag durch den Katechismus der Katholischen Kirche. Ein ruhiger Weg, den Glauben besser zu verstehen. Der Katechismus kann Schritt für Schritt mitgelesen werden.
Besuch unbedingt die Website des Podcasts und unterstütze die Macher: mediaos.samuelz.com
Autor
Samuel Glöggl
Kategorie
Podcast-Website
Neueste Folge
23. Okt 2026
Wo hören?
Podcasts in der App Replaio Radio Bald verfügbarPodcasts kommen bald in die App. Installiere sie jetzt und erlebe als Erster einen ganz neuen Blick auf Podcasts
Folgen
Wenn Liebe verzichten muss, zeigt sich ihre Treue 23.10.2026 5:12
Katechismus: §§ 2359–2366 Nicht jede tiefe Zuneigung kann geschlechtlich ausgedrückt werden. Keuschheit nimmt Sehnsucht ernst, macht sie aber nicht zum alleinigen Maßstab des Handelns. Verzicht kann schmerzen und braucht Freundschaft, Gebet, Sakramente und die tragende Gnade Gottes. In der Ehe drückt die leibliche Vereinigung den verbindlichen Bund von Mann und Frau aus. Freude und Lust gehören zu...
Wenn Lust Menschen benutzt, wird ihre Würde verletzt 22.10.2026 5:06
Katechismus: §§ 2351–2358 Sexualität berührt die Würde des Menschen besonders tief. Die kirchliche Lehre fragt deshalb nicht nur nach Zustimmung oder Lust, sondern danach, ob ein Mensch als Person geachtet oder für Befriedigung, Blicke und Gewinn benutzt wird. Dabei bleiben Handlung und persönliche Schuld zu unterscheiden. Gewohnheiten, Belastungen, Zwang oder eingeschränkte Freiheit können Verant...
Nach einem Rückschritt ist dein Weg nicht gescheitert 21.10.2026 5:06
Katechismus: §§ 2343–2350 Keuschheit ist kein abgeschlossener Besitz, sondern wächst durch freie Entscheidungen und Gottes Gnade. Fehler sollen weder entschuldigt noch zum endgültigen Urteil über den eigenen Weg werden. Reifung braucht Wahrhaftigkeit, Geduld und Umkehr. Selbstbeherrschung dient dabei nicht bloß dem Verzicht. Sie schafft Raum für Achtung, Treue und Beziehungen, die den anderen nich...
Wenn dein Verlangen führt, kann deine Freiheit schwinden 20.10.2026 5:28
Katechismus: §§ 2335–2342 Nicht jedes echte Verlangen führt deshalb schon zum Guten. Christliche Freiheit bedeutet, Wünsche wahrzunehmen und zu prüfen, statt sich von ihnen bestimmen zu lassen. Keuschheit ordnet Geschlechtlichkeit in die ganze Person und in die Wahrheit einer Beziehung ein. Selbstbeherrschung richtet sich dabei nicht gegen den Leib. Sie soll Leib, Gefühle, Vernunft, Willen und Ver...
Du bekämpfst Unrecht – doch dein Gegner behält seine Würde 19.10.2026 5:25
Katechismus: §§ 2327–2334 Wo ein Mensch nur noch als Gegner, Mittel oder Gegenstand erscheint, wird seine gleiche Würde verdeckt. Deshalb bleiben auch bewaffnete Konflikte an moralische Grenzen gebunden. Kriegsverhütung, Verhandlungen und die Folgen von Rüstungswettläufen gehören zu dieser Verantwortung. Auch Geschlechtlichkeit betrifft nach christlichem Verständnis die ganze Person als Einheit vo...
Ein schwaches Leben wird nicht weniger schützenswert 18.10.2026 5:01
Katechismus: §§ 2319–2326 Menschenwürde hängt weder an Gesundheit und Leistung noch an Selbstständigkeit oder Anerkennung. Daraus folgt ein umfassender Schutz des Lebens: für ungeborene Kinder, schwer Kranke und Menschen in Verzweiflung. Zugleich unterscheidet die kirchliche Lehre zwischen absichtlicher Tötung und der notwendigen Abwehr eines ungerechten Angriffs. Sie verbindet klare Grenzen bei A...
Befehle erlauben auch im Krieg nicht jedes Mittel 17.10.2026 5:20
Katechismus: §§ 2311–2318 Auch unter äußerstem Druck bleibt menschliche Würde verbindlich. Zivilisten dürfen nicht unterschiedslos angegriffen werden; Verwundete und Gefangene behalten ihr Recht auf menschliche Behandlung. Verantwortung endet weder bei militärischem Nutzen noch bei einem Befehl. Der Katechismus betrachtet außerdem Gewissensverweigerung, Abschreckung, Waffenhandel und Aufrüstung. G...
Wenn du nur den Feind siehst, gewinnt der Hass 16.10.2026 5:25
Katechismus: §§ 2303–2310 Wer einem anderen bewusst Böses wünscht, lässt die Feindschaft ins eigene Herz hinein. Feindesliebe verharmlost kein Unrecht und verlangt nicht, jede Nähe wiederherzustellen. Sie spricht selbst einem Gegner Gottes Erbarmen und sein Menschsein nicht ab. Auch zwischen Völkern ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Schüssen. Er braucht Gerechtigkeit, Sicherheit und geschüt...
Ein guter Zweck erlaubt dir nicht jedes Mittel 15.10.2026 5:25
Katechismus: §§ 2295–2302 Menschliche Würde hängt nicht davon ab, wie nützlich jemand für andere ist. Medizinische Forschung und Organspende können dem Leben dienen, bleiben aber an freie Zustimmung, vertretbare Risiken und grundlegende Rechte gebunden. Entführung, Folter und Terror machen Menschen gezielt zu Mitteln. Dem stellt der Katechismus die Achtung vor Lebenden, Sterbenden und Verstorbenen...
Forschung braucht Grenzen, damit sie dem Menschen dient 14.10.2026 5:23
Katechismus: §§ 2287–2294 Gesundheit ist kostbar, bestimmt aber nicht den Wert eines Menschen. Der Katechismus verbindet vernünftige Fürsorge für den Körper mit Mäßigung. Krankheit, Schwäche oder geringere Leistungsfähigkeit mindern die menschliche Würde nicht. Diese Verantwortung betrifft den Umgang mit Rauschmitteln und riskantem Verhalten ebenso wie Medizin und Wissenschaft. Technische Machbark...
Nach einem Suizid endet die Hoffnung auf Erbarmen nicht 13.10.2026 5:23
Katechismus: §§ 2279–2286 Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, bleiben Pflege, Zuwendung und wirksame Schmerzlinderung geschuldet. Medikamente können das Leben unbeabsichtigt verkürzen, sofern die Linderung beabsichtigt ist und der Tod weder Ziel noch Mittel wird. Der Katechismus bewertet Selbsttötung als schweres Unrecht, erlaubt aber kein Urteil über das ewige Geschick eines Menschen. Gottes Erb...
Sterben zulassen heißt nicht, einen Menschen zu töten 12.10.2026 5:25
Katechismus: §§ 2271–2278 Menschliche Würde hängt nicht von Gesundheit, Selbstständigkeit oder Anerkennung ab. Daraus leitet der Katechismus den besonderen Schutz ungeborener Kinder, Kranker, Menschen mit Behinderung und Sterbender ab. Auch ein Embryo darf nicht als verfügbares Material behandelt werden. Die absichtliche Tötung eines Menschen wird vom Verzicht auf außergewöhnlich belastende oder a...
Notwehr: Darfst du dich wehren, wenn ein Angreifer stirbt? 11.10.2026 5:16
Mehr zur Reihe: Bei Folge 1 beginnen: https://mediaos.samuelz.com/go/katechismus-in-einem-jahr/start?from=podcast Leseplan: https://mediaos.samuelz.com/go/katechismus-in-einem-jahr/reading_plan?from=podcast&format=reading_plan Katechismus in einem Jahr – Begleitbuch: https://mediaos.samuelz.com/go/katechismus-in-einem-jahr/book?from=podcast&format=format%3Akatechismus-in-einem-jahr%3Abook%3A7 Dies...
Du wehrst dich gegen Unrecht – wann wird daraus Vergeltung? 10.10.2026 5:10
Katechismus: §§ 2255–2262 Unrecht darf klar benannt und zurückgewiesen werden. Nach christlichem Verständnis verliert aber auch der Mensch, der es tut, nicht seine Würde. Jesu Ruf zur Feindesliebe erklärt Unrecht nicht für richtig. Der Impuls unterscheidet zwischen Verletzung, berechtigter Empörung und dem Wunsch nach Vergeltung. Er verbindet die Achtung des Lebens mit der Verantwortung im Staat:...
Du gehst einen anderen Weg – bist du deinen Eltern undankbar? 09.10.2026 5:27
Katechismus: §§ 2247–2254 Verbundenheit mit den Eltern und Verantwortung für das eigene Leben können nebeneinander bestehen. Das vierte Gebot nimmt Dankbarkeit und Beistand ernst. Für Christen steht zugleich die Orientierung an Jesus vor den Erwartungen der Familie. Das kann schwierige Gespräche bedeuten. Eltern dürfen ihre Sorgen aussprechen, ohne den Lebensweg vorzugeben. Erwachsene Kinder könne...
Du liebst deine Heimat – was schuldest du Schutzsuchenden? 08.10.2026 5:09
Katechismus: §§ 2239–2246 Dankbarkeit für die eigene Heimat und Sorge für Schutzsuchende müssen kein Gegensatz sein. Der Katechismus verbindet Verantwortung für das Gemeinwesen mit der Verpflichtung wohlhabender Länder, Menschen in Not im Rahmen ihrer Möglichkeiten aufzunehmen. Steuern, Wahlen und der Umgang mit Ankommenden betreffen das Leben anderer. Belastungen vor Ort verdienen Beachtung; die...
Du widersprichst dem Staat – und achtest trotzdem den Menschen 07.10.2026 5:22
Katechismus: §§ 2231–2238 Achtung vor öffentlicher Verantwortung verlangt nicht, jede staatliche Entscheidung gutzuheißen. Der Katechismus verbindet das vierte Gebot mit dem Dienst am Menschen: Autorität bleibt an Menschenwürde und grundlegende Maßstäbe des Guten gebunden. Für das eigene Handeln bedeutet das, verlässlich mitzuwirken, Entscheidungen fair zu prüfen und begründete Einwände nicht zu v...
Dein Kind sieht deine Fehler – wie gibst du Glauben weiter? 06.10.2026 5:39
Katechismus: §§ 2223–2230 Glauben weiterzugeben verlangt keine fehlerlosen Eltern. Ihr gelebtes Beispiel bleibt dennoch wichtig: Eine ehrliche Entschuldigung kann Umkehr sichtbar machen, wenn die Bereitschaft zur Veränderung im Alltag erkennbar wird. Der Katechismus beschreibt die Verantwortung der Eltern für Erziehung und Glauben. Dazu gehören ein liebevoller Umgang, das gemeinsame Gebet und die...
Du darfst deinen Eltern widersprechen, wenn sie Unrecht verlangen 05.10.2026 5:27
Katechismus: §§ 2215–2222 Dankbarkeit ist keine Verpflichtung zur dauernden Zustimmung. Der Katechismus verbindet die Achtung vor den Eltern mit begrenztem Gehorsam: Wer eine verlangte Handlung für sittlich falsch hält, soll sie nicht ausführen. Das Gewissen ist dabei nicht mit dem eigenen Wunsch gleichzusetzen. Berechtigte Anweisungen bleiben wichtig; das eigene Urteil soll ehrlich an Gottes Will...
Deine Familie braucht dich – du darfst trotzdem Hilfe brauchen 04.10.2026 5:33
Katechismus: §§ 2207–2214 Die Sorge für kranke oder alte Angehörige kann die eigenen Kräfte übersteigen. Das bedeutet nicht, zu wenig zu lieben oder als Familie versagt zu haben. Der Katechismus beschreibt die Verantwortung von Familie, Gesellschaft und Staat. Subsidiarität heißt dabei: Unterstützung soll dort beistehen, wo die Möglichkeiten einer Familie nicht ausreichen, und ihre Eigenständigkei...
In der Familie hört ihr kaum zu – muss Gott warten? 03.10.2026 5:32
Katechismus: §§ 2199–2206 Glaube im Familienleben muss nicht warten, bis alle Spannungen geklärt sind. Der Katechismus beschreibt die christliche Familie als Kirche im Kleinen: Sie soll etwas von Gottes Liebe sichtbar machen, ohne dafür ein makelloses Zusammenleben vorweisen zu müssen. Im Alltag wird diese Berufung durch Zuhören, gemeinsames Beraten und verlässliche Fürsorge konkret. Unterschiedli...
Du darfst deinen Eltern widersprechen, ohne sie zu verachten 02.10.2026 5:42
Katechismus: §§ 2191–2198 Dankbarkeit für die eigene Herkunft und Verletzungen können nebeneinander stehen. Das vierte Gebot schützt die Würde der Eltern, erklärt ihre Entscheidungen aber nicht für unfehlbar. Die Liebe zu Gott bleibt der Maßstab auch für menschliche Autorität. Für das Miteinander heißt das: Das eigene Urteil darf bleiben, Schmerz muss nicht beschönigt und Unrecht nicht gutgeheißen...
Am Sonntag darfst du ruhen, obwohl noch Arbeit wartet 01.10.2026 5:30
Katechismus: §§ 2183–2190 Zeit für Gott und füreinander braucht mehr als die Lücken zwischen erledigten Aufgaben. Der Katechismus verbindet den Sonntag mit Jesu Auferstehung: Gebet, Gottesdienst und Erholung gehören zum Sinn dieses Tages. Notwendige Pflege, familiäre Pflichten und öffentlicher Dienst können auch sonntags Arbeit verlangen. Das widerspricht seiner Heiligung nicht. Berechtigte Ausnah...
Sonntagsmesse: Du fühlst dich fremd und gehörst doch dazu 30.09.2026 5:28
Katechismus: §§ 2175–2182 Gemeinsamer Glaube kann tragen, wenn die eigene Zuversicht begrenzt ist. Nach katholischem Verständnis verbindet Christus die Feiernden in der Eucharistie mit sich und miteinander. Persönliches Gebet bleibt wertvoll, ersetzt diese Feier aber nicht. Die Sonntagspflicht ist verbindlich: Absichtliches Fernbleiben ohne ernsthaften Grund gilt als schwere Sünde. Krankheit oder...
Am Sonntag darfst du ruhen, obwohl noch Arbeit wartet 29.09.2026 5:13
Katechismus: §§ 2167–2174 Ruhe hat einen eigenen Wert, unabhängig vom Stand der Arbeit. Das dritte Gebot erinnert mit dem Sabbat an Gottes Ruhe und an Israels Befreiung aus Ägypten. Für Christen ist der Sonntag als Tag der Auferstehung eine Zeit der Ruhe und der Hinwendung zu Gott. Das verändert auch den Blick auf andere: Ruhe soll nicht nur denen offenstehen, die über ihre Arbeitszeit selbst best...
Ähnliche Podcasts
Replaio ist kein Herausgeber von Podcasts; die Namen der Sendungen, Cover und Audioinhalte gehören ihren Autoren und werden über öffentliche RSS-Feeds verbreitet