Ludwig Waldmüller

Beim ersten Hahnenschrei

Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

Autor

Ludwig Waldmüller

Kategorie

Religion

Podcast-Website

podcasters.spotify.com

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24. Jan 2025

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Gedanken am frühen Morgen - Feindesliebe konkret 24.01.2025

So nehmen wir denn gegen all eure Grausamkeit den Kampf auf, indem wir sogar aus freien Stücken dagegen auftreten, und freuen uns mehr, wenn wir verurteilt, als wenn wir freigesprochen werden. Und so habe ich dieses Schriftchen nicht aus Besorgnis für uns überreicht, sondern aus Besorgnis für euch und alle unsere Feinde, nicht etwa für unsere Freunde. Denn unser Lehrsystem befiehlt uns, auch unser...

Gedanken am frühen Morgen - Nützlich sein 23.01.2025

Armseligen Menschen mit verdorbenem Sinn verschafft eine gelenke Zunge und eine wohlklingende Phrase Wohlgefallen, Lob und eitlen Ruhm. Wer aber die Wahrheit liebt, kehrt sich nicht an Geflunker, sondern untersucht, welches und wie beschaffen die mit dem Worte verbundene Tat ist. Du bist nun, lieber Freund, heftig auf mich losgefahren mit leeren Prahlereien über deine Götter aus Holz und Stein, vo...

Gedanken am frühen Morgen - Zahlenspielerei 11.01.2025

Jetzt zeigt sich der Grund für die Wahrheit, warum der vierte Tag der Tetras genannt wird, warum wir sogar bis zur neunten Stunde fasten oder sogar bis zum Abend, oder warum es sogar einen Übergang zum nächsten Tag geben sollte. Folglich besteht unsere Welt aus vier Elementen – Feuer, Wasser, Himmel, Erde. Diese vier Elemente bilden daher die Quaternion der Zeiten oder Jahreszeiten. Auch die Sonne...

Gedanken am frühen Morgen - Gesetz und das Innere 10.01.2025

So irrt derjenige, der eine Darlegung des Gesetzes (Glaubensinhaltes) schon als Glaube betrachtet; er vermischt zwei ganz verschiedene Dinge. Eine Darlegung entwickelt einerseits das Gesetz nach seinem Inhalt, aber andererseits entwurzelt sie den Glauben; denn Glaube ist nicht mehr vorhanden, wenn man nach ihm sucht. Und dann: Das Gesetz ist für alle gemeinsam, der Glaube ist Privatsache des einze...

Gedanken am frühen Morgen - Ausweis nötig 09.01.2025

Es wurde vom apostolischen Stuhle bestimmt, dass, immer aus allen Theilen Galliens, welchen kirchlichen Grades immer zu uns nach Rom kommen will oder anderswohin zu reisen beabsichtigt, nicht anders die Reise antrete als wenn er die Formaten des Metropolitanbischofes von Arles erhalten hat, durch welche er mittelst dessen Bestätigung seinen Priesterstand oder seine sonstige kirchliche Stellung nac...

Gedanken am frühen Morgen - Von wegen männlich 08.01.2025

Er hat keinen Namen; denn alles, was einen Namen hat, gehört mit zum Geschaffenen. Er hat keine Gestalt und keine Zusammensetzung von Gliedern; denn wer solches hat, gehört mit zu den Gebilden. Er ist nicht männlich und nicht weiblich. Der Himmel umfasst ihn nicht, vielmehr wird der Himmel und alles Sichtbare und Unsichtbare von ihm umfasst. Er hat keinen Gegner; denn es gibt niemand, der stärker...

Gedanken am frühen Morgen - Ethische Bildung 06.01.2025

Die Philosophie der Christen wird als einfach bezeichnet. Aber sie widmet der Bildung von Sitten sehr viel Aufmerksamkeit und deutet rätselhaft Worte von sichererer Wahrheit über Gott an; das Prinzip davon werden alle verstanden haben, wenn sie, soweit es um einen ernsthaften und ernsthaften Zweck in diesen Angelegenheiten geht, eine wirksame Ursache annehmen, die sehr edel und sehr alt ist und di...

Gedanken am frühen Morgen - Uralte Freundschaft 04.01.2025

Denn wie du weißt, war es Gottes Wille, dass die Freundschaft, die seit unseren Vorfahren zwischen uns besteht, ungebrochen erhalten bliebe, ja vielmehr an Inbrunst und Stärke zunahm. Denn wir kennen jene gesegneten Väter gut, die den Weg vor uns gegangen sind und zu denen auch wir bald gehen werden: nämlich Pantaenus, diesen wahrhaft gesegneten Mann, meinen Meister; und auch den heiligen Clemens,...

Gedanken am frühen Morgen - Keine Wankelmütigkeit 03.01.2025

Charaktervolle und ein für allemal in unerschütterlicher Festigkeit auf Felsengrund stehende Männer lassen sich nicht einmal durch Wind und Sturm, geschweige denn durch einen leichten Lufthauch er-schüttern; sonst würde ja ihr schwankender und unsicherer Geist von den verschiedenen Meinungen wie von dem Wehen anstürmender Winde immer wieder hin und hergeworfen und von seinem Vorsatz mit einer gewi...

Gedanken am frühen Morgen - Nichts ist schlimmer 02.01.2025

Keine furchtbarere Leidenschaft wuchert ja im Herzen des Menschen als der Neid, der (zwar) der Außenwelt am wenigsten wehe tut, aber für den damit Behafteten ein ganz besonderes und höchstpersönliches Übel ist. Wie Rost das Eisen, so verzehrt der Neid die von ihm besessene Seele. Ja noch mehr, wie die Nattern bei ihrer Geburt den Leib der Mutter durchnagen sollen1, so pflegt auch der Neid die ihn...

Gedanken am frühen Morgen - Aus der Ferne erkennen 01.01.2025

Der Aufgang des Sternes aber, welcher zuerst von den Weisen bemerkt wurde, zeigt an, dass bald die Heiden an Christus glauben, und dass Menschen, deren Glauben weit von der Kenntnis der göttlichen Wahrheit entfernt war, das Licht, welches sogleich bei seinem Aufgange leuchtete, erkennen würden. Ferner drückte die Darbringung der Geschenke die Erkenntnis der ganzen Wesenheit in ihm aus; da er durch...

Ludwig Ganghofer: Die vier heiligen Dreikönige 31.12.2024

Hier gibt es ein Weihnachts-Neujahrs-Special: Ein Märchen des Volksschriftstellers Ludwig Ganghofer mit dem Untertitel: Eine Weihnachtserzählung.

Gedanken am frühen Morgen - Göttliche Geduld 13.10.2024

Welch große und erhabene Geduld aber zeigt Gott, indem er die von den Menschen zur Schändung seiner Herrlichkeit und Ehre errichteten heidnischen Tempel, ihre aus Erde geformten Bildwerke und ihre gottlosen Opfer mit der größten Geduld erträgt und dennoch über Gute und Böse in gleicher Weise Tag werden und das Licht der Sonne aufgehen lässt, und wenn er die Länder mit Regen tränkt, keinen von sein...

Gedanken am frühen Morgen - Du kennst es 12.10.2024

Nicht fremd sind dem Landmann die Mühen der Landwirtschaft, nicht unerwartet kommt dem Matrosen der Sturm auf dem Meere, nicht seltsam ist dem Lohnarbeiter der sommerliche Schweiß, nicht etwas Ungewohntes sind denen, die sich für ein gottesfürchtiges Leben entschlossen haben, die Plackereien der umgebenden Welt. Vielmehr hat jeder Stand, den ich genannt, seine eigene Plage, die jeder Beruf kennt....

Gedanken am frühen Morgen - Erkenntnis meinen 19.09.2024

Ich bin erstaunt darüber, nach welcher Höhe unsere Vermessenheit strebt. Nicht darüber bin ich erstaunt, dass sie dieselbe schon erreicht hätte, sondern darüber, dass sie wähnte, sie überhaupt erreichen zu können. Wenn nämlich jemand etwas zu erreichen wähnt, so hat er es noch lange nicht erreicht. Durch das bloße Meinen erreicht man nichts; freilich ist es sehr leicht, es zu meinen. Auch die Grüb...

Gedanken am frühen Morgen - Vorbildliche Kinder 16.09.2024

So lasst uns also den Zorn meiden, oder aber dämpfen, dass er nicht in unserem lobenswerten Betragen eine Ausnahme bilde, in unserem sündigen Verhalten die Schuld mehre! Nichts Geringes ist es, den Zorn zu besänftigen; nichts Geringeres, als sich überhaupt nicht aufzuregen. Ersteres ist unser Verdienst, letzteres glückliche Naturanlage. Bei Kindern nehmen sich denn auch Zornesregungen harmlos aus;...

Gedanken am frühen Morgen - Verbreitete Nähe 15.09.2024

Meine Brüder, ich bin gar sehr ausgegossen in Liebe zu euch, und in lauter Frohlocken bestärke ich euch; doch nicht ich, sondern Jesus Christus, in dem gefesselt ich gar große Besorgnis habe, da ich noch nicht vollendet bin. Aber euer Gebet wird mich vollkommen machen für Gott, auf dass ich das Los erlange, in dem mir Erbarmung zuteil geworden, da ich zum Evangelium meine Zuflucht nahm als zum Fle...

Gedanken am frühen Morgen - Keine Angst vor dem Kranken 14.09.2024

Alles Zusammengesetzte fällt der Auflösung anheim. Alles, was sich durch Zusammensetzung gebildet hat, geht der Auflösung entgegen. Wenn unser Leib den Geist kurze Zeit umschlossen hat, dann erlöschen wir wie eine Wasserblase und lassen keine Spur dieses vorübergehenden aufgeblasenen Dunstes im Leben zurück. Säulen, Steine und Inschriften erhalten unser Andenken, und auch diese dauern nicht ewig....

Gedanken am frühen Morgen - Unerhörtes erzählen 13.09.2024

Allein obschon ich damit kund gegeben hatte, dass ich bereit war, mich vor hundert und auch vor tausend Bischöfen von den Anschuldigungen zu reinigen, und meine Schuldlosigkeit zu beweisen (wie ich denn wirklich schuldlos bin), so ging er trotzdem nicht darauf ein, sondern eilte ohne Scheu zu vollenden, was er beschlossen hatte. Während ich abwesend war, an eine Synode appellierte, eine gerichtlic...

Gedanken am frühen Morgen - Ein neuer Ort 12.09.2024

Zu derselben Zeit war der vorher erwähnte ehrwürdige Anastasius Notar der heiligen römischen Kirche, der ich nach Gottes Ratschluss diene. Da er sich Gott allein widmen wollte, verließ er den Aktenschrank, wählte sich ein Kloster und verlebte an dem schon genannten Ort, der Suppentonia hieß, viele Jahre unter heiligen Werken und stand dem Kloster in emsiger Wachsamkeit vor.

Gedanken am frühen Morgen - Eile mit Weile 07.08.2024

Besser ist ja ein allmählicher Fortschritt. Daher gib nach und nach die Vergnügen des Lebens auf und lege so jede Gewohnheit ab, damit Du nicht bei gleichzeitigem Kampfe gegen alle Gelüste Dir eine Menge Versuchungen bereitest. Bist Du aber einmal über eine Leidenschaft starkmütig Herr geworden, dann rüste Dich gegen die zweite, und so wirst Du mit der Zeit über alle Gelüste Herr werden. Für die S...

Gedanken am frühen Morgen - Abziehende Gewalten 01.08.2024

Es gibt aber mächtige Gewalten, welche uns von der Höhe unserer Seelenmauer herabstoßen wollen. Gewalten, die nach den Worten des Apostels in der Luft wie auf der Erde sind: sie suchen uns zu hindern, wenn wir geraden Weges fortgehen; wollen wir dem Himmlischen zustreben, so möchten sie uns herabziehen und an die Erde fesseln. Umso viel mehr müssen wir unseren Geist auf das Himmlische richten und...

Gedanken am frühen Morgen - Einfache Wahrheit 26.07.2024

A. Ist es nicht wahr, zu sagen, o Hermias, dass das Wort der Wahrheit einfach ist und den möglichst besten Sitz in den einfältigen Herzen hat, bei Weitem süßer aber ist als Bienenarbeit (Honig)? Dass aber die Sache wahr sei, wird der göttliche David bekräftigen, der zu Gott, dem Heilande Aller, sagt: „Wie süß sind meiner Kehle deine Reden, mehr als Honig und Honigwabe für meinen Mund!“ B. Ja, dass...

Gedanken am frühen Morgen - Weite Wege 18.07.2024

Aber was für ein Wunder sollte es sein, wenn es mir schwerfällt, per Brief mit denen zu kommunizieren, die in entlegenen Gegenden leben, wenn es mir über die Kräfte scheint, auch nur mit mir selbst zu reden und mit meiner eigenen Seele Rat zu ziehen? Denn sicherlich sind für mich Briefkommunikationen sehr notwendig mit denen, die sozusagen mein eigenes Inneres, meine engsten Mitarbeiter und meine...

Gedanken am frühen Morgen - Postgeheimnis gebrochen 17.07.2024

Seine teure Mutter Bassula grüßt Sulpicius Severus. Ginge es an, Eltern gerichtlich zu belangen, so würde ich entschieden dich mit wohlberechtigtem Schmerze wegen Diebstahl und Raub vor den Richterstuhl des Prätor ziehen. Warum sollte ich nicht Klage führen? Welches Unrecht erleide ich von dir! Du hast mir kein Blatt Papier, keine Abhandlung, keinen Brief im Hause gelassen, so raubst du alles, so...

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