Samuel Glöggl

Katechismus in einem Jahr

Ohne Schuldton. Ohne Druck. Ohne Bevormundung. Tag für Tag durch den Katechismus der Katholischen Kirche. Ein ruhiger Weg, den Glauben besser zu verstehen. Der Katechismus kann Schritt für Schritt mitgelesen werden.

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Forfatter

Samuel Glöggl

Kategori

Religion

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31. okt. 2026

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Episoder

Dein Kind sieht deine Fehler – wie gibst du Glauben weiter? 06.10.2026

Katechismus: §§ 2223–2230 Glauben weiterzugeben verlangt keine fehlerlosen Eltern. Ihr gelebtes Beispiel bleibt dennoch wichtig: Eine ehrliche Entschuldigung kann Umkehr sichtbar machen, wenn die Bereitschaft zur Veränderung im Alltag erkennbar wird. Der Katechismus beschreibt die Verantwortung der Eltern für Erziehung und Glauben. Dazu gehören ein liebevoller Umgang, das gemeinsame Gebet und die...

Du darfst deinen Eltern widersprechen, wenn sie Unrecht verlangen 05.10.2026

Katechismus: §§ 2215–2222 Dankbarkeit ist keine Verpflichtung zur dauernden Zustimmung. Der Katechismus verbindet die Achtung vor den Eltern mit begrenztem Gehorsam: Wer eine verlangte Handlung für sittlich falsch hält, soll sie nicht ausführen. Das Gewissen ist dabei nicht mit dem eigenen Wunsch gleichzusetzen. Berechtigte Anweisungen bleiben wichtig; das eigene Urteil soll ehrlich an Gottes Will...

Deine Familie braucht dich – du darfst trotzdem Hilfe brauchen 04.10.2026

Katechismus: §§ 2207–2214 Die Sorge für kranke oder alte Angehörige kann die eigenen Kräfte übersteigen. Das bedeutet nicht, zu wenig zu lieben oder als Familie versagt zu haben. Der Katechismus beschreibt die Verantwortung von Familie, Gesellschaft und Staat. Subsidiarität heißt dabei: Unterstützung soll dort beistehen, wo die Möglichkeiten einer Familie nicht ausreichen, und ihre Eigenständigkei...

In der Familie hört ihr kaum zu – muss Gott warten? 03.10.2026

Katechismus: §§ 2199–2206 Glaube im Familienleben muss nicht warten, bis alle Spannungen geklärt sind. Der Katechismus beschreibt die christliche Familie als Kirche im Kleinen: Sie soll etwas von Gottes Liebe sichtbar machen, ohne dafür ein makelloses Zusammenleben vorweisen zu müssen. Im Alltag wird diese Berufung durch Zuhören, gemeinsames Beraten und verlässliche Fürsorge konkret. Unterschiedli...

Du darfst deinen Eltern widersprechen, ohne sie zu verachten 02.10.2026

Katechismus: §§ 2191–2198 Dankbarkeit für die eigene Herkunft und Verletzungen können nebeneinander stehen. Das vierte Gebot schützt die Würde der Eltern, erklärt ihre Entscheidungen aber nicht für unfehlbar. Die Liebe zu Gott bleibt der Maßstab auch für menschliche Autorität. Für das Miteinander heißt das: Das eigene Urteil darf bleiben, Schmerz muss nicht beschönigt und Unrecht nicht gutgeheißen...

Am Sonntag darfst du ruhen, obwohl noch Arbeit wartet 01.10.2026

Katechismus: §§ 2183–2190 Zeit für Gott und füreinander braucht mehr als die Lücken zwischen erledigten Aufgaben. Der Katechismus verbindet den Sonntag mit Jesu Auferstehung: Gebet, Gottesdienst und Erholung gehören zum Sinn dieses Tages. Notwendige Pflege, familiäre Pflichten und öffentlicher Dienst können auch sonntags Arbeit verlangen. Das widerspricht seiner Heiligung nicht. Berechtigte Ausnah...

Sonntagsmesse: Du fühlst dich fremd und gehörst doch dazu 30.09.2026

Katechismus: §§ 2175–2182 Gemeinsamer Glaube kann tragen, wenn die eigene Zuversicht begrenzt ist. Nach katholischem Verständnis verbindet Christus die Feiernden in der Eucharistie mit sich und miteinander. Persönliches Gebet bleibt wertvoll, ersetzt diese Feier aber nicht. Die Sonntagspflicht ist verbindlich: Absichtliches Fernbleiben ohne ernsthaften Grund gilt als schwere Sünde. Krankheit oder...

Am Sonntag darfst du ruhen, obwohl noch Arbeit wartet 29.09.2026

Katechismus: §§ 2167–2174 Ruhe hat einen eigenen Wert, unabhängig vom Stand der Arbeit. Das dritte Gebot erinnert mit dem Sabbat an Gottes Ruhe und an Israels Befreiung aus Ägypten. Für Christen ist der Sonntag als Tag der Auferstehung eine Zeit der Ruhe und der Hinwendung zu Gott. Das verändert auch den Blick auf andere: Ruhe soll nicht nur denen offenstehen, die über ihre Arbeitszeit selbst best...

Bleibst du nach dem Tod bei Gott noch du selbst? 28.09.2026

Katechismus: §§ 2159–2166 Gottes Nähe lässt Raum für die unverwechselbare Person. Der Katechismus verbindet den Namen eines Menschen mit seiner Würde und persönlichen Berufung. Der Name bei der Taufe und die Verheißung eines von Gott geschenkten Namens machen deutlich: Gottes Beziehung gilt dem Einzelnen. Für das eigene Leben liegt darin eine Hoffnung: Veränderung und Vergebung bedrohen unsere Ide...

Einen Eid verweigern, auch wenn andere dir dann misstrauen 27.09.2026

Katechismus: §§ 2151–2158 Verlässlichkeit beginnt im alltäglichen Reden, nicht erst beim Schwören. Die Kirche versteht Jesu Warnung nicht als Verbot jedes Eides: Er kann der Wahrheit und einem rechtmäßigen Anliegen dienen. Soll er Menschen erniedrigen oder Unrecht rechtfertigen, ist seine Verweigerung geboten. Ein solches Nein kann Misstrauen auslösen, nimmt einem Menschen aber nicht seine Würde....

Gottes Name fällt im Ärger – ohne Gedanken an ihn 26.09.2026

Katechismus: §§ 2143–2150 Gott beim Namen nennen zu dürfen, ist ein Geschenk seiner Nähe. Das zweite Gebot verbindet diese Vertrautheit mit Ehrfurcht: nicht als ängstliche Distanz, sondern als Achtung vor dem, der sich uns zuwendet. Das Skript unterscheidet gedankenloses Reden von bewusster Gotteslästerung. Es erklärt, warum Gewalt im Namen Gottes und ein bewusst falscher Eid seinen Namen missbrau...

Du darfst Gott bitten, ohne ihm etwas dafür zu versprechen 25.09.2026

Katechismus: §§ 2135–2142 Große Sorge kann den Wunsch wecken, ein Gebet durch eine Gegenleistung abzusichern. Der Katechismus unterscheidet Gottesverehrung von Aberglauben: Eine Bitte lässt Gott seine Freiheit, statt ein Ergebnis erzwingen zu wollen. Ein bewusst und frei gegebenes Gelübde bleibt dennoch eine ernsthafte Bindung. Für den Umgang mit eigener Not heißt das: Ehrfurcht verlangt weder neu...

Du betest vor einem Christusbild – aber nicht zum Bild 24.09.2026

Katechismus: §§ 2127–2134 Gott lässt sich nicht auf eine menschliche Darstellung begrenzen. Die Kirche begründet Christusbilder mit der Menschwerdung: Gottes Sohn ist wirklich Mensch und sichtbar geworden. Die Verehrung gilt der dargestellten Person, nicht dem Material. Anbetung gebührt allein Gott. Für das persönliche Gebet kann ein Christusbild eine Hilfe sein, ohne Gott zu ersetzen. Fragen und...

Gläubige enttäuschen dich – kannst du Gott noch vertrauen? 23.09.2026

Katechismus: §§ 2119–2126 Wenn Gläubige Vertrauen verletzen, kann auch die Beziehung zu Gott leiden. Der Katechismus benennt ihre Verantwortung für die Glaubwürdigkeit des Glaubens. Unrecht auszusprechen ist kein Verrat an Gott. Diese Verantwortung betrifft auch Geld und Sakramente: Gottes Gaben sind keine Ware. Armut darf niemanden von den Sakramenten ausschließen. Die Kirche nennt die Ablehnung...

Du betest – doch eine Garantie für morgen bekommst du nicht 22.09.2026

Katechismus: §§ 2111–2118 Ein aufrichtiges Gebet muss nicht spürbar beruhigen. Der Katechismus unterscheidet Vertrauen auf Gott von Aberglauben: Religiöse Handlungen sind keine Mittel mit automatischer Wirkung. Beharrliches Bitten bleibt etwas anderes, als über Gottes Antwort verfügen zu wollen. Die Kirche lehnt Wahrsagerei und Magie ab. Auch Geld kann zum Götzen werden, wenn es letzte Sicherheit...

Du bekennst deinen Glauben – und lässt dem anderen sein Nein 21.09.2026

Katechismus: §§ 2103–2110 Religiöse Unterschiede nehmen einem Menschen weder Würde noch Freiheit. Die Kirche verbindet ihren Wahrheitsanspruch mit der Anerkennung von Wahrem in anderen Religionen. Religionsfreiheit schützt Menschen vor äußerem Zwang; sie erklärt nicht jede Überzeugung für richtig. Daraus ergeben sich Grenzen für staatliche Macht und eine Haltung für persönliche Gespräche: Der Staa...

Was du Gott versprichst, bindet dich auch im Alltag 20.09.2026

Katechismus: §§ 2095–2102 Gottesverehrung verbindet die innere Haltung mit Gebet, Opfer und verlässlichem Handeln. Anbetung bedeutet, Gott als Ursprung, Herrn und Retter anzuerkennen. Das erniedrigt den Menschen nicht, sondern entlastet ihn davon, sich selbst tragen und rechtfertigen zu müssen. Müdigkeit oder ein zerstreutes Gebet machen diese Zuwendung nicht unecht. Entscheidend ist, ob sie das L...

Wieder derselbe Fehler – war deine Umkehr wirklich ehrlich? 19.09.2026

Katechismus: §§ 2087–2094 Erneutes Versagen macht eine ehrliche Umkehr nicht automatisch unglaubwürdig. Christliche Hoffnung vertraut auf Gottes Vergebung und seine Hilfe zur Veränderung. Sie verlangt keinen lückenlosen Erfolg, macht Umkehr aber auch nicht überflüssig. Wer entmutigt ist, weist damit nicht schon Gottes Hilfe zurück. Entscheidend bleibt die Bereitschaft, das Falsche nicht zu rechtfe...

Gott zuerst – kommen die Menschen, die du liebst, zu kurz? 18.09.2026

Katechismus: §§ 2079–2086 Die Liebe zu Gott steht nicht gegen die Verantwortung für andere. Der Katechismus verbindet beides untrennbar miteinander. Gottes Weisung folgt auf seine befreiende Zuwendung zu Israel: Die Liebe der Menschen ist Antwort auf seine Güte. Für Beziehungen bedeutet das: Frömmigkeit kann Unrecht gegenüber anderen nicht ausgleichen. Zugleich muss kein geliebter Mensch letzte Si...

Du scheiterst an Gottes Geboten – Christus hilft dir weiter 17.09.2026

Katechismus: §§ 2071–2078 Zwischen der Einsicht in das Gute und der Kraft, es zu tun, kann eine schmerzliche Lücke bleiben. Nach katholischer Lehre sind die zehn Gebote dennoch verbindlich. Nicht jeder Verstoß wiegt gleich schwer; Umstände und Absichten können für sein Gewicht entscheidend sein. Hoffnung liegt in der Gemeinschaft mit Christus: Im Glauben und in den Sakramenten schenkt er Anteil an...

Du lehnst seine Haltung ab – seine Würde bleibt 16.09.2026

Katechismus: §§ 2063–2070 Wenn aus Widerspruch Verachtung wird, gerät der Mensch hinter seiner Überzeugung aus dem Blick. Nach kirchlicher Lehre gründet seine Würde darin, dass er Gottes Geschöpf ist. Gottes Gebote schützen ihn auch dort, wo Sympathie und gemeinsame Ansichten fehlen. Das natürliche Sittengesetz bezeichnet eine Orientierung, die im Menschsein selbst gründet. Für den Umgang miteinan...

Gottes Liebe musst du nicht verdienen – dein Handeln zählt 15.09.2026

Katechismus: §§ 2055–2062 Eigenes Versagen muss weder kleingeredet werden noch die Angst wecken, Gott habe sich abgewandt. Am Sinai steht die Befreiung Israels vor den Geboten. Gottes Weisung gehört zu einem Bund: einer Beziehung, die er selbst beginnt. Jesus verbindet die Liebe zu Gott untrennbar mit der Liebe zum Mitmenschen. Die Gebote bleiben verbindlich, sind aber kein Kaufpreis für Gottes Zu...

Du bleibst höflich – und wertest den anderen innerlich ab 14.09.2026

Katechismus: §§ 2047–2054 Selbstbeherrschung schützt andere vor Verletzungen und bleibt wertvoll, auch wenn innerlich noch Groll da ist. Jesu Lehre in der Bergpredigt reicht zugleich tiefer: Zur Achtung vor dem Leben gehört auch, wie wir einem Menschen im Herzen begegnen. Ein aufsteigendes Gefühl ist nicht dasselbe wie bewusst festgehaltene Verachtung. Unrecht darf benannt werden, klare Grenzen kö...

Du gehst aus Pflicht zur Messe – ist dein Glaube unehrlich? 13.09.2026

Katechismus: §§ 2039–2046 Aufrichtigkeit im Glauben braucht nicht immer Freude. Auch wer mit innerer Unlust am Gottesdienst teilnimmt, kann sich ehrlich Gott zuwenden. Die kirchlichen Gebote geben dem Glauben eine verbindliche Ordnung. Sie dienen der Liebe, ersetzen sie aber nicht. Was Christen in der Eucharistie empfangen, soll auch ihren Umgang mit anderen prägen. Dabei geht es nicht um vorgetäu...

Die Kirche widerspricht dir – musst du dein Denken ausschalten? 12.09.2026

Katechismus: §§ 2031–2038 Wenn kirchliche Lehre eine eigene Entscheidung infrage stellt, kann das wehtun. Ihr Auftrag ist, das Handeln an Christus auszurichten und das Urteilen zu klären – nicht das Denken zu ersetzen. Nicht jede kirchliche Äußerung hat dasselbe Gewicht. Unfehlbarkeit macht nicht jeden Satz eines Papstes oder Bischofs irrtumslos. Verbindliche Lehre und persönliche Verantwortung ge...

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