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Die Politische Meinung (Hörausgabe)

Dies ist die Hörausgabe der Zeitschrift "Die Politische Meinung". Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik. Die Politische Meinung erscheint fünfmal im Jahr.

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Avsnitt

Die Fähigkeit, „wir“ zu sagen 02.12.2025

Frank-Walter Steinmeier, geboren 1956 in Detmold, seit 2017 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Aus Anlass von 75 Jahren Bundesrepublik erschien 2024 sein Essay „Wir“ im Suhrkamp Verlag.

„Kampf gegen rechts“ 02.12.2025

„Kampf gegen rechts“ – Wie der antitotalitäre Grundkonsens verloren ging Der „Kampf gegen rechts“ prägt die politische Debatte in Deutschland. Doch was bedeutet das für Meinungsfreiheit und politische Vielfalt? Kristina Schröder kritisiert die Abkehr vom antitotalitären Grundkonsens und warnt vor einer einseitigen Extremismusbekämpfung, die den gesellschaftlichen Pluralismus gefährdet. Ein Plädoye...

Pluralismus oder Kleinkrieg? 02.12.2025

Pluralismus oder Kleinkrieg? Warum Deutschland das Streiten verlernt In Deutschland herrscht eine paradoxe Streitkultur: Wir reden viel, aber selten wirklich miteinander. Simon Strauß analysiert, warum echte Debatten von digitaler Lautstärke, moralischer Gereiztheit und medialem Geschäftsinteresse verdrängt werden. Ein Plädoyer für den politischen Streit als Kulturtechnik und für ein neues republi...

Freie Rede und Regelwerk 02.12.2025

Streit und Demokratie. Regeln für lebendige politische Debatten Julia Klöckner zeigt, dass Streit Grundlage demokratischer Politik ist. Regeln, Redefreiheit und respektvoller Diskurs verwandeln Auseinandersetzungen in gemeinsame Lösungen: für eine Gesellschaft, die Unterschiede aushält, ohne den Zusammenhalt zu verlieren.

Neue Klassenkämpfe? 02.12.2025

Neue Verteilungskämpfe In Deutschland gibt es keinen Klassenkampf, wohl aber nehmen die Verteilungskonflikte zwischen Generationen, Regionen und sozialen Gruppen zu, so die Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld. Die Solidargemeinschaft gerät unter Druck, individuelle Interessen gewinnen an Bedeutung, und das Sozialversicherungssystem muss sich an die neuen Lebensrealitäten anpassen.

Der streitbare Weg zum Frieden 02.12.2025

Streitkultur als Schlüssel zum Frieden Frieden entsteht nicht ohne Streit. Kaltërina Latifi zeigt, dass Konsens nur durch Argumente, Disput und reflektierte Auseinandersetzung erreicht werden kann. In Zeiten wachsender Polarisierung erinnert sie daran, dass eine lebendige Demokratie vom produktiven Schlagabtausch lebt und dass die Unterdrückung von Differenzen nur Scheinfrieden schafft. Ein Plädoy...

Die humane Möglichkeit des Gesprächs 02.12.2025

Wie gelingt Verständigung in einer Zeit, in der Gespräche oft scheitern? Carsten Dutt führt in Hans-Georg Gadamers dialogische Hermeneutik ein, eine Philosophie des echten Zuhörens, die zeigt, warum menschliche Begegnung nur im Gespräch ihre Wahrheit findet. Zwischen digitaler Reizüberflutung und gesellschaftlicher Spaltung erinnert Gadamers Denken an die verletzliche, aber unverzichtbare Kunst de...

Der Umschwung zum Autoritären 02.12.2025

Wie sterben Demokratien? Christopher Beckmann beschreibt den schleichenden Übergang vom demokratischen Kompromiss zum autoritären Denken und warnt vor der Versuchung, gesellschaftlichen Frieden über Freiheit zu stellen. Ein Blick in die Geschichte von beunruhigender Aktualität.

Vergeltung oder Versöhnung 02.12.2025

Vergeltung oder Versöhnung – Rache, Trauma und Verwandlung in Puccinis „Turandot“ Rache ist ein uraltes Gefühl und oft ein Teufelskreis. Vera King und Konrad Kuhn erkunden anhand von Puccinis „Turandot“, wie sich Vergeltung in Verständnis und Mitgefühl verwandeln kann. Zwischen Trauma, Schuld und der Sehnsucht nach Menschlichkeit zeigt die Oper, wie schwer es ist zu vergeben. Und warum es dennoch...

Die neue Härte 02.12.2025

Die Gesellschaft sucht Nähe und verliert ihr Mitgefühl. Ralf Konersmann beschreibt, wie der Ruf nach Gemeinschaft die Sprache verändert und neue Ausgrenzungen schafft. Wo einst Verständnis und Achtsamkeit zählten, herrscht heute das Bedürfnis nach Abgrenzung und moralischer Reinheit. Ein Essay über die unmerkliche Verrohung des Wir und die Macht der Worte, die trennen, statt zu verbinden.

Restbestände einer bürgerlichen Tugendlehre 02.12.2025

In ihrem Essay „Restbestände einer bürgerlichen Tugendlehre“ analysiert Politikwissenschaftlerin Astrid Séville, wie aus dem Ruf nach demokratischer Streitkompetenz eine moralische Selbstvergewisserung der liberalen Mitte geworden ist. Zwischen Empathie und Abwehr, Small Talk und Prinzipientreue fragt sie: Reicht gutes Benehmen, um die Demokratie zu verteidigen, oder müssen wir auch wieder siegen...

Anders gespalten 02.12.2025

Gesellschaftliche Polarisierung in Deutschland: Eliten vs. Bevölkerung Viele glauben, die deutsche Gesellschaft sei tief gespalten. Thomas Petersen zeigt anhand aktueller Umfragen: Der Graben verläuft weniger durch die Mitte als zwischen Eliten und Mehrheit. Immer mehr Bürger fühlen sich von Politik und Medien übergangen. Ein Vertrauensverlust, der die demokratische Stabilität gefährdet.

Integration durch Konflikt 02.12.2025

Wie viel Streit verträgt eine Demokratie? Und wie viel braucht sie? Jens Hacke blickt auf die alte Bundesrepublik als Epoche intensiver intellektueller Auseinandersetzung zurück. Inmitten politischer Gegensätze und ideologischer Brüche entwickelte sich eine Streitkultur, die Integration erst möglich machte. Was die Bonner Republik über das Miteinander von Konflikt, Vernunft und Gemeinsinn lehrte,...

Welchen Streit braucht die Demokratie? 02.12.2025

Wie streitet man in der Demokratie? Über Profidemokraten und Amateurdemokraten Demokratie lebt vom Streit. Doch was, wenn der Streit selbst zum Problem wird? Christian Bermes fragt, wie viel Konflikt eine freie Gesellschaft verträgt und wann Debatten in Aufruhr umschlagen. In Zeiten von Polarisierung, Empörung und digitaler Dauererregung erinnert er daran, dass demokratischer Zusammenhalt mehr bra...

Mit Engelsstimmen 02.12.2025

Mit Engelsstimmen: Weihnachten gegen die Logik der Macht Weihnachten ist keine Flucht aus der Welt, sondern eine stille Revolution. Alexander Deeg erinnert daran, dass die biblische Weihnachtsgeschichte kein romantisches Idyll erzählt, sondern ein Gegenprogramm zu Macht, Gewalt und Selbstherrlichkeit. In einer Zeit, in der Stärke und Kontrolle den Ton angeben, ruft die Botschaft von Bethlehem dazu...

Zwischen Konflikt und Konsens 01.12.2025

Streitkultur als Kern der Demokratie Demokratie lebt vom Streit, nicht von seiner Vermeidung. Norbert Lammert erinnert daran, dass politische Auseinandersetzung kein Zeichen von Spaltung, sondern von Stärke ist. Doch wo Regeln und Respekt schwinden, droht der Diskurs zur Kampfzone zu werden. Ein Plädoyer für die Balance von Konflikt und Konsens und für die Rückkehr zu einer Streitkultur, die verbi...

Gar nicht so glücklich 06.10.2025

Elisabeth Hoffmann beschreibt, dass junge Erwachsene trotz guter Ausbildung mit unsicheren Jobs, niedrigen Löhnen, teurem Wohnraum und Abstiegsängsten konfrontiert sind. Viele erleben prekäre Lebenslagen, finanzielle Sorgen und den unerfüllbaren Traum vom Eigenheim. Das von den Babyboomern versprochene Glück erweist sich für ihre Kinder als brüchig.

Unkontrollierte algorithmische Macht 06.10.2025

Pencho Kuzev warnt vor der unkontrollierten Macht von Empfehlungsalgorithmen großer Plattformen wie TikTok, die Desinformation verstärken und demokratische Prozesse verzerren. Besonders bei Wahlen in Polen und Rumänien zeigte sich, wie Bots und Algorithmen rechtsextreme Inhalte bevorzugen. Der Digital Services Act der EU soll Transparenz schaffen und Risiken eindämmen, doch Umsetzung und Kontrolle...

Plattformregulierung und Meinungsfreiheit 06.10.2025

Frauke Rostalski warnt, dass staatliche Plattformregulierung zwar wichtige Schutzfunktionen wie Jugend- und Opferschutz erfüllt, aber zugleich erhebliche Risiken für die Meinungsfreiheit birgt. Maßnahmen wie Trusted Flagger oder der Kampf gegen Desinformation können zu „Silencing“ und „Chilling effects“ führen, wodurch Menschen aus Angst vor Sanktionen ihre Meinung nicht mehr äußern. Regulierung m...

Lost in Reels und Rage? 06.10.2025

Konstantin Otto analysiert den Einfluss von TikTok auf die politische Meinungsbildung junger Wähler in Deutschland. Parteien an den politischen Rändern (AfD, Linke) sind auf der Plattform erfolgreicher, da sie frühzeitig starteten, Inhalte zuspitzen und Interaktion fördern. Mitte-Parteien (CDU, SPD, Grüne) hinken hinterher, obwohl professionelle Accounts existieren. TikTok wirkt als vorpolitischer...

Nicht hoffnungslos verloren 06.10.2025

Jörg Haßler zeigt, dass TikTok keineswegs „hoffnungslos“ an extreme Parteien verloren ist. Zwar nutzt die AfD die Plattform stark, doch auch Parteien der Mitte können mit personalisierten, emotionalisierten und plattformgerechten Inhalten hohe Reichweiten erzielen – insbesondere durch eigene Themen wie Umwelt oder Außenpolitik. Wichtig sind Kreativität, Personalisierung, Nutzung von Trends und das...

Mehr als ein Hype 06.10.2025

Miriam Krekel

Digitale Kriminalprävention 06.10.2025

Thomas-Gabriel Rüdiger betont, dass Kinder und Jugendliche im digitalen Raum vielen Risiken ausgesetzt sind, von Cybermobbing bis Cybergrooming, und dass bisherige Schutzmaßnahmen unzureichend sind. Er fordert eine umfassende digitale Kriminalprävention, die Eltern, Schulen, Sicherheitsbehörden und Plattformbetreiber einbezieht. Dazu gehören: verpflichtende digitale Bildung ab der ersten Klasse, b...

Hallo Algorithmus! 06.10.2025

Annekathrin Kohout untersucht, wie TikTok-User den Algorithmus als mysteriöse, oft personifizierte Macht wahrnehmen, die über Sichtbarkeit, Reichweite und Erfolg entscheidet. Algorithmen funktionieren ähnlich wie Bürokratien: effizient, intransparent und schwer kontrollierbar. Nutzer passen ihr Verhalten strategisch an, optimieren Inhalte für die Maschine und entwickeln zugleich kreative Wege, Ein...

In Vergnügungs- und Empörungsschleifen gefangen 06.10.2025

Christian Montag beschreibt in seinem Text, dass soziale Medien Menschen durch hedonische, soziale und utilitäre Gratifikationen anziehen. Plattformen nutzen Daten und AB-Tests, um Nutzer länger zu binden und personalisierte Inhalte zu zeigen, was Teil des Überwachungskapitalismus und der Aufmerksamkeitsökonomie ist. Unterschiede im Plattformdesign erklären, warum TikTok stärker fesselt als andere...

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