Bayerischer Rundfunk

Zwölfuhrläuten

Sie sind die akustischen Visitenkarten tausender Dome, Münster, Kirchen und Kapellen in tausenden von Städten, Märkten, Dörfern und Weilern Bayerns - unsere Glocken. Sie haben Schicksale, erhabene, traurige, wundersame. Wer von Glocken erzählt, erzählt immer auch von Menschen-Geschichte, nicht selten zurück über Jahrhunderte.

Autor

Bayerischer Rundfunk

Categoria

Religion

Site do podcast

www.br.de

Último episódio

5 de jul de 2026

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Episódios

Falkenstein in der Oberpfalz 01.02.2026

Ein wohlklingendes Geläut hängt im Glockenturm von St. Sebastian. Die zweitgrößte Glocke stammt von den Gebrüdern Grüninger aus Neu-Ulm, die drei anderen wurden bei Rudolf Perner in Passau gegossen. Zusammen ertönen sie als sogenanntes "Idealquartett" in der Stimmung d, f, g und b.

Rimpar in Unterfranken 25.01.2026

Das Gesamtensemble Kirche und Gemeindehaus prägt der freistehende, imposante, 18 Meter spitz nach oben zulaufende Glockenturm. Dieser wurde erst im April 2000 geweiht und blieb vier Jahre lang leer, bevor 2004 die drei Perner-Glocken in der Tonfolge d, f und g ihre Arbeit aufnehmen konnten.

Buchenberg in Schwaben 18.01.2026

Als Teil des Münchner Jakobswegs hat St. Magnus besondere Bedeutung für Pilger und Wanderer. Aus ihrem markanten Glockenturm ertönt ein stattliches Geläut: drei kleine Glocken hat 1953 Schilling in Heidelberg gegossen, die zweitgrößte aus Biberach datiert von 1539. Die große Glocke wurde 1861 bei der Gießerei Hermann in Memmingen in Auftrag gegeben.

Eggenfelden in Niederbayern 11.01.2026

Drei Stahlglocken, ein Geschenk der Passauer Gemeinde von 1933, verloren im Dachreiter der Reformations-Gedächtnis-Kirche über die Jahrzehnte an Klangfarbe. Am 17. Mai 1992 wurden drei, in Heilbronn bei Bachert neu gegossene Bronze-Instrumente geweiht und in den Kirchturm gehängt.

Bubenreuth in Mittelfranken 06.01.2026

Das Gotteshaus hat die Form einer Ellipse mit abgeplatteten Schmalseiten. 32 hohe schmale Fenster in den Farben Blau, Violett, Gelb und Rot verleihen der Kirche je nach Sonnenstand eine andere Atmosphäre. Die fünf Glocken in ihrem Turm wurden allesamt 1983 bei Perner in Passau gegossen.

Oberkotzau in Oberfranken 04.01.2026

In beiden Weltkriegen mussten die Kirchenglocken abgeliefert werden, nur eine blieb erhalten. 1950 wurden zwei neue Instrumente bestellt. 1954 kam die noch fehlende große Bassglocke hinzu. Damit war und ist das frühere Quartett in der Tonfolge f, a, c und d wieder vollständig.

Bruckmühl in Oberbayern 01.01.2026

Das Gotteshaus wurde im schlichten Neubarock-Stil gebaut und im August 1926 von Kardinal Michael von Faulhaber eingeweiht. Die drei Bochumer Gussstahlglocken aus der Bauzeit ergeben das Te-Deum-Motiv.

Altenstadt a.d. Waldnaab in der Oberpfalz 28.12.2025

Das besondere "Schmankerl" der Jesus-Christus-Kirche stellt das in mehrerlei Hinsicht ungewöhnliche Geläut im runden Glockenturm dar. Es wurde 1968 von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen und setzt sich aus nicht weniger als sechs Instrumenten zusammen. Die spannungsvolle, seltene Tonfolge verbindet die Dur- mit der Moll-Harmonik, alle Glocken wurden zudem in einer für den Gießer unüblichen extr...

Adelsdorf in Mittelfranken 26.12.2025

Eine Kirche in Adelsdorf ist anno 1308 erstmals urkundlich verbrieft. Weil sie für die wachsende Pfarrgemeinde zu klein geworden war, entstand in den Jahren 1908 und 1909 die neue Pfarrkirche St. Stephanus. Die fünf Stahlglocken auf dem Turm der St.-Stephanus-Kirche hat der Bochumer Verein 1949 angefertigt.

Große bayerische Geläute 24.12.2025

Katholische Domkirchen oder evangelische Hauptkirchen verfügen traditionell mit über die mächtigsten Geläute. Heute, am Heiligen Abend, wird es feierlich und prächtig geräuschvoll, denn mehr als 70 Glocken unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Gewichts läuten uns die Weihnacht ein.

Innernzell in Niederbayern 21.12.2025

Wie so oft, wurde auch das Innernzeller Geläut von St. Nikolaus im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Die glockenlose Zeit endete 1949, da erhielt die Pfarrei ihr jetziges Bronze-Quartett von der Passauer Gießerei Perner, die Nikolausglocke in der Tonart g erklingt auch heute.

Huglfing in Oberbayern 14.12.2025

Aus romanischer Zeit datiert der markante Satteldachturm von St. Magnus mit den dreifach gekuppelten Schallarkaden. Die Vier Bronzeglocken sind jüngste Kirchenausstattung und wurden 2024 in Passau gegossen. Das Vorgängergeläut aus Eisenhartguss musste wegen Materialermüdung ersetzt werden.

Schwebheim in Unterfranken 07.12.2025

In kirchenarchitektonischer Hinsicht erregt die fest im Ortsbild verankerte evangelische Auferstehungskirche Aufsehen. Steht man vor ihr, kommt vielen sofort ein Gedanke in den Sinn: da haben sich Geister verschiedener Epochen den Kopf zerbrochen! Und im Turm verrichten derzeit drei Eisenhartguß-Glocken in einem Moll-Dreiklang ihren Dienst.

Möhren in Mittelfranken 30.11.2025

Die Möhrener Pfarrkirche ist das Ergebnis einer umfassenden Erneuerung in den Jahren 1726 bis 1729. Viel jünger als das Gotteshaus sind die drei Glocken: 1894 goss Martin Kopfmüller in Eichstätt die große, die beiden kleineren wurden 1963 in Heidelberg aus der Grube gehoben.

Bogen in Niederbayern 23.11.2025

Den schlichten Innenraum überspannt eine Holzdecke, über dem Altar zieht seit 1960 die moderne, vom bekannten Landshuter Bildhauer Fritz König geschaffene Bronzefigur des Gekreuzigten alle Blicke auf sich. Sie war anfangs in der Gemeinde durchaus umstritten. Inzwischen ist man jedoch stolz auf das Werk aus der frühen Schaffensphase Königs.

Thumsenreuth in der Oberpfalz 16.11.2025

Das dreistimmige Geläut von Herz Jesu stammt nicht aus der Region, sondern aus dem hohen Norden. Es wurde im Jahr 1948 bei der Gießerei Otto in Bremen-Hemelingen aus der Grube gehoben.

Rügheim in Unterfranken 09.11.2025

Im mächtig gedrungen wirkenden Glockenturm hingen bis Ende des 20. Jahrhunderts Stahlglocken, die jedoch schadhaft geworden waren. Somit wurden ein nagelneues, rund fünf Tonnen schweres Bronzeglocken-Quartett aus der Heilbronner Gießerei Bachert angeschafft. Im Dezember 2000 wurde es feierlich eingeweiht.

Rommelsried in Schwaben 02.11.2025

Die Wurzeln von Pfarrei und Kirche reichen ins 13. Jahrhundert zurück. In diese Zeit datiert auch der romanische Unterbau des Chorturms der Pfarrkirche St. Ursula. Im heutigen Turm mit der Zwiebelhaube sind drei Glocken zu hören: zwei davon wurden 1953 von der Gemeinde gestiftet.

Wolnzach in Oberbayern 01.11.2025

Die drei neuen Glocken der Evangelischen Auferstehungskirche wurden 2009 angeschafft. Sie kommen aus der Glockengießerei Perner in Passau und sind ökumenisch abgestimmt auf das Geläute der benachbarten, katholischen Laurentiuskirche.

Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz 26.10.2025

Der Regensburger Architekt Friedrich Niedermayer schuf eine imposante, dreischiffige Basilika im neugotischen Stil mit hoch aufragendem Turm. In ihm läutet ein Geläutquartett mit den Schlagtönen d, f, g und b. Es wurde 1946 bei Petit & Edelbrock im westfälischen Gescher gegossen.

Trommetsheim in Mittelfranken 19.10.2025

Neben vielen Sehenswürdigkeiten im Inneren von St. Emmeram kann man einen weiteren Schatz nur hören: Sehr wertvoll, weil vor etwa 650 bzw. 525 Jahren in Nürnberg gegossen, sind die kleine und die große Glocke des dreistimmigen Geläuts.

Bindlach in Oberfranken 12.10.2025

Dieses barocke Gotteshaus, erbaut von 1766 bis 1768, gilt als eine der schönsten und angeblich teuersten Markgrafenkirchen Oberfrankens. Im obersten, achteckigen Turmgeschoß ertönt ein harmonisches Vierer-Geläut. Die älteste Glocke ist von 1599.

Titting in Oberbayern 05.10.2025

Seit dem Jahr 1970 erschallt ein Glockenquartett über den Dächern Tittings. Die drei vorhandenen Glocken der Regensburger Gießerei Hamm von 1929 erhielten Zuwachs durch ein neues Instrument aus Heidelberg. Zusammen erklingen sie in den Tönen f, as, b und c.

Geretsried in Oberbayern 28.09.2025

Vom fünfstimmigen Geläute hat die Glocke der Evangelischen Petruskirche eine bewegte Geschichte. Sie stammt aus der Christophori-Kirche in Breslau und trägt die Jahreszahl 1702. Mit 66 Kilo ist sie zwar die kleinste Glocke des Geläutes, hat aber mit ihrem Schlagton "gis" die Stimmung für die vier neuen Glocken vorgegeben.

Dieterskirchen in der Oberpfalz 21.09.2025

Im mächtigen Zwiebelturm der ortsbildprägenden Pfarrkirche St. Ulrich ertönt ein unverwechselbares, sechsstimmiges Geläut. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1645 und wurde in Regensburg gegossen, die anderen fünf kamen im 18. Jahrhundert bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Turm.

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