Bayerischer Rundfunk

Zwölfuhrläuten

Sie sind die akustischen Visitenkarten tausender Dome, Münster, Kirchen und Kapellen in tausenden von Städten, Märkten, Dörfern und Weilern Bayerns - unsere Glocken. Sie haben Schicksale, erhabene, traurige, wundersame. Wer von Glocken erzählt, erzählt immer auch von Menschen-Geschichte, nicht selten zurück über Jahrhunderte.

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Religion

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Jul 5, 2026

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Episodes

Abenberg in Mittelfranken 26.05.2022

Mittendrin, auf dem dritten Hügel des Städtchens, erhebt sich die Stadtpfarrkirche St. Jakobus, deren wohl erste Vorgängerin - um 1070 - von dem Eichstätter Bischof Gundekar geweiht wurde. In ihr gibt es reichlich zu entdecken.

Eltmann in Unterfranken 22.05.2022

Die Stadt ist historisch christlich geprägt, das zeigen drei katholische Kirchenbauten sowie die evangelische Dreieinigkeitskirche. Sie ist der jüngste Sakralbau im Ort. Alle fünf Glocken sind bei Rincker in Sinn gegossen, jede davon trägt ein christliches Symbol.

Marquartstein in Oberbayern 15.05.2022

Drei Bronzeglocken rufen in den Tönen gis h cis vom spitzen Turm der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche. Sie sind in ökumenischer Gesinnung auf das Geläute der benachbarten katholischen Kirche abgestimmt.

Wasserzell in Mittelfranken 08.05.2022

Die Ursprünge der St. Stephanuskirche gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. Ihr ältester Bauteil ist das Turmuntergeschoss, das noch heute den Altarraum birgt. Das Kirchenschiff wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Es beherbergt bedeutende Kostbarkeiten.

Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz 01.05.2022

An hohen Festtagen rufen mächtige Klänge die Gläubigen zum Gottesdienst. Dann sind nämlich alle Glocken von St. Barbara im Einsatz und vereinigen sich zum harmonischen Quintett. Rudolf Perner aus Passau schuf das prächtige Geläut, welches stattliche 5,7 Tonnen auf die Waage bringt.

Großheirath in Oberfranken 24.04.2022

Den rechteckigen zweigeschossigen Turm der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche bekrönt ein achteckiges Glockengeschoss und eine markante welsche Haube, zweistöckig, mit luftigen Arkadenaufsätzen und einer sogenannten Turmlaterne als Abschluss. Drei Glocken läuten vom Großheirather Wahrzeichen weit über die Dächer des Dorfes ins Land hinaus.

Reisensburg in Schwaben 18.04.2022

Im zwiebelbekrönten Kirchturm der Pfarrkirche St. Sixtus arbeiten drei Glocken. Die älteste kleinste wurde 1746 gegossen, die beiden anderen erst 1949 - sie sind dem Frieden und den Gefallenen beider Weltkriege geweiht.

Plattling in Niederbayern 10.04.2022

St. Michael ist in der Gegend um Plattling ein einzigartiges Gotteshaus: Ganz dem Konzept und der Spiritualität des Zweiten Vatikanischen Konzils folgend, entstand es 1971 als hochmoderner Bau mit Ziegelmauerwerk, viel Glas sowie dem markanten 25m hohen Campanile aus Beton, der leicht abseits vom Kirchenschiff steht.

Heroldsberg in Mittelfranken 03.04.2022

In der Mitte des Hochaltars der Matthäus-Kirche ist eine besondere Kostbarkeit zu bewundern: Ein Kruzifix aus der Hand Tilman Riemenschneiders. Die Kirche selbst wurde von Albrecht Dürer in einer Zeichnung verewigt.

Pfünz in Oberbayern 27.03.2022

Aus der Erbauungszeit der Nikolauskirche haben sich der Taufstein und einige Figuren erhalten, die schönen Altäre wiederum sind dem Barock und dem Klassizismus zuzuordnen. Ein besonderes Kleinod stellt die elegante Kanzel des Augsburger Bildhauers Bernhard Bendl dar.

Geisfeld in Oberfranken 20.03.2022

Geisfeld prägen typisch fränkische Fachwerkhäuser - und der markant gotische Kirchturm von St. Magdalena mit hoch aufragender Spitze und vier sogenannten "Pfefferbüchsen". Im Gegensatz zum Turm, der schon vor 430 Jahren fertig wurde, steht das jetzige Kirchenschiff erst seit 50 Jahren.

Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken 13.03.2022

Die größte Kostbarkeit von St. Jakob ist sicherlich der Heiligblut-Altar, dessen Aufbau der bedeutende Würzburger Bildschnitzer Tilman Riemenschneider erschaffen hat. Darin befindet sich eine Heiligblut-Reliquie.

Vilsbiburg in Niederbayern 06.03.2022

Die Christuskirche wurde vom Landshuter Architekten Kritschel geplant und erbaut, im Oktober 1958 konnte sie eingeweiht werden. Das ganze Gebäude strahlt eine bemerkenswerte Ruhe aus. Besonders fallen die Glasfenster von Marlene Reidel auf.

Baierfeld in Schwaben 27.02.2022

Prächtig schaut sie aus, die Pfarrkirche von Baierfeld, mit ihrer gedrungenen Form und der markanten Zwiebelturmhaube. Im wuchtigen Glockenturm verrichten seit 1921 drei Stahlgussglocken aus Apolda in der Stimmung a, h und cis ihren Dienst, einige der wenigen ihrer Art, die noch aktiv in Gebrauch sind.

Neumarkt in der Oberpfalz 20.02.2022

Seit 2015 darf sich Neumarkt auch stolz "Münsterstadt" nennen, denn in diesem Jahr erhob der Eichstätter Bischof die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Johannes in den Rang eines Münsters. Gewürdigt wurden dabei besonders die Bedeutung des Sakralbaus für das religiöse und kulturelle Leben von Stadt und Region sowie dessen kunsthistorische Qualität.

Machtilshausen in Unterfranken 13.02.2022

Ein Großfeuer zerstörte im August 1944 den Turm der katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Machtilshausen komplett. Er wurde vier Jahre später erneut als Julius-Echter-Turm errichtet. Beim Brand schmolz auch die Friedensglocke, zwei weitere Glocken wurden schon vorher kriegsbedingt eingezogen. Heute erklingt ein Trio in der Stimmung g, h und d.

Fischbachau in Oberbayern 06.02.2022

Das Gotteshaus aus dem Jahr 1962 kennzeichnet ein schlanker, spitzer Turm mit Holzschindeleindeckung. Beachtlich ist das dreistimmige Geläute. Zum Wohlklang trägt eine großzügige Glockenstube bei, die den Schall durch drei offene Schallfenster in drei Himmelsrichtungen hinausschickt.

Krautheim in Unterfranken 30.01.2022

Um 1600 hat man dem dreigeschossigen Turm der Michaelskirche den charakteristischen Echter-Spitzhelm aufgesetzt - für eine evangelische Kirche eher ungewöhnlich. Alle drei Krautheimer Glocken sind Würzburger Gewächse, die älteste wurde von Adam Roth 1736, die beiden kleineren 1765 gegossen.

Kersbach in Mittelfranken 23.01.2022

Nicht nur das Gnadenbild der "Muttergottes vom Rothenberg" zieht in der Kersbacher Kirche die Blicke auf sich. Das Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute barocke Gotteshaus überrascht die Besucher mit einer reichen Ausstattung und einem vorzüglichen Deckenstuck.

Regensburg in der Oberpfalz 16.01.2022

Das Geläute im 27 Meter hohen Turm von St. Lukas ist das größte evangelische in Regensburg. Die sechs Glocken wurden bei Schilling in Heidelberg gegossen, mit einem Gesamtgewicht von fast zwei Tonnen und rufen in der Stimmung a, h, d, e, fis und h weit über dem Regensburger Stadtnorden zum Gottesdienst.

Tschirn in Oberfranken 09.01.2022

St. Jakobus liegt auf 650 Meter Höhe und ist die höchstgelegene Pfarrkirche im Erzbistum Bamberg. Im neugotischen Stil aus Sandsteinquadern errichtet, ist das Gotteshaus in Tschirn mit dem schlanken Turm ein echtes Wahrzeichen der Gegend. Dorfkirchen umliegender Orte sind deutlich kleiner.

Mamming in Niederbayern 06.01.2022

Nach Zerstörung im Krieg, wurde 1947 der Grundstein für einen modernen Neubau der Pfarrkirche gelegt. Sie gilt als eine der ersten Nachkriegskirchen im Bistum Regensburg. Aus den Vorkriegsjahren erhalten ist allerdings die große, rund 3,6 Tonnen schwere Eisenhartgussglocke, die zu den größten ihrer Art in Bayern zählt.

Großengsee in Mittelfranken 02.01.2022

Der eher seltene Name St. Helena weist darauf hin, dass es am Ort schon sehr lange ein Gotteshaus gibt. Die evangelische Kirche beherbergt nicht nur außergewöhnliche Kunstschätze, auch zwei nur noch selten erhaltene Glocken der Nürnberger Gießerei Hertel erklingen im Turm.

Lenggries in Oberbayern 01.01.2022

St. Jakob ist die Sehenswürdigkeit in der Ortsmitte von Lenggries. Wegen ihrer Größe wird die Pfarrkirche auch "Dom des Isarwinkels" genannt. Sie bietet einen reichen Schatz an Fresken, Reliquien, Statuen und Tragstangen ehemaliger Bruderschaften. Ihr Geläut folgt noch einem altüberlieferten, alpinen Läutebrauch.

Randersacker in Unterfranken 26.12.2021

In früherer Zeit gab es in Randersacker die Steinhauer, die vor Ort den begehrten Muschelkalk brachen. Dass der Turm von St. Stephanus aus heimischen Muschelkalkquadern erbaut wurde, war natürlich Ehrensache! Er gehört zu den schönsten romanischen Kirchtürmen Frankens und wurde um 1250 vollendet.

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