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Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

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Jun 28, 2026

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Episodes

Ein antisemitischer Doppelmord. Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik 10.04.2023

Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Lewin, der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Nürnberg, und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrem Haus in Erlangen erschossen. Die genauen Umstände der Bluttat blieben lange ungeklärt. Kaum ein zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis wurde so aggressiv vergessen wie dieser antisemitische Doppelmord. Uffa Jensen rekonstruiert die Tat und ihre Hint...

Demokratie oder Diktatur? Deutschland und Italien in der Nachkriegskrise 1919-1923/24 30.01.2023

Am Ende des Ersten Weltkriegs konnte die Lage in Italien und in Deutschland kaum unterschiedlicher sein: Zählte das erste Land zu den Gewinnern, war das zweite Hauptverlierer des Krieges. In Italien hatten die Institutionen des liberalen Parlamentarismus den Krieg überstanden. In Deutschland brach 1918 die Hohenzollern-Monarchie zusammen und das Land befand sich vor einem institutionellen und poli...

Weltherrschaft und Völkermorden. Neues zu einem Schlüsseldokument nationalsozialistischer Weltanschauung 12.12.2022

Eigentlich sollte die Geheimrede Hitlers vor der Wehrmachtsführung am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg zu einem zentralen Beweisstück des Nürnberger Prozesses 1945/46 werden. Denn in dieser Ansprache hatte der „Führer“ kurz vor dem Krieg all seinen wichtigen Generälen enthüllt, dass er für die Deutschen die „Erd-Herrschaft“ anstreben und über kurz oder lang alle „minderwertigen Rassen“ vernich...

Juden in der DDR. Jüdisch sein zwischen Illusion und Repression, Anpassung und Dissidenz 03.10.2022

Wer waren jene jüdischen Menschen, die nach den Erfahrungen von Shoah, Verfolgung und Exil, ihre Zukunft in einem sozialistisch transformierten Nachkriegsdeutschland suchten? Warum engagierten sich Juden in einem Staat, der sie und ihre Geschichte(n) weitgehend aus dem „antifaschistischen Gedächtnis“ der DDR-Gesellschaft zu tilgen suchte? Anetta Kahane und Martin Jander haben eindrucksvolle jüdisc...

Walther Rathenau – Walter Lübcke. Linien rechter Gewalt in Deutschland 18.07.2022

Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_rathenau_luebcke

Deutsche Dämonen. Hexen, Wunderheiler und die Geister der Vergangenheit im Nachkriegsdeutschland 30.05.2022

Ein Spuk apokalyptischer Visionen und Obsessionen des Bösen sucht Deutschland nach der Niederlage 1945 heim. Bei Massenveranstaltungen treten Messiasgestalten und Wunderheiler auf. Verschwörungserzählungen haben Hochkonjunktur. Bruno Gröning ruft zur „Großen Umkehr“ und leitet einen göttlichen „Heilstrom“ an Kranke weiter. Eine zwanghafte Beschäftigung mit dem Bösen verbindet diese Ereignisse mit...

Februar 33. Der Winter der Literatur 21.03.2022

Mit der Regierungsübertragung an Adolf Hitler am 30. Januar 1933 stand die Demokratie der Weimarer Republik vor dem Abgrund. In dem darauffolgenden Monat Februar geriet auch das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit massiv unter Druck. Thomas Mann, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Bertold Brecht und viele weitere Schriftstellerinnen und Schriftsteller standen vor existenziellen Fragen...

Frankreich 2022 – Die EU-Präsidentschaft und die Präsidentschaftswahlen 14.02.2022

Frankreich übernahm am 1. Januar 2022 die EU-Präsidentschaft. Die politische Lage in der EU und in Frankreich ist unübersichtlich, die Stimmungslage sehr volatil. Die Konflikte zwischen Frankreich und Großbritannien (Fischerei, Migration …) prägenden „langen Brexit“. Im Inland war lange ungewiss, wer für welches Lager kandidieren würde. Auch schien unklar, welche Themen im Vordergrund stehen werde...

Was war die Weimarer Republik? Die erste deutsche Demokratie in neuem Licht 31.01.2022

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg eine Buchvorstellung mit dem Historiker Professor Dr. Benjamin Ziemann (Sheffield). Die erste deutsche Republik ist mehr als nur eine Warnung vor den Gefährdungen der parlamentarischen Demokratie oder die Vorgeschichte des „Dritten Reichs“. Sie war in politischer wie in kultureller Hinsicht e...

Der Kaiser und das „Dritte Reich“. Die Hohenzollern zwischen Restauration und Nationalsozialismus 20.12.2021

Nach dem Ende der Monarchie in Deutschland engagierten sich führende Mitglieder der kaiserlichen Familie in der rechten Szene der Weimarer Republik und des beginnenden NS-Regimes. Aber haben die Hohenzollern dem Nationalsozialismus „in erheblichem Maße Vorschub“ geleistet? Ging es ihnen allein um die Rückkehr an die Macht oder gab es auch ideologische Gemeinsamkeiten? Seitdem die Entschädigungsans...

Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien 06.12.2021

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stuttgart eine Buchvorstellung mit Gespräch mit dem Historiker Professor Dr. Richard J. Evans (Cambridge). Nichts in der Geschichte passiert zufällig, alles ist Ergebnis geheimnisvoller Machenschaften - diese Vorstellung ist so alt wie die Geschichte selbst. Gerade jetzt finden Verschwörungstheorien immer mehr Anhä...

Vom Rassismus zur Entschuldigung. Kolonialismus und Dekolonisation in Frankreich und Deutschland 11.11.2021

Frankreich hat zweimal, in der Frühen Neuzeit und im Zeitalter des Imperialismus, ein weltweites Kolonialreich betrieben. Das deutsche Kolonialreich fiel zwar wesentlich bescheidener aus und fand zudem bereits 1918 ein abruptes Ende. Strukturell ist der Kolonialismus beider Länder dennoch bis ins Detail vergleichbar. Ähnlich ist auch das aktuelle Entschuldigungsbedürfnis im Rahmen der Aufarbeitung...

Der große Kalanag. Wie Hitlers Zauberer die Vergangenheit verschwinden ließ und die Welt eroberte 18.10.2021

Er war der größte Showstar der jungen Bundesrepublik, als Magier machte er nach dem Krieg eine Weltkarriere: der aus Stuttgart stammende Helmut Schreiber alias Kalanag. Seine Zaubervorführungen waren aufwendig, brillant, exotisch und schlugen die Zuschauer in ihren Bann. Allein im Stuttgarter Metropolkino war seine Show 1958 gleich 36-mal hintereinander ausverkauft. Doch sein größtes Kunststück wa...

Henry Kissinger. Wächter des Imperiums 16.07.2021

Henry Kissinger, ein Scheinriese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Auf diesen Nenner lässt sich sein politisches Denken und Handeln bringen. Zugleich verstand er es, sich zur Marke in Übergröße zu machen, egal, ob als Sicherheitsberater zweier amerikanischer Präsidenten, als Außenminister, Elder Statesman, Bestsellerautor, Politikberater oder Orakel. Sich immer im Gespräch zu halten...

Ein Hassverbrechen gegen die Demokratie. Der Erzberger-Mord, Rechtsterrorismus und die Polizei 18.06.2021

Vor hundert Jahren erschütterte ein Attentat die junge Weimarer Republik. Die Organisation Consul, eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation, hatte am 26. August 1921 mit Matthias Erzberger einen Wegbereiter deutscher Demokratie im Schwarzwald brutal ermordet. Der Terroranschlag zeigte die tiefe Spaltung der deutschen Gesellschaft. Republikaner waren entsetzt und protestierten gegen die p...

„Nicht ohne meine Kippa! Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus“ 07.06.2021

Kippa oder „Käppchen“, wie seine Großmutter es nennt, trägt Levi Ufferfilge jeden Tag und überall. Damit gehört er zu den wenigen Deutschen, die im Alltag ihre jüdische Identität offen zeigen. Das führt zu unterschiedlichen Reaktionen: von neugierigen Nachfragen bis zu Beleidigungen und antisemitischen Anfeindungen. Levi Ufferfilge erzählt über das Jüdischsein in Deutschland heute. Seine Geschicht...

Entnazifizierungsgeschichten 22.03.2021

Über die Entnazifizierung scheint das Urteil längst gesprochen: In Öffentlichkeit und Forschung gilt sie als missglückter Versuch einer frühen Vergangenheitsbewältigung, der vor allem an Täuschung und Vertuschung durch die betroffenen Deutschen scheiterte. Hanne Leßau zeigt in ihrem Buch „Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegs...

Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik 15.02.2021

Der Klappentext von Sönke Neitzels neuem Werk beginnt mit einem provokativen Satz: „Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben.“ Dieser Satz gibt die Linie des Buches vor, das auf 800 Seiten die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Das zentrale Ergebnis von Neitzels An...

Blut und Eisen. Wie Preußen Deutschland erzwang 18.01.2021

"Nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden … sondern durch Eisen und Blut." Mit diesen Worten begründete Otto von Bismarck am 30. September 1862 die Notwendigkeit höherer Militärausgaben. Zwei Jahre später begannen die preußisch-deutschen Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich, die das Gesicht Europas grundlegend verändern sollten. In einem...

Demokratie: Eine deutsche Affäre. Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart 20.12.2020

Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) präsentieren in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung eine Video-Veranstaltung mit Hedwig Richter. Die Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München spricht über ihr Buch „Demokratie: Eine deutsche Affäre“ und stellt sich den Fragen von Dr. Christian Westerhoff,...

Stuttgart 21, Fridays for Future und Anti-Corona: Protestkultur in Stuttgart und anderswo 13.11.2020

Am 22. Oktober 2020 diskutierte Christian Westerhoff im Rahmen der Vortragsreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte mit Dr. Julia von Staden und Prof. Dr. Philipp Gassert über die bunte und lebendige Protestkultur, die sich in den letzten Jahren etabliert hat. In Deutschland wird protestiert. Gegen Stuttgart 21, für mehr Klimaschutz, für bezahlbaren Wohnraum, eine Verkehrswende oder den Erhalt des...

Fieber. Universum Berlin 1930-1933 14.09.2020

Zum Ende der ersten deutschen Demokratie sind viele Bücher geschrieben worden. Peter Walther stellt im Gespräch mit Christian Westerhoff, Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte, klar, dass es nicht sein Anliegen war, zu den zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen ein weiteres Werk hinzuzufügen. Sein Buch bewegt sich vielmehr in einem Grenzbereich zwischen Sachbuch und literarischer Darstell...

Fotos aus Sobibor. Bilder als Quelle zum Holocaust und zum Nationalsozialismus 27.07.2020

Johann Niemann war stellvertretender Kommandant des Vernichtungslagers Sobibor. Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Gefangene den Aufstand und töteten dabei auch Niemann. Erst vor kurzem wurden mehr als 350 Fotos und zusätzliche schriftliche Quellen aus seinem Besitz entdeckt. Die privat gesammelten und teilweise in zwei Alben zusammengestellten Bilder erlauben anhand der visuellen Überlieferung s...

Martin Niemöller. Ein Leben in Opposition 22.06.2020

Der Pfarrer Martin Niemöller (1892-1984) ist als Mitbegründer der Bekennenden Kirche und durch seine Reden zur Schuld der Deutschen nach 1945 bekannt. Dabei war er als Student in völkischen und antisemi­tischen Parteien und Verbänden aktiv und begrüßte 1933 die NS-Machtergreifung. Auch nach 1945 trat seine Judenfeindschaft wiederholt hervor. Benjamin Ziemann rekonstruiert die Biographie eines stre...

Besiegt und befreit: Die Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs 25.05.2020

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands. Dies ist ein Anlaß, sich mit den unterschiedlichen Reaktionen der Menschen in den letzten Kriegsmonaten zu befassen. Wie erlebte die deutsche Bevölkerung das Ende des Krieges in den zerstörten Städten, auf der Flucht, in Gefängnissen und an den zusammenbrechenden Fronten? Warum unter...

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