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SWR Kultur lesenswert - Literatur

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Jul 10, 2026

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Episodes

Sieben Jahre Haft für einen Roman? Gespräch mit Sandra Hetzl (PEN-Berlin) 15.09.2024

Sieben Jahre Haft drohen dem kurdisch-türkischen Schriftsteller Yavuz Ekinci in der Türkei. Angeklagt ist er für seinen Roman „Traumsplitter“, der bereits vor neun Jahren veröffentlicht wurde. Der Vorwurf: Terrorpropaganda. Sandra Hetzl von der Autorenvereinigung PEN-Berlin begleitet den Prozess in Istanbul. Im Lesenswert-Gespräch spricht sie darüber, wie die türkischen Behörden zusammen mit regie...

Patrick Modiano – Memory Lane | Buchkritik 12.09.2024

Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen wenige Jahre nach dem Krieg, vergnügungssüchtig und irgendwie auch zukunftslos – an dieses „Grüppchen“ denkt Patrick Modianos Erzähler im schmalen und von Pierre Le-Tan illustrierten Band „Memory Lane“ zurück. Wie immer bei Modiano hat diese Geschichte ein Thema: das Erinnern selbst. Rezension von Ulrich Rüdenauer

Thilo Wydra – Alma & Alfred Hitchcock | Buchkritik 11.09.2024

Sir Alfred Hitchcock, der „Master of Suspense“, zählt zu den bekanntesten und bedeutsamsten Regisseuren der Filmgeschichte. Doch wer war der Mann hinter der Kamera? Was macht seine Filme so besonders? Und welche Rolle spielte dabei seine Frau Alma? Hitchcock-Kenner und Biograf Thilo Wydra erzählt in „Eine Liebe fürs Leben. Alma und Alfred Hitchcock“ von bekannten und unbekannten Hitchcock-Filmen u...

Millay Hyatt – Nachtzugtage 10.09.2024

Millay Hyatt erzählt in ihrem großen Essay von der Faszination der Zugreisen bei Nacht, von Beobachtungen und Erlebnissen auf ihren Fahrten kreuz und quer durch Europa. In „Nachtzugtage“ verbindet die amerikanische/deutschamerikanische/amerikanisch-deutsche Philosophin autobiographisch grundierte Reflexion mit literarischer Erzählkunst. Rezension von Jonathan Böhm

Ulrike Edschmid – Die letzte Patientin 09.09.2024

Eine Frau, die vor Nähe flieht und das Alleinsein nicht aushält. Und ein traumatisiertes Mädchen, das ihre Therapeutin zehn Jahre lang anschweigt. Ulrike Edschmids brillanter Roman „Die letzte Patientin“ erzählt kühl und raffiniert von Biografien, die sich ineinander spiegeln. Rezension von Christoph Schröder

Katja Lange-Müller „Unser Ole“: Vom Los ungeliebter Töchter | Buchkritik 08.09.2024

Drei Frauen und ein pubertierender, autistischer Jugendlicher stellen das Personal in diesem tragisch-komischen Kammerspiel. Es sind Außenseiter, gescheiterte, versehrte Figuren, die darunter leiden, nicht von ihrer Mutter geliebt worden zu sein. Katja Lange-Müller zeichnet ein schonungsloses Szenario, das von emotionaler Unfähigkeit, aber auch von großer Widerstandsfähigkeit erzählt. Rezension vo...

Ansteckend: Daniel Kehlmanns Begeisterung „Über Leo Perutz“ | Gespräch 08.09.2024

Schon als Jugendlicher hat Bestsellerautor Daniel Kehlmann den Schriftsteller Leo Perutz für sich entdeckt, der später zum Vorbild seiner eigenen literarischen Experimente werden sollte. Die Begeisterung sei bis heute geblieben, betont Kehlmann, der sich in seinem neuen Buch „Über Leo Perutz“ mit einigen ausgewählten Werken des heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Autors beschäftigt. Silke...

Anna Katharina Hahn – Der Chor | Autorinnen-Gespräch 08.09.2024

Singen im Chor hat bekanntlich viele positive Effekte: es macht Spaß, fördert die Gesundheit, baut Stress ab. Und es hilft gegen die Einsamkeit, weshalb sich die ganz unterschiedlichen Frauen, die sich in dem neuen Roman von Anna Katharina Hahn zum Singen treffen, auch auf durchaus ambivalente Freundschaften einlassen. Und die Autorin tut ihr Bestes, ihre Figuren auf harte Belastungsproben zu stel...

Neue Bücher von Katja Lange-Müller, Daniel Kehlmann, Eric Bergkraut und Anna Katharina Hahn 08.09.2024

Diesmal im „lesenswert Magazin“: Zweifelhafte Mütter und vertrackte Frauenbeziehungen - Bücher über emotionale Grenzerfahrungen und Daniel Kehlmanns Erinnerung an einen großen deutschen Romanautor

Eric Bergkraut – 100 Tage im Frühling | Buchkritik 08.09.2024

Was darf ich schreiben? Das hat sich Eric Bergkraut gefragt, als er seine Aufzeichnungen über die letzten Tage der Schriftstellerin Ruth Schweikert begann, mit der er 20 Jahre lang verheiratet war. Er hat diese Gratwanderung überzeugend bewältigt. Sein Buch „Hundert Tage im Frühling. Geschichte eines Abschieds" ist ein starkes Stück biographischer Literatur. Rezension von Eberhard Falcke

Mia Raben – Unter Dojczen 05.09.2024

Eine ausgebrannte Pflegerin aus Polen versucht bei einer Hamburger Matriarchin einen Neuanfang. Mia Rabens Roman „Unter Dojczen“ beleuchtet die oft übersehene Realität osteuropäischer Haushaltshilfen und zeichnet ein anrührendes, wenn auch etwas märchenhaftes Bild von Freundschaft, Selbstfindung und Hoffnung. Rezension von Oliver Pfohlmann

Ines Geipel – Fabelland | Buchkritik 04.09.2024

Groß war das Glück der Deutschen, als im November 1989 die Berliner Mauer fiel. Aber kann man Glück auch verspielen? Woher stammt nur der Zorn, wenn es um die aktuelle Politik in Deutschland geht? Nach Ansicht Ines Geipels führt das Drama der jahrzehntelangen Schuldverdrängung im Osten Deutschlands heute zur Anfälligkeit für rechtsradikale Parolen. Rezension von Conrad Lay

Frank Klötgen und Anton G. Leitner (Hg.) – Das Gedicht, Band 31: Laut & Leise 03.09.2024

Seit Beginn der 1990er-Jahre entsteht unter der Ägide des Dichters Anton G. Leitner und mit wechselnden Co-Herausgebern die Zeitschrift „Das Gedicht“. Sie erscheint einmal im Jahr. Unter wechselnden Überschriften versammelt sie Lyrik bekannter und weniger bekannter Dichter und Dichterinnen. Nun ist unter dem Titel „Laut & Leise“ die 31. Ausgabe der Zeitschrift erschienen. Rezension von Beate Tröge...

Achim Bubenzer – Opa, du hast es doch gewusst! 02.09.2024

Wie können Gespräche über Klimawandel gelingen? Dieser Frage geht der Physiker und Großvater Achim Bubenzer in seinem Buch „Opa, du hast es doch gewusst“, nach. Dabei klammert er auch das Spannungsfeld zwischen notwendiger ökologischer Radikalität und politisch-wirtschaftlichem Pragmatismus nicht aus. Rezension von Gerhard Klas

100 Jahre Büchergilde Gutenberg – „Vorwärts mit heiteren Augen“ 01.09.2024

Hochwertige Bücher zu einem fairen Preis - mit diesem Ziel wurde vor hundert Jahren die Büchergilde Gutenberg gegründet: Ende August 1924 von Buchdruckern in Leipzig. Heute ist die Büchergilde die einzige Buchgemeinschaft in Deutschland, die weiterhin Bestand hat. Gespräch mit dem Geschäftsführer Alexander Elspas

Katja Oskamp – Die vorletzte Frau 01.09.2024

Von der Geliebten zur Pflegerin – das passiert der Heldin in Katja Oskamps neuem Roman „Die vorletzte Frau“. Die Leipziger Autorin erzählt von einer langjährigen Liebe zu einem Schweizer Schriftsteller – und was dabei passieren kann. Rezension von Alexander Wasner

Roman Ehrlich – Videotime 01.09.2024

Die Videothek als Sehnsuchtsort: Roman Ehrlichs brillanter Roman „Videotime“ erzählt von Prägungen, der Macht der Fiktion und der Konstruktion von Erinnerung. Unter der Oberfläche einer bayerischen Kleinstadt lauert das Unheimliche. Rezension von Christoph Schröder

Joan Didion – Demokratie 01.09.2024

Ein Roman über politische Schattenräume, sprachlich präzise geschrieben und mit brisanter Aktualität im Kontext des US-Wahlkampfs. Antje Rávik Strubel über ihre Neuübersetzung. Ein Beitrag von Nina Wolf

Alte Wunden und neue Erkenntnisse: Bücher, die aus der Vergangenheit lernen. Neue Bücher von Tommy Orange, Katja Oskamp und Roman Ehrlich 01.09.2024

Mit neuen Büchern von Tommy Orange, Katja Oskamp, Roman Ehrlich und einer Neuübersetzung von Joan Didion

Dana von Suffrin (Hg.) – Wir schon wieder. 16 jüdische Erzählungen 01.09.2024

„Wir schon wieder. 16 jüdische Erzählungen“ – so heißt ein Band, den Dana von Suffrin gerade im Rowohlt Verlag herausgegeben hat. Die Herausgeberin stellt sich vor, wie ihre 16 Autorinnen und Autoren in einem Hinterzimmer sitzen und sich streiten. Alle sind sie jüdisch sozialisiert. Gespräch mit Dimitrij Kapitelman

Tommy Orange – Verlorene Sterne 01.09.2024

Der US-Autor Tommy Orange verknüpft in seinem zweiten Roman „Ver-lorene Sterne“ die Schicksale zweier indigener Teenager über 150 Jah-re Kolonialgeschichte hinweg. Eine Anklage an Gewalt und Landraub, die bis heute nicht aufgearbeitet ist. Rezension von Claudia Fuchs

Mikael Ross – Der verkehrte Himmel 29.08.2024

Illegale Einwanderung aus Vietnam erzählt als rasanter Berlin-Krimi. Die Graphic Novel „Der verkehrte Himmel“ ist Entwicklungsroman und Tragikomödie in einem. Comiczeichner Mikael Ross jongliert darin gekonnt mit Genre-Versatzstücken. Dabei zeichnet er ein Berlin, das selbst vielen seiner Einwohner unbekannt sein dürfte. Ein Sommer-Schmöker mit Tiefgang.

Dror Mishani – Fenster ohne Aussicht 28.08.2024

Wie soll das Leben weitergehen nach dem 7. Oktober 2023? Was bedeutet nun Alltag? Welche Zukunft kann es geben? Nach dem Hamas-Angriff auf Israel ist alles anders, nicht nur für die Juden in Israel, sondern auf der ganzen Welt. Dror Mishani versucht in „Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv“ das Geschehen einzufangen und zu begreifen. Rezension von Ulrich Rüdenauer

Peter Probst – Was ist afrikanische Kunst? 27.08.2024

Was ist eigentliche "afrikanische Kunst?“ Der Ethnologe und Kunsthistoriker Peter Probst gibt auf diese Frage profunde Antworten. Die Themen reichen von afrikanischer Volkskunst, die im Zeitalter des Kolonialismus in großen Mengen nach Europa und in die USA transferiert wurde, über das ethnologische Interesse des Westens bis zur Gegenwart. Erst hier erlangen Künstlerinnen und Künstler das Selbstbe...

Hua Hsu – Stay True 26.08.2024

Eine wahre Geschichte über Freundschaft und Verlust: Hua Hsu erzählt in seinem eindrucksvollen Memoir „Stay true“ vom Kalifornien der Neunziger Jahre und dem Erwachsenwerden als Amerikaner asiatischer Herkunft. Für sein Buch erhielt er 2023 den Pulitzer Preis. Rezension von Oliver Pfohlmann

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