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SWR Kultur lesenswert - Literatur

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Jul 10, 2026

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Episodes

Es knistert, es knackt: „Auf ganz dünnem Eis“ 07.10.2025

Vor zwei Jahren hat Peter Stamm sich mit seinem Roman „In einer dunkelblauen Stunde“ selbst das schönste Geschenk zum 60. Geburtstag gemacht. Nun gibt es einen neuen Erzählungsband mit dem Titel „Auf ganz dünnem Eis“. Rezension von Christoph Schröder

Hans Joachim Schädlich – Bruchstücke 07.10.2025

Bevor Hans Joachim Schädlich die DDR verließ, hielt ihm der berühmte Stefan Heym vor: „Was wollen Sie im Westen. Sie kennen sich nicht aus.“ Dies und vieles mehr erfährt man aus seinem Erinnerungsbuch „Bruchstücke“. Rezension von Eberhard Falcke

Anne Rabe – Das M-Wort 06.10.2025

Moralische Debatten sind häufig hitzig, oftmals anstrengend, aber meistens lohnend. Denn darin erfahren wir nicht nur etwas über die Gegenseite, sondern auch über uns selbst. In ihrem Buch zeigt Anne Rabe, wie wichtig es gerade jetzt ist, angesichts der gesellschaftlichen Polarisierung eine breite Debatte über unser moralisches Selbstverständnis zu führen. Rezension von Leander Scholz

Thomas Melle: Haus zur Sonne 05.10.2025

Ein staatlich subventioniertes Projekt, in dem die Probanden ihre Wünsche erfüllt bekommen, um dann unauffällig aus dem Leben zu scheiden. Wieviel Selbstbestimmung hat man, wenn man erst einmal dort gelandet ist?

Percival Everett: Dr. No 05.10.2025

Ein Professor und Experte für das Nichts. Ein Milliardär, der nur ein Ziel hat: Ein Bösewicht zu werden. Ein Buch, das unter seiner humorigen Oberfläche davon erzählt, was die Welt derzeit massiv ins Wanken bringt.

Katerina Poladjan: Goldstrand 05.10.2025

Auf engem Raum erzählt Katerina Poladjan von der ideologischen Wucht, die das 20. Jahrhundert geprägt hat. Von utopischen Entwürfen, kühnen Versuchen des Aus- und Aufbruchs. Und von den darauffolgenden Entzauberungen.

Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen 05.10.2025

Der Anruf eines Theatermachers bei einer Schriftstellerin. Ein Angebot, an einem künstlerischen Projekt im Urwald teilzunehmen. Es wird ein beunruhigender Trip in Zwischenzonen des Daseins, in denen die Sprache zu versagen droht.

SWR Bestenliste Oktober 05.10.2025

Eine Premiere im Jubiläumsjahr: Die SWR Bestenliste gastierte zum ersten Mal im Studio Werkhaus des Mannheimer Nationaltheaters. Aus der Jury diskutierten Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), Anne-Dore Krohn (Rundfunk Berlin-Brandenburg) und Paul Jandl (Neue Zürcher Zeitung) über vier ausgewählte Titel der SWR Bestenliste im Oktober. Auf dem Programm standen: Thomas Melles Roman „Haus zur Sonne“ (...

Patrick Lacan und Marion Besançon – Grün 05.10.2025

In einer nahen Zukunft findet ein stummer Machtkampf statt. In der Natur wächst alles doppelt so schnell, Menschen werden zu Hybridwesen: halb pflanzlich, halb menschlich. Der spekulative Comic "Grün" von Patrick Lacan und Marion Besançon. Rezension von Silke Merten

David Graeber – Die ultimative heimliche Wahrheit der Welt 01.10.2025

Der Anthropologe David Graeber starb im September 2020 im Alter von 59 Jahren. Als sein „Vermächtnis“ kündigt Klett-Cotta nun eine Sammlung von 18 Texten aus den Jahren 2000 bis 2019 an. Alle Themen seines Werks sind darin enthalten: Antikapitalismus, soziale Ungleichheit, radikale Demokratie, Anarchie, Freiheit. Rezension von Stefan Berkholz

Samanta Schweblin – Das gute Übel 30.09.2025

Der Erzählband „Das gute Übel“ der Argentinierin Samanta Schweblin erstaunt, verstört, erschüttert. Zunächst beschreibt die Autorin scheinbar harmlose Alltagssituationen, doch die nehmen dann irgendwann eine dramatische, manchmal fantastische Wende. Rezension von Eva Karnofsky

Harriet Rix – Geniale Bäume 29.09.2025

Bäume sind keineswegs stumm. Da sie sich nicht bewegen können, sprechen mit ihrer Umgebung, indem sie Duftstoffe aussenden. Sie beeinflussen Pflanzen und Tiere, prägen das Klima. Und wir nutzen sie vielfältig: als Bauholz, Energieproduzent, Obstlieferant. Rezension von Johannes Kaiser

Eine Biologin auf einer abgelegenen Forschungsstation: Sophia Klinks „Kurilensee“ 28.09.2025

Eine Biologin auf einer abgelegenen Forschungsstation im äußersten Osten Russlands, ein großer See, winzige Algen und Millionen von laichenden Lachsen: Sophia Klink erzählt in ihrem Debütroman von einer Natur, die auf menschliche Hilfe angewiesen zu sein scheint. Rezension von Julia Schröder

Die jüdische Identität der Stadt Bagdad – Usama Al Shahmani erzählt die Geschichte einer Vertreibung 26.09.2025

1950 wurden die Juden aus dem Irak vertrieben. Davon erzählt Usama Al Shahmani in seinem Roman „In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied“. Historisch und doch ganz gegenwärtig. Das Gespräch führte Katharina Borchardt

Paolo Herras & Jerico Marte: Strange Natives 26.09.2025

Comic-Erzähler von den Philippinen mögen den Genre-Mix. In „Strange Natives“ zum Beispiel lässt das Autorenduo Paolo Herras und Jerico Marte eine Frau mit übersinnlichen Fähigkeiten in die Geschichte des Landes eintauchen. Rezension von Paolo Herras & Jerico Marte

Mit neuen Büchern von Ian McEwan, Dorothee Elmiger, Nirit Sommerfeld, Usama Al Shahmani, Paolo Herras und Jerico Marte 26.09.2025

Heute ist Usama Al Shahmani zu Gast. In seinem neuen Roman erzählt er die Geschichte der Juden im Irak. Außerdem besuchen wir ein Café und schauen mit Ian McEwan in die Zukunft.

Nirit Sommerfeld: Beduinenmilch 26.09.2025

Letztes Jahr eröffnete Nirit Sommerfeld das Chemnitzer Café „Julius im Schocken“. Es befindet sich im heutigen Museum für Archäologie. Das Café ist ihrem Großvater Julius gewidmet, der in Chemnitz ein Tuchwarengeschäft führte, bevor er von den Nazis ins KZ Sachsenhausen deportiert wurde. Enkelin Nirit Sommerfeld hat mit „Beduinenmilch“ nun auch einen Roman geschrieben, der an ihre Familiengeschich...

Der Angst einen Rahmen geben – Dorothee Elmigers Roman „Die Holländerinnen“ 26.09.2025

Zwei Holländerinnen verschwinden 2014 im Dschungel von Panama. Nun geht eine Theatergruppe ihren Weg nach. Dorothee Elmigers Roman ist für den Deutschen Buchpreis nominiert. Das Gespräch führte Katharina Borchardt

Ian McEwan: Was wir wissen können 26.09.2025

England im Jahr 2119. Literaturwissenschaftler Tom forscht zur Literatur der Jahre 1990-2030. In Ian McEwans neuem Roman „Was wir wissen können“ nimmt die Zukunft uns in den Blick. Rezension von Bettina Baltschev 24. September 2025

Kathrin Hartmann – Die Welt gewinnen 24.09.2025

Warten, bis neue Regierungen die Probleme der Welt lösen? Nicht unbedingt: Einzelne Persönlichkeiten und Basisbewegungen können etwas bewegen, wenn es gegen Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeit geht, meint Kathrin Hartmann. Die Journalistin hat überall auf der Welt Beispiele dafür gesammelt. Rezension von Gerhard Klas

Sergej Lebedew – Die Beschützerin 23.09.2025

Der Krieg in der Ukraine ist die Fortsetzung einer noch viel älteren Gewaltgeschichte: Davon handelt Sergej Lebedews neuer, hochpoetischer und hochpolitischer Roman „Die Beschützerin“, der vier in die unheilvolle Geschichte verstrickte Figuren zum Sprechen bringt. Rezension von Ulrich Rüdenauer

Heike Geißler – Arbeiten 22.09.2025

In ihrem Essay „Arbeiten“ untersucht Heike Geißler die allgegenwärtige Präsenz von Arbeit in unserem Leben – nicht nur als ökonomische Notwendigkeit, sondern als Strukturprinzip unserer Zeit, unserer Sprache, unserer Wahrnehmung. Entstanden ist ein vielstimmiger, literarisch präziser Text, der persönliche Beobachtungen mit gesellschaftlicher Analyse verbindet und mit seiner aufmerksamen poetischen...

Annette Pehnt – Einen Vulkan besteigen 21.09.2025

Annette Pehnt verzichtet in ihrem Erzählband „Einen Vulkan besteigen“ auf schmückendes Beiwerk. Sie erzählt „minimale Geschichten“ aus dem Alltag von Menschen, die vom Leben gebeutelt sind und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen. Rezension von Holger Heimann

Mit neuen Büchern von T. C. Boyle, Götz Aly, Édouard Louis und Tanja Paar 19.09.2025

Neue Romane und ein Gespräch über Literatur als Wettbewerb mit Arnold Maxwill. Und: Schreiben nach dem 7. Oktober als Thema beim Internationalen Literaturfestival Berlin.

„Abscheu ist kein Lernziel“ – Götz Alys großes Alterswerk zur Hitlerzeit 19.09.2025

In seinem Opus Magnum „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“ geht Götz Aly der Frage nach, wie es gelang, die stets prekäre Einheit von Volk und Führung so lange zu wahren. Brillant analysiert er Herrschaftstechniken, die auch heute gebräuchlich sind. Rezension von Holger Heimann

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