Dr.Andreas Heuer
KlarText Global
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Jul 10, 2026
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Episodes
Hintergrund: Moralische Stämme – Soziale Spaltungen 18.01.2026 12:09
Unsere Gesellschaft wirkt zunehmend zerrissen. Moralische Konflikte ersetzen das gemeinsame Gespräch, soziale Medien verstärken Empörung und Abgrenzung. Der Psychologe Jonathan Haidt zeigt, wie alte Stammesmechanismen unser Denken prägen – und der Philosoph Michael Sandel warnt vor einer Politik, die Solidarität durch Leistungsdenken ersetzt hat. So entsteht eine doppelte Spaltung: moralisch und s...
Kommentar: De-Risking reicht nicht: Warum Deutschland seine Interessen mit China offensiv vertreten sollte 17.01.2026 8:16
Deutschland spricht über De-Risking – vermeidet aber die entscheidende Frage nach eigenen Interessen. Der Kommentar zeigt, warum ein defensiver China-Diskurs nicht ausreicht: Ohne klare Kooperationsangebote bei grünen Technologien, ohne historisches Verständnis für Chinas politische Logik und ohne eindeutige Position zur Ein-China-Politik verliert Deutschland strategische Handlungsfähigkeit. Wer C...
Beitrag: Iran zwischen Washington und Peking – Machtpolitik statt Regimewechsel 16.01.2026 8:08
Der Iran ist derzeit weniger ein unmittelbares Kriegsziel als ein geopolitischer Schlüsselraum im globalen Machtkonflikt. Im Zentrum stehen Energieversorgung, Seewege und die strategische Konkurrenz zwischen den USA und China. Der Beitrag analysiert, warum Washington unter Donald Trump eher auf Druck, Kontrolle und Abschreckung setzt als auf einen riskanten Regimewechsel – und weshalb ein offener...
Episode 9: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Ostasiatische Perspektiven auf Kosmopolitismus jenseits des Konfuzianismus - Daoismus, Zen und Donghak 16.01.2026 24:22
In der 9. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert kehren wir nach Ostasien zurück – diesmal jenseits des Konfuzianismus. Die Episode zeigt, wie der chinesische Daoismus mit seiner Idee des Wu Wei und der Harmonie mit der natürlichen Ordnung, der japanische Zen-Buddhismus mit seiner Betonung unmittelbarer Erfahrung und Nicht-Dualität sowie die koreanische Donghak-Bewegung mit ihrer Vis...
Hintergrund: Stephen Miller – der ideologische Architekt hinter Donald Trump 15.01.2026 11:45
Stephen Miller ist einer der zentralen ideologischen Architekten hinter Donald Trumps Politik. Abseits öffentlicher Aufmerksamkeit prägt er maßgeblich die Eskalation der Einwanderungs- und Ordnungspolitik, indem er Trumps politische Instinkte in strategische Leitlinien, administrative Maßnahmen und juristische Durchsetzung übersetzt. Vom „Muslim Ban“ bis zu den jüngsten ICE-Razzien folgt diese Pol...
Kommentar: Freund, Feind, Großraum: Die ideologische Grammatik der Machtpolitik von Putin und Trump 14.01.2026 13:43
Die Gespräche zwischen den USA und Russland über die Zukunft der Ukraine markieren eine geopolitische Zeitenwende. Sie folgen nicht mehr der Logik einer regelbasierten, multilateralen Ordnung, sondern greifen auf Denkfiguren zurück, die älter sind als die europäische Nachkriegsarchitektur. Freund–Feind-Unterscheidung, Ausnahmezustand und Großraum: Mit diesen Kategorien des Staatsrechtlers Carl Sch...
Kommentar: Max Weber im Zeitalter Donald Trumps: Charismatische Herrschaft als Herausforderung für die liberale Demokratie 13.01.2026 13:09
Der Kommentar greift Max Webers Herrschaftssoziologie auf, um die politische Gegenwart der Vereinigten Staaten aus einer strukturellen Perspektive zu analysieren. Ausgehend von Webers Frage nach den Quellen legitimer Herrschaft wird gezeigt, wie sich unter Donald Trump – insbesondere seit Beginn seiner zweiten Präsidentschaft 2025 – die Legitimationslogik verschiebt: weg von Verfahren, Amt und Rec...
Beitrag: Slavoj Žižek: Donald Trump anders gedeutet 12.01.2026 10:22
Donald Trump wird oft moralisch verurteilt oder psychologisch erklärt. Slavoj Žižek schlägt einen anderen Zugang vor: Er liest den Trumpismus mit Antonio Gramsci als Symptom einer politischen Übergangsphase, in der alte Ordnungen zerfallen und neue noch nicht tragfähig sind. Der Beitrag zeigt, warum Trump gesellschaftlich anschlussfähig wurde, wie soziale Fragen politisch neu gerahmt wurden – und...
Hintergrund: Ein kurzer Blick auf Geschichte der internationalen Ordnung 11.01.2026 12:26
Die Welt befindet sich im Wandel. Die globale Ordnung, wie sie seit dem Ende des Kalten Krieges bestand, gerät ins Wanken. Immer häufiger ist von einer unipolaren und einer multipolaren Welt die Rede – Begriffe, die den tiefgreifenden Umbruch unserer Zeit beschreiben. Während die unipolare Welt vom westlichen Machtanspruch geprägt war, zeichnet sich heute eine neue Vielstimmigkeit ab: China, Indie...
Kommentar: Die USA auf dem Weg in eine neue Weltordnung: Großraumtheorie versus Isolationismus 10.01.2026 13:01
Was vielfach als Rückzug der Vereinigten Staaten aus der internationalen Ordnung beschrieben wird, erweist sich bei näherer Betrachtung als tiefgreifende Umdeutung ihres außenpolitischen Selbstverständnisses. Der Abbau multilateraler Bindungen, die selektive Anwendung völkerrechtlicher Normen und die gleichzeitige Bereitschaft zu militärischer und ökonomischer Machtausübung deuten nicht auf Isolat...
Kommentar: Die Donroe-Doktrin: Großraumlogik, Machtpolitik und das Erbe Carl Schmitts 09.01.2026 11:11
Unmittelbar nach der militärischen Intervention in Venezuela leiten die Vereinigten Staaten einen demonstrativen Bruch mit der multilateralen Nachkriegsordnung ein. Der Austritt aus Dutzenden internationaler Organisationen, die Abwertung globaler Institutionen als Bedrohung nationaler Souveränität sowie eine offen machtpolitische Rhetorik markieren eine neue außenpolitische Linie, die zunehmend al...
Episode 8: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Lateinamerikanische Perspektiven auf den Kosmopolitismus - Buen Vivir und die Befreiungsphilosophie 09.01.2026 21:34
In der 8. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns Lateinamerika zu und fragen, wie Konzepte wie Buen Vivir und die Befreiungsphilosophie unser Verständnis von globaler Gerechtigkeit und Zusammenleben verschieben. Ausgehend von indigenen Ideen eines „Guten Lebens“ in Harmonie mit Pachamama und Gemeinschaft sowie von Enrique Dussels Kritik des eurozentrischen Universalism...
Kommentar: Als nächstes Grönland? 08.01.2026 5:04
Die jüngsten Äußerungen von Donald Trump zur Zukunft Grönlands sind mehr als Provokation. Sie verweisen auf eine strategische Neuverortung der Vereinigten Staaten entlang einer erneuerten Monroe-Doktrin, in der die westliche Hemisphäre – einschließlich der Arktis – als sicherheitspolitischer Eigenraum definiert wird. Grönland rückt dabei als geostrategischer Schlüsselraum und als Rohstoffreserve s...
Kommentar: Venezuela: Öl statt Opposition: Die Logik der US-Politik in Venezuela 07.01.2026 6:10
Die Absetzung von Nicolás Maduro durch einen amerikanischen Militärschlag wurde vielerorts als politischer Wendepunkt gedeutet. Doch statt eines Regimewechsels zeigt sich eine strategische Machtverschiebung: Der staatliche Machtapparat bleibt intakt, mit Delcy Rodríguez an der Spitze. Washington setzt dabei weniger auf demokratische Erneuerung als auf Stabilität und Verhandlungsmacht. Im Zentrum s...
Kommentar: Venezuela: Das politische und moralische Dilemma der Bewertung 06.01.2026 11:08
Der Militäreinsatz in Venezuela legt ein grundlegendes Dilemma offen: Die Berufung auf Völkerrecht und UN-Charta kollidiert mit der Frage, ob die gewaltsame Absetzung eines repressiven Regimes moralisch legitim sein kann, wenn dieses Wahlen manipuliert, Opposition verfolgt und die Lebensbedingungen der Bevölkerung dramatisch verschlechtert hat. Die Debatte zeigt zudem, wie stark Bewertungen von po...
Kommentar: Venezuela: Das besondere Öl für die amerikanischen Raffinerien 05.01.2026 7:33
Das Interesse der USA an Venezuela erklärt sich aus einer Machtpolitik, die von der strukturellen Abhängigkeit der amerikanischen Rohölproduktion ausgeht : der Passung zwischen Rohölqualität und Raffinerieinfrastruktur. Trotz rekordhoher Eigenförderung produzieren die Vereinigten Staaten vor allem leichtes Schieferöl, während viele ihrer Raffinerien auf schweres, zähflüssiges Rohöl ausgelegt sind....
Kommentar: Venezuela und die Folgen 04.01.2026 11:44
Die US-Intervention in Venezuela und die erzwungene Absetzung Nicolás Maduros wird öffentlich als Völkerrechtsbruch verurteilt oder als „Befreiung“ gefeiert – doch beides greift zu kurz. Militärische Eingriffe ohne klare Mandate sind für die USA seit 2000 keine Ausnahme, sondern parteiübergreifende Praxis. Neu ist, dass unter Donald Trump das Motiv nicht mehr mit Terrorabwehr, Menschenrechten oder...
Hintergrund: Gerechtigkeit ohne Gleichheit? Warum Demokratie mehr braucht als Leistung 04.01.2026 10:57
Der Hintergrund fragt, warum das lange vorherrschende Ideal der Leistungsgerechtigkeit an seine Grenzen stößt und weshalb Demokratie mehr braucht als formale Chancengleichheit. Trotz offener Märkte und gleicher Startlinien haben sich soziale Ungleichheiten verfestigt, Vermögen konzentriert und Aufstiegschancen verengt. Anhand der Perspektiven von Michael Sandel, Thomas Piketty und Hermann Heller z...
Beitrag: Autoritäre Kooperation und das Ende der liberalen Selbstverständlichkeit 03.01.2026 8:19
Der Beitrag analysiert auf Grundlage des Foreign-Affairs-Textes von Nic Cheeseman, Matías Bianchi und Jennifer Cyr einen grundlegenden Wandel der globalen Ordnung. Autoritäre und illiberale Akteure kooperieren zunehmend grenzüberschreitend und bilden flexible Netzwerke, die nicht durch gemeinsame Ideologien, sondern durch ihre Ablehnung liberal-demokratischer Institutionen zusammengehalten werden....
Beitrag: Macht ohne Krieg: Chinas Strategie für das 21. Jahrhundert 02.01.2026 16:49
Elizabeth Economy, einer der wichtigen China-Expert*innen in den USA, zeigt in ihrem neuen Foreign Affairs -Beitrag, wie Beijing systematisch die Machtfelder der Zukunft besetzt: Tiefsee, Arktis, Weltraum, digitaler Raum und globales Finanzsystem. Während viele Staaten noch über Zölle und Halbleiter streiten, baut China Infrastrukturen, Standards und Institutionen, die die Regeln der kommenden We...
Episode 7: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Indische Perspektiven auf den Kosmopolitismus - Vasudhaiva Kutumbakam und Gandhis Sarvodaya 02.01.2026 19:11
In der 7. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns dem indischen Subkontinent zu und fragen, wie Ideen wie Vasudhaiva Kutumbakam – „Die Welt ist eine Familie“ – und Gandhis Sarvodaya – „Das Wohlergehen aller“ – unser Verständnis von Weltbürgertum verändern können. Ausgehend von der vedantischen Einsicht in die Einheit allen Seins über Tagores kosmopolitische Kulturvision...
Beitrag: Autoritäre Kooperation und das Ende der liberalen Selbstverständlichkeit 01.01.2026 8:19
Der Beitrag analysiert auf Grundlage des Foreign-Affairs-Textes von Nic Cheeseman, Matías Bianchi und Jennifer Cyr einen grundlegenden Wandel der globalen Ordnung. Autoritäre und illiberale Akteure kooperieren zunehmend grenzüberschreitend und bilden flexible Netzwerke, die nicht durch gemeinsame Ideologien, sondern durch ihre Ablehnung liberal-demokratischer Institutionen zusammengehalten werden....
Beitrag: Bernie Sanders Ausblick für 2026. Eine Aufforderung auch an Europa 31.12.2025 7:21
Der amerikanische Senator Bernie Sanders nutzt seinen Ausblick auf 2026 für eine grundsätzliche Diagnose der demokratischen Krise in den USA. Im Zentrum stehen vier Themen: die Dominanz von Milliardärausgaben in der Politik, die zunehmende Vermögensungleichheit, die gesellschaftlichen Risiken unregulierter Künstlicher Intelligenz sowie das dysfunktionale Gesundheitssystem. Sanders versteht diese F...
Beitrag: Warum Asien das neue globale Zentrum ist: Parag Khannas „Asia First“-These 30.12.2025 12:29
Der Beitrag stellt Parag Khannas These vor, dass Asien bereits heute – und nicht erst in Zukunft – das zentrale Gravitationszentrum der globalen Ordnung ist. Khanna kritisiert die westliche Vorstellung, Weltpolitik weiterhin als Wettbewerb um eine neue Hegemonie zwischen den USA und China zu denken, und beschreibt stattdessen eine multipolare Welt mit Asien als eigenständigem, innerlich vielfältig...
Kommentar: Ordnung statt Utopie: Lateinamerika im Zeitalter von Donald Trump 29.12.2025 8:44
Donald Trumps Rückkehr und das Wiederaufleben der Monroe-Doktrin rücken Lateinamerika erneut in die Logik geopolitischer Einflusszonen – diesmal vor allem im Wettbewerb mit China. Parallel dazu vollzieht sich im Inneren der Region eine ideologische Umkehr: Die politische Dynamik geht nicht mehr von linken Utopien aus, sondern von einer neuen Rechten, die Ordnung, Sicherheit und staatliche Durchset...
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