Marie von Heyl

Eclectic Engineering

Society DE ↓ 49 episodes

Gespräche und Monologe über Philosophie, Kunst, feministische Theorie und Psychoanalyse. Marie von Heyl & Gästewww.marievonheyl.de

Author

Marie von Heyl

Category

Society

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May 28, 2026

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Episodes

Wiederholung 24.07.2022

Mit dem Lacan-Experten Rolf Nemitz spreche ich über die Wiederholung. Wir beginnen klassisch mit Freuds Entdeckung des Wiederholungszwangs als Lust jenseits des Lustprinzips und arbeiten uns vor zur Jacques Lacans Wiederaufnahme und Umarbeitung des Begriffs. Bis die Stimme versagt, sprechen wir über Schicksalszwänge, das Drängen von Signifikanten, verlorene Objekte, intergenerationale Traumata und...

Medialität des Messies 31.05.2022

Insa Härtel forscht und arbeitet an der Schnittstelle von Kulturwissenschaften und Psychoanalyse. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Phänomen Messie medial dargestellt und kulturell verhandelt wird. Wie werden in Trash-TV-Sendungen virulente Fragen bearbeitet, zum Beispiel Trauma- oder Responsibilisierungsdiskurse? Welche Rückschlüsse lassen sich anhand dieses Umgangs mit der Messiefigu...

Das unendliche Gespräch 30.04.2022

"Talking has nothing to do with creation" — das Sprechen hat mit dem Schaffen nichts zu tun — behauptet Gertrude Stein in ihrer Lecture "What Are Masterpieces And Why Are There So Few Of Them?" von 1936 ... ist das wirklich so? In dieser Folge nehme ich Steins Aussage zum Anlass, anhand von Erkenntnissen aus meiner eigenen künstlerischen und theoretischen Arbeit, eine Art Gegenthese zu formulieren...

Abschweifen 05.03.2022

Felix Deiters und ich haben uns verabredet, um über das Abschweifen zu reden. Und schweifen immer wieder ab. Wir sprechen über Denkräume, das poröse Selbst, zittrig aufgetragenen Kajal und neurotische Quirks; aber auch über die Kunst des Vergessens und das Abschweifen als Abweichen von der Norm. Anhand von Paul B Preciados Text ‘Can The Monster Speak?', Jack Halberstams ‘The Queer Art of Failure’...

Der Verlust der Rückseite (ein Lament) 29.01.2022

In dieser Folge tummelt sich so einiges: einseitige Kühe, janusköpfige Bilder, Dämonen ohne Rückseite und Meat Loaf im Dialog mit Hegel. Ich versuche mich an der Form des Laments — historisch ein wichtiges Werkzeug um der weiblichen Stimme öffentlich Gehör zu verschaffen — um den Verlust der Rückseite zu beklagen. Ausgehend von der trivialen Beobachtung, dass wir in digitalen Meeting Rooms nur noc...

Ins Offene sprechen 08.12.2021

Mit dem Autor und Kunstliebhaber Thomas Schlereth suche ich nach Umgangsformen mit dem Unbestimmten – innerhalb und außerhalb des Begrifflichen. Wir sprechen über Texte, die gelesen, und Bilder, die gesehen werden wollen, über geliehene und letzte Worte, den Unterschied zwischen Definieren und Benennen, und immer wieder über das kleine Wort „und“. Nicht nur, sondern auch. Unsichtbare Gäste am Tisc...

Erotik des Nichtverstehens 20.09.2021

Mit der Philosophin Melanie Reichert spreche ich über den Bedeutungsentzug als erotische Erfahrung. Wie verhandelt das Subjekt der Moderne den Umstand, dass universelle Gewissheiten nicht mehr zu haben sind? Gibt es neben der Lust am Verstehen und der Form auch eine Jouissance des Nicht-Verstehens, die im Bruch aufscheint? Wir sprechen über Roland Barthes Entwicklung vom Ideologiekritiker zum Erot...

Liebe 30.08.2021

Mit dem Philosophen Martijn Buijs spreche ich über Liebe. Lange aus der Philosophie verschwunden, scheint sie seit einigen Jahren wieder Thema zu sein. Wir beginnen klassisch mit Platon, landen aber bald bei Alain Badious Auffassung von Liebe als Ereignis und überlegen wie dies mit seinen Strickpullovern zusammenhängen könnte. Außerdem sprechen wir über Liebe und das Neue, Liebe und Ethik, Liebe u...

Künstler*innenbegehren 20.07.2021

In dieser Folge spreche ich — diesmal ohne Gast— über die Begehrensdynamik künstlerischer Produktion. Als Dreh-und Angelpunkt dient der Fund zweier auf den ersten Blick widersprüchlicher Aussagen im Werk von Jacques Lacan und Roland Barthes. Das künstlerische Schaffen, so meine These, wird bewegt von einem Künstler*innen-Begehren, das sich am Kunstwerk als produktiv erweist. Anschließend bespreche...

Die Talmudische Denkweise 05.06.2021

Mit der Autorin, Künstlerin und Ausstellungsmacherin Shulamit Bruckstein spreche ich über ihr langjähriges Anliegen, rabbinische Verfahren des Studiums und der Auslegung mit Mitteln der künstlerischen Forschung fortzusetzen. Gibt es eine talmudische Denkweise, wie 1908 von Karl Abraham in einem Brief an Sigmund Freud behauptet? In talmudischer Manier definieren wir nicht, sondern kreisen in unsere...

Der Blick 17.05.2021

Mit der Bild-und Literaturwissenschaftlerin Mareike Stoll spreche ich über Ästhetik und Politik des Blicks. Ausgehend von Mareikes Forschung zu Fotobüchern der Weimarer Republik diskutieren wir, inwieweit die Ambivalenz der Fotografie eine Alphabetisierung des Sehens verlangte und heute immer noch verlangt. Wir sprechen über Anti-Musen und den geschlechtlichen Blick, über das Zusammenspiel von Hap...

Porosität 03.04.2021

Mit dem Kunst-und Medienschaffenden Enno Schramm spreche ich über Porosität als Metapher für Zustände der Durchlässigkeit. Wir beginnen mit der verbreiteten Assoziierung von Kreativität und Wahn und fragen, was Inspiration, Hypomanie, Rausch und Psychose verbindet bzw trennt. Enno erzählt von seiner Praxis des Open Dialogue, wir diskutieren Künstler- und Schaffensmythen und Erotik als eine Form de...

Die Rauheit des Sinns 20.02.2021

Mit dem Kultur-und Medienwissenschaftler Gunnar Schmidt spreche ich über Sprachlust und Sprachschmerz. Wo macht Sprache Lust und wo tut sie weh? Wir diskutieren den Chandos-Brief von Hugo von Hofmansthal und Roland Barthes Lust am Text; wir schleifen an einer Theorie der Rauheit des Sinns und fragen nach den Initiations-Mythen in Künstlerbiografien, nicht zuletzt nach unseren eigenen. Mit viel Lus...

Körper, die sprechen 19.01.2021

Mit Moritz Klenk, Professor für Kulturwissenschaften an der Hochschule Mannheim, spreche ich über das Gespräch als Erfahrung und Mittel der Erkenntnis. Anhand seines Projekts eines öffentlichen gesprochenen Denktagebuchs diskutieren wir das Verhältnis von "schmutziger"und "gereinigter" Sprache und den Überschuss des Körperlichen in der Sinnproduktion. Dabei geht es um den Leib/Körper in Phänomenol...

Das Ende der Worte 25.11.2020

Mit der Künstlerin Kasia Fudakowski spreche ich über ihr Projekt "Word Count": In der nahen Zukunft finden Wissenschaftler heraus, dass ein unmittelbarer Zusammenhang besteht zwischen dem steigenden Meeresspiegel und der Anzahl an gesprochenen Wörtern, woraufhin die Weltgemeinschaft beschließt, deren Anzahl auf 433 Stück pro Person und Tag zu limitieren. Vor dem Hintergrund dieses Szenarios diskut...

Weibliche Lust und Mystik 12.10.2020

Mit der Psychoanalytikerin, Autorin und Ex-Universitätsdozentin Edith Seifert spreche ich über die weibliche Lustposition in der Psychoanalyse. Es geht um das Verhältnis von Jouissance, Sprache und Körper, um Lustschmerz und Hingabe der Mystikerinnen, und um soziale Skripte und persönliche Drehbücher der Lust. Wir fragen, ob angesichts zeitgenössischer Entgrentzungsangebote wie BDSM Praktiken von...

Feministische Stadtplanung 10.08.2020

Mit der Aktivistin und politischen Referentin Janna Aljets spreche ich über feministische Verkehrs-und Stadtplanung. Wir diskutieren in Zement gegossene Stereotype, sexistische Schneebeseitigung (!) und wer durch ein Narrativ der Angst aus der physischen und digitalen Öffentlichkeit ferngehalten wird. Es geht um die Unsichtbarkeit von Minderheiten in der Statistik, den lange Atem der feministische...

Übersetzen 22.06.2020

Mit dem Lacan-Experten Rolf Nemitz spreche ich über die Praxis des Übersetzens. Wir versuchen, der Lust an dieser “selbstlosen" Kunst nachzuspüren und vergleichen Metaphern, die für den Übersetzungsvorgang bemüht werden. Wir sprechen über die Schwierigkeit Lacan zu übersetzen, fragen mit Walter Benjamin nach dem Ungesagten im Text und mit Frank Zappa ob ein Text über ein Kunstwerk nicht immer scho...

Textbegehren 16.05.2020

In dieser Episode denke ich über das Verhältnis von Ich und Wir nach. Ohne Gast, denn es ist Mai 2020 und wir sind mitten in Corona-Krise. Es geht um Orte des Sprechens, um die Schwierigkeit Ich zu sagen, um das Manifest als künstlerisches Format und das Wir als literarisches Mittel. Es geht um Roland Barthes Buch "Die Lust am Text" und meine darauf aufbauende Theorie eines möglichen Textbegehrens...

Die Grauzone 27.03.2020

Mit dem Soziologen und Buchautor Jonas Helbig spreche ich über die Grauzone und ihre Bewohner. In unserer Gesprächs-Maschine geht es um Störungen, Ränder und Lücken von Ordnungssystemen im Allgemeinen und den Opportunisten als Figur rechtlicher und ökonomischer Grauzonen im Besonderen. Wir sprechen über implizites Wissen, fuzzy logic, Bauernregeln und Roland Barthes ’Neutrum', philosophieren über...

Text und Körper 25.02.2020

Mein Gast Katharina Ludwig ist Künstlerin und promoviert zur "Wunde am Text". In unserer Gesprächs-Maschine unterhalten wir uns über Zentauren, Frankensteins Monster, den Cyborg und andere Begriffsfiguren der Theorie, die für das Verhältnis von Text und Körper stehen. Wir sprechen über künstlerische Forschung, prothetische Literatur und feministische Geschichtsschreibung. Mit Hélène Cixous diskuti...

Künstliche Intelligenz und Fiktion 09.02.2020

Mit dem Medienwissenschaftler Wenzel Mehnert spreche ich über die Rolle von narrativen und spekulativen Fiktionen im Diskurs um Künstliche Intelligenz. In unserer Gesprächs-Maschine behandeln wir jüngste Automatisierungs-Behauptungen im Feld künstlerischer Kreativität, ethnologische Dilemmata im Bereich der ökologischen Kybernetik und die geschlechtliche Konnotation von Turing-Tests. Wir sprechen...

Audience of One 25.01.2020

Mit dem selbsterklärten Non-Visual-Designer und Mitbegründer des "Trouble Salon" Joachim Stein spreche ich über reale und fiktive Adressaten künstlerischer Produktion und die Mindestgröße eines Publikums. Ist der imaginierte Andere schon Publikum genug? In unserer Gesprächs-Maschine drücken wir uns erfolgreich um eine Definition von Kunst, streifen künstlerische Selbsttechniken und denken mit Pete...

Judith Butler 24.01.2020

Mit der Theaterwissenschaftlerin und Sonderpädagogin Nicole Mörsch spreche ich über die Philosophie Judith Butlers. Knotenpunkte unserer Gesprächs-Maschine sind Körperbilder, Doing Disability, und Heimsuchungseffekte des gesellschaftlich Verworfenen. Wir sprechen darüber, warum Diskussionen über Butler so frustrierend sein können und fragen nach der metaphysischen Ästhetik bzw. subversiven Erotik...

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