Das Neue Berlin

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Society DE ↓ 109 episodes

Das Neue Berlin ist ein unabhängiger und werbefreier Podcast, in dem wir versuchen, Gegenwart und Gesellschaft zu verstehen. Die Geistes- und Sozialwissenschaften in all ihrer thematischen Breite helfen uns dabei. Wir sprechen mit Leuten, die noch nicht in jeder Talkshow saßen, und diskutieren mit ihnen über das, was uns interessiert: Wie funktioniert Gesellschaft? Was heißt es heute, politisch zu sein? Welches Wissen ordnet unsere Welt? Dafür nehmen wir uns Zeit in der Vorbereitung und im ausführlichen Gespräch — Zeit für die langen geschichtlichen Linien, die Schwierigkeiten der Methode, die...

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Das Neue Berlin

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Jun 8, 2026

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Episodes

Mit Anja Weiß über die Soziologie globaler Ungleichheiten 01.10.2020

Wir leben in einer ungleichen Welt, und wissen das auf mehr oder weniger diffuse Art und Weise. Doch welcher Maßstab ist anzulegen, wenn man ein genaueres Bild haben möchte? Die globale Verteilung von Einkommen und Vermögen kann zwar ein grobes Bild insbesondere absoluter Armut geben. Doch viele andere Fälle sind schwieriger zu bewerten. So hat die globale Mittelschicht zwar oft weniger Geld zur V...

Podcasts in der Soziologie: Diskussion 28.09.2020

In kleiner Runde haben wir am Abend der Ad-hoc-Gruppe auf dem DGS-Kongress noch einmal über ausgewählte Aspekte des wissenschaftlichen Podcastens gesprochen. Mit dabei waren Moritz Klenk und Armin Hempel, die in recht unterschiedlichen Bereichen der Podcast-Welt tätig sind. Hempel produziert mit dem Podcast "Hinter den Dingen" ein Format nach allen Regeln der Radiokunst und nach hohen institutione...

Ad-hoc-Gruppe: Podcasts in der Soziologie 23.09.2020

Am 18. September 2020 haben wir auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie eine Ad-hoc-Gruppe zum Thema "Podcasts in der Soziologie" organisiert. Ein bearbeiteter Mitschnitt der Veranstaltung ist hier zu hören.

Die Gesellschaft mit der Kamera – Mit René Tuma über Videoanalyse 17.08.2020

Dass wir unser Leben permanent durch Fotos und Videos dokumentieren, erscheint uns heute wie selbstverständlich. Dabei ist die Alltäglichkeit von Kameras noch eine relativ neue Entwicklung, die Folgen noch kaum absehbar. Eine besondere Erscheinungsform ist die Videoanalyse, eine Technik mit der soziale Interaktionen in Objektivationen überführt werden, um sie anschließend zu untersuchen. Mit Video...

Das letzte Leben des Neoliberalismus? – Mit Dieter Plehwe über neoliberale Netzwerke 12.07.2020

"Neoliberal" ist einer dieser Begriffe, die so inflationär verwendet worden sind, dass man sie nicht mehr hören kann. Mal benennt er die Forderung nach "weniger Staat", mal unternehmerische Subjektivierung, mal eine zeitgenössische Variante des Kapitalismus – die Vieldeutigkeit hat aus dem linken Leitbegriff ein unspezifisches Klischee gemacht. Dieter Plehwe, Politikwissenschaftler am Wissenschaft...

Wohlstand an der Grenze – Mit Max Koch über nachhaltige Wohlfahrt 15.06.2020

Wir sind in der letzten Phase präventiver Klimapolitik. Die 2020er-Jahre werden entscheidend sein, um das globale Klimasystem stabil zu halten. Sollte der Pfad des grünen Wachstums nicht die notwendigen Emissionsverringerungen erreichen, wird es notwendig sein, in einer stagnierenden Ökonomie die Produktions- und Konsumtionsraten den biophysikalischen Grenzen des Planeten anzupassen. Der Weg einer...

Durch Raum und Zeit – Mit Gunter Weidenhaus über soziale Raumzeit 15.05.2020

Die soziale Welt hat ihre eigenen Maßstäbe. Raum und Zeit sind in ihr nicht nur physikalische Größen: Eine Heimat ist keine geographische Koordinate, eine Lebensgeschichte ist keine objektive Chronologie. Menschen konstituieren Zeit und Raum als sinnhafte Arrangements von Ereignissen und Dingen. Für unseren Gast Gunter Weidenhaus sind Raum und Zeit in der Lebensgeschichte konstitutiv miteinander v...

Höher, schneller, weiter – Mit Dirk van Laak über die Geschichte der Infrastruktur 22.04.2020

Ob die morgendliche Dusche, das Pendeln zur Arbeit oder das Hören von Podcasts – unser Alltag ist nicht denkbar ohne die Leistungen, die Infrastrukturen bereitstellen. Bewusst wird uns das nur, wenn sie nicht funktionieren, das Internet zu langsam, das Wasser kalt, der Strom ausgefallen ist. Hinter dieser Selbstverständlichkeit stecken Jahrhunderte von technischem Fortschritt und der Entwicklung v...

Call for Papers: Podcasts in der Soziologie 06.04.2020

Die Wissenschaften sind in einer Phase des Experimentierens. Sie sehen sich mit einer digitalen Welt konfrontiert, die ungeahnte Möglichkeiten der Verbreitung bietet und zugleich eine handfeste Herausforderung jeder akademischen Autorität darstellt. Speziell Podcasts haben innerhalb dieser Phase eine außerordentliche Popularität. Zugleich ist ihre epistemologische, medienwissenschaftliche und inte...

Die kommenden Welten – Mit Kirsten Meyer über Zukunftsethik 28.03.2020

Die Zukunft ist ungewiss. Sie ist genuin offen und entzieht sich immer wieder unseren Vorhersagen. Das stellt eine ethische Reflexion des politisch Wünschenswerten vor handfeste Probleme. Welche Rechte haben Menschen, die noch gar nicht existieren? Welche Ansprüche an ein gutes Leben darf man zukünftigen Lebensformen unterstellen? Gibt es einen moralischen Generationenvertrag, der jeder Generation...

Drei Farben: Gelb – Mit Guillaume Paoli über die Gelbwestenbewegung als politisches Ereignis 15.03.2020

Ein Ereignis sprengt bisherige Begriffe. Man muss sich vorbehaltlos darauf einlassen, wenn man etwas lernen will. Für unseren Gast Guillaume Paoli sind die französischen Gelbwesten genau so ein Ereignis. In seinem Buch Soziale Gelbsucht versucht er, der Bewegung in all ihrer Mehrdeutigkeit gerecht zu werden. Seit November 2018 sind die Gilets Jaunes auf der Straße. Ohne Parteibuch, ohne Gewerkscha...

Platz an der Sonne – Mit Ulrike Schaper über postkoloniale Kolonialgeschichte 11.02.2020

Die Forderung des tansanischen Botschafters nach Wiedergutmachung für deutsche Kolonialverbrechen hat zuletzt einmal mehr daran erinnert, dass die deutsche Kolonialgeschichte nicht als historisch „abgeschlossen“ gelten kann. Die koloniale Phase von 1884 bis 1919 war lange Zeit ein blinder Fleck im kulturellen Gedächtnis. Wo lag nochmal Deutsch-Ostafrika? Die wichtigste intellektuelle Strömung in d...

Dicker als Wasser – Mit Christopher Neumaier über Familie im 20. Jahrhundert 27.01.2020

Der morderne Staat hatte immer ein wachsames Auge auf der Familie. Sowohl im Kaiserreich und der Weimarer Republik als auch im Dritten Reich, der DDR und der Bundesrepublik galt die Familie als Stabilisator der Gesellschaft. Was eine »richtige« Familie ausmacht, blieb allerdings kontrovers. Von der bürgerlich-christlichen Idealfamilie über die »respektable Arbeiterfamilie« und die »erbgesunde« deu...

Alles nur geklaut – Wie geht Wissenschaft ohne Plagiate? 10.01.2020

Es hat sich herumgesprochen: Nicht alle wissenschaftlichen Arbeiten sind einwandfrei. Die Jagd auf Plagiatoren läuft seit Jahren und hat inzwischen manche Karriere beendet. Zuletzt beschäftigte die Soziologie die Diskussion um Cornelia Koppetsch. Anlass für uns, das Plagiieren nicht als moralische Verfehlung Einzelner zu geißeln, sondern über seinen sozialen Sinn zu spekulieren. Welches Problem lö...

Realistisch bleiben? – Mit Victor Kempf über Menschenrechte und radikale Demokratie 29.12.2019

Rechtspopulismus bedeutet landläufig: Autoritäre Politik, die sich gleichermaßen von Menschenrechten und Demokratie verabschiedet. Unserem Gast Victor Kempf ist das zu einfach. In einem Beitrag für den Leviathan hat er zuletzt darauf hingewiesen, dass im rechten Diskurs durchaus eine Vorstellung von Demokratie entwickelt wird: ein Kommunitarismus, der Menschenrechte akzeptiert, diese aber der Souv...

Ums Ganze – Mit Alexander Struwe über gesellschaftliche Totalität 13.12.2019

„Wir leben in einer Gesellschaft“, darauf weist derzeit ein Meme hin. Ironisch und doch ernst ist der Hinweis, galt doch in den letzten Jahrzehnten nicht nur politisch, sondern auch sozialwissenschaftlich oft genug das Diktum Margaret Thatchers: „There is no such thing as society.“ Von gesellschaftlicher Totalität gar, mit der Intellektuelle wie Louis Althusser oder Theodor W. Adorno über Jahrzehn...

Für andere sprechen – Mit Marina Martinez Mateo über politische Repräsentation 29.11.2019

Der demokratische Staat repräsentiert die Allgemeinheit, sagt die Theorie. Aber wer darf im Namen anderer sprechen? Wer darf für sich beanspruchen, die Interessen aller zu vertreten. Diese Frage wird in den letzten Jahrzehnten zunehmend politisiert. Sollte ein Parlament nicht mehr der tatsächlichen Struktur der Gesellschaft entsprechen, anstatt immer noch überwiegend aus weißen Männern zu bestehen...

Besser talken – Mit Oliver Weber über die deutschen Polit-Talkshows 11.11.2019

Die deutschen Talkshows haben keinen guten Ruf. Oberflächlich, krawallsüchtig, populistisch. Ja sogar die AfD sollen sie mit groß gemacht haben. All das stimmt, sagt Oliver Weber, aber das festzustellen, hilft nicht mehr weiter. In seinem Buch Talkshows hassen macht er deswegen den Versuch, etwas Intelligenz in die Diskussion über die deutsche Talkshow zu bringen – mit der Aussicht, dass sie als F...

Weltkatastrophen – Mit Martin Repohl über die Materialität von Weltbeziehungen 30.10.2019

Im Anthropozän lässt sich die Natur nicht mehr länger nur als "Umwelt" behandeln. Sie erscheint nicht mehr als Außenstehende der Moderne, als reiner Ressourcenpool, als Externalität. Sie wird unkalkulierbar, unstet, bedrohlich und verändert damit das Beziehungsgefüge, das zwischen Menschen und ihrer Lebenswelt besteht. Unser Gast Martin Repohl versucht dieses Spannungsfeld auf den soziologischen B...

Das halbe Leben – Mit Lisa Herzog über die Zukunft der Lohnarbeit 15.10.2019

So bald werden uns die Algorithmen die Jobs nicht wegnehmen. Die Lohnarbeit bleibt für die meisten Grundlage des Broterwerbs, der gesellschaftlichen Teilhabe und der eigenen Identität. Wie die Zukunft der Lohnarbeit aussieht, hängt aber nicht so sehr von genialen Unternehmern oder technischem Fortschritt ab, sondern von politischem Gestaltungswillen. Das ist das Plädoyer unseres Gastes Lisa Herzog...

Denken in Faltungen – Mit Robert Seyfert über transvitalistische Lebenssoziologie 01.10.2019

Die Soziologie hat einen aktivistischen Bias, sagt unser Gast Robert Seyfert. Immer müsse etwas gemacht werden, damit Gesellschaft entstehe. Wer oder was da aktiv ist, das wird einfach vorausgesetzt: Individuum, Handlung oder Kommunikation. Unbeachtet bleibt das Werden, die Hybridität, die Unabgeschlossenheit des Sozialen. So hat Seyfert das Programm einer transvitalistischen Lebenssoziologie form...

Rechte Rebellen – Mit Maurits Heumann über den neuen Autoritarismus 17.09.2019

Prekarisierung, Identitätsverlust, Repräsentationslücke - es scheint die eine Erklärung für den Rechtspopulismus nicht zu geben. Wenn die strukturelle Großtheorie nicht gelingen mag, lohnt sich der Blick in die Tiefe und an die hybriden Ränder der politischen Großregionen. Unser Gast Maurits Heumann hat zusammen mit Oliver Nachtwey eine explorative Studie zum neuen Autoritarismus vorgelegt. In 16...

Muster einer neuen Gesellschaft – Mit Silke Helfrich über die Philosophie der Commons 02.09.2019

Ob in der Wikipedia, kollektiven Produktionsgemeinschaften oder sogar in den oft so gescholtenen sozialen Medien: Überall sprießen derzeit neue kollektive Formen. Wie sie zu verstehen sind und wie aus ihnen eine neue Gesellschaft wachsen kann, ist derzeit ein höchst interessantes intellektuelles Projekt. Eine der Ansätze wird unter dem Begriff der Commons diskutiert. Unser Gast Silke Helfrich hat...

Ende der Diskussion – Leben wir im Gefängnis der Kommunikation? 19.08.2019

Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie wir kommunizieren. Wie kommt das? Darüber sprechen wir mal wieder zu zweit, und machen uns Gedanken über das allgegenwärtige Erfordernis der Kommunikation. Vorstellen kann man sich das nicht mehr, aber: das war nicht immer so. Dafür gehen wir zunächst dem Urvater aller kommunikativen Gespenster nach: dem Kommunismus. Wir entdecken Parallelen zur Diskussio...

Postmoderne Katerstimmung – Mit Oliver Schlaudt und Mark Fischer über die neue Faktenliebe 28.07.2019

Das Projekt der Postmoderne hat einen schlechten Ruf. Während ein populistischer Lügner nach dem anderen demokratische Wahlen gewinnt, wissenschaftliche Erkenntnis mit dreister Ignoranz geleugnet und seriöser Journalismus als Lügenpresse denunziert wird, scheinen die philosophischen Moden des letzten Jahrhunderts geradezu anrüchig. Relativisten und Konstruktivisten hätten der Unvernunft die Tore g...

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