BetDenkzettel
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BetDenkZettel sind kurze Bet- und Denkanstöße von Fra' Georg Lengerke - in der Regel zu einem Wort aus den Schriftlesungen der Liturgie vom Tag
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Jun 19, 2026
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190816 19. Woche i. Jkr. Fr Unzucht und Eunuchen Mt 19,3-12 16.08.2019 2:07
Die Unauflöslichkeit der Ehe ist angesichts massenweisen Scheiterns eine Unzumutbarkeit. Der Zölibat ist Disziplinarmaßnahme oder kirchlich institutionalisierte Beziehungsunfähigkeit. Dass so oder ähnlich Gespräche über Ehe und Zölibat beginnen, ist nicht neu. Jesus spricht mit Leuten, die ihm eine Falle stellen wollen. Selbst für die Jünger ist eine unauflösliche Bindung eine Unzumutbarkeit. Und...
190815 BDZ Mariä Aufnahme Dreierlei Annahme Lk 11,27-28 15.08.2019 2:11
Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel handelt von der Einheit von Leib und Seele bei Gott. Maria ist die erste von uns, die bereits mit allem, was sie ist und je war, ganz bei Gott ist. Drei „leibliche Annahmen“ können wir heute bedenken: Das erste ist die leibliche Annahme Gottes in der Welt. Zuerst in Maria, deren Schoß und Brust einer im Beisein Jesu rühmt (Lk 11,27). Dann in allen, die s...
190814 19. Woche i. Jkr. Mi Eskalation zur Versöhnung Mt 18,15-20 14.08.2019 2:03
Wo ein Streit eskaliert, rückt der Friede in die Ferne. Doch im Evangelium gibt es auch eine Eskalation um des Friedens willen. Sag’s ihm allein. Sag’s ihm mit Zeugen. Sag’s ihm vor der ganzen Gemeinde. Aber was geht mich die Sünde meines Nächsten an? Erstens ist er Dein „Bruder“. Wenn er in Gefahr ist, sollst Du ihn warnen. Und zweitens betrifft das, was Schrift und Tradition „Sünde“ nennen, nie...
190813 19. Woche i. Jkr. Di Wahre Größe Mt 18,1-5.10.12-14 13.08.2019 2:11
Würde ich diese Frage so stellen: „Wer ist im Himmelreich der Größte?“ Wahrscheinlich nicht. Gut, ich gehöre noch zu denen, die das Interesse am Himmel teilen. Dennoch meine ich zu wissen, dass es auf die Größe doch nun wirklich nicht ankommt. Erst recht nicht im Himmel. Aber was, wenn es gar nicht um die Größe im Vergleich zu anderen geht? Was wenn es um die eigentliche im Vergleich zu der angeno...
190811 19. So i. Jkr. Keine Angst, kleine Herde Lk 12,32-48 11.08.2019 2:03
Neulich stürmt der Sohn einer befreundeten Familie auf mich zu. „Da bist Du ja, kleiner Mann!“ sage ich. Darauf der Junge plötzlich ernst: „Ich bin nicht klein. Ich bin vier!“ Ähnlich reagieren viele Christen auf den Ruf Jesu: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde!“ Sie kümmert weniger die Furcht der kleinen Herde als die Furcht, für eine kleine Herde gehalten zu werden. „Kleine Herde“ klingt unsch...
190810 BDZ Laurentius Sein wo er ist Joh 12,24-26 10.08.2019 2:05
Letzter Tag des Internationalen Ferienlagers in Ettal. Zum Teil wirklich todmüde junge Leute geben noch einmal „alles“. Dieses „Alles-Geben“ – weit über unsere uns sonst zur Verfügung stehende Kraft hinaus – ist eine geistliche Übung im Kleinen für das Große, wovon Jesus im heutigen Evangelium spricht: Das Weizenkorn bringt Frucht, wenn es gesät wird und stirbt. Unser Leben wird lebendig und kostb...
190809 BDZ Teresia Benedicta (Edith Stein) Wo beten Joh 4,19-24 09.08.2019 2:11
Internationales Sommercamp des Malteserordens in Ettal. Seit 700 Jahren wird hier gebetet. Das hat den Ort geprägt. Als ob das jahrhundertelange Beten im Raum stünde. Auch in der Wahrnehmung der Christen gibt es Gnadenorte. Orte, an denen sich das Heilswirken Gottes immer wieder auf wahrnehmbare Weise mitgeteilt hat. Aber diese Gnadenorte unterscheiden sich von anderen heiligen Orten. Die Heiden z...
190808 18. Woche i. Jkr. Do Meinen oder Sagen Mt 16,13-20 08.08.2019 1:56
Zu dem Ausflug Jesu mit den Jüngern an die Jordanquellen gehört eine Art Bestandsaufnahme. „Für wen halten die Menschen den Menschensohn?“, fragt Jesus die Jünger. Das klingt so, als wolle Jesus ein Meinungsbild über sich einholen. Entsprechend ist die anschließende Frage an die Jünger formuliert: „Für wen haltet ihr mich?“ In Wirklichkeit geht es jedoch um mehr, als nur um die persönliche Meinung...
190807 18. Woche i. Jkr. Mi Mit den Fernen nah Mt 15,21-28 07.08.2019 2:04
Wieder entspricht Jesus nicht dem Bild, das wir gerne von ihm hätten. Eine Heidin wendet sich an ihn mit einer großen Not. Jesus verweigert sich ihr. Die schroffe Abweisung Jesu ist zutiefst irritierend. Wir können sie nur im Zusammenhang der ganzen Botschaft des Neuen Testamentes verstehen. Es bleibt ja wahr, dass die „Gnade Gottes erschienen ist, um alle Menschen zu retten“ (Tit 2,11), dass einm...
190806 Verklärung des Herrn C Wie aufgewacht Lk 9,28b-36 06.08.2019 1:59
Das heutige Fest heißt im Lateinischen „Transfiguratio“, also „Umwandlung“. Drei Jünger erleben in der Abgeschiedenheit eine Veränderung Jesu. Es geht helles Licht von ihm aus. Er spricht mit Mose und Elija über sein Ende in Jerusalem. Eine Wolke hüllt sie ein und eine Stimme sagt: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Im Deutschen nennen wir das Fest „Verklärung“. Mich wunder...
190804 18. So i. Jkr. Noch in dieser Nacht Lk 12,13-21 04.08.2019 2:02
Gestern Morgen war ich mit meiner Schwester einkaufen. Zwei Hosen, ein Jackett, Socken etc. und ein paar Schuhe. Wenn um mich das Kaufen zum Kult wird, fühle ich mich unwohl. Meine praktisch, ästhetisch und humorig gut aufgestellte Schwester hilft mir dann immer, nicht zum Miesepeter zu werden und den notwendigen Einkauf nicht eilends abzubrechen, weil das Alte ja doch noch eine Weile geht. Auf de...
190803 17. Woche i. Jkr. Sa Verlier dein Gesicht! Mt 14,1-12 03.08.2019 2:06
Wenn wir sagen, „jemand verliert sein Gesicht“, dann meinen wir nicht Augen, Nase und Mund. Gemeint ist: das Bild der Anderen von ihm erweist sich als falsch. Die Sorge, das Gesicht zu verlieren, bewahrt uns davor oder führt dazu, eine Menge dummes Zeug zu tun. Letzteres dann, wenn wir für etwas gehalten werden, was wir nicht sind, und versuchen, dem falschen Bild treu zu bleiben. So geht es dem K...
190802 17. Woche i. Jkr. Fr Die Kinder Gottes gehen weiter Mt 13,53-58 02.08.2019 1:57
Die Gleichnisse in Mt 13 handeln von der Aufnahme oder Ablehnung, dem Verstehen und Tun des Wortes Gottes, von Verantwortung und Gericht und der uns verbleibenden Zeit. Gerahmt werden sie von zwei Begegnungen mit den Nächsten Jesu. Davor spricht Jesus beim Besuch seiner Verwandten über die neue Verwandtschaft derer, die den Willen Gottes tun (Mt 12,46-50). Danach wird Jesus bei seinem Besuch in Na...
190801 17. Woche i. Jkr. Do Habt Ihr verstanden? Mt 13,47-52 01.08.2019 2:04
Nach dem bedrohlichen Ende der Gleichniserzählungen in Mt 13 bekommt Jesus auf seine Frage eine lapidare Antwort. Für mein Empfinden zu lapidar: „Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.“ (Mt 13,51) Keine Rückfrage, keine Erklärungen. Aber gut, vielleicht haben die Jünger damals wirklich verstanden, worum es Jesus geht. Heute dagegen haben wir ein grundlegendes Verständnisproblem. Entwe...
190731 17. Woche i. Jkr. Mi Was Gnade wert ist Mt 13,44-46 31.07.2019 2:15
Der christliche Glaube sagt, dass sich die Nähe, Güte und Freundschaft Gottes keiner verdienen kann. Daraus hat das heutige Lebensgefühl gemacht, die Gaben Gottes seien umsonst. Zu deutsch: die gibt’s einfach so. Dem widersprach bereits in den 1930ger Jahren Dietrich Bonhoeffer und stellte dem Klischee der „billigen Gnade“ die „teure Gnade“ gegenüber: „Billige Gnade“ schreibt Bonhoeffer, „heißt Re...
190730 17. Woche i. Jkr. Di Wer uns sät Mt 13,36-43 30.07.2019 2:01
Heute deutet Jesus das Gleichnis vom Unkraut und Weizen. Der gute Samen, sagt Jesus, sind „die Kinder des Reiches“, das Unkraut sind „die Kinder des Bösen“. „Kinder“ bezeichnet hier aber keine Abstammung, sondern eine gewählte Zugehörigkeit. Es wird nicht gesagt, die einen seien gut, die anderen böse geschaffen. Der einzige Schöpfer ist Gott, der alle Menschen auf die Gemeinschaft mit ihm hin gesc...
190728 17. So i. Jkr. In Versuchung geführt Lk 11,1-13 28.07.2019 2:06
Jesus lehrt die Jünger beten: „Und führe uns nicht in Versuchung“ (Lk 4,11). Auch jene, die sich von Gott führen lassen, geraten in Versuchung. Selbst Jesus, der ganz vom Vater Geführte, wurde immer wieder versucht. Versuchungen sind unvermeidbar, weil wir in die wirkliche Welt gesandt sind, wo die Plausibilität des Bösen uns auf die Seelenpelle rückt, wo noch die besten Begabungen Anlass zur Vers...
190727 16. Woche i. Jkr. Sa Geduld mit Gott Mt 13,24-30 27.07.2019 2:11
Viele Ordensgründer haben ihren Gemeinschaften umfangreiche Schriften hinterlassen. Die Malteser haben von ihrem Gründer nur einige Wortfragmente. Dazu gehört die vermessen klingende Aussage Gerhards, es werde seinen Orden geben, solange es Menschen gebe, die helfen würden „Not zu lindern und Leiden erträglicher zu machen“. Klingt das nicht nach einem zu bescheidenen Ziel? Warum steht da „lindern“...
190726 16. Woche i. Jkr. Fr Frucht des Verstehens Mt 13,18-23 26.07.2019 2:11
Heute erklärt Jesus das Gleichnis von der Saat (Mt 13,3-9). Bevor wir das Wort Gottes verwirklichen, sollen wir es verstehen und Voraussetzungen schaffen, dass es Frucht bringen kann. Jesus nennt drei Hindernisse, die wir mit ihm überwinden können: 1. Unverständnis. Wir sollen das Wort Gottes verstehen. Das unverstandene Wort wird uns weggenommen, so wie die Vögel die Saat vom Weg fressen. Es geht...
190724 Do Fest d. hl. Jakobus d.Ä. Gewissensfragen zu Dienst und Macht Mt 20,20-28 25.07.2019 2:00
Über den Missbrauch von Macht durch die Mächtigen sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Bei euch soll es nicht so sein.“ Also: Bei mir soll es nicht so sein. Jesus meint nie die Kirche allgemein, sondern immer auch mich. Ihr und mein blinder Fleck überschneiden sich. Und selten ist Jesus so streng, wie dort, wo es um den Dienst der Jünger Jesu verbunden mit Ihm geht. Einige Gewissensfragen an mich und di...
190724 16. Woche i. Jkr. Mi Ohren zum Hören Mt 13,1-9 24.07.2019 1:55
Auf das Bild von der Saat und den verschiedenen Böden kommen wir am Freitag nochmal zurück, wenn Jesus selbst es erklärt (Mt 13,18-23). Heute bleibe ich beim kurzen Ruf am Schluss hängen: „Wer Ohren hat, der höre.“ (Mt 13,9) Denn dass ich Ohren habe, heißt eben noch lange nicht, dass ich auch höre. Es gibt Dinge, die überhöre ich – entweder absichtlich oder unbewußt. Ich höre zwar, aber höre nicht...
190723 Di Fest d. hl. Birgitta Getrennt von mir Joh 15,1-8 23.07.2019 1:54
Das Bild vom Weinstock veranschaulicht die Verbundenheit zwischen Christus und seinen Jüngern – und ihre mögliche Trennung. Kann es die geben? Ja. Denn Gott hat sich in seiner Menschwerdung zwar unwiderruflich mit uns verbunden. Aber ob wir mit ihm verbunden sein wollen oder nicht, liegt bei uns. Das ist ja der christliche Unterschied: nicht der zwischen gut oder böse, großzügig oder geizig, toler...
190721 16. So i. Jkr. Fragst du nicht nach mir? Lk 10,38–42 21.07.2019 2:09
Die heilige Marta ist die Patronin der neuen Kapelle in der „Kommende junger Malteser“ in München. Obwohl sie für viele die ungerecht behandelte Patronin ungerecht behandelter Hausfrauen ist. Wir jedoch gehören zu ihr wegen ihres Charismas, wegen ihrer Gefährdung und als Anwältin unserer Not. Ihr Charisma ist es, Gastgeberin und Hausherrin zu sein. Von ihr, nicht von Maria, wird gesagt, sie habe J...
190720 15. Woche i. Jkr. Sa Die leise Macht Mt 12,14-21 20.07.2019 2:01
Im Urlaub war ich im Kino. Ich gebe zu: Ich habe Godzilla 2 gesehen. Ein großes Spektakel um ein „messianisches“ Supermonster, das von allen gefürchtet, dennoch Welt und Menschheit vor bösen Supermonstern rettet. Eine Macht, die die Welt retten kann, stellen sich die Menschen fast immer als gewaltige Übermacht vor. Der Prophet Jesaja dagegen kündigt einen Retter an, dessen Macht diametral anders i...
190719 15. Woche i. Jkr. Fr Sabbatical Mt 12,1-8 19.07.2019 1:59
Im Streit um den Umgang mit dem jüdischen Gesetz wehrt sich Jesus immer gegen zwei Unterstellungen: die, das Gesetz abschaffen zu wollen, und die, das Gesetz um seiner selbst willen stehen zu lassen. Darum geht es auch bei dem Vorwurf, den Sabbat zu brechen, als er im Feld mit seinen Jüngern Ähren abreißt, um die Körner zu essen. Aber die ratio legis, der Sinn des Gesetzes, besteht darin, die notw...
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