Ludwig Waldmüller
Beim ersten Hahnenschrei
Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.
Author
Ludwig Waldmüller
Category
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Latest episode
Jan 24, 2025
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Episodes
Gedanken am frühen Morgen - Liebe zur Kontroverse 15.01.2024 3:54
Nachdem Petrus, Bischof von Alexandria, unter Diokletian den Märtyrertod erlitten hatte, wurde Achillas in der oben erwähnten Friedenszeit in das Bischofsamt eingesetzt, dem Alexander folgte. In furchtloser Ausübung seines Amtes zur Unterweisung und Leitung der Kirche versuchte er eines Tages in Anwesenheit des Presbyteriums und des übrigen Klerus, das große theologische Geheimnis – die Einheit de...
Gedanken am frühen Morgen - Der Blick fürs Wesentliche 14.01.2024 3:26
Thales aus Milet, einer der sieben Weisen, soll sich zuerst mit Naturwissenschaft befasst haben. Er behauptete, Ursprung und Ende des Alls sei das Wasser; denn aus Wasser, sei es in festem, sei es in flüssigem Zustande, bestehe das Universum, und es schwebe auf dem Wasser; hievon kämen auch die Erdbeben, die Wechsel der Winde und die Bewegungen der Gestirne; alles sei in der Schwebe und im Fluss,...
Gedanken am frühen Morgen - Größe des Nichtwissens 13.01.2024 4:03
Es ist mir mitgeteilt worden, Brüder, dass einige Brüder unter sich gelegentlich einer Erörterung die Frage aufgeworfen haben, wie der Vater und der Sohn und der Heilige Geist sowohl drei als auch eins seien. Ihr seht aus der Fragestellung, wie gefährlich eine solche Erörterung ist. Ein aus Lehm gebildetes Gefäß lässt sich in Erwägungen über den Schöpfer ein und kann nicht einmal zur Ergründung se...
Gedanken am frühen Morgen - Lob aus der Nähe 12.01.2024 4:15
Das allertörichtste ist es, einerseits es zwar als pietätlos zu bezeichnen, wenn man die eigenen Angehörigen vernachlässigt, schmäht, anklagt oder ihnen sonst ein kleineres oder größeres Unrecht zufügt, ja ein Verfehlen gegen die Nächststehenden als allergrößte Sünde zu erklären, anderseits aber es als recht zu erachten, daß die Rede, welche vor allem den Guten gebührt und durch welche wir ihr And...
Gedanken am frühen Morgen - Bescheiden ermuntern 11.01.2024 3:36
In derselben Zelle brenne bis zum Morgen beständig ein Licht. Die Brüder sollen angekleidet schlafen, um die Lenden aber nur einen schmalen Gürtel oder einen Strick tragen, also ihre Messer während des Schlafes nicht an der Seite haben, damit sich ja keiner im Schlafe während der Nachtruhe damit verwunde; so sind die Mönche auch stets bereit, können sich auf das gegebene Zeichen unverzüglich erheb...
Gedanken am frühen Morgen - Sprache und Leben 10.01.2024 2:38
Wenn also einer von jenen Hütern und Lehrern der Satzungen der Grammatik das Wort "Mensch" falsch ausspricht, so missfällt er den Menschen mehr, als wenn er gegen deine Gebote seinen Mitmenschen, obwohl er sein Bruder ist, hasste. Und doch ist nicht das Bewusstsein, einen Feind zu haben, so verderblich als der Hass, den man gegen ihn in sich trägt, und niemand fügt seinem Feinde, den er...
Gedanken am frühen Morgen - Es bringt nichts 09.01.2024 3:07
Denn die erwähnten Behauptungen kann man unter Christen weder aufstellen noch anhören; sie sind vielmehr ganz und gar der apostolischen Lehre fremd. Gerade deshalb habe auch ich ihre Behauptungen, wie sie angeführt wurden, unverhüllt in meinem Briefe niederschreiben lassen, damit jeder, der sie nur vernimmt, die darin liegende schändliche Gottlosigkeit erkennen möge. Und wenn man auch die Torheit...
Gedanken am frühen Morgen - Ganz persönlich 06.01.2024 3:26
Deine Natur hat sich in unseren Staub gehüllt, Dein Glanz sich mit unserem Lehme bekleidet. Deine Gottheit ist in unserer Natur und unsere Natur in Deiner Gottheit, unvermischt und unvermengt, unverändert und unverwandelt. Nicht verliere ich Dich, weil Du mich gefunden hast, noch verlierst Du mich, weil ich Dich gefunden habe. Deine Natur blieb, wie sie ist, und auch meine Natur, wie Du sie gescha...
Gedanken am frühen Morgen - Die weite Perspektive 05.01.2024 3:16
Werden wir also selbst ein Himmel! Steigen wir zu jener Höhe auf, dann werden wir sehen, dass sich die Menschen von den Ameisen nicht unterscheiden. Wir werden dort die Armen und Reichen nicht mehr auseinander kennen. Ja, wenn jemand ein Feldherr oder ein König wäre, wir werden ihn dort weder als König noch als Privatmann erkennen. Wir werden nicht wissen, was Gold oder Silber, was ein seidener od...
Gedanken am frühen Morgen - Kein Neid 04.01.2024 4:52
Ich empfinde, o mein Sohn, keinen Neid darüber, dass du sowohl bei mir als auch bei allen Menschen bist. Zeige dich als Gott dem, der dich bekennt, und als Herrn dem, der dir dient, und sei Bruder dem, der dich liebt, damit du dir Alle zu eigen machst! Da du in mir wohntest, weiltest du in und außer mir, und nachdem ich dich geboren, war deine verborgene Macht sichtbar nicht fern von mir. Du bist...
Gedanken am frühen Morgen - Ohne Anklage ist Gerechtigkeit 03.01.2024 5:20
Joseph war also in der Tat gerecht, weil er liebte, und er liebte, weil er gerecht war. Deshalb also war er frei von Grausamkeit, weil er die Liebe erwog; weil er die Angelegenheit in Ruhe überdachte, wahrte er sich sein Urteil; indem er die Strafe aufschob, entging er dem Verbrechen; indem er dem Ankläger aus dem Wege ging, traf ihn auch nicht die Verurteilung. Gewiss klopfte ihm sein heiliges He...
Gedanken am frühen Morgen - Die Wahrheit ist größer 02.01.2024 4:43
Wir müssen uns bewusst bleiben, wie weit die Sprache hinter der Wahrheit zurückbleibt. Wenn schon der Verstand der Natur des Geheimnisvollen nicht beikommen kann, so kann auch keine Sprache das irgendwie Gedachte adäquat zum Ausdruck bringen. Gott auf Erden, Gott unter Menschen, nicht im Feuer und unter Posaunenschall, nicht auf rauchendem Berge oder bei Dunkel und bei herzerschütterndem und ohren...
Gedanken am frühen Morgen - Von ganz unten 31.12.2023 4:16
Er fand keine Stätte im Allerheiligsten, das von Gold, Edelsteinen, Seide und Silber funkelte. Er kam nicht zur Welt zwischen Gold und Reichtum, sondern inmitten des Unrates, in einem Stalle, in dem unsere Sünden als Unreinigkeit umherlagen. Wo nämlich ein Stall ist, da gibt es auch Unrat. Er kam inmitten des Unrates zur Welt, um diejenigen aufzurichten, die aus Unrat bestehen. „Er richtet auf aus...
Gedanken am frühen Morgen - Friede auf Erden 30.12.2023 4:56
Wir müssen in unserer Rede auf das im Evangelium erwähnte Bethlehem zurückkommen. Denn wenn wir in Wahrheit Hirten sind und über unsere Herden wachen, so sind unbezweifelt an uns die Worte der Engel gerichtet, welche diese große Freude verkünden. Schauen wir also auf das himmlische Heer, schauen wir auf den jubelnden Chor der Engel, vernehmen wir ihren göttlichen Lobgesang! Welches ist ihr Ruf bei...
Gedanekn am frühen Morgen - Erkenne dich selbst 29.12.2023 3:49
Nein, nein, es soll nur niemand glauben, ob der Tugend oder Schlechtigkeit von Vorfahren selbst gut oder schlecht, berühmt oder unberühmt zu sein. Im Gegenteil, ist möchte fast sagen, dass derjenige umso mehr Lob verdient, der rechtschaffen ist, obwohl seine Eltern sich nicht besonders auszeichneten. Keiner überhebe sich also ob solcher Dinge, sondern denke vielmehr an die Vorfahren des Herrn; dan...
Gedanekn am frühen Morgen - Gerechtigkeit mit Liebe 28.12.2023 5:24
„Mit der Geburt Christi“, heißt es, „verhielt es sich also. Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie vom Hl. Geiste empfangen hatte. Joseph aber, ihr Mann, gedachte, da er gerecht war und sie nicht ins Gerede bringen wollte, sie heimlich zu entlassen“. Wie ist denn der gerecht, der glaubte, über die Schwangerschaft seiner Braut keine Untersuchung...
Gedanken am frühen Morgen - Die Hälfte ist schon gut 27.12.2023 4:58
Du glaubst, dass man sich vor den Halbchristen hüten muss und behauptest, dass wir das seien; wir dagegen hüten uns vor den Pseudochristen und zeigen, dass ihr das seid. Was nämlich nur zur Hälfte da ist, ist zwar in bestimmter Hinsicht unvollständig, doch in keiner Weise verfälscht. Was heißt das für uns? Wenn beim Glauben jener, die ihr zu umschlingen sucht, etwas noch nicht vorhanden ist, muss...
Gedanken am frühen Morgen - Mehr weiß ich auch nicht 26.12.2023 5:44
Wie sollen wir also die Wunder des Hl. Geistes verstehen? Dadurch, dass der Evangelist den Urheber des Wunders nennt, entzog er sich eben allen Einwänden und lästigen Fragen. Er sagt damit gleichsam: Ich weiß selber nicht mehr, als dass das, was geschehen ist, durch den Hl. Geist geschehen ist. Dadurch mögen auch diejenigen beschämt werden, welche die himmlische Geburt grübelnd erforschen wollen....
Gedanken am frühen Morgen - Stumme preisen 25.12.2023 4:06
Bei der Geburt des Sohnes entstand rauschender Jubel in Bethlehem; denn Engel schwebten dort herab und sangen Loblieder, und ihre Stimmen waren wie mächtiger Donner. Bei dieser Stimme des Preises kamen die Schweigenden und verherrlichten den Sohn: „Gepriesen sei das Kind, wodurch Eva und Adam verjüngt wurden!“ Die Hirten kamen auch und brachten der Herde beste Gaben, süße Milch und reines Fleisch,...
Gedanken am frühen Morgen - Heilsamer Wahnsinn 23.12.2023 4:16
Solcherlei sprach ich, ich weiß nicht was alles: in meiner Aufregung riss ich mich von ihm los, während er wie angedonnert mich anstarrte und schwieg. Das war nicht meine gewohnte Sprache; mehr als die Worte, die ich ausstieß, verrieten Stirne, Wangen, Augen, Gesichtsfarbe und Ton meiner Stimme meine Gemütsverfassung. Ein Gärtchen stieß an unsere Wohnung, das wir wie das ganze Haus benützten; denn...
Gedanken am frühen Morgen - Papier bleibt in seiner Farbe 22.12.2023 5:06
Wenn wir nach dem Ausspruch der himmlischen Wahrheit über jedes Wort, das wir unnütz reden, Rechenschaft zu geben haben; oder wenn jeder Knecht, falls er die ihm anvertrauten Talente der geistlichen Gnade, die doch zum Zweck der Mehrung durch Zinszuwachs auf dem Geldmarkt anzulegen waren, sei es nach Art eines ängstlichen Wucherers, sei es nach Art eines geizigen Besitzers, in sein Erdreich vergrä...
Gedanken am frühen Morgen - Kein Zorn 21.12.2023 3:49
Wie bei den Verordnungen der Ärzte, wenn glücklich und kunstgerecht getroffen, deren Nutzen meist erst nach dem Versuch sich zu zeigen pflegt, so offenbart sich bei den geistlichen Ermahnungen deren Weisheit und Ersprießlichkeit zur Besserung des Lebens und zur Vervollkommnung ihrer Befolger erst recht dann, wenn die Lehren den bestätigenden Erfolg haben. Hören wir auf die Sprüche, die ausdrücklic...
Gedanken am frühen Morgen - Freuen und Fürchten 20.12.2023 3:58
Solche Erwägungen erfüllten mich mit Angst, Bitterkeit und Niedergeschlagenheit, und ich empfand das gleiche wie Knaben, welche beim Beobachten des Blitzens sich freuen und zugleich fürchten. Ich liebte den Geist und fürchtete mich zugleich vor ihm. Einige Zeit brauchte ich, um mich zu sammeln, wieder ruhiger zu werden, einen sichereren, besseren Weg einzuschlagen, die Angst auszumerzen, wie das U...
Gedanken am frühen Morgen - Den Armen helfen 15.12.2023 4:07
Wir müssen daher das Gebot in Betreff der Armen erfüllen. Denn es möge ja Niemand sagen, dass es genügt, irgendwo fern von unserm Leben in der Zurückgezogenheit in irgendeinem entfernten Winkel ihnen die Nahrung zu reichen. Denn eine solche Ansicht trägt nicht das Gepräge von irgendwelchem Mitleid und Erbarmen an sich, sondern es ist ein beschönigender Vorwand, um die Menschen ganz aus unserem Umg...
Gedanken am frühen Morgen - Freundlich gegen dich selbst 14.12.2023 3:25
Es ist daher recht und heilig, Männer, Brüder, mehr Gott Untertan zu sein, als denen zu folgen, die in Prahlerei und Abfall Führer zu verruchter Eifersucht sind. Denn wir werden nicht in den nächsten besten (= geringen) Schaden, vielmehr in große Gefahr uns stürzen, wenn wir uns verwegen dem Willen von Leuten ausliefern, die es auf Streit und Zwist abgesehen haben, um uns von dem, was gut ist, abz...
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