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Archivradio – Geschichte im Original

Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog

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Jul 8, 2026

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Episodes

Konrad Adenauer kritisiert Rundfunk | 19.10.1951 05.08.2021

Bundeskanzler Konrad Adenauer fühlt sich in seiner Regierungsarbeit durch die Medien beeinträchtigt. Die würden zu einseitig berichten, das müsse sich ändern, erklärt er auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe.

Elly Beinhorn: Die erste Frau, die um die Welt fliegt | 1932 / 1978 23.07.2021

Elly Beinhorn (1907 - 2007) gehört zu Deutschlands berühmtesten Fliegerinnen. 1931 fliegt sie nach Afrika und über den Himalaya, 1932 umrundet sie im Alleinflug die Welt.

Kroatien und Slowenien erklären Unabhängigkeit | 25.6.1991 24.06.2021

Am 25. Juni 1991 beginnt das ehemalige Jugoslawien zu zerbrechen. Slowenien und Kroatien erklären ihre Unabhängigkeit. Sie wollen sich damit von der Herrschaft des serbischen Präsidenten Milosevic befreien, der in den Jahren zuvor die Provinzen immer mehr entmachtet und diktatorische Züge angenommen hat. Slowenien und Kroatien sind die beiden nördlichsten und wirtschaftlich stärksten Provinzen. Ih...

Bestochene Spieler – Bundesliga-Skandal fliegt bei Geburtstagsparty auf | 7.6.1971 06.06.2021

Bundesligaprofis werden heimlich dafür bezahlt, dass sie Spiele verlieren – ein solcher Skandal fliegt 1971 auf. Ein Vereinspräsident lässt die Bombe platzen: Horst-Gregorio Canellas von Kickers Offenbach. Er feiert am 6. Juni 1971 seinen 50. Geburtstag und lädt prominente Gäste ein: Nationaltrainer Helmut Schön, die Spitze des DFB und die wichtigsten Vertreter der Sportpresse. Seine Gäste überras...

Urteil: Todesstrafe | DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel | 20.12.1961 (4/4) 04.06.2021

Im Zentrum des Strafprozesses am 20. Dezember 1961 im Bezirksgericht Frankfurt/Oder stand eigentlich nicht die Brandstiftung, sondern etwas ganz anderes: Praedel hatte als Soldat der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg an einem Erschießungskommando gegen sowjetische Zivilisten teilgenommen. Dafür war er von einem Sowjet-Gericht zu Zwangsarbeit verurteilt, 1955 jedoch begnadigt worden. Der Umstand, dass...

"Feind der Werktätigen" | DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel | 20.12.1961 (3/4) 04.06.2021

Am 16. August 1961 hörte Praedel, wie viele DDR-Bürger, die Rede des Berliner Bürgermeisters und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt zum Mauerbau: „Wir wissen, welcher Hass, welche Bitterkeit, welche Verzweiflung heute und in diesen Tagen in ihren Herzen wohnt. Wir wissen, dass nur die Panzer sie zurückhalten, ihrer Empörung freien Lauf zu lassen!“ Ab da wollte Walter Praedel die DDR schädigen, u...

Die Motive des Brandstifters | DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel | 20.12.1961 (2/4) 04.06.2021

Walter Praedel war ein einfacher Mann. Er arbeitete bei der Feuerwehr, als Wald- und Erntearbeiter und zuletzt als Ofenbauer beim VEB Schamottewerk in Bad Freienwalde/Oder. Seine Kollegen und Verwandten mochten ihn. Vor dem Bau der Berliner Mauer reiste er ab und zu aus dem Osten der DDR nach Westberlin, besuchte Verwandte und nahm einige Male an Treffen der Pommerschen Landsmannschaft teil, einer...

Die Anklage | DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel | 20.12.1961 (1/4) 04.06.2021

Walter Praedel war 50 Jahre alt, als er im Oktober 1961 eine Scheune im Dorf seiner Schwägerin anzündete. Niemand kam ums Leben. Am 20. Dezember 1961 wurde ihm der Prozess gemacht. Im Januar 1962 starb er in Leipzig unter dem Fallbeil.

Todesurteil wegen Brandstiftung – DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel 1961 | Archivradio-Gespräch 03.06.2021

Der Landarbeiter Walter Praedel hörte Willy Brandt im Radio und zündete am 7. Oktober 1961 – dem Jahrestag der DDR-Gründung – zwei Scheunen an. Niemand wurde verletzt. Der Strafprozess in Frankfurt/Oder im Dezember 1961 dauerte nur wenige Stunden und endete mit einem Todesurteil. Warum wurde Walter Praedel zum Tod verurteilt? Beklemmende Aufnahmen eines DDR-Strafprozesses. Von Maximilian Schönherr...

Schlussworte der Angeklagten | DDR-Strafprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz | 23.9.1955 | (5/5) 02.06.2021

Als der Prozesstag kurz vor Mitternacht endet, ersuchen Elli Barczatis und Karl Laurenz um richterliche Gnade. Beide werden im Dezember 1955 mit dem Fallbeil hingerichtet. – Ausführliche Hintergrundinformationen zum Prozess: http://swr.li/barczatis-laurenz

Plädoyer: Todesstrafe | DDR-Strafprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz | 23.9.1955 (4/5) 02.06.2021

Staatsanwalt Lindner erklärt den Verstoß der Angeklagten gegen Artikel 6 der DDR-Verfassung und fordert die Todesstrafe für beide wegen "Boykotthetze". Elli Barczatis schreit vor Entsetzen.– Ausführliche Hintergrundinformationen zum Prozess: http://swr.li/barczatis-laurenz

Der Spion, den sie liebte | DDR-Strafprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz | 23.9.1955 (3/5) 02.06.2021

Laurenz erzählt, wie man ihn wegen parteischädigenden Verhaltens aus der SED ausschloss. Nach einer Verhaftung fand er keine Arbeit. Der Richter erkundet das Verhältnis von Laurenz zur SED. Laby lernte er als vermeintlichen Vertreter westdeutscher Bergbaumaschinen kennen. Laurenz dementiert einige Aussagen aus seiner U-Haft als Fehler. Die Folterung in U-Haft kommt nicht zur Sprache. Auf Fragen de...

Die Sekretärin des Ministerpräsidenten | DDR-Strafprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz | 23.9.1955 (2/5) 02.06.2021

Elli Barczatis berichtet am 23.9.1955, dass sie die Treffen von ihrem Freund Laurenz mit Clemens Laby bis zu ihrer Verhaftung für rein kollegial hält. Als Vertraute von Ministerpräsident Otto Grotewohl konnte Barczatis Dokumente aus seinem Büro an Laurenz weitergeben. Sie glaubte, ihm so bei seiner journalistischen Arbeit zu helfen. Richter Ziegler fragt, woher der DDR-kritische Einfluss gekommen...

Die Eröffnung | DDR-Strafprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz | 23.9.1955 | (1/5) 02.06.2021

Am Morgen des 23. September 1955 eröffnet der zweithöchste Richter der DDR, Walter Ziegler, den Prozess. Er schließt die Öffentlichkeit aus. Damit wird das Verfahren zu einem Geheimprozess. Nur Stasi-Mitarbeiter dürfen bleiben. Er fragt die Angeklagten nach Name, Geburtsdatum und Wohnadresse. Die eigentlich darauffolgende Verlesung der Anklage fehlt auf dem Mitschnitt. – Ausführliche Hintergrundin...

Der Schauprozess gegen Otto Fleischer | 1953 | Archivradio-Gespräch 02.06.2021

Der SED-Politiker Otto Fleischer wurde 1952 verhaftet, 1953 nach einem einwöchigen Schauprozess verurteilt. Die Stasi hat das Verfahren auf Tonbändern mitgeschnitten. Ein Gespräch zwischen Gábor Paál und Maximilian Schönherr mit zahlreichen Originalausschnitten.

Urteil im Otto-Fleischer-Prozess | 26.9.1953 02.06.2021

Der DDR-Strafprozess gegen Otto Fleischer, Professor für Bergbau, und sieben weitere Bergbauexperten ist zu Ende. Wir hören die Verkündung des Urteils und die ausführliche Urteilsbegründung vom 26. September 1953. Die Angeklagten sind zermürbt und flehen das Gericht an.

Angeklagte im Otto-Fleischer-Prozess dürfen sich äußern | 25.9.1953 02.06.2021

Am vorletzten Prozesstag, dem 25. September, dürfen sich die Angeklagten äußern. Der Staatsanwalt hat sein Plädoyer gehalten und für den Hauptangeklagten Otto Fleischer lebenslänglich gefordert. Zu hören ist das Ende von Fleischers sehr emotionaler Rede, gefolgt von den Ausführungen der viel gefassteren Mitangeklagten.

Verteidiger-Plädoyer für Mitangeklagte im Otto-Fleischer-Prozess | 1953 02.06.2021

Das Plädoyer des Verteidigers der Angeklagten Herbert Kribus und Conrad Kuchheida, Rechtsanwalt Zumpe. Wie es in den DDR-Prozessen der 1950er Jahre immer wieder vorkam, verteidigt der Verteidiger nicht seine Mandanten, sondern folgt im Wesentlichen der Anklage – allenfalls mit der Bitte, ein "gerechtes Urteil" zu fällen. Rechtsanwalt Zumpe mahnt mildernde Umstände an und begründet dies damit, dass...

Vernehmung des Zeugen Martin Biok im Otto-Fleischer-Prozess | 21.09.1953 02.06.2021

Wir hören die Vernehmung des Zeugen Martin Biok, Bergingenieur und Assistent Fleischers. Biok stellt sich trotz Drängens durch das Gericht nicht gegen Fleischer, sondern berichtet sachlich. In keiner seiner Aussagen steckt eine Belastung der Angeklagten. Er wird nach kurzer Befragung wieder aus dem Saal entlassen. Biok befand sich damals aus unbekannten Gründen selbst in Haft.

Zermürbung des Angeklagten Otto Fleischer | 1953 02.06.2021

Zu hören ist vermutlich weiterhin der erste Verhandlungstag, der Nachmittag des 21. September 1953. Es beginnt die Zermürbung des Hauptangeklagten. Staatsanwalt Ernst Melsheimer und Richter Walter Ziegler nehmen ihn, manchmal unisono gegen ihn ansprechend, in die Zange. Fleischer gibt unter dem Druck nicht nur zu, Spionage begangen zu haben, sondern wird dazu aufgefordert, über die gute Behandlung...

Generalstaatsanwalt vernimmt Otto Fleischer | 1953 02.06.2021

Ein im Ton des Generalstaatsanwalts Ernst Melsheimer scharfer Teil der Vernehmung des Angeklagten, vermutlich am 21. September 1953. Melsheimer legt dem Angeklagten, auch indem er ihn laufend unterbricht, Aussagen in den Mund, die er vermutlich ohne diesen Druck nicht abgegeben hätte. Otto Fleischer gibt seine kritische Einstellung zur DDR zu und erläutert Maßnahmen, den Bergbau zu schädigen. In d...

Otto Fleischer wird vernommen | 1953 02.06.2021

Beginn der Vernehmung des Hauptangeklagten am 21. September 1953. Mit Oberrichter Walter Ziegler und, gelegentlich, Staatsanwalt Ernst Melsheimer. Das Tondokument wirft einen Blick auf den problematischen Wiederaufbau des Bergbaus nach dem Zweiten Weltkrieg und auf zentrale Figuren in dieser Industrie in Ost- und Westdeutschland. Das Verfahren fand statt vor dem 1. Strafsenat des Obersten Gerichts...

DDR-Strafprozess gegen Otto Fleischer beginnt am 21.9.1953 | 1/8 02.06.2021

Otto Fleischer war ein renommierter Experte für den Steinkohleabbau, der wichtigsten Brennstoffquelle für Kraftwerke und Industrie damals. Man warf Fleischer und sieben weiteren Angeklagten vor, mit Bergbau-Funktionären im Ruhrgebiet, also im Westen, zusammengearbeitet zu haben, um Patente, Statistiken und andere Details zu verraten und die eigenen Bergwerke in und um Zwickau zu sabotieren. Fleisc...

Suchdienst Rastatt fahndet nach Kriegs-Vermissten | März 1951 14.05.2021

6 Jahre nach dem Krieg, 1951, werden noch immer viele Soldaten vermisst. Auch von etlichen Zivilpersonen fehlt noch immer jede Spur. Um nach diesen Personen zu fahnden, werden Suchdienste aufgebaut, zunächst dezentral in den verschiedenen Besatzungszonen, schließlich werden sie zentralisiert. Die Aufgabenverteilung schildert zunächst der folgende Bericht vom 20. März 1951. Für „alles was im Osten...

Konrad Zuse erzählt, wie er 1941 den Computer erfand | 17.5.1984 13.05.2021

Konrad Zuse baute 1941 den ersten programmgesteuerten Computer der Welt: Z3. Schüler befragten Zuse 1984 zur Funktion, aber auch zur Ethik militärischer Anwendungen.

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