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28 okt. 2026

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Afleveringen

Der Konflikt zwischen dem Iran und Israel. Hintergrund I: Ein kurzer Einblick in die Geschichte des Iran 21.04.2026

In diesem ersten Hintergrund geht es nicht einfach um die Geschichte eines Landes, sondern um einen historischen Erfahrungsraum, der bis heute politisches Handeln prägt. Der Iran erscheint oft widersprüchlich: zugleich alte Hochkultur und revolutionärer Staat, zugleich religiös geprägt und von einem starken nationalen Selbstbewusstsein getragen. Doch genau diese Spannung lässt sich historisch erkl...

Hintergrund: Populistische Demokratie – Die Rückkehr des Volkswillens? 20.04.2026

Ist die populistische Demokratie die Rückkehr des Volkswillens – oder Ausdruck einer tieferen Krise der gegenwärtigen Demokratie? Der Beitrag zeigt, wie die Gegenwart auf ein altes Problem zurückführt: die Spannung zwischen Volkssouveränität und Repräsentation. Mit Jan-Werner Müller und vor Jean-Jacques Rousseau wird deutlich, dass der Ruf nach dem „wahren Volk“ weniger eine Lösung ist als eine Zu...

Kommentar: Das linke Paradox: Trump, Hegseth und der Konstruktivismus: Wenn Politik ihre eigene Wirklichkeit erfindet 19.04.2026

Was passiert, wenn politische Akteure beginnen, Realität nicht mehr zu beschreiben, sondern aktiv zu entwerfen? Die jüngsten Auftritte von Donald Trump und Pete Hegseth zeigen mehr als nur provokante Rhetorik – sie verweisen auf eine tiefere Verschiebung im Umgang mit Wahrheit, Religion und politischer Deutung. Der Konstruktivismus, einst ein kritisches Instrument zur Hinterfragung von Macht und N...

Beitrag: Vom Katholizismus zur Fragmentierung: Religion in Lateinamerika im Umbruch 18.04.2026

Lateinamerika verliert seine religiöse Einheit: Der Katholizismus bröckelt, evangelikale Bewegungen wachsen, und immer mehr Menschen lösen sich ganz von institutioneller Religion. Am Beispiel von Brasilien zeigt sich, dass es dabei nicht um klassische Säkularisierung geht, sondern um eine tiefgreifende Neuordnung von Glauben, Politik und Identität – mit weitreichenden Folgen für die Zukunft der Ge...

Beitrag: Der Triumphbogen der Macht: Wie Trump Amerikas Geschichte neu inszeniert 17.04.2026

Ein Triumphbogen in Washington ist mehr als ein Bauprojekt – er ist ein politisches Signal. In der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump wird Architektur zum Instrument der Geschichtspolitik: Wer durch dieses Monument blickt, sieht nicht nur Macht, sondern eine neu inszenierte Vergangenheit – eine, die Größe betont und Brüche systematisch ausblendet.

Beitrag: Die Rückkehr des Sündenbocks – René Girard und die Logik moderner Ausgrenzung 16.04.2026

Warum kehrt in modernen Gesellschaften ein archaisches Muster zurück? Während Migration zunehmend als Bedrohung inszeniert wird und politische Akteure wie Donald Trump einfache Schuldzuweisungen liefern, zeigt der Blick auf René Girard: Hinter der aktuellen Rhetorik steht ein tief verwurzelter Mechanismus sozialer Ordnung. Der Beitrag analysiert, wie der Sündenbockmechanismus heute wieder wirksam...

Beitrag: Zwischen Evangelikalen und Vatikan: Trumps religiöse Strategie im Konflikt 15.04.2026

Trump inszeniert Religion als politische Ressource – doch im Konflikt mit Donald Trump und Pope Leo XIV zeigt sich die Grenze dieser Strategie. Wo der Vatikan auf universale Moral pocht, reagiert politische Macht mit Delegitimierung. Ein Beitrag über die Instrumentalisierung von Religion – und den wachsenden Konflikt zwischen politischer Agenda und religiösem Eigenanspruch.

Beitrag: Jenseits der Wahrheit: Slavoj Žižek, Hilary Lawson und die Krise des Wissens 14.04.2026

Was bleibt von Wahrheit, wenn es keine gemeinsame Wirklichkeit mehr gibt? Im Gespräch zwischen Slavoj Žižek und Hilary Lawson wird eine zentrale Gewissheit der Moderne infrage gestellt: dass Wissen auf objektiver Erkenntnis beruht. Zwischen Lawsons radikaler Kritik am Realismus und Žižeks ideologischer Deutung von Wahrheit zeigt sich, dass Fakten allein nicht ausreichen, um die Welt zu verstehen....

Kommentar: Die Rückkehr des Glaubens: Donald Trump und die religiöse Aufladung der Politik 13.04.2026

Was passiert, wenn die moderne Trennung von Religion und Staat ins Wanken gerät? Am Beispiel von Donald Trumpzeigt sich eine Entwicklung, die über bloße religiöse Rhetorik hinausgeht: Politik wird wieder religiös aufgeladen, Führung sakralisiert und demokratische Legitimität symbolisch neu begründet. Damit gerät ein zentrales Fundament der liberalen Ordnung ins Wanken – jene säkulare Vernunft, die...

Kommentar: Viktor Orbáns Niederlage und die bleibende Krise der liberalen Demokratie 13.04.2026

Ist Orbáns Niederlage wirklich ein Sieg der liberalen Demokratie – oder nur eine Momentaufnahme in einer tieferliegenden Krise? Der Kommentar zeigt, warum der Wahlausgang in Ungarn weniger ein politischer Neubeginn als vielmehr eine Gegenbewegung zum bestehenden System ist – und weshalb die strukturellen Ursachen für Populismus weiterhin bestehen.

Kommentar: Islamabad ohne Ergebnis: Das Scheitern einer Verhandlung ohne Strategie 12.04.2026

Die Gespräche in Islamabad scheitern schneller, als sie begonnen haben – und offenbaren ein grundlegendes Problem westlicher Strategie. Zwischen amerikanischen Maximalforderungen, iranischen Vorbedingungen und der Eskalation im Libanon zeigt sich: Es ging nie um echte Verhandlungen, sondern um Machtpositionen. Während Washington auf Druck setzt, nutzt Teheran die Straße von Hormus zunehmend als ge...

Beitrag: Jenseits von Identität und Macht – Karl Jaspers und die Zukunft der Vernunft 11.04.2026

Die Hoffnung auf eine universale Vernunft, die Kulturen verbindet und Konflikte durch Dialog überwindet, prägte die Zeit nach dem Kalten Krieg, sichtbar etwa in der Kairo-Rede von Barack Obama. Heute jedoch kehrt mit dem Ukrainekrieg und der Politik von Donald Trump eine Logik zurück, in der nationale Interessen überhöht und politisch nahezu sakralisiert werden – Vernunft wird durch Identität und...

Beitrag: Der Iran-Krieg als Wendepunkt amerikanischer Außenpolitik: Vom Ordnungsstaat zur situativen Macht 10.04.2026

Der Iran-Krieg markiert mehr als eine militärische Eskalation – er legt eine grundlegende Verschiebung amerikanischer Außenpolitik offen. Aus Sicht der Trump-Regierung wird der Konflikt als notwendige Demonstration von Stärke interpretiert, unterstützt von Hardlinern wie Lindsey Graham, die Bündnisse wie die NATO zunehmend als instrumentelle Machtressourcen begreifen. Doch hinter der Rhetorik der...

Beitrag: Budapest im Fokus der USA: Der Kampf um ein politisches Modell 10.04.2026

Warum richtet sich der Blick aus Washington auf Budapest? Die Wahl in Ungarn ist längst mehr als eine nationale Entscheidung: Mit dem Auftritt von J. D. Vance wird sichtbar, wie stark Teile der amerikanischen Politik auf einen Sieg von Viktor Orbán setzen. Es geht um nicht weniger als die Zukunft eines politischen Modells – und die Frage, ob es über Ungarn hinaus Bestand haben kann.

Beitrag: Das dünne Eis der Zivilisation – Wenn Sprache zur Vorstufe der Gewalt wird 08.04.2026

Wenn politische Sprache ihre Maßstäbe verliert, gerät mehr ins Wanken als nur der Ton der Debatte. Zwischen rhetorischer Entgrenzung und realer Gewalt entsteht ein gefährlicher Übergang – einer, der zeigt, wie fragil die Grundlagen moderner Zivilisation tatsächlich sind.

Kommentar: Nach der Waffenruhe: Die Widersprüche der Trump-Doktrin 08.04.2026

Ein Waffenstillstand – und doch kein Frieden: Der Kommentar zeigt, wie Donald Trump durch maximale Drohungen und abrupte Kurswechsel selbst zur Quelle der Instabilität wird. Seine Politik schwankt zwischen Eskalation und Rückzug und erzeugt genau jene Unsicherheit, die sie vorgibt zu kontrollieren. Die Waffenruhe erscheint so weniger als diplomatischer Erfolg denn als Moment in einer Politik, die...

Beitrag: Vor den Wahlen in Ungarn: Victor Orban und die Logik der populistischen Demokratie 06.04.2026

Ungarn wird am 12. April wählen– doch zur Entscheidung steht mehr als eine Regierung: Seit sechzehn Jahren formt Viktor Orbán ein System, das demokratische Verfahren bewahrt, aber ihren liberalen Kern verändert hat. Die sogenannte „populistische Demokratie“ erscheint dabei als Anspruch, den „wahren Volkswillen“ unmittelbar zu verkörpern – und gerät so in Spannung zur liberalen Ordnung. Warum bleib...

Beitrag: Nichtwissen und Macht – Eine Diagnose mit Carl Sagan 05.04.2026

Was geschieht, wenn Politik beginnt, Wahrheit durch Durchsetzbarkeit zu ersetzen? Der Beitrag zeigt am Beispiel der politischen Kultur um Donald Trump, wie sich das Verhältnis von Wissen und Macht verschiebt – und warum genau hier die Diagnose von Carl Sagan ansetzt. Im Zentrum steht eine unbequeme Einsicht: Unwissenheit ist nicht nur ein Mangel, sondern kann zur stabilen Form politischer Gewisshe...

Beitrag: Souverän ist, wer über dem Recht steht – Die Transformation politischer Macht in den USA 04.04.2026

Was passiert mit einer Demokratie, wenn das Recht nicht mehr die Macht begrenzt – sondern die Macht darüber entscheidet, wann Recht gilt? Ausgehend von Carl Schmitts Souveränitätsbegriff zeigt dieser Beitrag, wie sich in den USA unter Donald Trump das Verhältnis von Politik und Recht verschiebt: Präsidialerlasse, Ausnahmebegründungen und selektive Rechtsanwendung verändern schrittweise die Logik d...

Beitrag: Der amerikanische Historiker Ibram X. Kendi über die Logik des neuen autoritären Zeitalters 03.04.2026

Der amerikanische Historiker Ibram X. Kendi zeigt in seinem neuen Buch, dass der Aufstieg autoritärer Politik nicht zufällig ist, sondern einer klaren ideologischen Logik folgt. Im Zentrum steht die sogenannte „Great Replacement Theory“ – eine Erzählung, die demografischen Wandel in eine existenzielle Bedrohung verwandelt und damit politische Zustimmung für autoritäre Maßnahmen erzeugt. Der Beitra...

Beitrag: Das Trump-Paradox – Make China Great Again 02.04.2026

Make America Great Again – und am Ende Make China Great Again?  Der Beitrag zeigt, warum die Strategie von Donald Trump nicht nur die globale Ordnung destabilisiert, sondern zugleich den Aufstieg Chinas beschleunigt – und wie Xi Jinping diese historische Konstellation mit langfristigem strategischem Denken für sich nutzt.

Geschichte und Gegenwart: „Die 1920 und 30er Jahre“. Episode 8: Friedrich Meinecke – Historisches Denken nach der Katastrophe 02.04.2026

Der Beitrag rekonstruiert, wie Friedrich Meinecke nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands versuchte, die politische und moralische Katastrophe historisch zu begreifen. Im Zentrum steht seine Auseinandersetzung mit dem deutschen Historismus, der Frage nach Verantwortung und der gefährlichen Trennung von Macht und Moral. Meineckes Denken markiert einen Gegenpunkt zu jenen Int...

Beitrag: Donald Trump als Fortinbras – Das Ende einer politischen Epoche? 01.04.2026

Was, wenn Donald Trump nicht der Bruch mit der liberalen Ordnung ist, sondern ihr historisches Symptom? Anhand von Julius Babs Deutung der Figur Fortinbras zeigt sich: Politische Umbrüche entstehen dort, wo eine Epoche ihre eigene geistige Grundlage verliert – und durch eine neue, einfachere Form von Handlungsfähigkeit ersetzt wird.

Beitrag: Pete Hegseth und die Entgrenzung der Moral 31.03.2026

Was geschieht, wenn die Gewaltenteilung ihre regulierende Kraft verliert und politische Macht nicht mehr durch eine innere moralische Haltung begrenzt wird? Der Fall Pete Hegseth verweist auf eine gefährliche Verschiebung: Der Verlust einer moralischen Grundierung führt zu einer Entgrenzung des Politischen – und damit zu einem Verlust jeder Form politischer Selbstbegrenzung.

Beitrag: Die Europäische Union und das Dilemma einer gemeinsamen Außenpolitik 30.03.2026

Kann Europa außenpolitisch überhaupt mit einer Stimme sprechen – oder bleibt es im entscheidenden Moment ein Zusammenschluss nationaler Interessen? Der Beitrag zeigt am Beispiel des Iran-Krieges, wie unterschiedlich die Positionen innerhalb der EU ausfallen – von der strategischen Zurückhaltung eines Johann Wadephul und der vorsichtigen Rhetorik von Ursula von der Leyen bis zur klaren Ablehnung de...

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