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30 okt. 2026

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Afleveringen

Kommentar: Die USA auf dem Weg in eine neue Weltordnung: Großraumtheorie versus Isolationismus 10.01.2026

Was vielfach als Rückzug der Vereinigten Staaten aus der internationalen Ordnung beschrieben wird, erweist sich bei näherer Betrachtung als tiefgreifende Umdeutung ihres außenpolitischen Selbstverständnisses. Der Abbau multilateraler Bindungen, die selektive Anwendung völkerrechtlicher Normen und die gleichzeitige Bereitschaft zu militärischer und ökonomischer Machtausübung deuten nicht auf Isolat...

Kommentar: Die Donroe-Doktrin: Großraumlogik, Machtpolitik und das Erbe Carl Schmitts 09.01.2026

Unmittelbar nach der militärischen Intervention in Venezuela leiten die Vereinigten Staaten einen demonstrativen Bruch mit der multilateralen Nachkriegsordnung ein. Der Austritt aus Dutzenden internationaler Organisationen, die Abwertung globaler Institutionen als Bedrohung nationaler Souveränität sowie eine offen machtpolitische Rhetorik markieren eine neue außenpolitische Linie, die zunehmend al...

Episode 8: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Lateinamerikanische Perspektiven auf den Kosmopolitismus - Buen Vivir und die Befreiungsphilosophie 09.01.2026

In der 8. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns Lateinamerika zu und fragen, wie Konzepte wie Buen Vivir und die Befreiungsphilosophie unser Verständnis von globaler Gerechtigkeit und Zusammenleben verschieben. Ausgehend von indigenen Ideen eines „Guten Lebens“ in Harmonie mit Pachamama und Gemeinschaft sowie von Enrique Dussels Kritik des eurozentrischen Universalism...

Kommentar: Als nächstes Grönland? 08.01.2026

Die jüngsten Äußerungen von Donald Trump zur Zukunft Grönlands sind mehr als Provokation. Sie verweisen auf eine strategische Neuverortung der Vereinigten Staaten entlang einer erneuerten Monroe-Doktrin, in der die westliche Hemisphäre – einschließlich der Arktis – als sicherheitspolitischer Eigenraum definiert wird. Grönland rückt dabei als geostrategischer Schlüsselraum und als Rohstoffreserve s...

Kommentar: Venezuela: Öl statt Opposition: Die Logik der US-Politik in Venezuela 07.01.2026

Die Absetzung von Nicolás Maduro durch einen amerikanischen Militärschlag wurde vielerorts als politischer Wendepunkt gedeutet. Doch statt eines Regimewechsels zeigt sich eine strategische Machtverschiebung: Der staatliche Machtapparat bleibt intakt, mit Delcy Rodríguez an der Spitze. Washington setzt dabei weniger auf demokratische Erneuerung als auf Stabilität und Verhandlungsmacht. Im Zentrum s...

Kommentar: Venezuela: Das politische und moralische Dilemma der Bewertung 06.01.2026

Der Militäreinsatz in Venezuela legt ein grundlegendes Dilemma offen: Die Berufung auf Völkerrecht und UN-Charta kollidiert mit der Frage, ob die gewaltsame Absetzung eines repressiven Regimes moralisch legitim sein kann, wenn dieses Wahlen manipuliert, Opposition verfolgt und die Lebensbedingungen der Bevölkerung dramatisch verschlechtert hat. Die Debatte zeigt zudem, wie stark Bewertungen von po...

Kommentar: Venezuela: Das besondere Öl für die amerikanischen Raffinerien 05.01.2026

Das Interesse der USA an Venezuela erklärt sich aus einer Machtpolitik, die von der strukturellen Abhängigkeit der amerikanischen Rohölproduktion ausgeht : der Passung zwischen Rohölqualität und Raffinerieinfrastruktur. Trotz rekordhoher Eigenförderung produzieren die Vereinigten Staaten vor allem leichtes Schieferöl, während viele ihrer Raffinerien auf schweres, zähflüssiges Rohöl ausgelegt sind....

Kommentar: Venezuela und die Folgen 04.01.2026

Die US-Intervention in Venezuela und die erzwungene Absetzung Nicolás Maduros wird öffentlich als Völkerrechtsbruch verurteilt oder als „Befreiung“ gefeiert – doch beides greift zu kurz. Militärische Eingriffe ohne klare Mandate sind für die USA seit 2000 keine Ausnahme, sondern parteiübergreifende Praxis. Neu ist, dass unter Donald Trump das Motiv nicht mehr mit Terrorabwehr, Menschenrechten oder...

Hintergrund: Gerechtigkeit ohne Gleichheit? Warum Demokratie mehr braucht als Leistung 04.01.2026

Der Hintergrund fragt, warum das lange vorherrschende Ideal der Leistungsgerechtigkeit an seine Grenzen stößt und weshalb Demokratie mehr braucht als formale Chancengleichheit. Trotz offener Märkte und gleicher Startlinien haben sich soziale Ungleichheiten verfestigt, Vermögen konzentriert und Aufstiegschancen verengt. Anhand der Perspektiven von Michael Sandel, Thomas Piketty und Hermann Heller z...

Beitrag: Autoritäre Kooperation und das Ende der liberalen Selbstverständlichkeit 03.01.2026

Der Beitrag analysiert auf Grundlage des Foreign-Affairs-Textes von Nic Cheeseman, Matías Bianchi und Jennifer Cyr einen grundlegenden Wandel der globalen Ordnung. Autoritäre und illiberale Akteure kooperieren zunehmend grenzüberschreitend und bilden flexible Netzwerke, die nicht durch gemeinsame Ideologien, sondern durch ihre Ablehnung liberal-demokratischer Institutionen zusammengehalten werden....

Beitrag: Macht ohne Krieg: Chinas Strategie für das 21. Jahrhundert 02.01.2026

Elizabeth Economy, einer der wichtigen China-Expert*innen in den USA, zeigt in ihrem neuen  Foreign Affairs -Beitrag, wie Beijing systematisch die Machtfelder der Zukunft besetzt: Tiefsee, Arktis, Weltraum, digitaler Raum und globales Finanzsystem. Während viele Staaten noch über Zölle und Halbleiter streiten, baut China Infrastrukturen, Standards und Institutionen, die die Regeln der kommenden We...

Episode 7: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Indische Perspektiven auf den Kosmopolitismus - Vasudhaiva Kutumbakam und Gandhis Sarvodaya 02.01.2026

In der 7. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns dem indischen Subkontinent zu und fragen, wie Ideen wie Vasudhaiva Kutumbakam – „Die Welt ist eine Familie“ – und Gandhis Sarvodaya – „Das Wohlergehen aller“ – unser Verständnis von Weltbürgertum verändern können. Ausgehend von der vedantischen Einsicht in die Einheit allen Seins über Tagores kosmopolitische Kulturvision...

Beitrag: Autoritäre Kooperation und das Ende der liberalen Selbstverständlichkeit 01.01.2026

Der Beitrag analysiert auf Grundlage des Foreign-Affairs-Textes von Nic Cheeseman, Matías Bianchi und Jennifer Cyr einen grundlegenden Wandel der globalen Ordnung. Autoritäre und illiberale Akteure kooperieren zunehmend grenzüberschreitend und bilden flexible Netzwerke, die nicht durch gemeinsame Ideologien, sondern durch ihre Ablehnung liberal-demokratischer Institutionen zusammengehalten werden....

Beitrag: Bernie Sanders Ausblick für 2026. Eine Aufforderung auch an Europa 31.12.2025

Der amerikanische Senator Bernie Sanders nutzt seinen Ausblick auf 2026 für eine grundsätzliche Diagnose der demokratischen Krise in den USA. Im Zentrum stehen vier Themen: die Dominanz von Milliardärausgaben in der Politik, die zunehmende Vermögensungleichheit, die gesellschaftlichen Risiken unregulierter Künstlicher Intelligenz sowie das dysfunktionale Gesundheitssystem. Sanders versteht diese F...

Beitrag: Warum Asien das neue globale Zentrum ist: Parag Khannas „Asia First“-These 30.12.2025

Der Beitrag stellt Parag Khannas These vor, dass Asien bereits heute – und nicht erst in Zukunft – das zentrale Gravitationszentrum der globalen Ordnung ist. Khanna kritisiert die westliche Vorstellung, Weltpolitik weiterhin als Wettbewerb um eine neue Hegemonie zwischen den USA und China zu denken, und beschreibt stattdessen eine multipolare Welt mit Asien als eigenständigem, innerlich vielfältig...

Kommentar: Ordnung statt Utopie: Lateinamerika im Zeitalter von Donald Trump 29.12.2025

Donald Trumps Rückkehr und das Wiederaufleben der Monroe-Doktrin rücken Lateinamerika erneut in die Logik geopolitischer Einflusszonen – diesmal vor allem im Wettbewerb mit China. Parallel dazu vollzieht sich im Inneren der Region eine ideologische Umkehr: Die politische Dynamik geht nicht mehr von linken Utopien aus, sondern von einer neuen Rechten, die Ordnung, Sicherheit und staatliche Durchset...

Hintergrund: Die Rückkehr des Nationalstaates 28.12.2025

Der Nationalstaat schien im Zeitalter der Globalisierung an Bedeutung zu verlieren – doch seine Rückkehr prägt die Gegenwart. Zwischen Souveränität und Kooperation, Macht und Legitimität, Freiheit und Kontrolle steht der moderne Staat erneut im Zentrum der politischen Weltordnung.

Beitrag: Wie der Liberalismus den Populismus vorbereitete 27.12.2025

Der Beitrag analysiert ein Streitgespräch des Institute of Art and Ideas unter der Leitung von Barry C. Smith, in dem Catherine Liu, Rowan Williams und Josh Cohen der Frage nachgehen, wie liberale Gesellschaften selbst den Boden für den gegenwärtigen Populismus bereitet haben. Im Zentrum steht eine Selbstkritik des Liberalismus: Der Aufstieg von Figuren wie Donald Trump wird nicht als moralischer...

Episode 6: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Afrikanische Perspektiven auf den Kosmopolitismus - Die Ubuntu-Philosophie 26.12.2025

In der 6. Episode der Serie  Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert  steht die afrikanische Ubuntu-Philosophie im Mittelpunkt – eine Ethik, die Menschlichkeit radikal relational denkt:  „Ich bin, weil wir sind.“  Die Episode zeigt, wie Ubuntu Gemeinschaft, gegenseitige Anerkennung und geteilte Verantwortung ins Zentrum rückt und damit einen Kosmopolitismus „von unten“ formuliert, der aus gelebten Bezi...

Beitrag: Künstliche Intelligenz, Wissen, Wettbewerb: Die Nobelpreisdiskussion im Dezember 2025 und Europas Innovationsproblem 25.12.2025

Der Beitrag analysiert die Nobelpreisdiskussion im Dezember 2025 an der Stockholm School of Economics zur Rolle von künstlicher Intelligenz, Wissen und Wettbewerb im wirtschaftlichen Wachstum. Die Nobelpreisträger Joel Mokyr, Peter Howitt und Philippe Aghion zeigen aus historischer, theoretischer und politökonomischer Perspektive, dass nachhaltiges Wachstum aus Innovation und kreativem Strukturwan...

Kommentar: Von der Nicht-Einmischung zur Machtausdehnung: Trumps neue Ordnungspolitik: Grönland, Venezuela und der Ausbau der Marine 24.12.2025

Donald Trump präsentiert sich als Gegner politischer Einmischung – und betreibt zugleich eine Politik der Machtausdehnung. Der Kommentar zeigt, wie Marineaufrüstung, der Anspruch auf Grönland und die Konfrontation mit Venezuela einer gemeinsamen sicherheitspolitischen Logik folgen: einer neuen amerikanischen Ordnungspolitik, die auf Einflusszonen, Ressourcen und militärische Stärke setzt. Europa r...

Beitrag: Identitätspolitik und der Verlust der Arbeiterklasse – Was Bernie Sanders Europa lehrt 23.12.2025

Trotz Zustimmung für Frauenrechte, Minderheitenschutz und Gleichstellung verliert die Linke (die Demokraten) in den USA wie in Europa ihre traditionelle Basis – die arbeitende Mehrheit. Bernie Sanders warnt: Nicht die Anliegen der Identitätspolitik sind das Problem, sondern ihre Überhöhung bei gleichzeitiger Vernachlässigung sozialer Fragen. Während 60 % der US-Bevölkerung nicht wissen, ob sie Mie...

Beitrag: Der französische Ökonom Thomas Piketty über eine Reichensteuer in Frankreich 22.12.2025

Thomas Piketty, einer der weltweit einflussreichsten Ökonomen, argumentiert diesen Herbst  im französischen Fernsehen für eine Reichensteuer – konkret die sogenannte Zucman-Steuer, eine Mindeststeuer von 2 % auf Vermögen über 100 Millionen Euro. Sie betrifft nur rund 1.800 extrem wohlhabende Haushalte und würde jährlich etwa 20 Milliarden Euro einbringen. Piketty hält sie für das Minimum steuerlic...

Hintergrund: Die Gegenwart im Übergang – Zwischen Markt, Moral und Identität 21.12.2025

Die Gegenwart wird als Übergangsphase beschrieben, in der vertraute gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten ihre Stabilität verlieren. Zwischen einer Marktgesellschaft, die alles ökonomisch deutet, und einer zunehmend moralisch und identitär aufgeladenen Gegenwart entsteht ein Zustand grundlegender Verunsicherung. Freiheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt verlieren ihre klaren Bedeutungen, währe...

Beitrag: Finnlands Minitserpräsident Alexander Stubb und die globale Zeitenwende: Wertebasierter Realismus als Ausweg 20.12.2025

In der Ausgabe von  Foreign Affairs  vom 2. Dezember entwirft Finnlands Ministerpräsident Alexander Stubb das Bild einer Welt an der Kippe: Die liberale Nachkriegsordnung erodiert, Kriege und Machtverschiebungen nehmen zu, und zwischen globalem Westen, Osten und Süden entsteht ein neues geopolitisches Dreieck, in dem der globale Süden zur entscheidenden Kraft wird. Stubb argumentiert, dass der Wes...

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