Bayerischer Rundfunk
Karl Valentin - Der Podcast mit der Komiker-Legende
Raus aus dem Musäum, rein in die Welt! Der Pflicht-Podcast für alle Karl-Valentin-Fans und Liesl-Karlstadt-Liebhaber*innen und solche, die es werden wollen! Die Komiker-Legenden Karl Valentin und Liesl Karlstadt beherrschten die Kunst des „Daherredens“ aus dem Stegreif – und begeisterten damit nicht nur München. Aus demselben Geist der Improvisation unterhält sich Christoph Leibold mit kundigen Gäste-Duos aus Kabarett & Kultur, um für die Kunst des Komiker-Paars zu begeistern. Inklusiver jeder Menge Valentin-Karlstadt-Archivschätze: mit Zitaten, Sprüchen und Originalaufnahmen von Dialogen und...
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Épisodes
Original zu Folge 2: "Geht in die Wälder und holt euch Holz" 28.09.2023 4:46
Aufnahme für Radio München 1947 Am Anfang versichern sich Karl Valentin und Liesl Karlstadt, dass sie beide "nicht dabei" waren. Bei der NSDAP nämlich. Danach geht es um das, was die meisten Menschen in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg beschäftigt hat: Wie durch den bitterkalten Winter kommen ohne ausreichend Brennstoff?
Valentin im Gespräch #2: Valentin und die Politik 28.09.2023 50:25
Karl Valentins Erfolgsjahre fielen zum Teil in die Zeit der NS-Diktatur. Wo stand der Komiker politisch? Zu Gast: Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums in München, und Christian Springer, Kabarettist.
Original zu Folge 1: "Übertragung aus der Hölle" 28.09.2023 2:20
Schallplattenaufnahme von 1928. Im Prospekt der Plattenfirma Homocord steht folgender Hinweis zu lesen: "Sie hören den leibhaftigen Luzifer selbst sprechen. Bitte sich nicht zu fürchten. Neuheit auf dem Gebiet der Schallplattenkunst." Tatsächlich aber hört man eine gewissen Meier aus Deutschland aus der Hölle zur Erde funken.
Original zu Folge 1: "Die jetzige Lage" 28.09.2023 6:13
Aufnahme für Radio München von 1947 für die für Oktober des Jahres geplante, aber wegen "Humorlosigkeit" abgesetzte fünfte Folge der Sendung "Es dreht sich im Karl Valentin". Dass angesichts der allgemeinen Hungersnot und schlechten Versorgungslage Valentins Witze darüber nicht nach dem Geschmack der Hörerinnen und Hörer waren, ist nachvollziehbar.
Original zu Folge 1: "Das Interview" 28.09.2023 6:56
Aufnahme für Radio München 1947. Gibt Karl Valentin, der sich hier selber spielt, zu Anfang noch bizarre biografische Auskünfte, in denen seine alten Stärken aufblitzen, so kippt dieser Dialog mit Liesl Karlstadt als ihn interviewende Radioreporterin schon bald in eine finstere Diagnose der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Original zu Folge 1: "Der ewige Friede" 28.09.2023 6:24
Aufnahme für Radio München 1947, geschrieben vermutlich schon Ende 1945 oder Anfang 1946. Der Krieg war vorbei, aber das Atomzeitalter hatte begonnen. Für den einst erfolgsverwöhnten Karl Valentin, bei dem es auch um die beruflichen Aussichten schlecht stand, Grund genug, um in einen allgemeinen düsteren, fast zynischen Pessimismus zu verfallen.
Valentin im Gespräch #1: Karl Valentins Tod und Ende 28.09.2023 51:06
Nach dem Krieg versuchte Karl Valentin vergeblich, an alte Erfolge anzuknüpfen. Er starb einsam und verbittert im Februar 1948. Zu Gast: Richard Oehmann, Kasperltheatermacher, und Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums in München.
Original: "Das Nichts" 10.01.2020 5:44
Aufnahme für Radio München, 1946. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte Karl Valentin an die alten Erfolgszeiten anzuknüpfen. Doch schien er wie verwandelt. Abgründig waren seine Dialoge schon immer. Aber die Verbitterung der Kriegsjahre hat offenbar so tiefe Spuren in Valentins Seele hinterlassen, dass der Humor zuweilen fast völlig fehlt, diesen Fall in den Abgrund abzumildern. Bei den...
Original: "Die Verkehrsordnung" 10.01.2020 4:35
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft von 1939. Der groteske Name des Stadtkämmeres "Wrdlbrmpfd" kommt übrigens auch in einer anderen Szene vor, nämlich in "Radfahrer und Verkehrsschutzmann", zu hören in Episode 3 dieses Podcasts. Lustigerweise auch einen Dialog, der mit dem Münchner Straßenverkehr zu tun hat. Vielleicht besteht ja sogar ein Zusammenhang: Die Buchstabenfolge im Namen "Wrdlbr...
Original: "Der Feuerwehrtrompeter" 10.01.2020 3:30
Schallplattenaufnahme von 1928.
Original: "Der Pflasterlehrling" 10.01.2020 3:34
Schallplattenaufnahme von 1930. In der Textausgabe heißt das Couplet auch "Ein Vorstadtkind". Karl Valentin hat es mit einer Regieanweisung versehen: "Der Vortragende kostümiert sich als Vorstadttype, Hut in das Gesicht hereingesetzt, Hände in den Hosensack, Hose hinaufgestülpt. Zwischen jeder Strophe soll sich der Vortragende mit sogenannten Vorstadtsprüchen mit dem Kapellmeister unterhalten."
Original: "Wappenkunde" 10.01.2020 4:19
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1940.
Valentin im Gespräch #7: Valentin, ein Münchner zum Anhimmeln 10.01.2020 55:36
Wie viel München steckt in Karl Valentin? Und wie viel Bayern? Zu Gast: Gunter Fette, Nachlassverwalter von Karl Valentin und Luise Kinseher, Kabarettistin und Mitglied im Valentin-Karlstadt-Förderverein "Saubande".
Original: "Beim Zahnarzt" 20.12.2019 3:41
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1941. Eine der raren Aufnahmen, in denen nicht Liesl Karlstadt Valentins Dialog-Partnerin ist.
Original: "Hohes Alter" 20.12.2019 3:33
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1941. Eine der raren Aufnahmen, in denen nicht Liesl Karlstadt Valentins Dialog-Partnerin ist.
Original: "Üble Angewohnheiten" 20.12.2019 4:17
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1940. Der nach Zustimmung heischende Satz-Appendix "gell?" ist vor allem in der südlichen Hälfte Deutschlands gebräuchlich. Trotz der bedrohlich epidemieartigen Verbreitung, die Karl Valentin in diesem Dialog konstatiert, klingt ein "Gell" doch wesentlich harmloser als das forsche Berliner Pendant "Wa!?"
Original: "In der Apotheke" 20.12.2019 4:15
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1938. Liesl Karlstadt berichtet, Karl Valentin habe immer - Zitat - seine "ganzen Taschen voll Medizinfläschchen und Pulver und Mittel gehabt." Vermutlich hat sie alle Packungsbeilagen studiert und aus einzelnen Versatzstücken den monströsen Medikament-Namen montiert.
Original: "Beim Arzt" 20.12.2019 4:38
Schallplattenaufnahme von 1939. So wie dieser eingebildete Kranke, der hier den Doktor aufsucht, ist Valentin wohl oft selbst bei Medizinern vorstellig geworden. Er erklärte mal, er habe zwischen 1917 und 1929 nicht weniger als 47 Ärzte konsultiert. Der Kurzfilm "Beim Nervenarzt" von 1936 folgt einem ähnlichen Schema, wie diese Tonaufnahme.
Valentin im Gespräch #6: Valentin, der eingebildete Kranke 20.12.2019 49:59
Woher kommt Valentins Hypochondrie? Und was hat seine Komik damit zu tun? Zu Gast: Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums und Gunter Fette, Valentins Nachlassverwalter
Original: "Am Heuboden" 20.12.2019 4:02
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1937.
Original: "Wo die Alpenrosen blüh'n" 20.12.2019 6:55
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft von 1941. Teile des Dialogs finden sich auch im Kurzfilm "Musik zu zweien" von 1936, in dem Karl Valentin und Liesl Karlstadt als weiß geschminkte "Musikal-Clowns" zu sehen sind.
Original: "Der komische Salat" 20.12.2019 3:08
Schallplattenaufnahme aus dem Jahr 1928. Die Melodie stammt vom Operetten-Komponisten Paul Lincke. Valentin sang das Couplet auf der Bühne zuweilen auch selbst. Manchmal hieß es auch "russischer Salat" oder "türkischer Salat". Der Text verlangt vom Vortragenden, in sehr wenig Zeit sehr viele Silben unterzubringen. Daher gehört das Lied in die Kategorie der so genannten "Zungenfertigkeitscouplets".
Original: "Des Freundes Brief" 20.12.2019 7:09
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft von 1940, eigens dafür geschrieben.
Valentin im Gespräch #5: Die Firma Valentin-Karlstadt 20.12.2019 1:01:40
Wie war das eigentlich so zwischen Liesl Karlstadt und Karl Valentin? Und wer hat wen mehr gebraucht? Zu Gast: Gunna Wendt, Liesl-Karlstadt-Biografin und Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums.
Original: "Loreley" 13.12.2019 3:38
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1941. Die Nummer ist aber schon bedeutend älter: Valentin hat sie bereits 1916 geschrieben und ist damit auch immer wieder aufgetreten. Seine groteske Erscheinung mit Langhaarperücke und Harfe und im weißen Leibchen stelle man sich beim Hören bitte vor.
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