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18. Okt 2026

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Kommentar: USA: Die Rückkehr der Propaganda in liberalen Demokratien 12.02.2026

Liberale Demokratien leben davon, dass Regierungskommunikation informiert, erklärt und widerspruchsfähig bleibt. Doch in den USA ist erneut sichtbar geworden, wie leicht dieser Anspruch unterlaufen wird. Der Kommentar zeigt, wo Information in Propaganda umschlägt – historisch im Kontrast zur totalitären Propaganda des 20. Jahrhunderts und in ihrer heutigen Form, die ohne totale Kontrolle auskommt,...

Kommentar: Vom Argument zur Beleidigung: Wie Sprache Demokratien untergräbt 11.02.2026

Der politische Streit hat seinen Ton verloren. In den USA wie in Deutschland weichen Argumente zunehmend persönlichen Angriffen, moralischer Abwertung und sprachlicher Enthemmung. Der Beitrag zeigt, wie diese Verrohung der politischen Sprache den öffentlichen Diskurs verändert – und warum sie das Vertrauen, die Streitkultur und letztlich die Grundlagen liberaler Demokratien untergräbt.

Hintergrund: Leben ohne große Erzählung – Xu Jilin über Chinas junge Generation 10.02.2026

Warum fühlt sich Chinas junge Generation kaum noch von Nation, Geschichte und politischer Mission angesprochen? Der chinesische Historiker Xu Jilin beschreibt die nach 1990 Geborenen als eine Generation ohne große Erzählung: politisch distanziert, auf das Private konzentriert und geprägt von strukturellen Blockaden statt Aufstiegshoffnungen. Sein Blick ist dabei weder anklagend noch nostalgisch, s...

Beitrag: Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre über die Lage der internationalen Politik 09.02.2026

In seiner Rede auf der Oslo Security Conference 2026 beschreibt Norwegens Ministerpräsident  Jonas Gahr Støre  die internationale Ordnung nicht als Phase des Übergangs, sondern als historischen Bruch. Der Krieg in der Ukraine, die Rückkehr von Macht- und Zwangspolitik in der Weltwirtschaft und die Erosion multilateraler Institutionen markieren für ihn eine neue Realität, in der alte Gewissheiten n...

Beitrag: Wenn Macht Recht ersetzt: Fareed Zakaria über den inneren Zerfall des Westens 08.02.2026

In seinem jüngsten Kommentar in  GPS Global Public Square  richtet Fareed Zakaria den Blick auf eine Bedrohung, die tiefer reicht als alle aktuellen Kultur- und Migrationsdebatten. Während Donald Trump, JD Vance und andere Vertreter des MAGA-Lagers von einer angeblichen „zivilisatorischen Auslöschung“ des Westens sprechen, diagnostiziert Zakaria einen schleichenden inneren Verfall: den Abbau jener...

Kommentar: Macht ohne Maß: Trumps Außenpolitik und das Ende amerikanischer Zurückhaltung 07.02.2026

Seit Beginn der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump hat sich die amerikanische Außenpolitik grundlegend verschoben. An die Stelle von Ordnung, Berechenbarkeit und strategischer Zurückhaltung tritt eine Politik der unmittelbaren Dominanz. Macht wird nicht mehr moderiert, sondern maximal ausgereizt – gegenüber Gegnern ebenso wie gegenüber Verbündeten. Der Kommentar analysiert diese Entwicklung...

Beitrag: Jimmy Carr: Warum die Arbeiterklasse nach rechts gerückt ist (und die Linke es nicht versteht) 06.02.2026

Der Beitrag analysiert Jimmy Carrs Diagnose einer tiefgreifenden politischen Verschiebung: Die Arbeiterklasse hat sich von der Linken abgewandt, weil diese ihre soziale Sprache, ihre institutionelle Rolle und ihr Verständnis von Verantwortung verloren hat. Carr deutet die Gegenwart als Krisen- und Übergangsphase, in der alte Eliten, Parteien und Medien an Bindungskraft verlieren, während neue Konf...

Episode 12: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert - Eine chronologische Synthese 06.02.2026

In der 12. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert führen wir alle Fäden unserer bisherigen Reise zusammen und zeichnen eine chronologische Entwicklung kosmopolitischer Ideen – von der Achsenzeit über die großen Wissenszentren des Mittelalters bis zur Aufklärung, der postkolonialen Moderne und dem digitalen Zeitalter. Die Episode zeigt, wie vielfältig, widersprüchlich und global verwo...

Beitrag: Die Logik der doppelten Realität: Russland vier Jahre nach Kriegsbeginn 05.02.2026

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland nicht nur außenpolitisch verändert, sondern die Gesellschaft im Inneren tiefgreifend umgeformt. Der Beitrag zeichnet nach, wie sich in den vergangenen vier Jahren ein System aus Repression, Angst und sozialer Selbstkontrolle herausgebildet hat, in dem Normalität und Unterdrückung nebeneinander existieren. Anhand der Analyse von Nina Khrushcheva wird...

Beitrag: Demokratie als Übung: Was Schulen und Hochschulen von Michael Sandel lernen können 03.02.2026

Demokratie scheitert heute nicht zuerst an Institutionen, sondern an einer schwindenden Fähigkeit, miteinander über das Gerechte und das Gemeinsame zu sprechen. Michael Sandel versteht Demokratie deshalb nicht als Verfahren, sondern als Übung: als eingeübte Praxis des Streitens, Zuhörens und Begründens. Der Beitrag zeigt, warum Schulen und Hochschulen zu zentralen Orten demokratischer Erneuerung w...

Beitrag: Zwischen Washington und Peking: Warum Mittelmächte sich neu orientieren 03.02.2026

Die wachsende Annäherung vieler Mittelmächte an China ist kein Ausdruck neuer Loyalität, sondern Symptom einer tieferliegenden Krise der internationalen Ordnung. Während die amerikanische Zoll- und Außenpolitik an Berechenbarkeit verliert, geraten zentrale Annahmen der Nachkriegsordnung ins Wanken. Zwischen Washington und Beijing suchen Staaten wie Großbritannien, Frankreich oder Kanada nach strat...

Beitrag: Die Illusion der Rückkehr: Ivan Krastev über Europas Machtverlust 02.02.2026

Europa hofft auf eine Rückkehr zur alten Weltordnung – doch genau diese Hoffnung ist, so Ivan Krastev, eine gefährliche Illusion. Im Gespräch mit dem ORF analysiert der Politikwissenschaftler, warum der Bruch der globalen Ordnung nicht mit Donald Trump begann, sondern durch die COVID-19-Pandemie vorbereitet wurde. Aus wirtschaftlicher Vernetzung wurde sicherheitspolitische Abhängigkeit, aus Global...

Hintergrund: In Asien denkt man anders: Der andere Blick auf China 01.02.2026

Asien blickt anders auf die Welt – und auch auf China. Während Europa in China vor allem einen strategischen Rivalen sieht, betrachtet man es in Asien als Nachbarn, Partner und Teil einer gemeinsamen Realität. Singapurs früherer Premierminister Lee Hsien Loong brachte es auf den Punkt: „Wir haben prosperiert, weil China prosperiert hat – und wir wollen gemeinsam weiter prosperieren.“ Dieser Satz s...

Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 3. Masahiro Moriokaie: Das Leben in der modernen Gesellschaft 31.01.2026

Was bedeutet es, in einer modernen Gesellschaft zu leben – jenseits von Leistung, Optimierung und moralischen Erwartungen? Der japanische Philosoph Masahiro Morioka richtet den Blick auf die existenziellen Kosten der Moderne: Erschöpfung, Einsamkeit und die Fragilität des Alltags. Mit seinem Ansatz der „Life Studies“ fragt er danach, wie Leben verstanden werden kann, wenn gesellschaftliche Ordnung...

Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 2. Kim Yong-ok und die kulturelle Aneignung der Demokratie 30.01.2026

Demokratie lässt sich erkämpfen – aber lässt sie sich auch denken? Der koreanische Philosoph Kim Yong-ok geht der Frage nach, warum politische Freiheit allein nicht genügt, wenn sie kulturell nicht verinnerlicht wird. Vor dem Hintergrund des demokratischen Umbruchs von 1987 analysiert er die Spannungen zwischen Leistungslogik, Bildungssystem und Gleichheitsidee. Ein Hintergrund über Philosophie al...

Episode 11: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Kosmopolitismus im digitalen Zeitalter - Chancen und Herausforderungen globaler Vernetzung 30.01.2026

In der 11. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns der digitalen Gegenwart zu und fragen, wie Internet, soziale Medien und Plattformökonomie unser Verständnis von Weltbürgerschaft verändern. Die Episode zeigt, wie globale Vernetzung neue Räume für transnationale Solidarität, Bewegungen wie #MeToo, #BlackLivesMatter oder Fridays for Future und digitale Bürgerschaft eröff...

Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 1. Wang Hui und die Frage nach Chinas eigener Moderne 29.01.2026

Wie lässt sich die Gegenwart verstehen, wenn die Begriffe, mit denen wir sie deuten, selbst aus einer bestimmten Geschichte stammen? Der chinesische Intellektuelle Wang Hui stellt die westliche Vorstellung einer einheitlichen Moderne infrage. In seinem Denken wird sichtbar, warum Globalisierung nicht als bloße Angleichung von Märkten und Institutionen verstanden werden kann – sondern als Zusamment...

Hintergrund: Friedrich Meinecke und das Geheimnis der Staatsräson: Warum ein Buch aus dem Jahr 1924 hilft, die neue Machtpolitik der Gegenwart zu verstehen 28.01.2026

Staat, Notwendigkeit, Macht – diese drei Begriffe bestimmen zunehmend die Sprache internationaler Politik. Der Hintergrund greift Friedrich Meineckes Analyse der Staatsräson von 1924 auf, um zu zeigen, warum Macht zum Staat gehört, aber niemals sich selbst genügen darf. Zwischen notwendiger Selbstbehauptung und sittlicher Bindung entscheidet sich bis heute, ob Staatsräson Idee bleibt – oder zur Id...

Beitrag: Thomas Hobbes im Weißen Haus – Trumps zweite Amtszeit und das Ende einer strategischen Ordnung 27.01.2026

In ihrer aktuellen Analyse in  Foreign Affairs  beschreiben Daniel W. Drezner und Elizabeth N. Saunders das erste Jahr von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft als tiefgreifenden Bruch mit der internationalen Ordnung nach 1945. Nicht äußere Rivalen, sondern die Vereinigten Staaten selbst werden zunehmend zur Quelle globaler Instabilität. Der Beitrag zeigt, warum Trumps Politik weder dem klassisch...

Hintergrund: Donald Trump zwischen Carl Schmitt und Hermann Heller 26.01.2026

Donald Trumps Politik lässt sich nicht allein als Bruch mit demokratischen Gepflogenheiten verstehen. Sie verweist auf grundlegende Spannungen im Selbstverständnis moderner Demokratien. Der Beitrag analysiert Trumps Politikverständnis im Lichte zweier gegensätzlicher Denker: Carl Schmitt und Hermann Heller. Während Schmitt Souveränität als Entscheidung im Ausnahmezustand begreift, versteht Heller...

Hintergrund: Amerika unter Trump: Die stille Revolution 25.01.2026

Europa sieht in der Amerikanischen und der Französischen Revolution oft denselben Aufbruch der Moderne – doch sie könnten gegensätzlicher kaum sein. In Frankreich wurde der Staat zum Werkzeug gesellschaftlicher Erneuerung, in Amerika zum Gegner jeder zentralen Macht. Donald Trump knüpft an diese ursprüngliche Idee an: Freiheit als Schutz des Individuums vor dem Staat. Was in Europa als Rückschritt...

Kommentar: Wenn Sicherheit zur Ideologie wird – ICE, Kristi Noem und die Logik der Angst 24.01.2026

Unter der Führung des amerikanischen Heimatschutzministeriums vollzieht sich in den USA ein tiefgreifender Wandel der inneren Sicherheitsordnung. Kristi Noem, Ministerin für Homeland Security, treibt eine Politik voran, in der staatliche Sicherheit zunehmend über rechtsstaatliche Prinzipien gestellt wird. Im Zentrum steht die Bundesbehörde ICE, deren Einsätze immer häufiger mit pauschalen Verdächt...

Episode 10: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Kosmopolitismus im Mittelmeerraum - Konzepte aus der islamischen, jüdischen und christlichen Tradition 23.01.2026

In der 10. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns dem Mittelmeerraum zu und fragen, wie Islam, Judentum und Christentum je eigene, aber miteinander verwobene kosmopolitische Horizonte eröffnen. Ausgehend von der islamischen Idee der Umma und der Einheit Gottes, über das jüdische Denken von B’tzelem Elohim und Tikkun Olam bis hin zur christlichen Universalität von Nächs...

Beitrag: China holt auf: Wie sich die globale Forschungslandschaft neu ordnet 23.01.2026

Chinesische Universitäten rücken in internationalen Forschungsrankings zunehmend an die Spitze. Während die USA weiterhin stark bleiben, verändert sich das globale Wissenschaftssystem leise, aber grundlegend. Der Beitrag analysiert, warum Forschungsleistung heute neu verteilt wird – und was dieser Wandel über Macht, Wissen und Zukunftsfähigkeit im 21. Jahrhundert aussagt.

Kommentar: Davos 3: Trumps Rede in Davos 22.01.2026

Trumps Auftritt in Davos war mehr als eine provokante Rede – er war ein offenes Bekenntnis zu einer neuen Logik internationaler Politik. Statt Kooperation, Regeln und Bündnistreue dominieren in seinem Narrativ Macht, Gegenleistung und territoriale Kontrolle. Die Analyse zeigt, warum dieser Auftritt weniger ein politisches Einzelereignis ist als ein Wendepunkt im Verständnis globaler Ordnung.

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