Samuel Glöggl
Bibel in einem Jahr
Jeden Tag ein Abschnitt aus der Bibel. Ein kurzer Impuls. Ein Gebet. Ruhig gelesen. Ohne Eile. Ohne Druck. Dem Wort Gottes wird Raum gegeben –. still, beharrlich, Wort um Wort. Tag für Tag. Durch ein Jahr. Zu diesem Weg gehört ein Begleitbuch. Nicht als Ersatz. Zur Vertiefung dessen, was gehört wird. Neu hier? Diese Reise beginnt am Anfang – bei Folge 1.
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Samuel Glöggl
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15. okt. 2026
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Episoder
Hesekiel trägt Gottes Warnung am eigenen Körper | Hesekiel 4–7 · Tag 238 26.08.2026 17:51
Wenn Warnungen überhört werden, werden selbst Zeichen zu einer ernsten Botschaft. Belagerung, geschorenes Haar und Zerstreuung machen sichtbar, welche Folgen es hat, dass Jerusalem den Bund verlassen und sich Götzen zugewandt hat. Das Gericht erscheint dabei nicht als Laune, sondern als Ausdruck von Gottes Heiligkeit und treuer Wahrheit. Zugleich bleibt ein leiser Faden der Gnade: Gott vergisst di...
Fern der Heimat beruft Gott Hesekiel zum Wächter | Hesekiel 1-3 · Tag 237 25.08.2026 15:29
Gottes Nähe ist nicht an den Tempel oder die verlorene Heimat gebunden. Am Fluss Kebar sieht Hesekiel die Herrlichkeit des Herrn und erfährt, dass Gott seinem Volk auch in der Fremde begegnet. Bevor Hesekiel sprechen soll, muss er hören und Gottes Wort in sich aufnehmen. Die süße Schriftrolle wird zugleich zu einer schweren Verantwortung: Er soll als Wächter treu weitergeben, was ihm anvertraut is...
Wer keine Ausreden mehr hat, findet Gottes Erbarmen | Baruch 1-5 · Tag 236 24.08.2026 23:43
Mitten in Zerstreuung und Scham findet das Volk Worte für die eigene Schuld. Es erklärt sein Leid nicht nur mit äußeren Umständen, sondern erkennt an, Gottes Stimme nicht gehört zu haben. Dieses Bekenntnis führt nicht in die Verzweiflung. Gottes Weisheit weist zurück zum Leben, während Jerusalem zwischen Klage und Hoffnung steht. So öffnen sich im Exil Trost, Erbarmen und die Aussicht auf Heimkehr...
Wenn alles zerbrochen ist, wird ehrliche Klage zum Gebet | Klagelieder 4-5 · Tag 235 23.08.2026 9:00
Jerusalems Glanz ist vergangen. Hunger, Schuld und das Versagen geistlicher Verantwortung werden ohne Beschönigung ausgesprochen. Gerade diese schonungslose Klage hält das Gespräch mit Gott offen. Aus den Trümmern wächst die Bitte um Umkehr und Erneuerung. Hoffnung zeigt sich nicht als eigene Stärke, sondern im Vertrauen darauf, dass Gottes Barmherzigkeit größer sein kann als Schuld und Verlust. B...
Wenn alles zerbricht, darf dein Glaube weiter weinen | Klagelieder 1-3 · Tag 234 22.08.2026 19:50
Schmerz muss vor Gott nicht beschönigt werden. Jerusalems Einsamkeit, Schuld und Verlust bekommen in der Klage eine Sprache, während das Gericht in seiner ganzen Schwere stehen bleibt. Gerade im tiefsten Leid wächst eine leise Hoffnung: Gottes Erbarmen ist nicht erschöpft. Klage erscheint damit nicht als Ende des Glaubens, sondern als ehrliches Festhalten an Gott, wenn schnelle Antworten und leich...
Mauern fallen, doch ein Gefangener wird nicht vergessen | Jeremia 48-52 · Tag 233 21.08.2026 51:40
Menschliche Macht bleibt vor Gott verantwortlich. Moab, Ammon, Edom und weitere Völker werden mit ihrem Stolz konfrontiert; selbst Babylon kann sich dem Gericht nicht entziehen. Nach dem Fall Jerusalems endet das Buch dennoch nicht ohne Hoffnung. Jojachin erhält im Exil einen Platz am Tisch und tägliche Versorgung. Dieses stille Zeichen erinnert daran, dass Gottes Treue auch zwischen Trümmern und...
Du fliehst vor Gott, doch deine falsche Sicherheit bleibt | Jeremia 44-47 · Tag 232 20.08.2026 20:14
Ein Ortswechsel befreit nicht, wenn das Herz an dem festhält, was von Gott wegführt. Der Rest Judas sucht Schutz in Ägypten, trägt seinen Ungehorsam jedoch mit und weist Jeremias Warnung zurück. Auch Ägypten und die Philister stehen unter Gottes Gericht. Zugleich bleibt ein leiser Trost: Gottes Wort deckt falsche Sicherheiten auf, um zur Umkehr und zu einem Halt zu führen, den äußere Stärke nicht...
Sie wollen Gottes Antwort, aber nicht seinen Weg | Jeremia 40-43 · Tag 231 19.08.2026 20:42
Angst kann den Wunsch nach Führung unmerklich in die Suche nach Bestätigung verwandeln. Nach Jerusalems Zerstörung bitten die Zurückgebliebenen um Gottes Weisung, haben sich innerlich jedoch bereits auf einen anderen Weg festgelegt. Gottes Antwort fordert sie zum Bleiben und Vertrauen auf. Stattdessen suchen sie Schutz in Ägypten. Der Abschnitt macht die Spannung zwischen vermeintlicher Sicherheit...
Ein König verbrennt Gottes Wort statt umzukehren | Jeremia 36-39 · Tag 230 18.08.2026 25:35
Gottes Wahrheit hängt nicht davon ab, ob Menschen sie annehmen. Die vernichtete Schriftrolle wird neu geschrieben, während Könige Gottes Warnung hören, ihr aber aus Stolz oder Angst nicht folgen. Jeremia erfährt Gefangenschaft und Todesgefahr, doch sein Auftrag bleibt bestehen. Beim Fall Jerusalems zerbricht menschliche Macht, während Gott Jeremia und Ebed-Melech bewahrt. Der Abschnitt fragt nach...
Ein Feld kaufen, während Jerusalem dem Untergang entgegengeht | Jeremia 32-35 · Tag 229 17.08.2026 29:04
Hoffnung zeigt sich manchmal in einem kleinen gehorsamen Schritt, obwohl die sichtbaren Umstände dagegensprechen. Jeremias Kauf wird zum Zeichen dafür, dass Gottes Verheißung über Gericht und Zusammenbruch hinausreicht. Den gebrochenen Versprechen Judas steht Gottes bleibende Treue gegenüber. Die Kapitel verbinden Schuld und Gericht mit Heilung, Heimkehr und der Aussicht auf eine erneuerte Zukunft...
Wenn schnelle Hoffnung täuscht, schreibt Gott sein Wort ins Herz | Jeremia 28-31 · Tag 228 16.08.2026 27:18
Leichter Trost klingt verlockend, trägt aber nicht durch eine lange Zeit der Fremde. Jeremia stellt den schnellen Versprechen Hananjas eine Hoffnung gegenüber, die Wahrheit, Geduld und Gottes Gegenwart aushält. Das Volk soll im Exil leben, beten und Frieden suchen. Zugleich kündigt Gott Wiederherstellung, Vergebung und einen neuen Bund an. Seine Weisung bleibt nicht äußerlich, sondern wird zur Ver...
Der Verlust des Exils wird nicht zu Gottes Abschied | Jeremia 24-27 · Tag 227 15.08.2026 24:37
Äußere Sicherheit ist nicht immer ein Zeichen von Gottes Frieden, und Zerbruch bedeutet nicht automatisch seine Abwesenheit. Die Bilder von Feigen, Gericht und Joch stellen vertraute Maßstäbe infrage. Gerade die Weggeführten werden zum Zeichen verborgener Hoffnung. Gottes ernstes Handeln führt durch Demütigung und Verlust, doch selbst dort bleibt ein Weg offen, auf dem er sammelt, reinigt und zurü...
Jeremia wird verspottet, doch Gottes Wort brennt weiter | Jeremia 20-23 · Tag 226 14.08.2026 25:17
Wahrheit kann einen Menschen verwunden, ohne ihm die Hoffnung zu nehmen. Jeremia leidet unter Verfolgung, Müdigkeit und Angst, doch Gottes Wort bleibt in ihm lebendig. Dem Versagen der Könige und falschen Hirten steht Gottes Verheißung gegenüber: Er wird sein zerstreutes Volk sammeln und den gerechten Spross senden. So führt der Text von schmerzhafter Klarheit zum Vertrauen auf Gottes Gerechtigkei...
Wenn dein Herz hart wird, kann Gott es neu formen | Jeremia 16-19 · Tag 225 13.08.2026 20:32
Ein Leben kann selbst zur Botschaft werden. Jeremias Verzicht, das Bild des Töpfers und der zerbrochene Krug machen sichtbar, wie weit Juda sich von Gott entfernt hat. Der Ruf zur Umkehr ist ernst, weil ein verhärtetes Herz Gottes Warnung immer weniger hört. Gerade das Bild vom Ton eröffnet Hoffnung. Wer sich nicht länger auf die eigene Kraft verlässt, kann sich Gottes Händen anvertrauen. Dort wir...
Wenn deine Fragen wachsen, lässt Gott dich nicht allein | Jeremia 12-15 · Tag 224 12.08.2026 19:49
Klage kann Ausdruck von Nähe zu Gott sein. Jeremia fragt, weint und widerspricht, während er Ungerechtigkeit, Dürre, Täuschung und Stolz vor sich sieht. Gott hört ihn, weitet aber zugleich seinen Blick und ruft zu Wahrheit und Umkehr. Nicht jede Spannung löst sich sofort. Doch Gottes Gegenwart kann müde Menschen neu ausrichten, ihre Worte reinigen und sie wieder fähig machen, sein Wort treu zu tra...
Was du gesund nennst, will Gott vielleicht heilen | Jeremia 8-11 · Tag 223 11.08.2026 22:18
Falsche Sicherheit lässt eine Wunde unberührt, obwohl Heilung nötig wäre. Jeremia sieht Judas leere Religion, den gebrochenen Bund und die Abkehr vom lebendigen Gott. Er spricht darüber nicht aus Distanz, sondern mit einem Herzen, das über die Menschen weint. Wahre Weisheit zeigt sich nicht in einer religiösen Fassade, sondern darin, Gott zu kennen. Der Text führt zu der ehrlichen Frage, was im ei...
Du trägst Gottes Namen, doch lebst du auch nach seinem Wort? | Jeremia 4-7 · Tag 222 10.08.2026 26:45
Vertraute Gebete, religiöse Worte und der Tempel können zur falschen Sicherheit werden, wenn das Leben von Lüge, Gewalt und Unrecht geprägt bleibt. Gott sieht tiefer als die äußere Form und ruft sein Volk durch Jeremia zu einer Umkehr, die das Herz erreicht. Der Prophet warnt nicht aus Distanz, sondern ringt um Menschen, die Gottes Stimme nicht hören wollen. Sein Ruf führt weg vom Selbstbetrug und...
Du fühlst dich zu klein, doch Gott ruft dich | Jeremia 1-3 · Tag 221 09.08.2026 22:08
Gottes Ruf setzt nicht bei menschlicher Stärke an, sondern bei seiner Nähe. Jeremia wird gekannt, berührt und gesandt, obwohl er sich seiner Aufgabe nicht gewachsen sieht. Zugleich zeigt sich der Schmerz über ein Volk, das die Quelle lebendigen Wassers verlassen hat. Doch Untreue ist nicht das letzte Wort: Gottes geduldiger Ruf zur Umkehr bleibt bestehen und führt zur Frage, wo wir selbst Leben in...
Demut vor Gottes Wort weist den Weg in die Zukunft | Jesaja 62-66 · Tag 220 08.08.2026 21:53
Gottes Hoffnung blendet Schuld, Gericht und die schmerzliche Entfernung von ihm nicht aus. Gerade darin gewinnt der Trost an Tiefe: Zion bleibt nicht vergessen, der Erlöser kommt, und Gott begegnet seinem Volk zugleich als heiliger Richter, barmherziger Vater und formender Töpfer. Seine verheißene Zukunft gehört den Demütigen, die auf sein Wort hören. Am Ende steht der weite Blick auf Erlösung, di...
Wahres Fasten löst Lasten statt Frömmigkeit zu zeigen | Jesaja 58-61 · Tag 219 07.08.2026 18:11
Religiöse Formen bleiben leer, wenn sie Menschen nicht aufrichten. Gott sieht die Armen, die Gebundenen und die Zerbrochenen und verbindet Anbetung mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und geheilter Gemeinschaft. Auf die schonungslose Diagnose folgt Hoffnung: Der Herr tritt als Retter ein, sein Licht geht auf, und der Gesalbte bringt Freiheit, Trost und neue Würde. Daraus wächst die Frage, wie Gottes...
Du fühlst dich verlassen, doch Gottes Bund bleibt | Jesaja 54-57 · Tag 218 06.08.2026 15:10
Scham, Schmerz und falsche Wege werden nicht übersprungen, doch sie erhalten auch nicht das letzte Wort. Gottes Erbarmen öffnet einen Raum, in dem Verlassene getröstet, Durstige eingeladen und Fremde nicht ausgeschlossen werden. Sein Friedensbund bleibt bestehen. Zugleich ruft Gott aus oberflächlichem und falschem Trost heraus. Seine Nähe gilt den Zerknirschten und Demütigen und schenkt einen Frie...
Der Gottesknecht trägt, was dich zerbrechen würde | Jesaja 50-53 · Tag 217 05.08.2026 15:42
Gottes Rettung erscheint nicht als äußerer Triumph, sondern im Gehorsam eines Knechtes, der Leiden und fremde Schuld auf sich nimmt. Verwundung und Versagen werden dabei weder verharmlost noch umgangen. Sein Weg führt durch das Leiden hindurch zu Heilung und Frieden. Christen erkennen darin den Schatten Christi: Stellvertretende Gnade bedeutet, dass Schuld, Scham und Angst nicht aus eigener Kraft...
Was du selbst tragen musst, kann dich nicht retten | Jesaja 46-49 · Tag 216 04.08.2026 19:32
Falsche Sicherheiten werden zur Last, sobald sie selbst gestützt und bewahrt werden müssen. Die Götzen Babylons stehen für das, woran Menschen sich klammern und was dennoch weder antworten noch retten kann. Gott zeichnet ein anderes Bild: Er trägt sein Volk von Anfang an, benennt seine Schuld und hält an seiner Verheißung fest. Babylon fällt unter seinem Stolz, während der Knecht Gottes als Licht...
Gott lenkt Könige und übersieht deine Schwäche nicht | Jesaja 42-45 · Tag 215 03.08.2026 24:37
Gottes Macht zeigt sich nicht nur darin, dass er Völker und Herrscher führt. Sie wird auch in seiner behutsamen Nähe zu denen sichtbar, deren Kraft kaum noch reicht. Der Knecht des Herrn bringt Recht, Licht und Hoffnung, ohne das Schwache zu übergehen. Wasser, Feuer und unverständliche Wege ändern nichts daran, dass Gott sein Volk beim Namen kennt. Falsche Sicherheiten erweisen sich als leer, währ...
Hiskia überlebt die Krankheit und scheitert am eigenen Stolz | Jesaja 38-41 · Tag 214 02.08.2026 20:20
Erhörtes Gebet bewahrt ein Herz nicht automatisch vor Selbstsicherheit. Hiskia bringt Krankheit, Tränen und Todesangst ehrlich vor Gott und empfängt neue Lebenszeit. Danach zeigt sich, wie schnell erfahrene Hilfe zum Anlass für Stolz werden kann. Jesajas Blick weitet sich zum Trost für ein erschöpftes Volk. Gott vergisst die Müden nicht, entlarvt ohnmächtige Sicherheiten und schenkt neue Kraft. Sc...
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